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Veröffentlicht am 08.03.2024

Dunkler Fluch

Vampire küssen besser
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„Vampire küssen besser“ von Lynsay Sands ist Band 36 ihrer Argeneau Reihe, die sich um die unsterblichen Nachfahren von Atlantis dreht.
Auf Sophie Ferguson scheint ein dunkler Fluch zu liegen, denn alle ...

„Vampire küssen besser“ von Lynsay Sands ist Band 36 ihrer Argeneau Reihe, die sich um die unsterblichen Nachfahren von Atlantis dreht.
Auf Sophie Ferguson scheint ein dunkler Fluch zu liegen, denn alle Menschen, die sie je geliebt hat, sterben einen grausamen Unfalltod. Zuerst kamen ihre Eltern bei einem Brand ums Leben, dann fiel ihre erste Liebe nach einem Sturz ins Koma, ihre beste Freundin erlitt einen allergischen Schock und auch ihre späteren zwei Verlobten starben bei einem Autounfall. Als Sophie also auf einer Hochzeitsfeier den attraktiven Schotten Alasdair MacKenzie kennenlernt und sich stark zu ihm hingezogen fühlt, hat sie gleichzeitig Angst, dass auch ihn der Fluch ereilen könnte. Sophie ahnt nicht, dass Alasdair ein Unsterblicher ist und sie seine potenzielle Lebensgefährtin. Tatsächlich wurden auf ihn seit ihrem Kennenlernen bisher mehrere Anschläge verübt, aber Alasdair hat nicht vor, seine Lebensgefährtin aufzugeben.

Lynsay Sands setzt ihre Fantasy Reihe um den unsterblichen Familienclan unterhaltsam fort und das gewohnte Schema bleibt natürlich erhalten. Ein Unsterblicher trifft seine Lebensgefährtin, das Glück wird von einer tödlichen Gefahr aus dem Hintergrund bedroht und gleichzeitig muss er ihr noch das bluttrinkende Leben an seiner Seite schmackhaft machen. Das läuft für Sophie und Alasdair nicht anders, aber die überraschenden Twists und die humorvolle und ungewollte Unterstützung durch seine Familie lassen es trotzdem nie langweilig werden.
Sophie ist absolut liebenswert und süß, aber sie erscheint im Hinblick auf ihre Vergangenheit und die schreiend offensichtlichen Zusammenhänge ein wenig naiv.
Der wortkarge Alasdair muss für sein Werben um Sophie aus seiner schweigsamen Komfortzone kommen und gleichzeitig den Drahtzieher der tödlichen Anschläge finden.
Ein Highlight sind die vier Onkels von Alasdair, die mit ihren mittelalterlichen Verführungsratschlägen einfach nur witzig sind. Man fragt sich in einigen Momenten, ob nun die Mordversuche oder doch eher die aufdringliche Hilfe der Verwandtschaft eine größere Gefahr für die Beziehung darstellen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2024

Gegen das Schicksal

A Game of Retribution
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„A Game of Retribution“ von Scarlett St. Clair ist der zweite Band ihrer Hades Trilogie, welcher die epische Lovestory von Hades und Persephone aus dessen Perspektive beleuchtet.
Hades will Persephone ...

„A Game of Retribution“ von Scarlett St. Clair ist der zweite Band ihrer Hades Trilogie, welcher die epische Lovestory von Hades und Persephone aus dessen Perspektive beleuchtet.
Hades will Persephone zu seiner Königin machen, denn schließlich ist ihre Verbindung vom Schicksal vorherbestimmt. Doch auch das Schicksal rechnet nicht mit der Rachsucht einer Göttin. Hera möchte ihren ungeliebten Gemahl Zeus vom Thron stürzen und will dafür die Unterstützung von Hades. Als dieser sich weigert, will Hera Persephone zerstören, außer Hades bewältigt zwölf Aufgaben für sie. Während Hades also keine Wahl hat und mit den Aufgaben von Hera voll beschäftigt ist, verliert er seine große Liebe Persephone ein wenig aus den Augen, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat.

Man kann darüber streiten, ob die gesamte Story wirklich nochmal aus der Perspektive von Hades aufgerollt werden muss, aber spätestens mit diesem zweiten Teil werden viele neue Aspekte deutlich. Scarlett St. Clair taucht tief in die Gedanken- und Gefühlswelt von Hades ein, die seine Beziehung zu Persephone noch intensiver erscheinen lassen.
Hades will eigentlich nur sein Mädchen, aber so einfach ist das selbst für den König der Unterwelt nicht. Die grundsätzlichen Ereignisse kennt man ja schon aus Persephones Sichtweise. Nun zeigt sich, was Hades im Hintergrund alles für Bemühungen unternimmt, um sein persönliches Glück festzuhalten und gegen alle Bedrohungen zu schützen.
Persephone hat mit ihrer neuen Rolle zu kämpfen und muss gleichzeitig erkennen, dass auch die eine Göttin und zukünftige Königin der Unterwelt nicht alle Schicksalsschläge verhindern kann. Das ist schwer auszuhalten und man darf gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln werden.
Die Handlung spiegelt nicht nur einfach die vorangegangene Trilogie, sondern ist auf ihre eigene Art fesselnd. Für unser Power-Couple wird es definitiv nicht einfacher werden und ich hoffe, die Autorin reizt das Finale nicht mehr allzu lang hinaus.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.02.2024

Toxic Love

Hidden Scars
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„Hidden Scars“ von Ayla Dade ist der erste Band ihrer East Side Elite Trilogie.
Die 20-jährige Hazel Evans kehrt nach einem Auslandsjahr in Portugal zurück nach New York, wo sie an der NYU ihr Studium ...

„Hidden Scars“ von Ayla Dade ist der erste Band ihrer East Side Elite Trilogie.
Die 20-jährige Hazel Evans kehrt nach einem Auslandsjahr in Portugal zurück nach New York, wo sie an der NYU ihr Studium fortsetzt. Ihre Dämonen, vor denen sie damals geflohen war, hat sie jedoch nicht ganz abschütteln können, und so fällt es ihr sehr schwer, nicht sofort in alte Muster zu verfallen. Als sie den attraktiven Caleb kennenlernt, stürzt sie dies in ein zusätzliches Gefühlschaos. Caleb scheint unberechenbar und verwirrt Hazel mit seinem widersprüchlichen Verhalten. Aber sie hat ihr Herz unwiderruflich an ihn verloren und so stürzt sie von einem Abgrund in den nächsten. Selbst ihre beste Freundin Grace kann sie vor diesem Herzschmerz nicht bewahren.

Ich habe schon einige Bücher von Ayla Dade gelesen und liebe ihren mitreißenden Schreibstil. Leider konnte mich ihr düsterer Held diesmal nicht wirklich überzeugen, denn selbst am Schluss fand ich ihn null sympathisch.
Hazel ist eine liebenswerte Hauptfigur, die man manchmal am liebsten vor sich selbst schützen möchte. Sie hat den heftigen Drang, sich sämtlichen Wünschen und Launen ihres Partners unterzuordnen und ihre eigenen Bedürfnisse für dessen Zufriedenheit hintenanzustellen. Das konnte ich oft gar nicht mit ansehen und wurde immer wütender, wenn sie den gefühlt tausendsten Wutausbruch von Caleb schönredet.
Caleb ist eine riesige personifizierte Red Flag und der Begriff toxische Beziehung ist für ihn quasi erfunden worden. Ja, er tut Hazels Körpergefühl einerseits tatsächlich gut. Aber sobald sie seinen sprunghaften Launen nicht folgt, wird sie als langweilig und Enttäuschung deklariert. Zudem sind sein Cheating, seine aggressiven Wutausbrüche und seine pausenlosen Lügen für mich ein No-Go. Mag sein, dass er nicht weiß, was er will, aber selbst mit tragischer Kindheit dürfte ihm klar sein, wie verletzend sein Verhalten für Hazel ist, die er angeblich liebt und die sowieso von Selbstzweifeln geplagt wird.
Ich konnte Hazel einfach nicht verstehen, warum sie permanent den Fußabtreter spielt. Denn am Ende des Tages ist sie das und nichts anderes.
Trotz meiner Abneigung gegen Caleb ist die Story gut erzählt und wurde nicht langweilig. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil und wie sich die Charaktere weiterentwickeln werden.

Mein Fazit:
Streitbarer Held, aber trotzdem spannend. Gute vier Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 26.02.2024

Herzschmerz-Tour

The Breakup Tour – Der Sound unserer Liebe
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„The Breakup Tour – Der Sound unserer Liebe“ von Emily Wibberly und Austin Siegemund-Broka erzählt von einer musikalischen Second Chance, in der die Protagonisten lieber ihre Musik statt Worte sprechen ...

„The Breakup Tour – Der Sound unserer Liebe“ von Emily Wibberly und Austin Siegemund-Broka erzählt von einer musikalischen Second Chance, in der die Protagonisten lieber ihre Musik statt Worte sprechen lassen.
Die talentierte Singer-Songwriterin Riley steht mit ihrem neuen Album „The Breakup Record“ auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Ihr missglücktes Liebesleben inspirierte sie zumindest zu zwölf großartigen Trennungssongs, die allesamt die Charts stürmen. Besonders ein Song liegt Riley am Herzen, denn „Until You“ widmete sie ihrer großen Collegeliebe Max, der sie vor zehn Jahren verließ, um seinen eigenen Träumen zu folgen. Leider brüstet sich Rileys frisch geschiedener Ex-Mann in den Sozialen Medien, dass er die Inspiration gewesen wäre. Um diese Gerüchte zu stoppen, bittet Riley Max, sich als ihre ehemalige Liebe zu outen. Max ist nach einigem Zögern einverstanden, aber dafür möchte er als Keyboarder mit Riley auf Tour gehen, was zu einigem emotionalen Chaos führt.

Man muss kein Swiftie sein, um in dieser Lovestory zu versinken, aber einige Parallelen sind natürlich überdeutlich. Das Autorenpaar schwelgt in musikalischen Anspielungen und Gefühlen, die aber die Liebe und Leidenschaft zur Musik oft größer erscheinen lassen, als die der Charaktere zueinander.
Riley ist mittlerweile ein Superstar, was sie ihrer eigenen Hartnäckigkeit und ihrem Talent verdankt. Sie liebt die Bühne und das Scheinwerferlicht, ist aber auch bodenständig und eng mit ihrem Team und ihren Fans verbunden.
Max teilte diesen Traum, bis er irgendwann einen anderen Weg einschlug, der mit Rileys Träumen nicht kompatibel war. Die gemeinsame Tour bringt die alten Gefühle jedoch wieder ans Tageslicht und beide müssen entscheiden, ob sie die zweite Chance tatsächlich ergreifen wollen.
Ich war bei dieser Lovestory oft hin- und hergerissen, denn die beiden Hauptfiguren sind stark in ihren Gedankenmustern gefangen, anstatt einfach miteinander zu reden. Die Kommunikation beschränkt sich oft auf wenige Sätze und eben ihre Musik, was aber vieles unausgesprochen lässt und zu Missverständnissen führt. Manchmal habe ich mich ernsthaft gefragt, warum Riley und Max ihre tote Beziehung überhaupt wieder aufleben lassen wollen. Erst gegen Ende zündete der Funke ihrer Liebe so richtig und konnte mich emotional abholen. Das hat das vorangegangene Drama wieder gut gemacht und überzeugte letztendlich selbst mich.

Mein Fazit:
Herzschmerz on tour und dafür sehr gute vier Sterne!

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Zweite Chance

Stürmische Zeiten in Golden Creek
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„Stürmische Zeiten in Golden Creek“ von Birgit Loistl ist der dritte Band ihrer romantischen Reihe, die im wunderschönen Kanada spielt.
Vor fünfzehn Jahren beendete ein schwerer Unfall bei einem Wettkampf ...

„Stürmische Zeiten in Golden Creek“ von Birgit Loistl ist der dritte Band ihrer romantischen Reihe, die im wunderschönen Kanada spielt.
Vor fünfzehn Jahren beendete ein schwerer Unfall bei einem Wettkampf die aussichtsreiche Karriere des dreifachen Snowboarding-Olympiasiegers Cooper. Seinen Sport musste er komplett an den Nagel hängen und die Schmerzen aufgrund seiner Verletzung werden ihn lebenslang begleiten. Körperlich und emotional angeschlagen trennte sich Cooper damals von seiner großen Liebe Lou, was er mittlerweile stark bereut. Als Cooper mitbekommt, dass sich Lou, die in Calgary lebt, bei einer Dating-App angemeldet hat, schreibt er sie unter falschem Namen an. Beide entwickeln in kürzester Zeit eine enge Vertrautheit, aber als Lou überraschend nach Golden Creek zurückkehrt, hat Cooper Angst, dass seine Lüge eine erhoffte zweite Chance für immer zerstören könnte.

Von allen drei Teilen dieser Band mein Lieblingsteil, denn irgendwie springt der Funke zwischen Lou und Cooper am besten über. Auch Golden Creek und seine Einwohner wirken deutlich sympathischer als im Vorgängerband. Birgit Loistl hat einen leichten und flüssigen Schreibstil und so fliegt man schnell durch die Seiten und auf das dritte und letzte Happy End hin.
Lou ist Event- und Hochzeitsplanerin in Calgary und hat sich in der Großstadt ein neues Leben aufgebaut. In ihre alte Heimatstadt zieht sie eigentlich nichts, auch wenn ihre beiden Schwestern inzwischen wieder dort zuhause sind. Vor allem das Wiedersehen mit Cooper ist für Lou alles andere als leicht, da sie nie aufgehört hat, alle Männer mit ihm zu vergleichen.
Cooper ist der wortkarge und mürrische Barbesitzer von Golden Creek, der anderen Menschen am liebsten aus dem Weg geht. Seine Sehnsucht nach Lou hat ihn zu seltsamen Aktionen getrieben, die ihm nun zum Verhängnis werden könnten.
Die langsame Annäherung der beiden hat mir gut gefallen und irgendwie passte dies zu ihren beiden Charakteren. Einzig ein paar kleine Anschlussfehler haben meinen Lesefluss gestört, wenn die Protagonisten in der nächsten Szene zum Beispiel völlig andere Kleidung tragen als zuvor.

Mein Fazit:
Für diese warmherzige Second Chance gebe ich gern eine Leseempfehlung!

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