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Veröffentlicht am 07.02.2018

... Liesls Abenteuer ...

Wintersong
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Wintersong

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S. Jae-Jones wird JJ genannt und ist Künstlerin, Adrenalinjunkie und ehemalige Lektorin. Wenn sie gerade keine Bücher verschlingt, springt sie gerne aus Flugzeugen, moderiert den Pub(lishing) ...

Wintersong

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S. Jae-Jones wird JJ genannt und ist Künstlerin, Adrenalinjunkie und ehemalige Lektorin. Wenn sie gerade keine Bücher verschlingt, springt sie gerne aus Flugzeugen, moderiert den Pub(lishing) Crawl-Podcast oder verkleidet sich. Sie ist in Los Angeles geboren und aufgewachsen, lebt jetzt aber in North Carolina – und an vielen anderen Orten im Internet, wie Twitter, Tumblr, Facebook, Instagram und ihrem Blog. Ihr Debüt »Wintersong« stieg in den USA auf Platz 3 in die New-York-Times-Bestsellerliste ein.
(Quelle: https://www.piper.de/autoren/s-jae-jones-10001348).

„Wintersong“ ist der Auftakt einer Dilogie

Website der Autorin:
http://sjaejones.com/
Erster Satz:
„Es war einmal ein kleines Mädchen, das seine Musik für einen kleinen Jungen in den Wäldern spielte.“

Klappentext:
An jenem Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenze zwischen den Reichen der Kobolde und der Menschen verwischt, wandelt der Erlkönig durch die Welt der Sterblichen, auf der Suche nach einer Braut. Diese muss ihm in sein Reich unter der Erde folgen, den König ehelichen und sterben – denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet.
Seit ihrer Kindheit kennt die 18-jährige Liesl die Sage um den unheimlichen, faszinierenden Erlkönig. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, weiß Liesl: Nur sie kann ihre Schwester noch aus den Fängen des Erlkönigs befreien, indem sie ihm in sein Reich folgt und ihn anstelle ihrer Schwester selbst heiratet. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Mann? Während Liesl noch versucht, ihre Gefühle zu verstehen, arbeiten die alten Gesetze der Unterwelt bereits gegen sie ...

Cover:
Das Cover gefällt mir ganz gut, obwohl ich gestehen muss, dass mir diesmal das Originalcover sehr viel besser gefällt. Die deutsche Ausgabe ist aber auf jeden Fall sehr passend - sowohl zum Titel wie auch zum Inhalt des Buches. Der helle Untergrund mit der dunklen Schattengestalt gefällt mir ganz gut. Die Beerenranken und die Vögel passen auch super dazu. Den schön gestalteten Titel in der Mitte finde ich auch gut. Es ist ein gut gestaltetes Cover, das leider nicht ganz meinen Geschmack trifft. Das macht aber gar nichts.

Leseprobe:
https://www.piper.de/buecher/wintersong-isbn-978-3-492-70458-8

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Piper für das Rezensionsexemplar.

Die Geschichte wird uns aus Sicht der 18-jährigen Liesl erzählt, die ihr ganzes Leben in einem kleinen Dorf zusammen mit ihrer Familie verbracht hat. Ihre Eltern führen einen Gasthof, aber einst war ihr Vater ein erfolgreicher Musiker. Auch Liesl ist sehr musikalisch begabt, doch es ist ihr jüngerer Bruder, der von ihrem Vater gefördert wird. Ihre jüngere Schwester, die vor allem für ihre Schönheit im Dorf bekannt ist, wird mit Liesls bestem Freund verlobt, in den sie heimlich verliebt ist. Liesl wird weder von den Menschen aus dem Dorf, noch von ihrer Familie richtig gesehen. Damit ihre Liebsten glücklich sind, steckt sie stets zurück. Als ihre Schwester eines Nachts verschwindet, zögert Liesl keine Sekunde. Sie macht sich auf die Suche. Ihr Weg führt sie in das Reich des Erlkönigs und schon bald muss Liesl erkennen, dass sie nicht nur ihre Schwester in das magische Reich geführt hat …
Mit der Protagonistin Liesl bin ich leider nicht wirklich warm geworden und sie blieb für mich über das gesamte Buch hinweg nicht greifbar. Sie hat es nicht gerade leicht und um ihre Liebsten glücklich zu machen, nimmt sie sich sehr zurück und bleibt stets im Hintergrund. Dabei vergisst sie, wer sie wirklich ist und versteckt sich zunehmend hinter einer Maske. Dabei ist sie bestimmt die leidenschaftlichste der drei Geschwister, sehr musikalisch und kreativ und weiß eigentlich ganz genau, was sie will - wenn sie es sich eingestehen würde.
Im Verlauf des Buches wird sie im Reich des Erlkönigs mit ihren geheimsten Sehnsüchten, Wünschen und Träumen konfrontiert und muss für sich herausfinden, wie sie ihr weiteres Leben weitergestalten will. Welche Liesl will sie sein und als was für eine Person will sie Leben?
Obwohl ich mit Liesl nicht warm geworden bin und ich manche ihrer Entscheidungen nicht gut nachvollziehen konnte, mochte ich doch ihre sehr musikalische Seite und sehr und fand ihre Entwicklung gut durchdacht und für den Verlauf der Geschichte sehr passend. Man fragt sich direkt, wie sie sich im nächsten Band machen würde.
Ihr zur Seite steht der geheimnisvolle Erlkönig, der sie in sein Reich gelockt hat. Ihn mochte ich dagegen schon viel mehr. Sein Mysterium, das bis zum Schluss nicht vollends entschlüsselt wurde, war wunderbar. Die düstere und dunkle Atmosphäre, die er ausgestrahlt hat, seine kryptischen Antworten und die „Masken“, die er zeigte, haben genau für die richtige Spannung und Dynamik für den Verlauf des Buches, aber auch für die Beziehung zu Liesl gesorgt. Gerne hätte ich mehr von ihm gesehen und bin sehr gespannt, wie er sich im zweiten Band machen wird.
Auch alle anderen Charaktere haben mir ganz gut gefallen und sind sehr passend, kreativ und individuell ausgearbeitet worden. Wie z.B. Josef, der kleine Bruder. Ich fand sie alle sehr stimmig und passend für die Geschichte.

Die Thematik des Buches war einer der Gründe, warum ich es mir unbedingt genauer anschauen musste. Die Geschichte um den „Erlkönig“ hat mich schon immer fasziniert und ich muss sagen, dass die Autorin eine sehr schöne Adaption geschrieben hat. Die düstere, drückende Stimmung passt perfekt zu dem brutalen Reich der Kobolde, deren düstere Geschichte und dem harten Los des „Erlkönigs“.
Ich war allerdings beim Lesen oft etwas verwirrt, da die Autorin zwischen den Begriffen „Erlkönig“ und „Koboldkönig“ für den Protagonisten variiert. Natürlich sind beide Bezeichnungen plausibel und passend, aber mich hat es doch beim Lesen gestört und ich hätte es besser gefunden, wenn es nur eine Bezeichnung gegeben hätte. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden.
Der große musikalische Anteil hat mir ganz gut gefallen. Natürlich spiel die Musik beim „Erlkönig“ eine große Rolle und Liesls Leidenschaft und Talent waren wirklich ansteckend, aber für meinen Geschmack war es einfach ein Hauch zu viel - zu viel Musik, zu viel Komposition, zu viel Musizieren. Das ist aber auch nur wieder meine persönliche Meinung und Musikfans kann ich das Buch sehr ans Herz legen.

Auch die Liebe darf in so einer Geschichte nicht fehlen.
Zwischen Liesl und dem Erlkönig bestand schon seit jungen Jahren eine Beziehung, aber mit den Jahren hat Liesl zu glauben aufgehört und so geriet auch der Erlkönig in Vergessenheit. Als sie sich nach vielen Jahren wieder sehen, dauert es, bis die beiden sich auf einander einlassen und vor allem Liesl kostet es viel Überwindung, ihr Herz zu öffnen.
Die Liebesgeschichte war sehr dramatisch, gespickt mit großen Gefühlen und Leidenschaft und jeder Menge Hürden. Mich konnten Liesl & der Erlkönig zwar nicht vollkommen überzeugen, aber ich denke, dass sie das eine oder andere Leserherz erobern werden.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bis zu dieser Buchreihe noch gar nicht, aber ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hatte. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der leicht und locker zu lesen ist. Allerdings gab es für mich ein paar langatmigere Passagen, wo mir etwas mehr Action gefehlt hat. Dafür schafft es die Autorin mühelos, die drückende und dunkle Atmosphäre des Koboldreiches aufzubauen und dem Leser spürbar zu machen. Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse und die Geschichte nimmt noch mal richtig Fahrt auf. Viele Fragen wurden beantwortet, aber vor allem das Ende wirft neue Fragen auf, wodurch man gerne gleich zum zweiten Band gegriffen hätte.

„Wintersong“ war für mich ein solider Auftakt, der vor allem mit seiner düster-drückenden Atmosphäre und dem brutalen magischen Reich des Erlkönigs punkten kann. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der zusammen mit Liesl in das Reich des Erlkönigs reisen will, ein großer Musikfreund ist und alte Mythen und Legenden mag.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich zum zweiten Band, „Shadowsong“, greifen werde. Bis jetzt ist aber auch noch kein Erscheinungstermin für Deutschland bekannt.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/
Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 07.02.2018

... Juliet & Declan ...

Der Himmel in deinen Worten
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Der Himmel in deinen Worten

Brigid Kemmerer denkt sich Geschichten aus, seit sie auf der Highschool war. Sie schreibt, wo immer sie einen Platz zum Sitzen findet, je mehr Lärm, desto besser. Das ist ...

Der Himmel in deinen Worten

Brigid Kemmerer denkt sich Geschichten aus, seit sie auf der Highschool war. Sie schreibt, wo immer sie einen Platz zum Sitzen findet, je mehr Lärm, desto besser. Das ist auch gut so, denn sie hat vier Söhne zwischen Kleinkind- und Teenageralter und daher eher geringe Chancen auf stille Stunden. Sie lebt in der Nähe von Baltimore.
(Quelle: https://www.harpercollins.de/autoren/kemmerer-brigid).

Erster Satz:
„Es gibt da dieses Foto, das ich einfach nicht aus dem Kopf kriege.“

Klappentext:
Immer hat Juliet Briefe an ihre Mutter geschrieben – selbst nach deren Tod vor Monaten hinterlässt sie ihr Nachrichten am Grab. Eines Tages findet sie eine Antwort – von einem Jungen, der genauso verzweifelt ist wie sie. Spontan schreibt sie zurück, und der Gedankenaustausch wird ihr zunehmend wichtiger. Doch dann erfährt Juliet, wem sie ihre tiefsten Gefühle offenbart hat. Sie kann nicht fassen, dass die Worte, die sie so berührt haben, von einem Loser wie Declan stammen. Oder ist seine raue Fassade nur ein Schutz, hinter dem sich eine verletzliche Seele verbirgt?

Cover:
Das Cover trifft nicht so ganz meinen Geschmack, obwohl es gut gemacht ist. Zu sehen ist die Silhouette eines Baumes neben dem rechts und links ein Junge und ein Mädchen sitzen, die etwas lesen. Darüber steht der schöne Titel. Im ersten Moment hat mich das Cover an eine sehr viel jüngere Zielgruppe erinnert und ich persönlich hätte mir ein etwas frischeres Cover gewünscht. Dennoch passt es sehr gut zum Inhalt des Buches und es macht neugierig auf den Inhalt.

Leseprobe:
https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/der-himmel-in-deinen-worten-harpercollins-ya

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an den Harper Collins Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Geschichte erfahren wir abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten Juliet Young und Declan Murphy erzählt, die beide unterschiedlicher nicht sein können. Sie gehen zwar auf dieselbe Schule, haben aber nichts gemeinsam - weder den Freundeskreis, noch Kurse oder AGs. Beide haben einen schweren Schicksalsschlag erfahren, der sie aus der Bahn wirft. Durch einen Zufall werden die beiden zueinander geführt und erkennen, dass sie doch mehr gemeinsam haben, als angenommen und das Vorurteile oft ein Hindernis sind …
Ich mochte Juliet sehr, mit deren Brief die Geschichte beginnt und deren schweren Schicksalsschlag wir als Leser sofort hautnah miterleben. Vor einem Jahr ist ihre Mutter bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt und für Juliet ist eine Welt zusammengebrochen. Ihre Mutter war ihr großes Vorbild und ihr Verlust hat ein großes Loch hinterlassen. Mit ihrem Vater über ihre Trauer zu sprechen fällt ihr schwer, deswegen geht sie täglich zum Grab ihrer Mutter und hinterlässt ihr dort Briefe. Genau so, wie sie es früher immer getan haben. Als sie eines Tages eine Antwort unter ihrem Brief an ihre Mutter von einem völlig Fremden findet, ist Juliet völlig vor den Kopf gestoßen und außer sich. Erst weiß sie nicht, wie sie reagieren soll, doch dann antwortet sie dem Fremden und schon bald beginnt sich eine Brieffreundschaft zu entwickeln, die mehr in ihr berührt, als sie je gedacht hätte …
Juliet ist ein toughes junges Mädchen, das noch dabei ist zu erkennen, wer sie sein will. Ihr Gefühlschaos war für mich sehr authentisch und nachvollziehbar in der Geschichte verwoben. Der Verlust ihrer Mutter ist für sie kaum zu ertragen und ihre Trauer noch ganz frisch. Sie fühlt sich unverstanden, alleine und will unbedingt herausfinden, wie es zu dem Tod ihrer Mutter gekommen ist. Dabei stößt sie alle von sich, die ihr helfen wollen und ausgerechnet in dem Badboy Declan findet sie jemanden, der sie versteht und ihr Halt gibt. im Verlauf der Geschichte setzt Juliet sich mit ihrer Familie, ihren Gefühlen, Ängsten und Sorgen auseinander und geht am Ende als eine gestärkte erwachsenere Person hervor.
Ihr gegenüber finden wir Declan, der ebenfalls einen schweren Schicksalsschlag erlebt hat und bereits sein gesamtes Leben über ein dunkles Geheimnis hütet. Seine Schwester ist jung verstorben und sein Vater ist im Gefängnis. Mit dem neuen Mann seiner Mutter kommt er nicht zurecht und hat zu allem Überfluss auch noch Sozialstunden abzuleisten. Sein Leben könnte nicht kaputter und komplizierter verlaufen, als er eines Tages an einem Grab einen Brief findet. Neugierig wie er ist, liest er ihn und hinterlässt eine Antwort. Nicht ahnend, wem er da schreibt und was sich aus dieser Brieffreundschaft entwickeln würde …
Declan ist, ähnlich wie Juliet, ein wandelndes Klischee. Er ist der Badboy der Schule und lebt diese Rolle voll aus. Überall eckt er an und wird von vornherein verurteilt. Doch wenn man ihm erst einmal eine Chance gibt, entdeckt man, was wirklich in ihm steckt. Denn eigentlich ist Declan ein sehr sensibler Junge, voller Ängste, Sorgen und Schuldgefühlen. Er fühlt sich allein und einsam. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir seine ganze Geschichte und Declan schafft es zusammen mit Juliet, sich seiner Vergangenheit zu stellen und sich seiner Familie zu öffnen. Auch wenn er für mich keine Überraschungen bereit gehalten hat, habe ich dennoch sehr gerne seine Geschichte verfolgt.

Diese Geschichte hat mich vor allem mit ihrem sehr ehrlichen, gefühlvollen und empathischen Briefaustausch begeistert. In der Anonymität erleben Juliet und Declan zum ersten Mal echtes Verständnis, Akzeptanz und finden ein Gegenüber, der ähnliches erlebt hat. Nicht zu wissen, mit wem sie schreiben, ermöglicht es ihnen ganz offen über ihre Gefühle zu sprechen, über ihre Ängste, Sorgen und vielleicht dunkelsten Geheimnisse. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Juliets Trauer und ihre damit verbundenen Gefühle und Empfindungen waren für mich sehr authentisch. Was mich persönlich gestört hat, war die Sicht der anderen auf ihre Trauer. Ihr erklären zu wollen, wie und wie lange sie zu trauern hat, passt nicht mit meinem Verständnis von Trauer zusammen.
Auch hat es mich persönlich etwas gestört, wie mit Declans „Schuldfrage“ und der Rolle seiner Eltern umgegangen wurde. Für mich hat eindeutig der Aspekt gefehlt, Declan zu zeigen, dass er nicht schuld ist (hier nehme ich auf etwas Bezug, was ich hier nicht spoilern möchte). Stattdessen hat er von allen Seiten noch mehr Vorurteile und Schuldzuweisungen bekommen. Ihm zu zeigen, dass er verstanden wird und dass er nicht schuld ist (hier nehme ich auf etwas Bezug, was ich hier nicht spoilern möchte), wäre für seine gesamte Entwicklung, sein Weltbild und seine Sicht auf sich selbst enorm wichtig gewesen. Zwar zeigt die Autorin für Declan Hilfe und Lösungswege, aber für meinen Geschmack geraten diese sehr zu kurz und kommen eindeutig zu spät. Ich gehe da an dieser Stelle so sehr darauf ein, da es mir wichtig ist, wenn solche ernsten Themen in Büchern aufgegriffen werden, Lösungswege aufzuzeigen und nicht noch zu verdeutlichen, wie aussichtslos das Leben ist. Denn das sollte es nicht sein. Als AutorIn hat man die Chance und auch die Verantwortung, das mit zu bedenken.

Der Schreibstil der Autorin war mir bis zu diesem Buch nicht bekannt, aber ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hat. Sie erzählt ganz klar und deutlich, ohne große Umschweife. Sehr emotional und gefühlvoll erleben wir die Charaktere mit ihren schweren Schicksalen. Obwohl für mich der Einstieg in das Buch etwas holprig war, manches etwas zu klischeehaft war (was eindeutig Geschmackssache ist) und ich thematisch ein paar Kritikpunkte hatte, habe ich die Geschichte von Declan & Juliet gerne gelesen und freue mich vor allem über das schöne Ende.

„Der Himmel in deinen Worten“ war für mich eine sehr gefühlvolle Liebesgeschichte über zwei junge Menschen, die schwere Schicksalsschläge erlitten haben und erst gemeinsam einen Weg aus ihrem Gefühlschaos finden. Obwohl für mich der Einstieg in das Buch etwas holprig war, manches etwas zu klischeehaft war (was eindeutig Geschmackssache ist) und ich thematisch ein paar Kritikpunkte hatte, habe ich die Geschichte von Declan & Juliet gerne gelesen und freue mich vor allem über das schöne Ende.

Im August 2018 erscheint bei uns „Worte, die leuchten wie Sterne“. Es ist die Geschichte von Rev, dem besten Freund von Declan, den wir bereits in diesem Band kennenlernen durften.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Vielen DANK für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 09.12.2017

... der letzte Kampf ...

Frost wie Schatten
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Frost wie Schatten

3/3
Sara Raasch wusste schon mit fünf Jahren, dass sie für die Bücherwelt bestimmt war. Während ihre Freunde Limonade verkauften, brachte sie ihre handgemalten Bilderbücher an den Mann. ...

Frost wie Schatten

3/3
Sara Raasch wusste schon mit fünf Jahren, dass sie für die Bücherwelt bestimmt war. Während ihre Freunde Limonade verkauften, brachte sie ihre handgemalten Bilderbücher an den Mann. Seit damals hat sich nicht viel geändert. Ihre Freunde sehen sie immer noch besorgt an, wenn sie versucht, etwas zu malen, und ihre Begeisterung für das geschriebene Wort verleitet sie oft dazu, etwas Tollkühnes zu tun. Dies ist ihr erster Roman. Er enthält ausdrücklich keine handgemalten Bilder. Quelle

„Frost wie Schatten“ ist das Finale einer Trilogie.

Erster Satz:
„Es ist falsch.“

Klappentext:
Dunkles UNHEIL. Gefährliche MAGIE. Ein verzweifelter PLAN.

König Angra lebt und keiner ist vor ihm sicher. Meira würde alles tun, um ihre Welt zu beschützen. Während Angra versucht, sie zu bezwingen, ist Meira fest entschlossen, ihre eigene machtvolle Magie zu meistern. Doch um Angra endgültig zu besiegen, muss sie in ein Labyrinth hinabsteigen, das unter den Königreichen liegt, den Schlüssel zum Sieg birgt – und ein großes Opfer von ihr verlangt. Unterdessen tut Mather alles, um seine Königin zu retten, und sammelt Verbündete um sich, wohl wissend, dass er Meira endlich seine Gefühle gestehen muss. Beide stehen an einem Scheideweg in einem letzten Kampf, bei dem sie alles gewinnen oder verlieren könnten …

Cover:
Das Cover hat es mir auch beim 3. Teil wirklich angetan. Ich finde es einfach wunderschön gestaltet und ist ein echter Hingucker. Es ist dem Originalcover, bis auf den Titel, extrem ähnlich. Ein Medaillon ist in der Mitte zu sehen, das diesmal in vier Teile geteilt ist. In Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Im Hintergrund sehen wir dunkle Nacht. Einfach super schön. Im Vorfeld hat mich alleine das Cover magisch angezogen und im Nachhinein passt es auch noch wunderbar zum Inhalt. Es passt richtig gut zum ersten und zweiten Teil und ist auch wieder so schön :)

Leseprobe:
https://www.randomhouse.de/leseprobe/Frost-wie-Schatten/leseprobe_9783570311219.pdf

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an cbt für das Rezensionsexemplar.

Nachdem ich mit großer Begeisterung den ersten Teil, „Schnee wie Asche“ und den zweiten Teil, „Eis wie Feuer“, verschlungen habe, habe ich mich sehr auf das Finale gefreut.


Die Geschichte erfahren wir ein letztes Mal und zum größten Teil aus Sicht der jungen Meira, die in dem Land Primoria lebt und ein Flüchtling aus dem Königreich Winter ist. Bereits ihr ganzes Leben befindet sie sich auf der Flucht und versucht mit den weiteren verbliebenen sieben Flüchtlingen, die Magsignie aus Winter wieder zu beschaffen und dem rechtmäßigen König Mather auf den Thron zu verhelfen. Seit dem ersten Band ist viel geschehen. Meira hat erfahren, wer sie wirklich ist - die Königin von Winter und die Magsignie ihres Reiches. Der Kampf gegen Angra liegt noch nicht lange zurück und schon sieht sich Meira einer neuen Gefahr gegenüber. Denn niemand geringeres als König Noam bedroht Winter und will dabei nur eines, den Magieschlund öffnen. Doch Meira spürt instinktiv, dass dies nie passieren darf oder die Dunkelheit würde sie alle verschlingen. Nach den turbulenten Ereignissen aus dem letzten Band ist allen klar - Angra lebt! Ein letztes Mal muss Meira alles daran setzen Angra für immer zu vernichten. Dabei ist sie fest entschlossen, die Magie aus Primoria zu verbannen, doch dieses Vorhaben fordert ein gewaltiges Opfer - ihr Leben im Austausch für Frieden in Primoria …
Meira mochte ich wieder vom ersten Augenblick. Sie ist nach wie vor wild entschlossen, ihren Platz in der Welt zu finden und setzt alles daran, um ihrem Königreich zu helfen. In diesem Band ist Meira zwar noch gefangen zwischen ihrer Rolle als Königin und dem wilden, ungestümen Wintermädchen, das sie noch vor kurzem war, aber sie lernt, beides in Einklang zu bringen und zu einer starken jungen Frau zu werden. Noch immer fürchtet sie ihre Magie und kämpft dort ebenfalls darum, sich zu entscheiden. Dieser Band ist geprägt von Meiras Suche nach ihrem „Ich“ und der Rolle, die sie einnehmen will. Mit Unterstützung lernt sie, ihre Fähigkeiten und ihre Macht zu kontrollieren. Sie muss schwere Entscheidungen treffen und nicht nur ihr Herz wird dabei vor schwierige Entscheidungen gestellt. Ihre Doch neben all dem Kämpferischen hat sie auch eine verletzliche Seite und fühlt sich sehr verloren. Ihre Gefühle zu Theron bringen sie durcheinander und mehr und mehr fragt sie sich, was Theron ihr je bedeutet hat. Dagegen lässt Mather noch immer ihr Herz höher schlagen. Doch sie drängt ihre Gefühle mehr und mehr zurück, um ganz für ihr Königreich da zu sein. Auch in diesem Teil macht Meira eine weitere unglaubliche Entwicklung durch. Verzweifelt sucht sie nach ihrem Platz in der Welt und muss erst einmal erkennen, wer sie überhaupt ist und wer sie sein will. Über viele Dinge muss sie sich klar werden und schwerwiegende Entscheidungen treffen, die ganz Primoria betreffen. Dabei wächst sie über sich hinaus, nimmt ihr Schicksal erhobenen Hauptes an und wird dabei noch stärker. Ich war fasziniert davon, wie sie sich verändert und ihren eigenen Weg findet.
Auch die übrigen Charaktere, wie z.B. Mather, der Nicht-Mehr-König, Theron, der Prinz aus Cordell oder Sir, der Anführer der Rebellen, sind alle so wunderbar kreativ und tiefgründig ausgearbeitet worden. Jeder hält noch eine Überraschung bereit und alle wahren sie ein tiefes Geheimnis, das erst ganz am Ende ans Licht kommt und die Zukunft von Winter (und ganz Primoria) alles entscheidend prägt. Die Autorin hat wirklich tolle Charaktere erschaffen und vor allem mit Meira eine Protagonistin zum niederknien kreiert.

Die Welt von Primoria hat mir erneut sehr gut gefallen. Es gibt acht Königreiche, die ihre Kraft jeweils aus den verschiedenen acht unterschiedlichen Magsignien speisen. Jedes Königreich besitzt eine. Es gibt die vier Jahreszeiten Königreiche - Sommer, Frühling, Herbst, Winter - und die vier Rhythmuskönigreiche - Cordell, Ventralli, Yakim, Paisly -. Die Welt, welche die Autorin erschaffen hat, gefällt mir sehr gut. Jedes Königreich hat seine eigenen Markenzeichen und seine ganz eigene Magie. In diesem Teil erfahren reisen wir zusammen mit Meira u.a. nach Paisly, wo sie den Umgang mit ihrer Magie lernt und auf den Magieschlund vorbereitet wird. Von heißen Wüsten über Sklaverei, von Wissen ist Macht über Masken und Bälle. Auf ihrer Reise erfährt Meira nicht nur Gutes und mehr und mehr werden ihr die Schattenseiten der Magie bewusst.
Wir haben bereits erfahren, wie die Magsignien erschaffen wurden und dass es das „Verderben“ gibt, das schon seit Ewigkeiten versucht, Primoria zu stürzen. In diesem Band geht es verstärkt um den Magieschlund, die Macht dahinter, den Orden der Lustraten und wie man dieses Magieschlund öffnen kann, um die Magie für immer zu zerstören …
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten und gebe euch nur den Rat, euch Primoria von Meira zeigen zu lassen.

Natürlich dürfen auch die großen Gefühle in so einem Buch nicht fehlen. Meira ist hin- und hergerissen. Zum einen sind da noch immer ihre starken Gefühle für Mather, ihren besten Freund seit Kindestagen. Doch seit er weiß, wer sie ist und wer er wirklich ist, hat er sich von ihr zurückgezogen und auch Meira stellt ihre Gefühle zum Wohle ihres Königreiches zurück. Dann wäre da noch Prinz Theron, der noch vor kurzem ihr Herz zum stolpern gebracht hat. Doch seit er aus den Fängen Angras entkommen ist, scheint er nicht mehr derselbe zu sein und Meira muss zunehmend feststellen, dass sie komplett unterschiedliche Ziele für Primoria haben und ihr Vertrauen in Theron bröckelt. Seit Meira von Theros Verrat weiß, stellt sie ihre Gefühle für ihn mehr und mehr in Frage. Schuldgefühle plagen sie und sie erkennt, dass die Gefühle für Mather etwas ganz anderes darstellen, als die Gefühle für Theron … Es entsteht eine ganz wunderbare Dreiecksbeziehung, wie man sie nicht missen möchte. Genau die richtige Portion Romantik, ohne dass es kitschig wird. Denn mal ehrlich. Das hätte absolut nicht zu unserer toughen Meira gepasst.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen. Wunderbar anschaulich, kreativ und mit ganz viel Action und Gefühl werden wir in die Welt von Primoria entführt und man kann gar nicht anders, als sein Herz an Winter zu verlieren.

„Wir sind Winter!“

Von der ersten bis zur letzten Seite wird die Spannung immer weiter aufgebaut und entlädt sich in einem wunderbaren Finale, in dem Geheimnisse ans Licht kommen und sich unsere Charaktere entscheiden müssen, ob sie bereit sind, alles für Winter zu geben. Dennoch muss ich sagen, dass es für mich der schwächste Teil der Trilogie ist. Die erste Hälfte des Buches zog sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge und ich hätte etwas mehr Tempo sehr begrüßt. Auch hat mich die Entwicklung von manchen Charakteren nicht sonderlich überrascht. Das Finale am Ende hat mir gut gefallen, konnte mich allerdings nicht vollkommen überzeugen. Mir hat eine überraschende Wendung gefehlt und die Handlungen waren mir zum Teil zu offensichtlich. Trotzdem habe ich sehr gerne das Finale gelesen und würde die gesamte Trilogie jederzeit weiterempfehlen.

„Frost wie Schatten“ war für mich ein solides Finale der Trilogie. Ich kann diese Trilogie wirklich jedem empfehlen, der eine Schwäche für magische Königreiche hat, ganz viel Spannung und Geheimnisse mag und zudem auf starke Heldinnen treffen möchte. Wir werden auch im 3. Band in die Welt von Primoria entführt und man kann gar nicht anders, als sein Herz an Winter zu verlieren und zusammen mit Meira für ihr Königreich zu kämpfen. Lasst euch überzeugen!

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 06.10.2017

... Sie ist Rain. Der Regen. Der Neuanfang ...

Die Perfekten
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Die Perfekten

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Caroline Brinkmann wurde 1987 im hohen Norden geboren, studierte in Göttingen Humanmedizin, ist heute als Ärztin tätig und schreibt, wann immer sie Zeit dafür findet. 2013 gründete sie ...

Die Perfekten

1/?
Caroline Brinkmann wurde 1987 im hohen Norden geboren, studierte in Göttingen Humanmedizin, ist heute als Ärztin tätig und schreibt, wann immer sie Zeit dafür findet. 2013 gründete sie das Tintenfeder-Autorenportal, das angehende Schriftsteller über die Verlagsbranche aufklärt. Die Perfekten ist der erste Roman der Autorin, der im ONE-Programm erscheint.
(Quelle: https://www.luebbe.de/one/autoren/caroline-brinkmann/id_6044155).

„Die Perfekten“ ist der Auftakt einer Reihe, die noch nicht abgeschlossen ist.

Website der Autorin:
http://carolinegbrinkmann.weebly.com/

Erster Satz:
„An Rains sechzehntem Geburtstag nahm ihre Mutter sie in den Arm und flüsterte ´Für mich bist du perfekt.´.“

Klappentext:
„Sie ist Rain. Der Regen. Der Neuanfang.“

Rain ist ein Ghost. Sie lebt außerhalb des Systems. Seit ihrer Geburt ist sie auf der Flucht vor den Gesegneten, einer perfekten Weiterentwicklung der Menschen, die mit eiserner Hand regieren und das Volk unterdrücken. Rain weigert sich jedoch, sich ein Leben lang zu verstecken, und begeht einen fatalen Fehler. Sie bricht die wichtigste Regel der Ghosts: Vertraue niemandem!

Cover:
Das Cover finde ich wirklich toll. Es hat mich gleich angesprochen und war einer der Gründe, warum ich es mir unbedingt genauer anschauen musste. Zu sehen ist eine junge Frau, die höchst wahrscheinlich für unsere Protagonistin steht. Überlagert wird alles von Lichteffekten und Emblemen. Im Vordergrund steht groß der wunderbare Titel. Sieht total toll aus. Ich finde das Cover sehr gelungen und bin auf die nächsten Cover gespannt.

Leseprobe:
http://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?buyButton=no&showExtraShopButton=false&fullscreen=yes&isbn=9783846600498

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an ONE - Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

Die Geschichte wird uns aus Sicht der jungen Rain erzählt. Rain ist ein Ghost und als solche lebt sie seit ihrer Geburt außerhalb des Systems. Ihr Leben lang schon ist sie zusammen mit ihrer Mutter Storm auf der Flucht vor den Gesegneten und kämpft jeden Tag ums Überleben. Als sie eines Tages auf Lark trifft, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben grundlegend ändern wird …
Auch aus Sicht des jungen Lark wird uns abwechselnd die Geschichte erzählt. Anders als Rain lebt er im System und hat als eine „1“ die Chance auf ein besseres Leben. Für seine Familie und vor allem für seine kleine Schwester, die als „3“ als minderwertig gilt, würde er alles tun. Selbst Rain zu verraten.
Mit Rain bin ich ganz schnell warm geworden. Sie ist nicht nur mutig und klug, sondern auch furchtlos, hat ein großes Herz für jene, die sie liebt und ist humorvoll. Nichts wünscht sie sich mehr, als ein normales Leben führen zu können und einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Doch als Ghost wird es niemals soweit kommen. Als Rains Mutter Storm entführt wird, zögert Rain keine Sekunde sie zu befreien. Sie nimmt Kontakt zu den Rebellen auf, von denen sie sich Hilfe erhofft und ist doch wieder auf sich alleine gestellt. Als sie in eine Falle gerät und der Regierung ausgeliefert wird, glaubt sie schon, dem Tode nahe zu sein, doch dann wird ein lange gehütetes Geheimnis aufgedeckt und Rains Leben wird vollkommen auf den Kopf gestellt …
Rain macht über das gesamte Buch hinweg eine rasante Entwicklung durch und bewahrt sich dennoch das, was sie ausmacht. Sie erfährt endlich mehr über ihre Familie, ihre Herkunft und ihr Erbe. Nicht länger will sie mit ansehen, in was für einer Welt sie lebt und beschließt, alles zu riskieren für ein neues Morgen. Auch wenn ich Rain sehr mochte und ich ihre Geschichte gerne verfolgt habe, haben mir dennoch die „Ecken und Kanten“ gefehlt, die sie mir im Gedächtnis behalten würde. Wenn ihr versteht, was ich damit meine. Sie war zwar toll, aber mehr auch nicht. Trotzdem bin ich neugierig darauf, wie sie sich im nächsten Band machen wird.
Ihr zur Seite steht der charismatische Lark, der als ein „1“ von einem besseren Leben für sich und seine Familie träumt. Ihn fand ich für die Geschichte toll, aber so wirklich warm geworden bin ich mit ihm nicht. Das macht aber auch nichts, denn man kann einfach nicht immer jeden mögen. Auch er macht eine starke Entwicklung durch und wird vor viele schwere Entscheidungen gestellt, die viel von ihm abverlangen. Für wen soll er sich entscheiden? Für das System und eine mögliche Zukunft für seine Schwester? Oder für Rain und ein neues Morgen?
Auch die übrigen Charaktere, von denen es eine ganze Menge gibt, haben mir alle ganz gut gefallen. Jeder für sich ist sehr charmant ausgearbeitete worden, wodurch sie sich gut in die Geschichte und die Handlungen einfügen. Ich bin sehr gespannt darauf, wen wir im nächsten Teil kennen lernen werden und wie sich unsere bekannten Charaktere entwickeln werden.

Die Geschichte spielt in einer dystopischen Welt, die mir gut gefallen hat, aber auch (für meinen Geschmack) zu wenig Neues mitbrachte. In Rains Welt zählen die Gene, nach denen die Menschen in drei verschiedene Gruppen unterteilt werden. Als „1“ stehen dir (fast) alle Türen offen. Als „2“ hast bist du nur noch Bürger mittlerer Klasse und als „3“ der Abschaum der Gesellschaft. Dann gibt es noch die Ghosts, die keiner Klasse zugeordnet sind und somit Illegale. Je reiner deine Gene, umso höher das Ansehen in der Gesellschaft. Nur den „Gesegneten“, den Perfekten, ist es gestattet, die Menschheit zu regieren und zu entscheiden, was das Beste für alle ist. Es ist eine harte und brutale Welt, in der die wenigen Auserwählten ein Leben in Luxus und Verschwendung leben und der Großteil der Bevölkerung in Armut und Hunger existiert, um so den Luxus zu gewährleisten. Ich will an dieser Stelle auch gar nicht zu viel erzählen, um nicht zu spoilern. Aber so viel sei gesagt, zusammen mit Rain und Lark beleuchten wir alle Ebenen des Systems und decken dunkle und grausame Geheimnisse auf …
Die Autorin hat für mich eine sehr gelungene dystopische Welt erschaffen, in der ich gerne unterwegs war, die mich allerdings auch nicht allzu sehr überrascht hat.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht und ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hat. Sehr flüssig, emotional und atmosphärisch erzählt sie die Geschichte von Rain und Lark. Zusammen tauchen wir ein in eine dystopische Welt, die grausam und brutal ist, in der wenige Auserwählte in Reichtum leben und in der nichts weiter zählt, als die perfekten Gene zu haben. Für meinen Geschmack gab es zu wenige Überraschungen, neue Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen und einigen etwas langatmige Passagen. Trotz meines „Gemeckers“ habe ich die Geschichte gerne gelesen und kann sie euch trotzdem sehr ans Herz legen. Lasst euch einfach darauf ein und bildet euch selbst eine Meinung. Jetzt warte ich gespannt auf den nächsten Band und will der Fortsetzung gerne noch eine Chance geben.

„Die Perfekten“ war für mich ein guter Auftakt, der mich vor allem mit Protagonistin Rain überzeugen konnte. Eine dystopische Welt, die grausam und brutal ist, in der wenige Auserwählte in Reichtum leben und in der nichts weiter zählt, als die perfekten Gene zu haben. Ich kann dieses Buch trotz meiner Kritik jedem empfehlen, der eine Schwäche für starke Heldinnen hat, dystopische Welten mag und für ein neues Morgen kämpfen möchte. Dann lasst euch ein auf Rain. „Sie ist Rain. Der Regen. Der Neuanfang.“

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/


Vielen DANK für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 04.10.2017

... eine überraschende Reise ...

The Promise - Der goldene Hof
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The Promise
- Der goldene Hof

1/3
Richelle Mead wurde in Michigan geboren. Sie studierte Kunst, Religion und Englisch. Mit ihrer Jugendbuchserie Vampire Academy gelang ihr auf Anhieb der Sprung auf die ...

The Promise
- Der goldene Hof

1/3
Richelle Mead wurde in Michigan geboren. Sie studierte Kunst, Religion und Englisch. Mit ihrer Jugendbuchserie Vampire Academy gelang ihr auf Anhieb der Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Bloodlines führt die Geschichte der Vampire Academy fort.
(Quelle: https://luebbe.de/one/autoren/richelle-mead/id2766578).

„Der goldene Hof“ ist der Auftakt der „The Glittering Court“ - Trilogie.

Website der Autorin:
http://www.richellemead.com

Erster Satz:
„Ich hatte nie vorgehabt, das Leben einer anderen zu stehlen.“

Klappentext:
Der Goldene Hof verspricht auserwählten Mädchen ein völlig neues Leben. Nicht nur, dass sie lernen, sich in vornehmen Kreisen zu bewegen, sie werden auch auf eine glamouröse Zukunft im aufstrebenden Nachbarland Adoria vorbereitet.
Die junge Adelige Elizabeth scheint bereits ein solches Leben zu führen. Doch nach dem Tod ihrer Eltern fühlt sie sich wie in einem Gefängnis, aus dem sie nur noch fliehen will. Als Elizabeth dann den charmanten Cedric Thorn vom Goldenen Hof kennenlernt, weckt er einen waghalsigen Plan in ihr: Sie muss es irgendwie nach Adoria schaffen. Und kurze Zeit später tritt sie unter falschem Namen die Ausbildung am Goldenen Hof an …

Cover:
Das Cover finde ich wirklich toll. Es hat mich gleich angesprochen und war einer der Gründe, warum ich es mir unbedingt genauer anschauen musste. Zu sehen ist eine junge Frau von hinten, die höchst wahrscheinlich für unsere Protagonistin steht. Sie trägt eine aufwendige und geschmückte Frisur und sieht adelig aus. Überlagert wird alles von Lichteffekten. Im Vordergrund steht groß der wunderbare Titel. Sieht total toll aus. Ich finde das Cover sehr gelungen und bin sehr auf die nächsten Cover gespannt.

Leseprobe:
https://www.amazon.de/Promise-goldene-Hof-Richelle-Mead/dp/3846600504

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Bastei Lübbe ONE für das Rezensionsexemplar.

Als ich gesehen habe, dass es endlich eine neue Reihe von Michelle Read geben wird, habe ich mich sehr gefreut. Denn ich habe damals ihre „Vampire Academy“ kennen- und lieben gelernt!
Die Geschichte wird uns aus Sicht der jungen Adligen Elisabeth erzählt. Sie gehört einem sehr alten, aber leider verarmten Adelsgeschlecht an. Ihr ist nur noch ihre Großmutter geblieben, die sich nichts mehr für ihre Enkelin wünscht, als eine gute Partie zu finden. Doch Elisabeth ist von ihrem Zukünftigen so gar nicht begeistert. Als sie auf den attraktiven Cedric trifft, der ihr vom Goldenen Hof erzählt, ergreift sie ihre Chance und stiehlt die Identität einer anderen. Als Adelaide lässt sie alles hinter sich und beginnt ein neues Leben …
Adelaide ist eine Protagonistin, die mich leider über das gesamte Buch hinweg nicht richtig für sich gewinnen konnte. Obwohl sie ein privilegiertes Leben führt, entscheidet sie sich gegen die arrangierte Ehe und lässt alles hinter sich: ihren Titel, ihr Erbe, ihre Großmutter. Sie nimmt eine neue Identität an und begibt sich auf ein Abenteuer, das ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen wird.
Sie ist eine intelligente und scharfsinnige junge Frau, die sich mutig ins Abenteuer stürzt und dabei auf viele Talente und Fähigkeiten zurückgreifen kann. Natürlich ist Adelaide den anderen Mädchen am Goldenen Hof weit voraus und versucht das zunächst zu verbergen. Denn nichts fürchtet sie mehr, als zurückgeschickt zu werden. Doch als Cedric Thorn in Gefahr gerät, riskiert sie alles um zum strahlendsten Juwel am Goldenen Hof aufzusteigen. Ehrlich gesagt habe ich Adelaides Entscheidungen und Ansichten nicht immer teilen können. Sie will einerseits ein neues Leben beginnen, in dem sie selbst bestimmen kann, lässt sich andererseits zunächst auf den Goldenen Hof ein, wo sie an den höchst bietenden Mann verkauft werden soll. Wo ist da die Freiheit? Auch in anderen Angelegenheiten hätte ich sie manches Mal schütteln können. Allerdings muss ich Adelaide zugestehen, dass sie sich über das gesamte Buch hinweg weiterentwickelt und, für meinen Geschmack, zum positiven Entwickelt. Es ist klar, dass sie noch viele Hindernisse wird überwinden müssen und noch vor die eine oder andere Herausforderung gestellt wird, aber ich denke, sie wird das sehr gut machen. Obwohl sie sich entwickelt, bin ich trotzdem nicht mit ihr warm geworden. Aber man kann auch nicht immer mit den Protagonisten auf einer Wellenlänge sein.
Ihr zur Seite steht der charismatische Cedric Thorn, der zusammen mit seinem Vater Mädchen für den Goldenen Hof anwirbt und ausbildet. Auch mit ihm bin ich leider nicht richtig warm geworden und ich kann gar nicht genau benennen, warum das so ist. Auch er ist klug, charmant und verfügt über viele Fähigkeiten und Talente. In das Familiengeschäft ist er nur mit eingestiegen, um schnellstmöglich viel Geld zu verdienen. Denn er verbirgt vor seiner Familie und der Gesellschaft ein großes Geheimnis. Er gehört dem falschen Glauben an und das könnte ihm das Leben kosten. Für mich ist er über das ganze Buch hinweg etwas blass geblieben und mir haben die „Ecken und Kanten“ gefehlt. Trotzdem muss ich sagen, dass er sehr gut zu Adelaide gepasst hat und die beiden sich sehr gut ergänzen.
Auch die übrigen Charaktere, wie z.B. Tamsin oder Mira, haben mir zwar alle gut gefallen und konnten mich auch mehr begeistern, als unsere Protagonistin, aber dennoch konnten auch sie mich nicht vollkommen überzeugen. Jeder für sich ist sehr kreativ ausgearbeitete worden, wodurch sie sich gut in die Geschichte und die Handlungen einfügen. Ich bin gespannt darauf, wen wir im nächsten Teil kennen lernen werden und wie sich unsere bekannten Charaktere entwickeln werden.

Wir befinden uns in einer aristokratischen Welt, in der Abstammung, Titel und Vermögen alles bedeuten. Es ist eine schillernde Welt voller schöner Kleider, Bälle und den passenden Verbindungen. Doch zusammen mit unserer Protagonistin Adelaide kehren wir dieser luxuriösen Welt den Rücken, um am Goldenen Hof ein neues Leben zu beginnen. Ich muss gestehen, dass ich mir ein bisschen was anderes unter dem Goldenen Hof vorgestellt habe und mich mit dem Welt- und Frauenbild, das dort beschrieben wurde und vorherrscht, einfach nicht anfreunden. Ich persönlich habe es als sehr befremdlich empfunden, dass die Mädchen, die für den Goldenen Hof ausgebildet wurden, so erpicht darauf waren, an den Höchstbietenden verheiratet zu werden. Wo sind da die Selbstbestimmung und der eigentliche Freiheitsgedanke geblieben? Es kann sein, dass es einfach zu sehr mit meinem eigenen Welt- und Frauenbild kollidiert und es euch vielleicht dennoch zusagt.
Ab der Hälfte des Buches verändert sich die Handlung drastisch, womit ich nicht gerechnet habe und was mir gut gefallen hat. Ich werde an dieser Stelle nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern, aber so viel sei gesagt: die neuen Landschaften, die neuen Kulturen und Aufgaben und die Entwicklung der Charaktere haben mir ab der zweiten Hälfte sehr viel besser gefallen.

Wie schon angedeutet kommt auch die Liebe in diesem ersten Teil nicht zu kurz. Eigentlich will Adelaide sich nicht verlieben, sondern einfach nur ein neues Leben am Goldenen Hof beginnen. Doch der attraktive Cedric Thorn geht ihr nicht mehr aus dem Kopf und wächst ihr schneller ans Herz, als sie je vermutet hätte. Er berührt etwas in ihr, was sie nicht geahnt hätte und riskiert für ihre Liebe alles …
Leider konnte mich auch die Liebesgeschichte der beiden nicht in ihren Bann ziehen. Es war romantisch und dramatisch, gefühlvoll und spannend, aber einfach nichts für mich.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bereits aus der „Vampire Academy“- Reihe und muss sagen, dass er mir auch in diesem Band sehr gut gefallen hat. Sehr flüssig, emotional und atmosphärisch. Die Autorin schafft es mühelos, die Welt, die Landschaften und die Charaktere vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Trotzdem zog sich für mich die erste Hälfte des Buches sehr hin und ich konnte mich auch einfach nicht mit dem Frauen- und Weltbild anfreunden. Zumal ich sonst etwas ganz anderes von der Autorin gewohnt bin. Die Wendung zur Mitte des Buches hat mich weiterlesen lassen, aber leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Was sehr schade ist, denn ich bin nach wie vor ein großer Fan der Autorin.

„The Promise - Der goldene Hof“ war für mich ein solider Auftakt, der mich nicht wirklich überzeugen konnte. Eine luxuriöse Welt, ein Goldener Hof, eine unsichere Zukunft. Lieder konnte ich mich mit vielen Aspekten des Buches nicht anfreunden und bin auch mit den Charakteren nicht warm geworden. Dennoch kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich selbst eine Meinung bilden möchte, der auf schöne Kleider steht und eine neue Welt entdecken möchte.

Ich weiß noch nicht, ob ich dem zweiten Band der Trilogie, „Midnight Jewel“, das bereits in den USA erschienen ist, noch eine Chance geben werde.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/


Vielen DANK für das Rezensionsexemplar!

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6019099


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