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Veröffentlicht am 18.03.2024

Problem Klappentext

Die Hexen von Cleftwater
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Auch so ein Buch, das mich eher enttäuscht hat. Wobei ich sagen muss, dass das Problem vielleicht gar nicht primär die Geschichte war, sondern beim Klappentext zu suchen ist.
Dieser verrät nämlich eindeutig ...

Auch so ein Buch, das mich eher enttäuscht hat. Wobei ich sagen muss, dass das Problem vielleicht gar nicht primär die Geschichte war, sondern beim Klappentext zu suchen ist.
Dieser verrät nämlich eindeutig viel zu viel. Eigentlich ... alles. Viel mehr als im Klappentext steht, passiert in dem ganzen Buch nicht, es wird einfach nur ein bisschen mehr ausgeschmückt und aufgebauscht.
Martha als Figur gefiel mir gut, vor allem, wie sie innerlich stumm aufbegehrt ist - ein Geniestreich, dass sie wirklich stumm ist und nichts sagen konnte! Wobei ihr die Kommunikation dann doch erstaunlich leicht viel, sogar zu fremden Menschen. Zu leicht? Auch hier hätte man ausbauen können, das Buch ist doch eher schmal und hätte ein paar Seiten mehr gut abgekonnt.

Allerdings war Martha von Anfang an auch ein bisschen zu suspekt und es war eigentlich klar, dass sie als ältere, ledige Frau, die als Hebamme und Heilerin mit Kräutern arbeitet, ebenfalls angeklagt wird. Da hätte es den Atzmann gar nicht gebraucht - zumal dieser ebenfalls im Klappentext erwähnt wird, samt seiner Kräfte, die er vielleicht hat oder vielleicht auch nicht, den hätte man doch wirklich als Überraschung weglassen können und erst im Laufe der Geschichte enthüllen!
Schade, aber da gab es dieses Jahr schon einige bessere Romane zu dem Thema, sei es "Marschlande" oder "Als wir an Wunder glaubten", die ich eher empfehlen würde als dieses Buch, obwohl ich es mögen wollte.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

Anders als erwartet

Krummes Holz
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Krummes Holz wird vielgelobt, konnte mich aber leider nicht von sich überzeugen. Wo andere Rezensenten die schöne Sprache loben, fand ich es zu angestrengt. Die Autorin hat sich viel Mühe gegeben und alle ...

Krummes Holz wird vielgelobt, konnte mich aber leider nicht von sich überzeugen. Wo andere Rezensenten die schöne Sprache loben, fand ich es zu angestrengt. Die Autorin hat sich viel Mühe gegeben und alle Ratschläge zum Schreiben umgesetzt, aber für mich persönlich kam kein richtiger Lesefluss auf. Sei es wegen der Zeitsprünge, die ständig vorkamen, sich aber weder in der Typo noch anderweitig bemerkbar machen oder weil die Formulierungen eben zu bemüht waren.
Auch thematisch hatte ich mir irgendwie mehr erwartet - auf 60 Seiten habe ich nicht mehr erfahren, als auch im Klappentext steht, weswegen ich irgendwann zum Ende vorgeblättert habe, das überraschend sein sollte. Ohne zu spoilern kann ich nur sagen: Wenn man sonst auch Krimis liest, ist das Ende keine große Überraschung, sondern erwartbar.
Ich persönlich würde das Buch nicht unbedingt weiterempfehlen, aber wer sich davon angesprochen fühlt, der sollte einen Blick in die Leseprobe wagen, da das Buch ja bisher viele andere Leser:innen überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 26.02.2024

Preisverdächtig, aber ...

Die sieben Monde des Maali Almeida
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Dieser Roman hat alles, was ihn dafür prädestiniert Literaturpreise zu bekommen (und er hat ja auch den Booker Prize 2022 abgestaubt) ... aber er gefällt mir trotzdem nicht so richtig.
Der magische Realismus ...

Dieser Roman hat alles, was ihn dafür prädestiniert Literaturpreise zu bekommen (und er hat ja auch den Booker Prize 2022 abgestaubt) ... aber er gefällt mir trotzdem nicht so richtig.
Der magische Realismus (nicht Fantasy, aber auch kein normaler Roman) ist spannend und ungewöhnlich, aber die Welt mit all ihren verschiedenen Geistern und Mythen war mir einfach zuviel. Wer sich nicht in der Mythologie Sri Lankas auskennt, der ist schnell verloren.
Genauso ist es mit den unheimlich vielen Namen und politischen Gruppierungen. Ich hatte schnell keinen Überblick mehr - und ehrlich gesagt auch keine Lust mich noch weitere 400 Seiten mit unglaublichen Gräueltaten "unterhalten" zu lassen.
Zum anderen finde ich die "Du-Perspektive" echt anstrengend. Das wäre mal für einzelne Kapitel ok gewesen, aber über 500 Seiten sind in dem Stil einfach nur ermüdend zu lesen.
Wer wirklich motiviert ist, findet hier mal ein ungewöhnliches und originelles Leseerlebnis, mit dem er vor intelektuellen Freund:innen sehr angeben kann. Wer den Roman nur anfängt, weil er interessant klingt, der kommt schnell an seine Grenzen und wird vermutlich irgendwo mittendrin abbrechen.

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Veröffentlicht am 29.01.2024

Gute Ergänzung zu Oliver Pötzschs Totengräberserie

Der Zauberer vom Cobenzl
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Als alleinstehenden historischen Roman fand ich das Buch ehrlichgesagt nicht ganz so toll, weil es trotz schmalen Umfangs einige Längen hatte.
Aber als Zusatzlektüre zu dem aktuellen Totengräberfall von ...

Als alleinstehenden historischen Roman fand ich das Buch ehrlichgesagt nicht ganz so toll, weil es trotz schmalen Umfangs einige Längen hatte.
Aber als Zusatzlektüre zu dem aktuellen Totengräberfall von Oliver Pötzsch "Der Totengräber und der Mord in der Krypta (Die Totengräber-Serie 3)" war es wiederrum sehr passend, da der Freiherr von Reichenbach dort als nicht unwesentlich relevante Nebenfigur auftritt, ohne großartige Erklärungen. Da war ich dann doch froh, dass ich diesen Roman gelesen hatte,.

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Veröffentlicht am 27.01.2024

Anders als erwartet

Vertrauensübung
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Das Buch ist nicht schlecht gemacht mit den verschiedenen Teilen, die von unterschiedlichen Erzählern kommen.
Allerdings ist es ziemlich düster und dafür, dass es um Jugendliche geht, war es mir zuviel ...

Das Buch ist nicht schlecht gemacht mit den verschiedenen Teilen, die von unterschiedlichen Erzählern kommen.
Allerdings ist es ziemlich düster und dafür, dass es um Jugendliche geht, war es mir zuviel Sex (zumal im prüden Amerika?).
Ich bin nach ca. 1/3 aufs Hörbuch gewechselt, es ließ sich tatsächlich besser nebenbei hören als Lesen.

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