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Veröffentlicht am 22.03.2024

Spannende und authentische Piraten-Fantasy

Tide Horns Call
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Tide Horn’s Call ist der erste Band der Warrior of the Sea Trilogie von Lilly C. Zwetsch im Selfpublishing und ist eine spannende Piraten-Fantasy.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich vom ersten Satz ...

Tide Horn’s Call ist der erste Band der Warrior of the Sea Trilogie von Lilly C. Zwetsch im Selfpublishing und ist eine spannende Piraten-Fantasy.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich vom ersten Satz an überzeugen und passt einfach perfekt in das Piraten-Setting. Die Sprache ist derb, mit vielen Kraftausdrücken und nimmt kein Blatt vor den Mund, um Dinge zu beschönigen (das Leben auf See kann hart und auch mal eklig werden). Zudem wurde Piratenvokabular und -slang genutzt, was die Geschichte authentisch gemacht hat, auch wenn ich das ein oder andere Mal nachschlagen musste, da meine letzte Piratengeschichte schon etwas her war und dies sprachlich auch nicht abgebildet hat. Außerdem schafft es die Autorin durch ihr umfangreiches World Building, die Geschichte wie einen Film in meinem Kopf laufen zu lassen. Besonders unterhaltsam fand ich auch das verfasste Gedicht/Liedtext, das richtig gut gepasst hat und einfach lustig ist.

Wir lernen ganz viele unterschiedliche, einzigartige Charaktere kennen, die alle gut ausgearbeitet sind und ihren eigenen Prinzipien folgen. Dabei wurde auch kein Wert darauf gelegt, dass alle ein friedsames Beisammen erstreben, sondern auch gerne mal brutal und ohne Angst vor Verlusten vorgegangen wird. Es gab viele Charaktere, die mir sympathisch waren und genauso viele, für die ich Hass und Abscheu empfunden habe. Interessanterweise ist dies nicht immer mit dem klassischen Feind stimmig gewesen, sodass ich auch dort Sympathie empfinden konnte.
Unsere Protagonistin ist Scarlett, eine durchtriebene und leidenschaftliche Piratin, die als Kapitänin der Iron Lady eine Crew mit erfreulich vielen Piratinnen führt und sich von der durch Männer dominierte “Branche” nicht einschüchtern lässt. Ich habe sie als eine willensstarke, sympatische und lustige Figur wahrgenommen, mit der ich mich aufgrund unserer Verschiedenheit gar nicht identifizieren konnte, die mich aber immer wieder beeindruckt und inspiriert hat.

Die Handlung war durchgehend spannend und gut zu verfolgen. Durch abwechslungsreiche Ereignisse wie berauschende Gefechte und Manöver, die Suche nach dem größtmöglichen Schatz, das Leben an Deck, amüsante Ausflüge und der Funke des Unerklärlichen (mehr möchte ich nicht spoilern). Zudem gab es immer wieder Momente, die mich überraschen oder schockieren konnten und das Lesen nie langweilig werden ließen.

Einen halben Punkt Abzug dafür, dass das Mental Health Thema für meinen Geschmack nicht umfangreich genug ausgearbeitet wurde und ausschließlich über die sexuellen Vorlieben der Beteiligten definiert wird. So entsteht in meinen Augen leider ein verschobener, einseitiger Blick und ich würde mir wünschen, dass in den kommenden Bänden etwas näher darauf eingegangen wird.

Alles in allem ein sehr gelungener Auftakt, der mich durchweg begeistern konnte und deswegen definitiv eine Empfehlung. Ich bin gespannt, was unsere Pirat*innen noch erleben werden.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Rasantes Finale der The Last Goddess Dilogie

The Last Goddess, Band 2: A Kiss Stronger Than Death (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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A Kiss Stronger Than Death ist das Finale der The Last Goddess Romantasy-Dilogie mit nordischer Mythologie von Bianca Iosivoni und ist 2021 im Ravensburger Verlag erschienen.

Darum geht es:

Achtung Spoiler, ...

A Kiss Stronger Than Death ist das Finale der The Last Goddess Romantasy-Dilogie mit nordischer Mythologie von Bianca Iosivoni und ist 2021 im Ravensburger Verlag erschienen.

Darum geht es:

Achtung Spoiler, da Band 2!!!

Ragnarök ist angebrochen - die Prophezeiung hat sich erfüllt. Blair muss mehr denn je gegen das Böse und das Chaos kämpfen, um die Welt, wie wir sie kennen, und ihre neue Familie zu retten. Doch nicht jeder ihrer Verbündeten steht noch auf ihrer Seite. Kann Blair die Welt vor dem Untergang und gleichzeitig ihre Liebe zu Ryan retten?

Wie hat mir das Buch gefallen?
Wie auch A Fate Darker Than Love hat mir der abschließende Band der Dilogie wieder sehr gut gefallen. Die Handlung schließt nahtlos an die Geschehnisse aus Band 1 an und baut sich Szene zu Szene bis zum großen Endkampf auf. Auch hier war ich wieder jede der knapp 350 Seiten gefesselt und habe das Buch in einem Stück verschlungen. Die Liebesgeschichte zwischen Blair und Ryan hat mich sehr berührt und ich finde beide haben große Stärke mit ihren Entscheidungen bewiesen.

Von mir eine Empfehlung an alle, die eine spannende Handlung mit nordischer Mythologie und eine bittersüße Lovestory suchen.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Spannender Auftakt mit nordischer Mythologie

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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A Fate Darker Than Love ist der Auftakt der The Last Goddess Romantasy-Dilogie mit nordischer Mythologie von Bianca Iosivoni und ist 2020 im Ravensburger Verlag erschienen.

Darum geht es:
Dass es mehr ...

A Fate Darker Than Love ist der Auftakt der The Last Goddess Romantasy-Dilogie mit nordischer Mythologie von Bianca Iosivoni und ist 2020 im Ravensburger Verlag erschienen.

Darum geht es:
Dass es mehr als gewöhnliche Menschen auf der Welt gibt weiß Blair, seit sie denken kann. Ihre Mutter ist eine Valkyre und nun soll ihr Erbe an Blairs Schwester weitergegeben werden. Auf dem Weg nach Vancouver, von wo aus man nach Valhalla gelangt, kommt es allerdings zu einem Autounfall, bei dem Blairs Mutter und Schwester sterben.
Zutiefst geschockt, in Trauer und mit Fragen macht sich Blair zusammen mit ihrem besten Freund Ryan auf den Weg nach Vancouver und unterrichtet die dortigen Valkyren von dem Unglück, ohne zu ahnen, dass sie nun selber in eine magische Welt gerissen wird, von der sie nie dachte, jemals ein Teil zu sein. Dabei muss sie die Fragen beantworten, die sie sich seit dem Tod ihrer Schwester und ihrer Mutter stellt: War es wirklich nur ein Unfall oder steckt noch mehr dahinter? Was für eine mysteriöse Gestalt glaubt sie am Unfallort gesehen zu haben und hat diese etwas damit zu tun? Warum hört sie plötzlich weit entfernte Schreie sterbender Menschen? Und warum kann sie Dinge oder Personen sehen, die sonst niemand sehen kann?

Wie hat mir das Buch gefallen?
Das Buch ist das erste, das ich von Bianca Iosivoni gelesen habe und es hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen und ich bin quasi nur so durch die Seiten geflogen. Außerdem ist die Geschichte temporeich und ereignisvoll erzählt, unter anderem auch durch die Kürze des Buches mit knapp 350 Seiten.
Geschrieben ist die Geschichte aus der Ich-Perspektive, hauptsächlich aus Blairs Sicht, einige Kapitel erfahren wir aber auch aus Ryans Wahrnehmung. Das Thema nordische Mythologie hat mir sehr gut gefallen, ich kenne bisher noch nicht viele Geschichten mit der Thematik und damit war es für mich eine schöne Abwechslung.

Mit 4,5* von mir eine klare Empfehlung an alle Lesenden von Romantasy, besonders aber auch für Menschen, die einen guten Einstieg in das Fantasy Genre suchen.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Erzählstil bricht emotionale Tiefe

Weird Girls
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Weird Girls von Gráinne O'Hare handelt von den Freundinnen Harley, Maggie und Róise, die ihre beste Freundin Lydia verloren haben. Die Handlung spielt ein Jahr nach dem tragischen Unfall und zeigt, wie ...

Weird Girls von Gráinne O'Hare handelt von den Freundinnen Harley, Maggie und Róise, die ihre beste Freundin Lydia verloren haben. Die Handlung spielt ein Jahr nach dem tragischen Unfall und zeigt, wie die drei nun ihre Freundschaft und ihre Leben mit ihren individuellen Problemen zusammenhalten müssen.
Wir bekommen Einblicke in die Perspektiven aller drei Frauen, begleiten sie durch ihren unperfekten Alltag und lernen sie so nach und nach besser kennen. Jede von ihnen kämpft mit Problemen, wovon sie sich mit Partynächten und Alkoholexzessen ablenken.

Den Schreibstil fand ich angenehm flüssig und einfach zu lesen. Auf eine humorvolle Art aber oberflächlich, die von tieferen Emotionen ablenkt. Damit schafft das Buch vermutlich genau das, was auch die Freundinnen versuchen: ihre schweren Emotionen und weitreichenden Probleme in vermeintlichem Spaß zu betäuben. Das macht das Buch einerseits humorvoll-leicht zu lesen, andererseits fiel es mir schwer, eine emotionale Bindung zu der Geschichte, aber auch zu den Personen aufzubauen.

Insgesamt wirkt das Buch wie eine Momentaufnahme aus dem Leben der Freundinnen, nachdem diese durch einen schweren Verlust erschüttert wurden. Aus einem gesellschaftlich genormten Blickwinkel, den man als Leser beinahe automatisch einnimmt, wirkt das Geschehen wie eine aus dem Ruder laufende Aneinanderreihung von Ereignissen und man hofft die ganze Zeit auf Einsicht, Veränderung und Charakterentwicklung. Die Frauen aber müssen uns nichts beweisen, uns nichts lehren oder gesellschaftlichen Normen gerecht werden.
Das Ende ist durchaus versöhnlich, bleibt aber eher offen und regt zum Nachdenken an. Als Lesende bekommt man keine fertige Moral aufgetischt, sondern lässt die Freundesgruppe so beiläufig ziehen, wie man in Ihr Leben getreten ist.

Für viele Lesende ist die Lebensrealität der Frauen vermutlich sehr entgegengesetzt der eigenen, sodass eine Konfrontation verschiedenste Emotionen bis hin zu vollständigem Unverständnis auslösen kann. Darüber sollte sich meiner Meinung nach vorher bewusst gemacht werden. Ansonsten sehe ich diesen Aspekt als große Chance, die Geschichte wirken zu lassen, zu reflektieren und in Austausch zu kommen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Spannende Unterhaltung

Blackspell
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Blackspell ist der Auftakt einer YA-Romantasy-Dilogie von Celine Leonora und handelt von Eden Blackspell, die unerwartet ein Vermögen von ihrem Vater erbt. Allerdings muss sie dafür seine Bedingung erfüllen ...

Blackspell ist der Auftakt einer YA-Romantasy-Dilogie von Celine Leonora und handelt von Eden Blackspell, die unerwartet ein Vermögen von ihrem Vater erbt. Allerdings muss sie dafür seine Bedingung erfüllen und ihren Abschluss an der Wyndhouse Academy machen. Doch schon in ihrer ersten Nacht sieht sie im Traum ein totes Mädchen, das von Motten bedeckt ist. Was hat es mit dem Mädchen auf sich, das die kürzlich verstorbene Mitschülerin von Eden ist? Und sie soll nicht die letzte Tote bleiben, denn eine Mordserie mit verschwindenden Leichen stellt Eden vor ein gefährliches Rätsel. Während sie selbst eigentlich damit beschäftigt sein sollte, diese neue, magische Welt kennenzulernen, in der sie sich plötzlich wiederfindet.

Ich finde Leonoras Schreibstil sehr angenehm und sie schafft es, eine düstere Atmosphäre und Spannung durch das gesamte Buch aufzubauen. Dadurch hat die Geschichte eine unglaubliche Sogwirkung, sodass ich es in nur zwei Tagen verschlungen habe.

Eden finde ich sehr sympathisch, auch wenn sie mich manchmal genervt hat, wenn sie zum Beispiel nicht über ihre Erlebnisse und Erkenntnisse kommuniziert oder logische Schlussfolgerungen nicht erkannt hat. Trotzdem habe ich mit ihr mitgefiebert und die Geschichte hat zum Miträtseln eingeladen. Es gab ein paar Wendungen, die ich erahnt habe, aber auch einige, die mich überrascht und zum Teil kalt erwischt haben.

Den Romance-Aspekt habe ich leider nicht ganz fühlen können, vielleicht weil ich die Anziehung nicht verstehen oder nachvollziehen konnte. Da hoffe ich in Band 2 auf etwas mehr Klarheit. Insgesamt würde ich mir eine tiefe Aus- und Einarbeitung der zwischenmenschlichen Beziehungen wünschen, die im ersten Band etwas oberflächlich geblieben sind.

Mich konnte Blackspell insgesamt unglaublich gut unterhalten und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, weil das Ende schon wirklich fies ist.

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