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Veröffentlicht am 26.01.2024

Die berührende Lebensgeschichte der Karolina Borger

In Liebe, deine Lina (Mühlbach-Saga 1)
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Mühlbach am Glan, 1897: Karolina Borger, genannt Lina, ist seit vielen Jahren die beste Freundin von Albert Lehnert, dem Sohn der Krämerin und des Dorfschmieds. Doch in letzter Zeit hat sich etwas an ihrer ...

Mühlbach am Glan, 1897: Karolina Borger, genannt Lina, ist seit vielen Jahren die beste Freundin von Albert Lehnert, dem Sohn der Krämerin und des Dorfschmieds. Doch in letzter Zeit hat sich etwas an ihrer Beziehung geändert und die beiden sind sich nähergekommen. Obwohl Lina Halbwaise und die Tochter eines armen Mannes ist, der sein ganzes Leben hart im Steinbruch arbeiten musste, tut das ihrer Liebe keinen Abbruch. Das ändert sich aber als Lina schwanger wird und Albert ihr zwar seine Liebe schwört, aber nicht den Mut findet, seinen Eltern zu widersprechen und zu ihr zu stehen. Also ist Lina bald eine verachtete Frau, die angeblich den Sohn der betuchten Mühlheimer Familie Lehnert mit einem Kind erpressen wollte. Lina ist enttäuscht über die Rückgratlosigkeit und Feigheit ihres früheren Freundes und zieht sich aus dem Dorf zurück. Erst Karl bietet ihr eine Möglichkeit, dem engen Dorf zu entfliehen, denn er ist nach seinem Weggang aus dem Ort nach Bremen gegangen und hat sich dort ein neues und glücklicheres Leben aufgebaut. War er doch in Mühlheim ebenfalls nicht geachtet als unehelicher Sohn einer Witwe und kennt die Verleumdungen und Missachtungen der Bewohner. Lina geht gemeinsam mit ihrer Tochter Charlotte mit Karl, heiratet ihn und lernt ihr Leben und den Wohlstand in der Großstadt Bremen zu genießen. Aber ein Besuch der alten Heimat fünf Jahre nach dem Weggang lässt alte Wunden aufreißen und bringt die kleine Familie aus dem Gleichgewicht...

Barbara Leciejewski erzählt in diesem Roman die Lebensgeschichte ihrer Großeltern, die all das unfassbare in diesem Roman erlebt haben. Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an die Begebenheiten in dem kleinen Dorf so fesselnd und packend zu erzählen, dass ein Weglegen des Buches kaum mehr möglich ist. Ihre Schreibweise und Sprache ist flüssig und die Einteilung in nicht allzu lange Kapitel mit Orts- und Zeitangaben sehr gelungen. Das Schicksal der unehelich schwangeren Lina, des "Bankerts" Karl und der fröhlichen und unbedarften Charlotte ist sehr ergreifend und emotional berührend, sodass sich während dem Lesen immer wieder eine Träne aus den Augenwinkeln stiehlt.

Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin verschlungen und war auch jetzt wieder sehr gespannt auf den neuen Roman. Schon das Vorwort war so berührend, dass ich wusste, ich würde das Buch nur unter Zwang aus der Hand legen können. Innerhalb von zwei Tagen war ich dann wirklich am Ende angelangt und ich muss sagen, es war ein Wechselbad der Gefühle, denn ich habe ein paar Tränen vergossen, mich aber ebenso über die Glücksmomente gefreut und war begeistert von der kleinen Charlotte, der das schwere Leben einfach nichts anhaben kann. Ein rundum gelungener Roman, der mich nun voller Spannug auf den zweiten Band der Mühlbach-Saga zurücklässt.

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Veröffentlicht am 25.01.2024

Der Schlüssel bist allein du!

Der kleine Feuerdrache Piro
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Piro ist ein ganz besonderer kleiner Feuerdrache, denn er hat zusätzlich zu seinem roten Körper pinke Füße und einen pinken Schwanz. Er geht schon in die zweite Klasse und mag seine Lehrerin Frau Drachenherz ...

Piro ist ein ganz besonderer kleiner Feuerdrache, denn er hat zusätzlich zu seinem roten Körper pinke Füße und einen pinken Schwanz. Er geht schon in die zweite Klasse und mag seine Lehrerin Frau Drachenherz sehr gerne. Gerade lernen seine Mitschüler und er die drei Pflichten eines Feuerdrachen. Aber schon bei der ersten Pflicht, die sie gemeinsam üben, gelingt es Piro nicht, mit den anderen mitzuhalten. Denn es kommt einfach kein Feuer aus ihm heraus. Verzweifelt macht er sich, gemeinsam mit seinem Ameisenfreund Anton, in der Bibliothek auf die Suche nach einem Buch, in dem die Lösung für sein Problem stehen könnte. Doch auch dort hilft ihm nichts, nur ein verstaubtes Buch fällt ihm auf. Darin ist die Rede von einem Riesen und Piro entschließt sich, ihn aufzusuchen. Aber auch die große Wanderung durch den Wald hin zur Vulkanebene und die Begegnung mit Gigaro, dem Riesen, bringen nichts. Auch die Fledermaus Sapia hat nur einen klugen Spruch für Piro. Als Piro aber wenig später seinem Freund Anton das Leben retten muss, gelingt es ihm spielerisch, eine große Feuerfontäne zu spucken und er weiß, dass nur er allein sich helfen konnte!

Janina Pinocy erzählt die Geschichte von Piro, dem diese eine Sache mit dem Feuerspeien einfach nicht gelingen will, sehr liebevoll und kindgerecht. So zeigt sich schnell, dass der Glaube an sich selbst, für vieles die Lösung sein kann! Die Illustrationen zeigen die Welt der Drachen sehr schön, auch wenn sie teilweise etwas zu klein sind und auch gerne noch mehr Bilder im Buch sein könnten. Die Geschichte ist in einer einfachen und gut verständlichen Sprache verfasst, sodass sie sich auch sehr gut vorlesen lässt, es keine Verständnisprobleme gibt und dank der Schriftgröße sogar schon Erstleser mitlesen können.

Eine zauberhaft schöne Geschichte, die meinen beiden Kindern und mir sehr gut gefallen hat! Wir mochten Piro auf Anhieb sehr gerne und haben richtig mit ihm mitgefiebert und uns gefreut, als er es endlich schafft. Einzig die schlechte Korrektur des Textes hat mich gestört, denn es waren mindestens fünf Rechtschreibfehler, die mir beim Lesen direkt aufgefallen sind. Insgesamt eine wunderschöne Geschichte für Kinder, die zeigt, wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben!

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Ferdy entdeckt den Winter

Mein erstes Jahreszeitenbuch: Ferdy, der kleine Fuchs
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Ferdy, der kleine Fuchs, steht in der Früh auf und wundert sich, warum die Welt vor seinem Bau ganz anders aussieht. Alles ist weiß und voller Schnee, die Hagebutten sind von einer dünnen Eisschicht überzogen ...

Ferdy, der kleine Fuchs, steht in der Früh auf und wundert sich, warum die Welt vor seinem Bau ganz anders aussieht. Alles ist weiß und voller Schnee, die Hagebutten sind von einer dünnen Eisschicht überzogen und an den Tannenzweigen hängen Eiszapfen. Ferdy möchte den Zauberer unbedingt kennenlernen, der so etwas erschaffen kann. Doch er findet im Schnee nur die Spuren der Meise. Dann aber sieht er Fußspuren, die seinen zum Verwechseln ähnlich sehen. Er geht ihnen nach und trifft auf das kleine Fuchsmädchen. Nun hat er zwar den Zauberer nicht gefunden, aber eine neue Freundin!

Anja Kiel gelingt es auf kindgerechte Art und Weise den Winter zu beschreiben, sodass Kinder in kleinen Schritten erfahren, was alles zu dieser Jahreszeit gehört. Außerdem dreht sich jede Doppelseite um einen bestimmten Begriff, wie zum Beispiel Spuren, Kiefern- oder Eiszapfen. Die Illustrationen von Lucy Barnard runden die Geschichte perfekt ab. Die Kombination aus einem klassischen Pappbilderbuch mit der Besonderheit des Griff-Registers am rechten Rand ist sehr interessant und ansprechend. Die Seiten sind stabil, haben abgerundete Ecken und eine angenehme und schmutzabweisende Oberfläche.

Dieses Bilderbuch hat mich schon auf den ersten Blick angesprochen. Ich finde die Illustrationen bezaubernd schön und auch die Texte perfekt auf das Alter von achtzehn Monaten bis vier Jahren abgestimmt. Ein rundum gelungenes Kinderbuch für die Winterzeit!

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Jenny, ihr Leben und die Liebe zum Backen

Der späte Ruhm der Mrs. Quinn
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Jenny Quinn ist siebenundsiebzig Jahre alt und seit beinahe sechzig Jahren mit Bernard verheiratet. Die beiden führen eine sehr glückliche Ehe, genießen die Zeit zusammen und Jenny backt täglich für sich, ...

Jenny Quinn ist siebenundsiebzig Jahre alt und seit beinahe sechzig Jahren mit Bernard verheiratet. Die beiden führen eine sehr glückliche Ehe, genießen die Zeit zusammen und Jenny backt täglich für sich, ihre Lieben und der Erinnerungen wegen, die durch die alten Familienrezepte lange über den Tod der Erfinder hinaus bestehen bleiben. Da ihnen Kinder versagt blieben, kümmern sie sich mit großer Hingabe um ihre Nichte Rose, deren Mann Jeremy und die Kinder Poppy und Max. Doch immer wieder ertappt Jenny sich dabei, wie sie merkt, dass sie eigentlich noch nicht bereit ist für das beschauliche Leben, das in geregelten Tagesrhythmen abläuft, sie möchte ihrer Nachwelt etwas hinterlassen und endlich einmal etwas tun, das sie nur für sich alleine tut. Deshalb entschließt sie sich, sich ganz im geheimen für eine Backshow im Fernsehen zu bewerben. Das ist erst das zweite Geheimnis, das sie vor Bernard hat, doch es strengt sie an und setzt sie unter Druck. Trotzdem erzählt sie ihm erst davon, als sie sicher angenommen wurde. Von dem anderen großen Geheimnis, das sie ständig mit sich herumschleppt, wird er aber nie etwas erfahren...

Olivia Fords Protagonistin Jenny ist eine ganz besondere Frau, die mit beinahe achtzig Jahren aber noch nicht bereit ist, sich mit dem abzufinden, was sie hat, sondern noch einmal etwas erleben möchte. Sie ist sehr sympathisch und wird durch ihre Gedanken über das Leben, ihre Erinnerungen an das Vergangene und die Zweifel an vielem nahbar und realistisch. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin, denn dank der nicht allzu langen Kapitel und den Überschriften in Form von Gebäcken bleibt es immer interessant und kurzweilig. Auch die Rückblicke in die Zeit vor der Ehe mit Bernard sind sehr emotional und fesselnd.

Ich hatte schon viel Positives über das Buch gehört, bevor ich es selbst gelesen habe und muss sagen, dass ich das komplett so bestätigen kann. Da ich selbst unheimlich gerne backe und auch eine Vorliebe für Backshows im Fernsehen habe, spricht mich das Grundthema des Romans schon an, allerdings finde ich auch das Schicksal von Jenny sehr berührend und bin begeistert, wie wunderschön die Autorin das alles miteinander kombiniert hat. Ein perfekt gelungener Roman!

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Veröffentlicht am 19.01.2024

Eine wunderschöne Liebesgeschichte

Ein Wunsch im Winter
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Madita lebt seit drei Jahren wieder in ihrem Heimatdorf. Denn damals war sie für das Weihnachtsfest mit ihrer Jugendliebe Viktor nachhause zurückgekehrt. Allerdings verstarb Viktor damals an den Folgen ...

Madita lebt seit drei Jahren wieder in ihrem Heimatdorf. Denn damals war sie für das Weihnachtsfest mit ihrer Jugendliebe Viktor nachhause zurückgekehrt. Allerdings verstarb Viktor damals an den Folgen eines schrecklichen Unfalls. Madita kann bis jetzt nur schlecht mit dem Verlust umgehen und gerade in der Weihnachtszeit, die nun wieder einmal beginnt, wird sie ständig von Erinnerungen heimgesucht. Wären die Kinder ihrer Schwester Thea nicht, würde sie jedes Jahr auf eine weit entfernte Insel fliegen und dort diese traurige Zeit verbringen. Aber für ihre Nichte und ihren Neffen überwindet sie die schlimmsten Gefühle und schreibt einen Brief an den Weihnachtsmann, den sie dann mit Erzieher Emil gemeinsam verschicken wollen. Da Ella ganz entrüstet ist, als Madita keinen Brief schreiben will, weil sie sich sowieso nichts wünscht, was ihr der Weihnachtsmann erfüllen kann, fasst sie sich ein Herz und schreibt das nieder, was sie niemals aussprechen kann, sie aber durchgehend beschäftigt. Deshalb wirft sie ihn auch direkt nach dem Schreiben in den Papierkorb und ist sehr überrascht, als nur kurze Zeit später eine Antwort vom Weihnachtsmann bei ihr eintrifft...

Pauline Mai gelingt es in diesem Roman perfekt das ernste Thema Trauer mit der wunderschönen und zauberhaften Weihnachtszeit in dem kleinen Dorf in den Bergen zu verbinden. Maditas Trauer wirkt immer sehr realistisch, ebenso wie die Liebesgeschichte, die auf die Briefe folgt. Schon von der ersten Seite an versteht es die Autorin, ihre Leser mitzureißen und ganz tief zu berühren, sodass ein Unterbrechen mitten in der Handlung nur sehr schwerfällt.

Ich bewundere es immer wieder von Neuem, wie es Pauline Mai gelingt, so wunderschöne Romane zu verfassen. Auch dieser Roman hat mich gepackt und ich war (leider) innerhalb weniger Stunden am Ende angelangt. Obwohl der Weihnachtsmann und auch die Weihnachtszeit im Allgemeinen im Mittelpunkt der Handlung stehen, wirkt der Roman nicht wie ein typischer Weihnachtsroman und kann deshalb auch gut während des ganzen restlichen Jahres gelesen werden. Ein großes Kompliment an die Autorin und ich freue mich schon jetzt sehr auf ihre nächsten Werke!

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