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Veröffentlicht am 27.01.2024

Ein winterliches, leicht schwaches Buch!

Eight Nights of Flirting
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„Ich wäre sehr glücklich über die Ehre, dich meine feste Freundin nennen zu dürfen.“

In dem Buch "Eight nights of flirting" geschrieben von Hannah Reynolds geht es um Taylor und Shira. Als wegen eines ...

„Ich wäre sehr glücklich über die Ehre, dich meine feste Freundin nennen zu dürfen.“

In dem Buch "Eight nights of flirting" geschrieben von Hannah Reynolds geht es um Taylor und Shira. Als wegen eines Schneesturmes alle Flüge gestrichen werden sind Shiras Familie auf dem Festland fest, während Shira zwangsmäßig allein mit Taylor, ihrem Erzfeind, bei ich, auf Nantucket, da bei ihm die Heizung ausfällt. Schließlich machen sie den Deal, Taylor hilft Shira in Sachen flirten, um an Isaac zu kommen und sie beschafft ihm eine Praktikumschance. Doch dann reicht Isaac an und alles läuft anders als geplant...

Das Cover finde ich ganz in Ordnung. Mir gefällt der Hintergrund mit dem leichten Schnee treiben sehr gut. Es hat mir eine winterliche Atmosphäre vermittelt. Auch die Gestaltung des Titels ist eine großartige Idee! Er ist nicht einfarbig, sondern in bunten Farben gestaltet. Der Titel passt zu dem sehr gut zur Handlung und zu der Zeitspanne. Außerdem erzählte schon ein bisschen etwas über die Geschichte. Leider passt er nur bedingt zum Cover, wobei ich sowieso denke, dass das Cover sowieso nicht 100% in der Handlung wieder erkennbar sein soll, sondern eher eine gemütliche entspannte und winterliche Atmosphäre schaffen soll.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Ich bin gut vorangekommen und hatte ein recht leichtes Gefühl, was die Handlung betrifft. Leider bin ich nicht immer ganz ins Buch versunken, sondern war irgendwie noch halbwegs in der Realität. Ich denke, so ging auch ein wenig der Handlung verloren.

Weniger verloren ging die Handlung bei der Perspektivenwechseln. Sie sind perfekt an die Länge der Kapitel angeglichen und wechseln regelmäßig zwischen Taylor und Shira. So versteht man sie noch ein wenig besser, denn es gäbe definitiv ein paar Situationen, wo ich sehr verzweifelt wäre, wenn es die Perspektivenwechsel nicht gäbe. Somit wurde mit nichts falsch gemacht!

Die Charaktere sind recht einfach, aber ich finde als kleine Abwechslung ist das tatsächlich sehr schön. Ich hatte öfters wirklich gute Bilder der aktuellen Handlung im Kopf, die mit der Zeit ein Bild der Protagonisten ergaben. Zusätzlich sind sie gut verständlich und führen die Handlung immer gut aus, wodurch ich mich ein wenig mehr in sie gefühlt hinein gefühlt habe. Dass fan dich sehr wichtig, da ich wie oben sowieso nicht ganz im Buch war.

Auch die Gefühle werden gut ausgedrückt. Allerdings empfinde ich sie manchmal als ein klein wenig zu sprunghaft. In einem Satz sind sie noch traurig und im nächsten schon unternehmungslustig, die Traurigkeit zu verscheuchen. Ich denke es wäre authentischer, wenn ich eine solche große Gefühlsänderung über einem Kapitel äußert und eventuell auch im Voraus schon ein paar Anzeichen z.B Zweifel hätte. Natürlich gilt das jetzt nicht für Änderungen, wie z.B von traurig zu wütend, sondern nur für die größeren.

An sich finde ich das Buch wirklich gut und vor allem die Story fantastisch, aber leider ist die Umsetzung nicht so gut, wie z.B mit den Gefühlsänderungen. Ich habe zwar noch ein weiteres konkretes Beispiel im Kopf, werden dies aber nicht erwähnen, weil es ein bisschen zu viel Spoiler wäre.
Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass Shira und ihre Familie jüdischer Herkunft sind. Anfangs war dies ein wenig unklar ausgedrückt, aber nach einer Weile hat sich immer besser gezeigt und ich habe auch verstanden, was Chanukka ist. Ist es eine tolle Art, das lockere jüdische Leben näher zu bringen.

Ein großartiges und humorvolles Buch zum winterlichen Abschalten, das sich perfekt zum Entspannen und ein paar gemütliche Lesestunden auf Nantucket eignet. Ich würde aber lieber nicht mehr erwarten, auch wenn der Klappentext ein wenig mehr verspricht. Ansonsten kann ich mir das Buch für jeden vorstellen.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Eine für mich mangelhafte Umsetzung einer großartigen Story.

Culpa Tuya – Deine Schuld
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Spoiler!

„Du musst lernen, mir zu vertrauen, und ich muss lernen, nicht vor den Gefühlen wegzulaufen, die du in mir auslöst, denn ich liebe dich Nick, ich liebe dich so sehr.“

In dem zweiten Band „Culpa ...

Spoiler!

„Du musst lernen, mir zu vertrauen, und ich muss lernen, nicht vor den Gefühlen wegzulaufen, die du in mir auslöst, denn ich liebe dich Nick, ich liebe dich so sehr.“

In dem zweiten Band „Culpa Tuya“ der Culpa Mia-Trilogie von Mercedes Ron geht es um Noah und Nick. Sie haben es geschafft, eine Beziehung miteinander einzugehen. Allerdings löst die nicht automatisch alle ihre Probleme. Noah wird noch immer von den Gespenstern ihrer Vergangenheit verfolgt und Nick schafft es nicht, seine Vergangenheit ruhen zu lassen. Obendrein sind die Eltern der beiden gegen ihre Beziehung um tun alles, um die beiden zu trennen. Werden sie es schaffen, zusammen um das zerbrechliche „wir“ zu kämpfen oder werden sie auseinanderbrechen?

Das Cover finde ich wunderschön. Die Verläufe von Grün und Blau gefallen mir ausgezeichnet. Leider hat es keine wirkliche Bedeutung in dem Buch. Für mich passt es aber dennoch, weil zwischen mir und den Gefühlen auch immer eine Nebelwolke war und ich sie deshalb nicht besonders gut nachempfinden konnte.

Ich muss aber sagen, dass es bei Nick noch mehr war als bei Noah. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich Nick nach wie vor nicht sonderlich sympathisch finde. Bei mir kommt er ziemlich egoistisch, eifersüchtig und kontrollierend rüber. Noah sieht das alles erst nicht, und als sie es dann erkennt, ist es ihr egal. Das habe ich auch stark an ihrer beschönigenden Denkweise gemerkt. Deswegen konnte ich mich nicht gut in sie hineinversetzen und habe die Gefühle nicht gespürt.

Was die beiden aber wegen ihrer Eifersucht perfekt hinbekommen haben, war die Umsetzung des Titels. Vor allem Nick, aber auch Noah hat den jeweils anderen ständig beschuldigt oder für irgendwas schuldig gemacht. Irgendwie war das zwischen den beiden ein sehr großes Thema.

Ich fand dies ziemlich schade, weil das negative Thema der Story einen kleinen Dämpfer verpasst hat. Und auch, wenn ich durch den Klappentext erst etwas ganz anderes erwartet habe, so habe ich die Story dennoch unglaublich geliebt.

Außerdem fan ich die die regelmäßigen Wechsel der Perspektiven von Nick und Noah, sowie die immer gleich langen Kapitel. Ich erinnere mich allerdings an ein Kürzeres von Noah. Gerade deshalb habe ich mich auch ziemlich gewundert, als mir aufgefallen ist, dass das Buch circa 50 Kapitel hat.

Zudem konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Jedes Mal, wenn ich mir vorgenommen habe, beim nächsten Kapitel aufzuhören, habe ich einfach weitergelesen. Ich habe erst ein paar Seiten später gemerkt, dass schon wieder ein neues Kapitel angefangen hat.

Dabei war das Buch nicht mal sonderlich spannend. Klar, die Story ist spannend, aber in dem Buch selbst kam es nicht so an. Nur am Ende beim Cliffhanger war ich echt mitgerissen. Deshalb freue ich mich jetzt auch schon auf das letzte Buch der Trilogie.

Ich kann mir vorstellen, dass der Schreibstil mich immer weitergezogen hat. Er war sehr flüssig und weich und ging auch bei Perspektivenwechseln nahtlos ineinander über. Für mich einfach perfekt.

Zuletzt hat mich manchmal das Durcheinander im Buch gestört, weil dadurch manche Dinge wie Nicks Hund oder Noahs Katze einfach komplett vergessen wurden und auch die Protagonisten manchmal Widersprüche hatte.

Am Ende finde ich das Buch doch ganz gut. Während des Lesens mochte ich es manchmal gar nicht, aber jetzt, beim Zurückdenken ist es ganz in Ordnung. Es hat auf jeden Fall eine großartige Story!

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Eine toxische Beziehung und viel Chaos, jedoch Charaktere und Story mit viel Potenzial

Culpa Nuestra – Unsere Schuld
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Spoiler!

Wie viel kann Liebe verzeihen?

In dem letzten Band der Culpa-Mia-Trilogie „Culpa Nuestra“, welches von Mercedes Ron geschrieben wurde, geht es erneut um Noah und Nick. Nachdem sie sich nun getrennt ...

Spoiler!

Wie viel kann Liebe verzeihen?

In dem letzten Band der Culpa-Mia-Trilogie „Culpa Nuestra“, welches von Mercedes Ron geschrieben wurde, geht es erneut um Noah und Nick. Nachdem sie sich nun getrennt haben, scheint es vorbei mit einer gemeinsamen Zukunft. Doch das Schicksal hat andere Pläne und so treffen sie immer wieder aufeinander. Dabei können sie der Anziehung nicht widerstehen und kommen sich wieder näher. Doch kann ihre Liebe auch die Wunden der Vergangenheit heilen und die Herausforderungen der Gegenwart überwinden oder ist der Schmerz zu stark?

Das Cover finde ich farblich mit den blauen Wolken sehr schön. Leider hat es wie die beiden Vorgängerbände keinen wirklichen Bezug zur Geschichte. Dafür hat der Titel für mich das erste Mal in dieser Reihe Sinn ergeben. Es ging oft um Schuld und sie haben hin und wieder eingesehen, dass sie beide an der aktuellen Situation schuld sind.

Dafür ziemlich unpassend finde ich den Klappentext, da die beiden in der zweiten Hälfte des Buches den Eindruck vermitteln, auf jeden Fall zusammen sein zu wollen, nur noch nicht ganz wissen, wie sie das mit ihren Leben vereinbaren sollen. Die Thematik liegt für die beiden demnach nicht, ob sie zusammen sein können, sondern nur wie sie es praktisch mit den äußeren Umständen und Problemen umsetzten können. Generell ging es aber um komplett andere Themen wie in Band eins und zwei. Daher hatte ich manchmal das Gefühl, in einer ganz anderen Welt zu sein.

Ich bin jedoch dankbar, dass die beiden nicht mehr kann um Fokus standen, auch wenn es für die Geschichte nicht so gut war. Die Beziehung der beiden hat auf jeden Fall Höhen und Tiefen, ist für mich aber vor allem toxisch. Sie wollen sie ständig gegenseitig kontrollieren, ihr Vertrauen zueinander ist nicht wirklich beständig und irgendwie habe ich das Gefühl, dass wenn die beiden zusammen sind, alle anderen sozialen Kontakte weniger sind.

Dies war aber sehr schade, weil die beiden für sich selbst echt wundervolle tiefgründige Charaktere sein könnten. Sie haben vielleicht beide kein perfektes Leben, aber darauf kommt es nicht an. Beide haben den Mut neues zu wagen und besitzen auf jeden Fall genügend Ausdauer, um für ihr eigenes Glück zu kämpfen. Nur ich finde mit ihrer toxischen Beziehung machen sie ihre eigenen Werte nieder.

Ihre toxische Beziehung hat sich auch auf die Gefühle negativ ausgewirkt. Es gab ohnehin schon nicht so viele Gefühle, die ich verstehen konnte. Zudem war die Stimmung meistens eiskalt oder übertrieben frei und im Allgemeinen war es ein ziemlich nerviges Hin und Her. Es fällt mir schwer mich in Charaktere hineinzuversetzen und mit ihnen zu fühlen, wenn ich sie oder ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen kann.

Dieses Problem hatte ich sowohl bei Noah als auch bei Nick, da sie auch regelmäßig die Perspektive getauscht haben. Die Kapitel waren meistens gleich lang, was mir ein bisschen Struktur gegeben hat.

Was mir deswegen umso mehr aufgefallen ist waren die drei Teilen, in welche das Buch geteilt ist. Sie waren von ihrer Länge absolut unterschiedlich, wobei der Letzte mit Abstand der Längste war. Irgendwie haben mich die einzelnen Teile auch ziemlich genervt, weil es in den vorherigen Bänden keine gab und sie dann so überraschend kamen.

Ebenso überraschend war der Prolog im Buch. Nicht nur weil es erneut das erste Mal der Trilogie war, sondern auch da ich anfangs dachte, dass die Handlung des Prologs zwischen dem zweiten und dritten Band stattfindet. Später stellte sich dann heraus, dass diese Handlung in der Mitte des dritten Buches stattfindet. Ich fand es ziemlich verwirrend, dass in einem Prolog Handlungen aus der Mitte des Buches sind. Damit war die Struktur dann auch wieder zunichte gemacht worden.

Außerdem fand ich das Buch viel zu oft einfach nur überladen. Dadurch wurden wichtige Dinge wie Familie und Haustiere immer wieder vergessen. Auch gab es im Verlauf oft widersprüchliche Aussagen und Gedanken der Protagonisten, die mich extrem verwirrt haben.

Was ich zudem schade fand, dass das Buch für mich an zwei, drei Stellen schon fertig war. Ich hatte keinen offenen Fragen mehr, es gab keine richtige Handlung oder Spannung und es gab einfach nichts mehr, was mich noch wirklich weiterlesen lassen wollte.

Schlussendlich fand ich dieses Buch deshalb passend zur Reihe nicht besonders gelungen. Die Story und die Charaktere hätten meiner Meinung nach sehr viel potenzial, aber irgendwie ging alles in dem Durcheinander und der toxischen Beziehung unter.

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