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Veröffentlicht am 02.02.2024

Spurensuche

Die geheime Gesellschaft
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Lenna begibt sich auf Spurensuche nach dem Mörder ihrer kleinen Schwester. Evie war für das viktorianische Zeitalter, in das sie beide hineingeboren wurden, ein regelrechter Freigeist. Sie sprengte alle ...

Lenna begibt sich auf Spurensuche nach dem Mörder ihrer kleinen Schwester. Evie war für das viktorianische Zeitalter, in das sie beide hineingeboren wurden, ein regelrechter Freigeist. Sie sprengte alle Normen, in denen ein Mädchen sittsam und fromm bis zur Eheschließung zu Hause sitzen sollte. Stattdessen entwickelte sie ein sehr starkes Interesse an der Esoterik. Ihr Glaube an die Geisterwelt war so stark, dass sie bei einem berühmten Medium in die Lehre ging, um später selbst Séancen abzuhalten. Doch nun ist Evie tot und Lenna tritt in ihre Fußstapfen. Zusammen mit ihrer Lehrmeisterin hinterfragt sie die renommierteste Londoner Séance Society und erfährt schockierende Tatsachen sowohl über ihre Schwester als auch über diese feine Gesellschaft. Und nicht zuletzt entdeckt sie auch an sich unbekannte Seiten.
Dieser Roman liest sich fast wie ein Krimi, so spannend ist er. Die Autorin versteht es gut, die Personen immer wieder in ein neues Licht zu stellen, sodass der Leser ständig umdenken muss. Wie auch in ihrem Vorgängerroman - Die versteckte Apotheke - , steht Sarah Penner auf der Seite der Frauen, die im 19. Jahrhundert nur wenig Freiheiten genossen. Dies gibt ihrem Schreibstil eine ganz persönliche Note und trägt zum Wiedererkennungswert bei.

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Veröffentlicht am 27.01.2024

Suizide?

Nach der Zeit
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Während in Band 1 dieser Reihe die Zusammenarbeit zwischen Hanna Will und Jan de Bruyn noch etwas unrund lief, so haben die beiden sich nun doch gut zusammenraufen können, denn sie haben gemerkt, dass ...

Während in Band 1 dieser Reihe die Zusammenarbeit zwischen Hanna Will und Jan de Bruyn noch etwas unrund lief, so haben die beiden sich nun doch gut zusammenraufen können, denn sie haben gemerkt, dass sich ihre gegensätzlichen Charaktere wunderbar ergänzen, wenn sie es denn zulassen.
So starten sie gemeinsam in den neuen Fall. Eigentlich zeichnet sich schon schnell ab, dass es sich um eine Serie handelt. Zwei angebliche Selbstmorde sind nämlich in Wahrheit akribisch durchgeführte Morde. Weil die Opfer Jugendfreunde waren, suchen Hanna und Jan natürlich in deren Vergangenheit. Der Leiter der Soko dagegen blockiert durch seine Paragrafenreiterei den Fortschritt der Ermittlung gewaltig. Hanna und Jan müssen deswegen auf eigene Faust ermitteln, um zu beweisen, dass sie den richtigen Riecher gehabt haben.
Um es vorweg zu sagen, so spannend wie die Inselkommissarin kommt mir dieses neue Ermittlerduo nicht daher. Es wird fast schon zu viel Gewicht auf persönliche Befindlichkeiten und Launen gelegt. Die Aufdeckung des Falls tritt dabei in den Hintergrund vor dem Beziehungsstatus zwischen Hanna und Jan. Vor allem Hanna wirkt hierbei wenig sympathisch: Stur und stürmisch, wohingegen Jan in jeder freien Minute gedanklich seine Eheprobleme wälzt.
Dennoch bleibt die Spannung für den Leser groß, bis der Täter endlich entlarvt werden kann. Aber man wartet jetzt nicht gerade ungeduldig auf die nächste Folge.

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Räucherware

Sonne über Gudhjem
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Lennart Ipsen hat aufgrund seines kriminalistischen Spürsinns die Karriereleiter steil erklommen, doch plötzlich geht gar nichts mehr. Burnout! Auf der gemütlichen Ferieninsel will er nun, frisch geschieden, ...

Lennart Ipsen hat aufgrund seines kriminalistischen Spürsinns die Karriereleiter steil erklommen, doch plötzlich geht gar nichts mehr. Burnout! Auf der gemütlichen Ferieninsel will er nun, frisch geschieden, als Leiter der Inselpolizeidienstelle einen Neuanfang wagen. Sein Traum vom idyllischen Alltagstrott verfliegt sehr schnell, als direkt am ersten Tag schon ein Schweinebauer tot in der Räucherkammer liegt. Ein klarer Fall von Mord. Ipsens Intuition ist noch nicht ganz zurück, doch zum Glück hat er zwei gut mit der Bevölkerung vernetzte Kolleginnen an seiner Seite. Wirklich ein Glück, denn hier wäscht eine Hand die andere, und Dienstanweisung ist ein sehr dehnbarer Begriff. Als Hörer/Leser hat man eine sehr vergnügliche Zeit, bis Ipsen sich gut eingelebt und den Fall trotz eines lebensgefährlichen Endes aufgeklärt hat.
Der Sprecher Axel Milberg ist die geniale stimmliche Verkörperung des Inselkommissars.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Routiniert, mit Längen

Never Safe
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Mit sieben Jahren überlebt Kara nur knapp das blutige Massaker an ihrer Familie. Ihre Schwester Marlie ist seitdem spurlos verschwunden und dann gibt es nur noch ihren großen Bruder als Überlebenden. Jonas ...

Mit sieben Jahren überlebt Kara nur knapp das blutige Massaker an ihrer Familie. Ihre Schwester Marlie ist seitdem spurlos verschwunden und dann gibt es nur noch ihren großen Bruder als Überlebenden. Jonas ist selbst schwer verletzt, doch spricht ihn ein Gericht für schuldig und er kommt für zwanzig Jahre hinter Gitter. Das Urteil steht auf wackligen Füßen. Bei seiner Entlassung kommt der Stein erneut ins Rollen...
Das Buch hat alles, was ein guter Thriller haben muss, dennoch konnte es mich nicht packen. Die Autorin hat schon viele Bücher geschrieben, und mir kommt dieser Thriller fast schon etwas zu routiniert daher. Vor allem stören mich die vielen Personen und erst recht die komplizierten Familienverhältnisse der Patchwork-Familie. Die Lösung ist zwar plausibel, aber trotzdem bleibt einem der Charakter des Täters fremd.
Katja Pilaski höre ich normalerweise in Filmen sehr gerne als Synchronsprecherin. Doch in diesem Hörbuch spricht sie mir zu deutlich und zu überbetont. Schade.

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Veröffentlicht am 19.01.2024

Romantik im Weltall

Star Bringer
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Tracy Wolff schreibt eigentlich immer dicke Wälzer, so kenne ich sie jedenfalls aus ihrer Katmere Reihe. Das Cover ist auch diesmal wieder ein absoluter Hingucker geworden. Diesmal verlässt die Autorin ...

Tracy Wolff schreibt eigentlich immer dicke Wälzer, so kenne ich sie jedenfalls aus ihrer Katmere Reihe. Das Cover ist auch diesmal wieder ein absoluter Hingucker geworden. Diesmal verlässt die Autorin jedoch die Welt der Romantasy und schickt ihre Leser in die Sphären des Weltraums.
Es geht um Kali, die wunderschöne Prinzessin der neun Planeten, die ihrem Untergang entgegensehen. Sie besichtigt als ihre allererste repräsentative Aufgabe eine Raumstation, die Forschungen zur Rettung des Sonnensystems betreibt. Doch eine Explosion treibt sie und sechs weitere Personen in ein Raumschiff, mit dem sie haarsträubende Abenteuer, aber auch die erste Liebe erlebt.
Leider muss ich sagen, dass mich die Autorin nicht in diese utopische Szenerie hineinversetzen konnte. Doch Kali ist für mich ein absoluter Sympathieträger. Sie ist so warmherzig und liebevoll, dabei aber in dem Korsett ihrer höfischen Erziehung gefangen. Sie bringt den vierten Bewertungsstern in diese Rezension, denn bedauerlicherweise ist die Handlung für mich zu oberflächlich, auch wenn mir die immer wieder aufblitzenden humorvollen Passagen gut gefallen haben.

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