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Veröffentlicht am 11.06.2024

Gefällige Romanbiographie einer interessante Schriftstellerin

Agatha Christie
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Die Autorin Susanne Lieder nimmt sich nach Astrid Lindgren eine weitere, bekannte und interessante Schriftstellerin vor: Agatha Christie. Die britische Grande Dame des Kriminalromans dürfte wohl (fast) ...

Die Autorin Susanne Lieder nimmt sich nach Astrid Lindgren eine weitere, bekannte und interessante Schriftstellerin vor: Agatha Christie. Die britische Grande Dame des Kriminalromans dürfte wohl (fast) jeder kennen und bestimmt auch etwas von ihr gelesen. Mich begleitet sie seit Jugendtagen und da ich ihre Biografie auch kenne, war ich gespannt auf die belletristische Umsetzung. Ich empfand sie als gelungen, der Stil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Wir starten in Agathas Elternhaus, als ihre Mutter frisch verstorben ist. Parallel läuft ein Handlungsstrang, der markante biografische Punkte von Kindheit und Jugend bis zu diesem Zeitpunkt erzählt, wo die Handlung dann fortläuft und mit der Trennung ihres Ehemannes fortgesetzt wird. Das große Verschwinden Agatha Christies darauf wird ausgelassen, was ich legitim finde, da die Autorin selbst auch nie über darüber gesprochen hat. Das Buch endet dann mit ihrer ersten Reise in den Orient. Mir hat dieser Ausschnitt aus dem Leben der bekannten Kriminalautorin sehr gut gefallen, Agatha Christie wird nahbar und sympathisch dargestellt und ich hatte auch das Gefühl, dass es authentisch ist.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Spannende Familiengeschichte mit viel Inselhistorie

Das Strandhotel auf Borkum
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Borkum, die größte der ostfriesischen Inseln, ist auch die Heimat der Autorin. Das merkt man dem gründlich recherchierten Roman auch an. Mein Tipp: unbedingt das umfassende Nachwort lesen und sich im nächsten ...

Borkum, die größte der ostfriesischen Inseln, ist auch die Heimat der Autorin. Das merkt man dem gründlich recherchierten Roman auch an. Mein Tipp: unbedingt das umfassende Nachwort lesen und sich im nächsten Urlaub auf Spurensuche begeben!
Wir befinden uns mit der Handlung im Dreikaiserjahr 1888, die junge Hermine Flessner kommt als Saisonkraft auf die Insel. Zeitgleich geht es um die Vergabe von Grundstücken für den Aufbau neuer Hotels, an der der Seniorchef des Hauses Bakker größtes Interesse hat. Beides verwebt sich in eine spannende Handlung miteinander. Man bekommt viel Inselgeschichte und Atmosphäre geliefert, auch der ein oder andere Gedanke an Downton Abbey tauchte auf. Vielschichtige Charaktere und das man unbedingt wissen möchte, ob der alte Bakker mit seinem Vorhaben durchkommt, lassen einen das Buch nicht aus der Hand legen. Kleines Manko - während man aufs Finale zugeht, wird klar, dass es einen weiteren Band geben wird. Aufgrund des authentischen Stils freue ich mich allerdings sehr darauf zu erfahren, wie Hermines zweite Saison als Borkum-Mädchen wird!

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Veröffentlicht am 24.01.2024

""der kleine Buddha" endlich auch für Kinder in einer wunderbaren Geschichte um Freundschaft

Der kleine Buddha und das gemeinsame Glück
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Als ich entdeckte, dass die Erfolgsreihe des kleinen Buddhas nun auch um einen Band für Kinder erweitert wird, habe ich mich sehr gefreut. Ich kenne die Bücher für die Erwachsenen und finde deren Impulse ...

Als ich entdeckte, dass die Erfolgsreihe des kleinen Buddhas nun auch um einen Band für Kinder erweitert wird, habe ich mich sehr gefreut. Ich kenne die Bücher für die Erwachsenen und finde deren Impulse immer wieder sehr wertvoll. Der Kleine Buddha kommt aber hier nicht in klassischem Gewand daher, sondern sehr cool in Hoodie und Jogginghose. Er lebt zufrieden in einem Park und gesellt sich eines Tages zu Carla und Ben, beste Freunde, die um die Wette aus Steinen Türme bauen. Modern, aber liebevoll gezeichnet, werden so ganz nebenbei wichtige Botschaften vermittelt, wie "immer nur glücklich ist nicht nötig", "zusammen schafft man mehr" und "Streit gehört dazu". Aufgrund des Formats sind diese achtsamen Punkte nur angerissen und dementsprechend nicht ausgeführt, was für mich aber das Vergnügen dieses Bilderbuchs nicht schmälert. Lädt es doch ein, darüber ins Gespräch zu kommen.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Empowerndes Comic-Erlebnis

M.O.M.: Mother of Madness
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Emilia Clarke entwickelt einen feministisch orientierten Comic? Das klingt nicht nur spannend, ist es auch. Allerdings auch genauso speziell, wie es sich anhört: Maya lebt in der Zukunft, ist Laborangestellte ...

Emilia Clarke entwickelt einen feministisch orientierten Comic? Das klingt nicht nur spannend, ist es auch. Allerdings auch genauso speziell, wie es sich anhört: Maya lebt in der Zukunft, ist Laborangestellte - und war ein Versuchskaninchen ihrer Eltern. Als Ergebnis hat sie Superkräfte, die sich an ihrer Periode orientieren und dementsprechend mal stärker, mal schwächer ausgeprägt sind. Als Mutter eines Sohnes eigentlich schon genug damit beschäftigt, für ihn ein gutes Leben zu führen, begibt sie sich nachts auf Vebrecherjagd und kommt dabei einer Verschwörung auf die Spur.
Der Comic greift neben der Gleichstellung und dem Feminismus auch andere ernste Themen auf und streift diese. Das Ganze wird in plakativen Zeichnungen dargestellt und hat mir persönlich sehr gut gefallen. Eine empowernde Botschaft zieht sich bis zum Schluss durch und macht diesen Comic nicht nur speziell, sondern auch inhaltlich gewichtig.

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Veröffentlicht am 09.03.2023

Aschenputtel im historischen München

Ein Graf auf Abwegen
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Zurück im Lilienpalais. Diesmal geht es um den Erbgraf Maximilian, für den jede junge Frau schwärmt. Er würde gerne seine medizinischen Forschungen voran treiben, den Armen helfen - aber sicher noch nicht ...

Zurück im Lilienpalais. Diesmal geht es um den Erbgraf Maximilian, für den jede junge Frau schwärmt. Er würde gerne seine medizinischen Forschungen voran treiben, den Armen helfen - aber sicher noch nicht heiraten. Leider sehen das seine Großmutter und sein Vater eindeutig anders. Eine Verlobung ist so gut wie gesetzt, eine Stelle als Leibarzt des Königs so gut wie sicher. Auf der anderen Seite haben wir Louisa, eine gescheite junge Angestellte des Hauses. Sie ist eifrig und wissbegierig. Maximilian und sie entwickeln Gefühle für einander, doch dies darf nicht sein....

Wir dürfen in einem sehr lebendigen Schreibstil die beiden Protagonisten durch die Handlung begleiten. Mir haben die Downton Abbey Vibes sehr gefallen, auch, das Louisa trotz aller Gefühle nie ganz die Realität aus dem Blick verliert. Und so fiebert und leidet man mit dem Paar mit - schaffen sie es, aller Konventionen der Zeit zum Trotz, zueinander zu finden? Eine wunderbare Aschenputtel-Geschichte im historischen München.

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