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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2025

Inspirierende Ansichten

Slow Weekends
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Dieses interessante Fachbuch mit dem Titel „Slow Weekends“, mit all seinen vielen wunderbaren Bilderansichten macht Lust darauf, die Welt zu erkunden.

Eingeteilt werden die einzelnen Abschnitte im Buch ...

Dieses interessante Fachbuch mit dem Titel „Slow Weekends“, mit all seinen vielen wunderbaren Bilderansichten macht Lust darauf, die Welt zu erkunden.

Eingeteilt werden die einzelnen Abschnitte im Buch nach der Umgebung. Die Auswahl ist dabei Länderübergreifend und es werden als Zielorientierung die Themen Berge, Wasser, Stadt, Land und Zug angeboten. Übersichtskarten dazu, werden zu Beginn der einzelnen Kapitel präsentiert. Die Anordnung und Sprünge zwischen den vorgestellten Locations sind dabei sehr weitläufig gewählt und wirkten auf mich erst einmal wild durcheinander gewürfelt. Diese Einteilung ist daher nicht ganz einfach, ich persönlich mag es lieber regional gegliedert, aber das ist sicherlich Geschmacksache. Die Beschreibungen der Tipps, Ausflüge und Fotos für die vorgestellten Regionen sind knapp gehalten, hätten für mich dabei auch gerne ausführlicher ausfallen können. Region und Orte werden nur kurz beschrieben und die Anmerkungen zu einzelnen Hotels und Locations sind schon sehr übersichtlich und wirken unvollständig.

Mein Fazit:
Eine schöne Auswahl an Ausflugs- oder Urlaubslocations, empfehlenswert als Inspiration.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Komplexe historische Heldengeschichte

Der Krieger und die Königin
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Der Frankenkönig Chlothar schickt seinen Bastard-Sohn Garibald als Botschafter zusammen mit sieben Begleitern nach Italien, zu Totila dem König der Ostgoten. Er soll Totila bei dem Kampf gegen die Oströmer ...

Der Frankenkönig Chlothar schickt seinen Bastard-Sohn Garibald als Botschafter zusammen mit sieben Begleitern nach Italien, zu Totila dem König der Ostgoten. Er soll Totila bei dem Kampf gegen die Oströmer beistehen und sich einen Namen machen, um danach seinen Großvater den Boirer-Häuptling Agilulf aufzusuchen und dessen Nachfolge als Herzog antreten. Auf dem Weg über die Alpen erleben die acht Kameraden so manche Abenteuer und müssen dabei viele Kämpfe ausfechten. Garibald begegnet auch zum ersten Mal der schönen Waltrada. Keine glückliche Stunde, denn Garibald zieht sich den Zorn der hübschen Langobardischen Prinzessin zu, die zusammen mit ihrem Bruder als Geisel zu König Theudebald gebracht wird. Das Schicksal wird die beiden wieder zusammen führen.
Der historische Roman des Autoren-Duos mit dem Titel „Der Krieger und die Königin“ beschäftigt sich intensiv mit dem ersten Herzog der Bayern, Garibald I. um 550 - 595 n. Chr. Der junge Krieger begibt sich auf einen gefährlichen Weg über die Alpen, quer durch Italien bis nach Rom. Sogar bis nach Konstantinopel darf der Leser den jungen Garibald begleiten. Durch all seine Heldentaten hat er sich am Ende seinen Titel und seine Königin redlich verdient! Obwohl der Klappentext mit der Langobardin Waltrada wirbt, kommt ihre Lebensgeschichte eigentlich nur am Rande vor.
Die Geschichte wird, wie ich es von Iny Lorentz gewohnt bin, auch bildgewaltig geschildert, doch sie ist komplex zu lesen. Mir bereitete es Schwierigkeiten all die Protagonisten und ihre Völker zu überblicken, auch die teilweise altertümlichen Ortsbezeichnungen, Reiserouten und Schlachten waren nicht leicht einzuordnen. Trotz Glossar habe ich viel recherchieren müssen, um die Reiseroute besser verfolgen zu können, da hätte ich eine Karte im Innenteil hilfreich gefunden.
Die recht unbekannte historische Geschichte um den spannenden Charakter Garibald fand ich dennoch sehr interessant, ausgesprochen schön integriert auch seine Begegnung mit dem Zwergenkönig Laurin oder der Wolfsfrau, das waren meine persönlichen Höhepunkte des Romans. Zwecks mangelnder Fakten ist zweifelsohne wohl vieles fiktiv erdacht oder aus dem Reich der Legenden, jedoch unterhaltsam und spannend eingefädelt. Die Liebelei mit der Kaufmannstochter Daphne hat viel Platz eingenommen und wäre meiner Meinung nicht nötig gewesen. Die Momente mit Waltrada finde ich dafür zu kurz gefasst, aber das ist wohl Geschmacksache.
Auf dem Cover hätte mir ein Ritter oder ein Löwenwappen besser gefallen, denn hauptsächlich dreht sich die Story um einen Krieger und nicht um eine Dame.

Mein Fazit:
Ein gut recherchierter Historienepos rund um den spannungsreichen Aufstieg der historischen Person Garibald I. erster Herzog der Bajuwaren. Insgesamt ein lehrreicher historischer Roman, denn man erfährt dabei einiges über das frühe Mittelalter und bekommt reichlich Stoff für Recherchen.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Geschichte einer entfesselten Mordlust

Du kennst sie
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Sophie Braam, eine cool erscheinende Barfrau aus Virginia sucht ihren Männerhass hinter ihrer perfekt professionellen Maske zu verstecken. Doch gerade am Neujahrsmorgen kommt es zum Eklat, Sophies letzter ...

Sophie Braam, eine cool erscheinende Barfrau aus Virginia sucht ihren Männerhass hinter ihrer perfekt professionellen Maske zu verstecken. Doch gerade am Neujahrsmorgen kommt es zum Eklat, Sophies letzter Gast Mark Dixon wird brutal ermordet aufgefunden.
Nora Martin, eine junge dunkelhäutige Polizistin und angehende Mord Ermittlerin freundet sich mit der sympathischen Sophie an. Doch ist Sophie wirklich die nett wirkende Barkeeperin und eine neue Freundin für Nora?

Dem Debüt-Thriller “Du kennst Sie” der ehemaligen Barkeeperin Meagan Jennett merkt man an, die Frau hat Erfahrung von diesem Business. Kein Job für schwache Nerven, hier sind taffe Frauen gesucht. Der Thriller beschreibt dabei nicht nur Sophies Gastronomische Welt, die sich als ziemlich nervenaufreibend entwickelt. Überraschend intensiv wird eine ziemlich frauenverachtende Gesellschaft gezeigt, mit unerwartet brutalen häuslichen Übergriffen und sehr unsympathischen männlichen Gehabe. Diese als unheimlich brutal beschriebene Männergesellschaft zeichnet ein fürchterliches und abschreckendes Bild der amerikanischen Gesellschaft, man mag sich das gar nicht vorstellen!
So brutal geht dann auch die Mörderin vor, die verfällt teilweise in einen perfiden Mordrausch, dem sie immer mehr verfällt. Insgesamt fand ich bei dem Thriller die Entwicklung dennoch sehr vorhersehbar und es fehlte mir teilweise die Spannung. Mein Highlight war Sophies Cocktailkreation, getauft auf „Men‘s Tears“, ein wirklich schräger Einfall:).
Die Idee einer Frau als Serientäterin fand ich interessant, allerdings mag ich gerne unerwartete Wendungen, diese waren mir in der Handlung leider zu rar gesät.

Mein Fazit:
Für mich ein unterhaltsamer Kriminalroman gestaltet mit einer ungezügelten Mordgier, aber der ganz große Thrill hat dann doch nicht stattgefunden.

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Veröffentlicht am 04.07.2024

Ein verzwickter 4. Fall- Reichhaltig in allen Details

Toskanisches Verhängnis
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Der Amerikaner Nico Doyle fühlt sich im toskanischen Grevigna mittlerweile heimisch. Als Hilfskoch in der Trattoria „Sotto Il Fico“ lässt er seiner Kreativität, was gutes Essen betrifft, freien Lauf und ...

Der Amerikaner Nico Doyle fühlt sich im toskanischen Grevigna mittlerweile heimisch. Als Hilfskoch in der Trattoria „Sotto Il Fico“ lässt er seiner Kreativität, was gutes Essen betrifft, freien Lauf und begeistert selbst seine mürrische alte Chefin Elvira Morelli. Doch eines Nachts braucht ihn sein Freund, der Maresciallo dei Carabinieri Salvatore Perillo dringend als Übersetzer.
Die reiche Witwe Signora Nora Salvati wurde in ihrer Villa, von ihrer englischen Freundin Miss Laetitia Barron aufgefunden wird. Die verdächtige Zeugin spricht zum Missfallen Perillos nur Englisch. Schon wird Nico in einen neuen Mordfall verstrickt und der ganze Ort rätselt mit.

Der neue Toscana-Krimi „Toskanisches Verhängnis“ von Autorin Camilla Trinchieri sorgt bei mir, für eine weitere Begegnung mit dem ehemaligen NYPD-Cop. Ruheständler Nico, der sich mittlerweile als Koch im Lokal „Sotto Il Rico“ etabliert hat und mit seinen Gerichten dem Leser den Mund wässrig macht, ist mit seinem Spürsinn und seinen Englisch-Kenntnissen ein gefragter Mann bei der Polizei vor Ort.
Der Kriminalroman bietet wieder viele italienische Delikatessen, zahlreiche detailverliebte Beschreibungen und Nebensächlichkeiten, daher ist es wirklich gar nicht so einfach sich auf die Aufklärung des Kriminalfalls zu konzentrieren. Auch all die vielen verschiedenen Charaktere mit ihren Beziehungsgeflechten und Empfindlichkeiten waren eine echte Herausforderung. Es war gar nicht so leicht, die ganzen Personen zu verifizieren, trotz Vorkenntnisse eines Vorgängerbandes, was mich erstaunt hat. Passiert mir wirklich selten und hat mich in diesem Fall leider immer wieder aus meiner Konzentration gerissen. Die schöne italienische Stimmung, besonders, was die kulinarische Seite angeht, war natürlich wieder vorhanden, allerdings kommen dazu reichlich komplexe Erzählsprünge und sehr viele Verdächtigungen, man muss schon konzentriert bleiben, um alles mitzubekommen. Dabei bleibt manchmal die Spannung auf der Stecke, leider im Belanglosen verpufft. Die Autorin beherrscht die Kunst der Beschreibung fast schon zu gut, die Szenen sind absolut detailreich dargestellt, einerseits interessant, andererseits vielleicht manchmal des Guten zu viel. Die Auflösung ist gelungen und bietet der Geschichte eine überraschende Wendung.
Das bezaubernde Cover passt perfekt in die Serie. Der Kriminalroman schließt mit einem Personenregister und einem leckeren italienischen Pastarezept a la Nico.


Mein Fazit:
Insgesamt ein gelungener, detailverliebter Kriminalroman mit einem verzwickten Fall, dessen Lektüre nicht ganz einfach war. Perfekt für Leser mit Freude an komplexen Sachverhalten und einer Liebe zur italienischen Lebensart.

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Veröffentlicht am 07.03.2024

Interessantes Thema, etwas langatmig gestrickt

Hexen
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Dieses Buch mit dem schlichten Titel „Hexen“ und dem coolen Cover, von der britischen Autorin und Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, Marion Gibson fand ...

Dieses Buch mit dem schlichten Titel „Hexen“ und dem coolen Cover, von der britischen Autorin und Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, Marion Gibson fand ich von Thema und Cover her ziemlich vielversprechend. Da ich schon reichlich Lektüre zum Thema „Hexen“ gelesen habe, war ich sogleich interessiert. Dass es sich hier um ein Fachbuch und nicht um einen Roman handelt, war mir natürlich von vornherein klar, hat mich aber nicht sonderlich gestört, denn auch Fachbücher können faszinieren!
Im Buch werden an die 13 Hexenprozesse gesammelt und vorgestellt, vom Mittelalter bis in unsere Gegenwart, chronologisch geordnet und analysiert, quer über den Globus. Die Opfer und auch Täter, werden namentlich erwähnt, ihr Schicksal aufgearbeitet und dem ganzen Leid eine Würdigung erwiesen.
Es muss ja nicht immer hoch spannend sein, doch meiner Meinung nach, sind die Texte recht ausführlich und langatmig gehalten. Leider störte meinen Lesefluss zusätzlich noch das Gendern vieler Begriffe. Gendern fühlt sich für mich in historischen Dingen falsch an, es passt wenig zum historischen Zusammenhang und wirkt dort oft unpassend.
Obwohl mich das Thema äußerst interessiert und ich mich sehr auf diese Lektüre gefreut habe, war die Umsetzung für meinen Geschmack eher enttäuschend.
Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob diese holperige Ausdrucksweise mehr an der Übersetzung und nicht an der Autorin liegt. Manchmal musste ich mich zum Weiterlesen aufraffen, denn häufige Wiederholungen, lange Schachtelsätze oder stupide Aufzählungen machten das Lesen ermüdend. Eigentlich schade, hätte mir eine etwas ansprechendere Herangehensweise an dieses emotionale Thema gewünscht.
Die beschriebenen Personen und Fälle an sich, fand ich recht spannend, ihr Verhalten und Agieren wurde deutlich beschrieben. Auch wenn am Ende die Intension klar und die Absichten des Werks sehr gut erklärt und sichtbar werden, war mir das Ganze zu anstrengend und nicht ausgewogen genug.

Mein Fazit:
Auf mich wirkte dieses Fachbuch oft wie ein Anreihen von zusammen gesuchten Fakten ohne großen Zusammenhang und wenig Struktur. Am Ende wird es schlüssiger, dennoch hätte ich mir für diesen spannenden Stoff einen deutlicheren roten Faden gewünscht.

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