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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2024

Sehr emotional und bewegend

Für immer ist die längste Zeit
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[Achtung, Spoiler im Review! ]

Ich habe nichts erwartet, als ich diese Buch begonnen habe.
Ich habe es gefunden, wegen des schönen Namens und Covers mitgenommen, dann zufällig entdeckt, dass es auch ein ...

[Achtung, Spoiler im Review! ]

Ich habe nichts erwartet, als ich diese Buch begonnen habe.
Ich habe es gefunden, wegen des schönen Namens und Covers mitgenommen, dann zufällig entdeckt, dass es auch ein Hörbuch gibt, und mir nicht einmal den Klappentext durchgelesen, bevor ich es aufgeschlagen/das Hörbuch gestartet habe. Und dann war ich von Anfang an einfach ... wow. Ich habe abwechselnd Hörbuch gehört und gelesen, und die Verteilung der Stimmen auf drei Vorleser war unglaublich angenehm zu verfolgen. Und vielleicht trägt das mit dazu bei, wie sehr ich mich den Figuren verbunden gefühlt habe, weil es sich anfühlte, als wären es wirklich drei Personen, die mit mir sprechen, aber ich glaube, auch ohne Hörbuch hätte es mir wirklich gut gefallen.
Ich habe zwei große Probleme mit dem Buch/der Geschichte, aber abgesehen von diesen beiden Sachen hat es mich wirklich vollkommen überzeugt.
Die drei so unterschiedlichen Personen, die auf dasselbe Geschehen so unterschiedlich aber irgendwie auch ähnlich reagieren, und langsam lernen, damit umzugehen, war wirklich interessant zu sehen, und die einerseits extrem distanzierten aber gleichzeitig doch liebenden Figuren waren in meinen Augen sehr gut dargestellt. Ich hatte beim Lesen/Hören wirklich das Gefühl, dass hinter den einzelnen Perspektiven Leute stecken, die sich kümmern und sorgen, und die es versuchen, denen es aber auch schwer fällt, und an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, dass das ganze zu konstruiert oder irgendetwas gezwungen wirkte, sondern es fühlte sich beim Lesen ehrlich und echt an.
Maddys Ziele, und wie sie an die Sache herangeht, konnte ich wirklich gut nachvollziehen und super verstehen, woher sie kommt, auch wenn ich so meine Bedenken wegen allem hatte, und wie sich das dann am Ende aufgelöst hat, mochte ich wirklich sehr. Die Tatsache, dass sich nicht alles so entwickelt, wie Maddy es will, und sie zwar durchaus zu allem beiträgt, sie am Ende aber doch nichts so wirklich lenken kann, und vielleicht hat sie sogar gar nichts gemacht, sondern alles hat sich einfach natürlich so entwickelt, war echt schön. Auch wenn ich es anders akzeptiert hätte, aber dass sie nicht die Person ist, die alle Fäden lenkt, macht die Sache für mich besser, und zerstreut genau die Sorgen, die mir während der Geschichte manchmal kamen.
Die Auflösung des Buches insgesamt mochte ich auch. Ich habe mir von Anfang an gedacht, worauf es hinaus laufen würde, weil alles andere für mich keinen Sinn ergeben hätte, dass es dann aber richtig aufgearbeitet wird und nicht bei Andeutungen bleibt, war sehr angenehm. Überhaupt mochte ich einfach das ganze Buch, und den Schreibstil, und die Entwicklung von allem war auch toll.
Außerdem habe ich die Figuren vielleicht nicht geliebt (oder nicht alle), aber sie waren auch auf keinen Fall so, dass ich sie nicht leiden konnte. Sie hatten Fehler und waren menschlich, und sie waren verdammt nachvollziehbar geschrieben und so, dass ich mich ihnen mitfühlen und sie verstehen konnte. Nicht zwingend fantastisch, aber trotz allem irgendwie gute Menschen, und auch wenn ich manchmal sauer auf Leute war, so würde ich sie insgesamt doch alle eher mögen als irgendwas anderes. Sie haben es versucht, und ich weiß das zu schätzen.

Die einzigen Dinge, die ich ganz klar nicht mochte, war einerseits die sehr offensichtliche Nachricht zwischen den Zeilen, dass Frauen immer erst mit Kind wissen, wie das höchste aller Gefühle aussieht, und dass es immer einen Partner braucht, und dass nur Familien das höchste Glück sind. Das entspricht einfach nicht der Wahrheit, und egal wie schön all das in dem Buch verpackt war und wie toll die Worte waren, in denen es verpackt war, es hat mir wirklich nicht gefallen, wann immer das ganze Thema aufkam. Und mir eher schlechte Laune bereitet.
Das zweite ist ganz am Ende der Satz "Ich habe mich vielleicht an einem Kind vergriffen [...]", der wirklich unpassend war. Ich habe keine Ahnung, was sich Fabiaschi dabei dachte, aber oh mein Gott, nein. Nicht mal als Scherz, wie es hier gemeint war, an der Stelle habe ich wirklich kurz eine Pause gemacht, in der ich erst mal damit klarkommen musste. Ich weiß, so ist es nicht gemeint, und ich habe auch kein Problem mit den Umständen, aber das ging gar nicht. Tatsächlich ist das auch der Grund, aus dem das Buch keine (fast) 5 Sterne bekommt (ich habe sogar kurz darüber nachgedacht, noch weniger zu geben), denn sonst mochte ich es so sehr, dass ich das "Familien"-Problem vermutlich hätte ausblenden können, aber der Satz war einfach wirklich unangenehm.

Insgesamt aber dennoch eine wundervolle Geschichte, mit einem tollen Ende (und gerade der letzte Satz des Buches hat mir wirklich gut gefallen und mich sehr emotional werden lassen), und ich hatte viel Freude dabei! Eine sehr bewegende Geschichte über den Umgang mit Trauer und Akzeptanz, und wie das Leben trotz allem irgendwie weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2026

War okay

Der 8. Mann
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Der Fall war ganz gut, relativ spannend, und ich habe durchaus gerne mitgerätselt, aber leider fühlte es sich auch sehr so an, als sei Reacher irgendwie eine Nebenfigur in seinem eigenen Buch und ich habe ...

Der Fall war ganz gut, relativ spannend, und ich habe durchaus gerne mitgerätselt, aber leider fühlte es sich auch sehr so an, als sei Reacher irgendwie eine Nebenfigur in seinem eigenen Buch und ich habe seinen Humor und seine Art ziemlich vermisst.
Ich kann nicht sagen, ob's am zweiten Autor liegt, an meinen geringen Erwartungen wegen des zweiten Autors weil ich nichts gutes über seine Art Reacher zu schreiben gehört habe, oder weil das Vergangenheits-Setting Reachers Art so beeinflusst hat, aber irgendetwas habe ich beim Lesen einfach vermisst/ich hätte gerne mehr Reacher gehabt.
Schlechtes Buch also eher nicht, aber irgendwie auch nicht ganz überzeugend.

Veröffentlicht am 14.05.2026

Die Kurzgeschichten können leider nciht ganz mithalten

Der Einzelgänger
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Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach längeres gewohnt bin, oder dass mich die Kurzgeschichten unterschiedlich stark angesprochen haben und manche gar nichts für mich waren, aber irgendwie habe ich ...

Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach längeres gewohnt bin, oder dass mich die Kurzgeschichten unterschiedlich stark angesprochen haben und manche gar nichts für mich waren, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieses Buch hier nicht ganz mit den restlichen Mithalten kann.
Dabei fand ich die Ideen ganz spannend, gut zu lesen (oder zu hören) waren die Geschichten auch, und es war auch mal nett, so was kurzes zwischendurch zu lesen, aber gleichzeitig fehlte dadurch natürlich viel Aufbau, Spannung war auch nicht immer vorhanden, und insgesamt war es eher okay.
Gar nicht gefallen zum Beispiel hat mir die Ich-Perspektive von wem anders als Reacher, die fand ich irgendwie nicht gut geschrieben, ganz gut fand ich dagegen die Story im Wald, war schon irgendwie nett, beim neuen Namen hatte ich glaube ich am meisten Spaß (wenn auch nur wegen des Missverständnisses, was den Ausweis im Kofferraum anging), und die Weihnachtsstories ... doch, die fand ich glaube ich auch ganz nett. Nichts, was ich zwingend mit Reacher verbunden hätte, aber ich glaube, die könnten mir als kurze Momente sogar besser gefallen haben, weil sie nicht so sehr damit beschäftigt waren, die üblichen Buch-Storylines in weniger Worten aufzugreifen, sondern sie mal ganz anders waren. Vielleicht hätte ich mir sogar mehr davon gewünscht, einfach um Reacher auch mal in etwas anderen Situationen zu erleben.
Leider waren es aber nicht mehr davon, und während ich insgesamt doch meine Freude hatte, finde ich es gerade nach den letzten beiden gelesenen Büchern (22&23) irgendwie doch eher eine Verschlechterung.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Ganz okay

Little Brother
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Ich habe das Buch zweimal anfangen müssen, weil ich beim ersten mal nach 40 Seiten irgendwie anderes im Kopf hatte, erinnere mich aber, dass es mich schoon beim ersten Mal ziemlich abgeholt hat, und beim ...

Ich habe das Buch zweimal anfangen müssen, weil ich beim ersten mal nach 40 Seiten irgendwie anderes im Kopf hatte, erinnere mich aber, dass es mich schoon beim ersten Mal ziemlich abgeholt hat, und beim zweiten Mal habe ich mit ähnlichem gerechnet, nur leider ist es dann insgesamt eher okay statt richtig gut geworden.
Ich mochte das Setting, fand die Spannung auch durchaus gut dargestellt, gerade den Anfang fand ich richtig stark, aber gleichzeitig wurden dann teils so offensichtliche Schlussfolgerungen nicht getroffen, obwohl Marcus eigentlich intelligent sein sollte, dass mich das irgendwie doch nicht abholen konnte. Ich meine, komm schon: du merkst, dass wer an deinem Laptop war, bist dir recht sicher, beschattet zu werden, und dann suchst du nicht aktiv nach der Wanze sondern stolperst eher drüber? Wirklich jetzt?
Insgesamt trotzdem spannend genug, dass ich es jetzt nicht total schlecht fand, aber leider gab es immer mal wieder Entscheidungen, die ich im Buch eher fragwürdig fand, daher auch nicht wirklich gut in meinen Augen.

Veröffentlicht am 07.05.2026

(Netgalley-Hörbuch)

Daughter of Smoke and Bone
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Daughter of Smoke and Bone fand ich durch das Cover sofort unglaublich ansprechend, kam unter anderem auch durch die fantastische Stimme echt leicht ins Geschehen, und habe die Geschichte sehr schnell ...

Daughter of Smoke and Bone fand ich durch das Cover sofort unglaublich ansprechend, kam unter anderem auch durch die fantastische Stimme echt leicht ins Geschehen, und habe die Geschichte sehr schnell sehr genossen, weil es zwar durchaus ein paar "bekannte Elemente" gibt, was das "normale" Leben angeht, dass die Protagonistin führt, in dem sie aber doch immer wieder mit magischem zu tun hat, aber die Art, wie das umgesetzt wurde, kam mir beim Hören dann doch neu vor. So war die Protagonistin zum Beispiel teils auf eine sympathische Art recht ich-bezogen, und hat ihre Fähigkeiten auch mal (häufiger) für eigene Zwecke eingesetzt, und ganz ehrlich? Wofür hat sie die Möglichkeiten denn, wenn sie sie dann gar nicht nutzt? Insofern super Sache.
Dass es danach dann mit einem Mysterium weiterging, und ganz vielen Geheimnissen, die unbedingt geklärt werden mussten, hat mich ebenfalls voll überzeugt, und abgesehen von einer einzigen Szene ganz am Anfang war ich einfach richtig gespannt auf all die Auflösungen und was genau los ist, und wie das alles gelöst wird ... und dann kam leider die zweite Hälfte, in der ich irgendwie das Gefühl hatte, dass sich alle Stränge im nichts verlaufen.
Wir bekommen zwar antworten, aber irgendwie nur durch den Fokus auf einer ganz extremen Romanze, die aber eigentlich (gefühlt) aus nichts besteht, außer dem ganz extremen Bestehen darauf, dass da was ist. Aber was? Okay, die Figuren sehen gut aus, aber was noch? Irgendwann gibt es da zwar etwas mehr (und zugegeben, den Part fand ich auch wieder ganz gut), aber mich mit einem so starken Fokus auf dem Mysterium zu ködern, und dann praktisch alles von einem "ich fühle mich so hingezogen von der anderen Person" überschatten zu lassen ... das hat mich dann doch sehr enttäuscht. Ich hätte gegen eine Romanze gar nichts gehabt (die war ja auch zu erwarten), dass über die Romanze aber alles andere gefühlt weniger wichtig wurde fand ich sehr schade. Dabei glaube ich nicht einmal, dass das absichtlich so war, aber selbst die Momente, in denen es um anderes ging, wurden trotzdem immer mit so starken "Gefühlen" untermauert, dass es auch da irgendwie um nichts anderes ging. Oder zumindest machte das Buch auf mich diesen Eindruck.

Insofern fand ich zwar die erste Hälfte (und es war wirklich ziemlich genau die Hälfte) echt stark, die zweite dann aber besonders im Vergleich umso schwächer, und gehe da auch (trotz tatsächlich ganz gutem Ende) eher mit einem "meh"-Gefühl aus der Sache raus, weil ich gerade das Gefühl habe, dass der Rest der Reihe vermutlich mit dem Fokus auf der Romanze weitergeht, und ich hätte mir doch etwas mehr als das versprochen.