Leider hatte ich bei einer Buchverlosung kein Glück und das Buch nicht gewonnen. Da mich jedoch die Leseprobe wirklich sehr angesprochen hatte, habe ich es mir sofort nach Erscheinen gekauft & das hat ...
Leider hatte ich bei einer Buchverlosung kein Glück und das Buch nicht gewonnen. Da mich jedoch die Leseprobe wirklich sehr angesprochen hatte, habe ich es mir sofort nach Erscheinen gekauft & das hat sich auch gelohnt!
Dieses Erstlingswerk hat mich einfach umgehauen!
Der Schreibstil von Elena Fischer ist einfach wunderschön, sehr berührend und poetisch, zart und kraftvoll zugleich!
Man kann sich gut in die junge Heldin hineinversetzen und fühlt sich ganz nah am Geschehen. Der Schreibstil und die Entwicklung der Handlung haben wir wirklich sehr gut gefallen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so sehr war ich dabei! Es gab auch gegen Ende noch eine unerwartete Wendung, mehr verrate ich aber nicht.
Nur noch das: Meiner Meinung nach hätte dieses Buch den diesjährigen Buchpreis viel mehr verdient als der tatsächliche Gewinner! - Unbedingt lesen!!
Ich kannte bereits Lana Lux großartigen Erstling "Kukolka" und mochte auch "Jägerin und Sammlerin" deshalb habe ich mich umso mehr auf diese Neuerscheinung gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht.
Was als ...
Ich kannte bereits Lana Lux großartigen Erstling "Kukolka" und mochte auch "Jägerin und Sammlerin" deshalb habe ich mich umso mehr auf diese Neuerscheinung gefreut. Ich wurde nicht enttäuscht.
Was als harmlose Kinderfreundschaft zwischen zwei Außenseitern beginnt, entwickelt sich zu einer toxischen Beziehung, in der es mehr um Macht und Besitz als um Liebe und Freundschaft geht. Mehr möchte ich vom Inhalt gar nicht verraten, das sollte jeder selbst lesen.
Lana Lux schreibt einfach atemberaubend gut. Der Stil und Wechsel der Perspektiven gefallen mir sehr. Sowohl Täter- als auch Opferseite sind verblüffend überzeugend dargestellt. Wobei ja auch der Täter, Philipp, in gewisser Weise ein Opfer seiner schlimmen Kindheit und seine kranken Mutter ist.
Man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Es ist wahnsinnig intensiv und fesselnd. Man ist am Ende traurig und schockiert gleichzeitig, dass es tatsächlich so endet, wie es ja eigentlich enden musste. Unbedingt lesen, ein ganz großes Meisterwerk!
Aus dem pola-Verlag kamen in letzter Zeit so viele tolle Romane, daher war ich auch neugierig auf „Keeping it casual“ von Karina May. Dazu muss ich ehrlich sagen, dass ich „klassische“ Liebesromane nicht ...
Aus dem pola-Verlag kamen in letzter Zeit so viele tolle Romane, daher war ich auch neugierig auf „Keeping it casual“ von Karina May. Dazu muss ich ehrlich sagen, dass ich „klassische“ Liebesromane nicht so gerne mag, sie langweilen mich – aber dieses Buch hier ist definitiv anders!
Erstmal klingt der Plot vielleicht ähnlich wie bei anderen Büchern: Die Protagonistin Maxine (Max) wird von ihrem langjährigen Freund Scott mit einer Arbeitskollegin betrogen. Daraufhin überredet ihre beste Freundin Alice sie, sich zur Ablenkung bei Tinder anzumelden.
Eigentlich möchte Max das nicht, aber - und hier unterscheidet sich „Keeping it casual“ von „Standard“-Liebesromanen - Max hatte kürzlich erfahren, dass sie einen Hirntumor hat, der operiert werden muss.
Aus diesem Grund lässt sie sich auf die Dating App ein – und lernt recht schnell Johnny kennen. Der ist sehr charmant und witzig, und wider erwarten fühlt Max sich gut, wenn sie ihm schreibt. Die beiden treffen eine Abmachung: sie werden sich nicht treffen, wahren die Anonymität. Stattdessen chatten sie und kochen sich gemeinsam 14 Tage lang durch das Familienkochbuch von Max‘ Ex-Freund.
Als Maxines Operation kurzfristig einen Tag vorverlegt wird, bricht sie den Kontakt zu Johnny ab und löscht ihr Tinder-Profil ...
Ab hier werde ich nicht mehr viel zum Inhalt sagen, da ich nicht spoilern willl.
Ich kann jedoch definitiv sagen, dass „Keeping it casual“ ein richtig feinfühliger und unterhaltsamer Feel Good Roman ist, in dem jede Menge Herz, Humor und auch eine gute Portion Tiefgang stecken.
Max war mir als Protagonistin sofort sympathisch und die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte gemacht hat, gefiel mir sehr gut. Auch die anderen Charaktere sind gut getroffen, die beste Freundin Alice, der Exfreund Scott und der sympathische, aber zu Anfang des Romans schwer einzuschätzende Johnny.
Karina May ist es gelungen, die Themen Krankheit und Verlust, Selbstfindung und Liebe in einen wirklich feinfühligen Roman zu verpacken. Ihr Schreibstil ist modern und frisch; es gab witzige und ernste Momente, die Mischung fand ich sehr gelungen. Durch die Rückblenden in die Vergangenheit blieb es sehr lange spannend, wie sich alles weiterentwickeln würde. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand nehmen und bin ziemlich zufrieden mit dem Ausgang der Geschichte.
Die Rezepte am Ende des Romans sind ein netter Bonus.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung und hoffe, bald noch mehr von Karina May lesen zu dürfen.
Vielen Dank an den pola Verlag, Lesejury.de & NetGalley für die Rezensionsexemplare! 📚💚
Jessica und Ingwer sind schon seit 20 Jahren ein Paar; seine Familie ist auch Jessicas Familie geworden, denn zu ihrer hat sie kein gutes Verhältnis.
Jessica verbringt den Hochzeitstag mit ihrem Mann ...
Jessica und Ingwer sind schon seit 20 Jahren ein Paar; seine Familie ist auch Jessicas Familie geworden, denn zu ihrer hat sie kein gutes Verhältnis.
Jessica verbringt den Hochzeitstag mit ihrem Mann Ingwer und dessen Familie im Urlaub, als sie einen Anruf ihrer Halbschwester Sandra bekommt: Jessicas Vater ist gestorben. Auf der Beerdigung reißen alte Wunden aus der Kindheit wieder auf.
„Diese Wohnung aus dem Körper zu bekommen, die Kindheit, das war mir noch nicht gelungen, so wenig hatte sich verändert.“
Die Mutter zeigt nach wie vor offen ihre Verachtung Jessica gegenüber. Jessica fühlt sich wieder so hilflos dem Schweigen und den Verletzugen ausgesetzt wie damals schon:
„Hilflos sah ich Ingwer an. Ich hatte immer Angst, dass ich die fehlende Logik und die Lieblosigkeit meiner Familie übertrieb, und auch wenn es mir peinlich war, dass er hier sitzen musste, war ich froh, ihn als Zeugen zu haben. Sobald ich nicht mehr mit Mutter oder Sandra in einem Raum war, konnte ich sie mit leichter Verachtung aus meinen Gedanken streichen, aber in ihrer Nähe fühlte ich mich hilflos. Warum waren sie so, warum fühlte ich mich immer noch so klein wie damals, warum gehörte ich angeblich zu ihnen, wenn mich doch nie jemand gewollt hatte?“
Und Jessica muss plötzlich immer öfter an ihre Zwillingsschwester Annika denken, die starb, als sie eineinhalb Jahre alt waren. Sie kann sich nicht wirklich an sie erinnern, vermisst sie aber dennoch
„Warum war Mutter so? Warum interessierte mich das noch? Warum war ausgerechnet Vater tot, der mir von allen noch am nächsten gestanden hatte? Warum vermisste ich auf einmal schmerzhaft meine Zwillingsschwester, die ich doch gar nicht richtig gekannt hatte?“
Während Jessicas Ehe plötzlich zu zerbrechen droht, muss sie lernen, ihren Alltag zu meistern und die Wunden der Vergangenheit heilen zu lassen.
„Nichts und niemand konnte ever einen Zwilling ersetzen und auch nichts und niemand einen Vater. Jessica bringt den Tod. Die Beerdigung hätte ein Abschied sein sollen, aber die Worte der Lebenden waren zu laut gewesen, um ihm auf Wiedersehen zu sagen. Jessica bringt den Tod. Falls mir der Satz noch länger im Kopf herumschwirrte, würde ich ihn irgendwann selbst glauben.“
Ich möchte nicht spoilern, daher sage ich zum Inhalt nichts mehr; nur so viel: Mir hat die Entwicklung der Protagonistin richtig gut gefallen, ebenso wie der Schreibstil von Petra Hucke. Ein wirklich emotionaler Roman über Familie und alte Wunden, der mir sehr gut gefallen hat.
Vielen Dank an den Eisele Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚
„Das kalte Moor“ von Liza Marklund ist der zweite Teil der „Polarkreis“-Triologie.
Schon der erste Teil hatte mir sehr gut gefallen und auch hier hatte mich die spannende Geschichte gleich gefesselt:
Das ...
„Das kalte Moor“ von Liza Marklund ist der zweite Teil der „Polarkreis“-Triologie.
Schon der erste Teil hatte mir sehr gut gefallen und auch hier hatte mich die spannende Geschichte gleich gefesselt:
Das schwedische Örtchen Stenträsk, unweit des nördlichen Polarkreises. Hier wird im Sommer 1990 mitten im Moor ein Säugling gefunden, dehydriert, stark unterkühlt und in einem kritischen Zustand. Von der Mutter Helena Stormberg fehlte jede Spur. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Ihr Ehemann Wiking Stromberg, der örtliche Polizeichef, hat dennoch auch 30 Jahre später den Verlust von seiner Frau nicht überwunden. Dann passieren im August 2020 gleich zwei Dinge auf einmal: Wiking erfährt, dass er Krebs hat, und sein Sohn Markus bekommt einen anonymen Brief mit den Worten „Du darfst das Angebot als Projektleiter für das QATS-System nicht annehmen. Es ist mit großer Gefahr verbunden. Du MUSST ablehnen. Erfinde eine Ausrede.“
Der Brief ist unterzeichnet mit einem von Hand gemalten, unregelmäßigen fünfzackigen Stern, den Wiking sofort wiedererkennt: Damit hatte Helena damals immer ihre Briefe unterschrieben ...
Könnte die Nachricht wirklich von Helena sein?
In Zeitsprüngen zwischen damals und heute geht die Story voran. Besonders in der zweiten Hälfte überrascht der Plot mit einigen völlig unerwarteten Wendungen. Die Wurzeln der Geschichte führen zurück in den Kalten Krieg und dessen bis heute spürbare Auswirkungen. Das wird nicht nur bei Markus’ geheimen Aufgaben auf dem Raketenstützpunkt deutlich, sondern vor allem bei Helenas Vergangenheit – doch dazu werde ich nichts sagen, um nicht zu spoilern.
Nur soviel noch: Das Ende des Buches ist ein perfekter Cliffhanger, der die Wartezeit von einem Jahr bis zum finalen Band der „Polarkreis“-Reihe zu einer echten Geduldsprobe macht!
Ich möchte den letzten Band dann auf jeden Fall auch noch lesen!
Vielen Dank an den Atrium Verlag & Lovelybooks.de für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚