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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2025

Viel Cosy, kein Crime

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Mette betreibt das Strickschick. Einen Wollladen in Lüttjekoog
an der Nordseeküste. Jede Woche treffen sich die 4 Freunde
Anne, Brunhilde und Gustavens bei Mette um zu stricken.
Die vier sind so etwas ...

Mette betreibt das Strickschick. Einen Wollladen in Lüttjekoog
an der Nordseeküste. Jede Woche treffen sich die 4 Freunde
Anne, Brunhilde und Gustavens bei Mette um zu stricken.
Die vier sind so etwas wie eine Familie. Jeder kann mit seinen
Problemen kommen, ist nicht allein.
Bis eines Tages die Pfarrerin Anne überfallen wird.

Das Cover ist sehr hübsch gestaltet und recht vielversprechend.
Die Schreibweise ist fließend und die Charaktere recht
ausdrucksstark. Die Freundschaft steht im Mittelpunkt.
Zusammenhalt in jeder Lebenslage, egal wie die Umstände sind.
So weit, so gut.
Dann der Strickclub. Das wird bis zum Gehtnichtmehr ausgedehnt.
Viele Seiten bestimmen Wolle und Nadeln.
Auch Strickanleitungen werden durchgekaut.
Von Crime keine Spur. Endlich dann ein Verbrechen. Lange erwartet
und man wird doch enttäuscht.
Langeweile macht sich breit. Kurz am Schluss die Aufklärung und Zack sind wir wieder im gemütlichen Teil.
Alles in allem zu viel Cosy und Wohlfühlatmosphäre.
Wenig Crime und null Spannung.
Etwas mörderisch Verstricktes konnte ich nicht finden.
Schade.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Enttäuschend

Unter den Sternen von Paris
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Das sehr hübsche Cover verspricht eine schöne Lesezeit.
Französischer Flair und ein Familiengeheimnis.
Einen Wohlfühlroman.
Leider werden diese Versprechungen nicht gehalten.

Positiv ist, dass der Leser ...

Das sehr hübsche Cover verspricht eine schöne Lesezeit.
Französischer Flair und ein Familiengeheimnis.
Einen Wohlfühlroman.
Leider werden diese Versprechungen nicht gehalten.

Positiv ist, dass der Leser in die Geschichte eintaucht und Anteil nimmt an der ganzen Gemeinschaft.
Sehr feinfühlig wird hier der Tatendrang beschrieben, wie ein gemeinsamer Plan entwickelt wird.
Wie trotz widriger Umstände, mit viel Einsatz und vor allem Begeisterung das Ziel, diesen Plan umzusetzen, verfolgt wird. Dass man gemeinsam alles schaffen kann. Den Mut nicht verlieren darf.
Bedauerlicherweise ist die Schreibweise recht hölzern und erschwert den Lesefluss.
Die Charaktere sind zwar gut beschrieben, aber sie bleiben einem fremd.
Wie die ganzen Situationen, in denen sie agieren.
Sie sind ober flächig, wenig überzeugend, entsprechen zu sehr den gängigen Klischees.
Vieles ist sehr schwer nachzuvollziehen.

Ein netter Roman, leider völlig ohne Sternenglanz, Romantik und französischen Flair.
Das ist sehr schade, denn das Potenzial ist da.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Nette Unterhaltung

Im Warten sind wir wundervoll
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Luise Adler, eine junge Deutsche, die 1948 am New Yorker Flughafen strandet
und als sitzen gelassene War Bride zum Star der Presse wird.
Josef Hunter, ein US-Soldat, der das Versprechen gegeben hat, Luise
am ...

Luise Adler, eine junge Deutsche, die 1948 am New Yorker Flughafen strandet
und als sitzen gelassene War Bride zum Star der Presse wird.
Josef Hunter, ein US-Soldat, der das Versprechen gegeben hat, Luise
am Flughafen abzuholen und es nicht einhalten kann.
Eine Frau, die sieben Jahrzehnte später hofft, dass sich der Weg zum Glück wiederholen wird.
Dies ist die Geschichte eines Endes, zweier Anfänge und der
vielleicht größten Liebe aller Zeiten.
Ich habe einen interessanten Roman über die War Brides erwartet. Immerhin
basiert alles auf einer wahren Begebenheit.
Mir war nicht bewusst, wie schwierig es war als junge Frau
aus Europa, die mit einem amerikanischen Soldaten verlobt oder verheiratet war, endlich in seine Heimat nachreisen zu dürfen.
Für diese „Kriegsbräute“ stellte die restriktive amerikanische
Einwanderungspolitik eine große Herausforderung dar.
Der Druck auf die militärischen und politischen Führer in Washington DC
war im Jahr 1945 allerdings so groß, dass die amerikanischen Soldaten ihre
Bräute letztendlich doch nach Hause holen konnten.

Erzählt wird diese an sich spannende Geschichte in zwei Strängen.
Mal geht es um Luise, dann wieder um Elfie ihre Enkelin.
Beide fliegen zum ersten Mal, beide wollen bzw. hoffen auf ihre große Liebe.
Es ist nicht leicht, diese beiden Stränge richtig zuzuordnen. Zumal der Name
der Enkelin erst recht spät genannt wird.
Die Charaktere sind zum Teil sehr gut gestaltet. Die Schreibweise ist gut
und fließend. Leider bleibt die ganze Geschichte seicht und weichgespült.
Luise ist mir einfach mit zu vielen Superlativen behaftet.
Auch die restlichen Figuren sind wie aus einem anderen Leben.
Das ist bedauerlich, denn gerade die Zeit um die alliierte Besatzung in Deutschlands Nachkriegsjahren gibt viel her.
Ein netter Liebesroman, ohne Tiefe, mit einem wenig überraschenden Happyend.

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Veröffentlicht am 07.03.2024

Drei Frauen, ein Name

Die Frauen vom Café Núria
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Den Schreibstil kann ich durchaus als sehr lebendig bezeichnen.
Er ist sehr bildhaft. Zeigt den Blick mitten rein in das Chaos.
Lenkt u.a. den Blick auf ein Barcelona, das im Müll ertrinkt.
Auf Trümmer ...

Den Schreibstil kann ich durchaus als sehr lebendig bezeichnen.
Er ist sehr bildhaft. Zeigt den Blick mitten rein in das Chaos.
Lenkt u.a. den Blick auf ein Barcelona, das im Müll ertrinkt.
Auf Trümmer und hungernde Menschen inmitten der Ruinen.
Es ist nicht leicht, dem geschriebenen Wort zu folgen.
Die drei Mundetas wechseln ganz unvermittelt ihre Perspektiven.
Treten nur als – ich, du und sie – auf, die Perspektive wechselt völlig unvermittelt zwischen den Seiten.
Es gibt keine Hinweise, wer sich da Gehör verschafft. Es sprechen die Großmutter, die Mutter und die Tochter der Familie Ventura, die zur gehobenen Schicht der Stadt gehört. Drei Frauen aus drei Generationen, die um Liebe und Anerkennung in wechselhaften Zeiten berichten.

Der rote Faden fehlt ganz und darum ist es sehr schwierig, sich den Charakteren anzunähern.
Sie bleiben einem fremd. Wie die ganzen Situationen, in denen sie agieren.
Vieles ist sehr schwer nachzuvollziehen.
Eine ziemlich zähe Angelegenheit.
Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt.

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Veröffentlicht am 31.07.2023

Sehr kalt, sehr reduziert

Die Einladung
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Vorab muss ich gleich die Schreibweise hervorheben.
Die ist nämlich wunderbar. Sehr gut formuliert, detailliert,
mitreißend, reduziert.
Die Hamptons sind die Insel. New York ist die Stadt.
Es geht in diesem ...

Vorab muss ich gleich die Schreibweise hervorheben.
Die ist nämlich wunderbar. Sehr gut formuliert, detailliert,
mitreißend, reduziert.
Die Hamptons sind die Insel. New York ist die Stadt.
Es geht in diesem Roman sehr unterkühlt zu.
Die geschlossene Gesellschaft der Hamptons, der
Alex, die Hauptfigur, so gerne dazugehören würde.
Kein Ort für Außenseiter, das Mekka der Superreichen.
Sie ist nicht mehr willkommen, hat einen Fehler gemacht.
Ist nur Gast, sie kommt aus der Stadt, eine Einladung gilt nicht
für die Ewigkeit.
Ein kleiner Fehltritt und Simon hat sie vor die Tür gesetzt.
Eine depressive junge Frau, nur normal schön.
Sie lässt sich von reichen Männern aushalten,
Alex klaut, betrügt, nimmt Drogen und kämpft ums pure Überleben.
Da die Charaktere alle sehr reduziert dargestellt
und auf ihren Status beschränkt sind, lässt es keine Nähe zu.
Man kann sich nicht wirklich mit den Figuren identifizieren.
Wir durchleben mit Alex eine ungewöhnliche Woche, deren Ende
erwartungsvoll entgegengesehen wird.
Und dann das! Es gibt kein Ende.
Emma Cline lässt alles offen.
Für mich ein sehr unbefriedigendes Leseerlebnis.

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