Profilbild von Lisa_V

Lisa_V

Lesejury Star
offline

Lisa_V ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lisa_V über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2025

MeToo - Nach wie vor aktuell

Hazel sagt Nein
0

„Hazel sagt Nein“ der Autorin Jessica Berger Gross war für mich ein äußerst lesenswerter Roman über ein weiterhin relevantes Thema. Die Handlung ist zwar insgesamt etwas überspitzt dargestellt, dennoch ...

„Hazel sagt Nein“ der Autorin Jessica Berger Gross war für mich ein äußerst lesenswerter Roman über ein weiterhin relevantes Thema. Die Handlung ist zwar insgesamt etwas überspitzt dargestellt, dennoch enthält sie im Kern viel Wahrheit. Zunächst war ich positiv überrascht vom Schreibstil, dieser sorgt für einen regelrechten Sog und auch durch die vollgepackte Handlung wird es an keiner Stelle langweilig. So konnte ich den Roman problemlos in nur 2 Tagen inhalieren. Nach Hazels sehr lautem Nein, ist es besonders spannend wie das kleinstädtische Umfeld reagiert und auch im zeitlichen Abstand zur Tat gelingt der Autorin finde ich ein sehr nuancierter Rundumblick auf unseren Umgang mit Tätern und Opfern. Letztlich hätte ich allerdings nicht damit gerechnet, in welche Richtung sich die Handlung schließlich entwickelt. Was das Ende angeht bin ich auch ein wenig zwigespalten, aber trotzdem ist es nicht unpassend. Irgendwie hätte ich wohl damit gerechnet, dass die Lektüre unbequemer daherkommt und nicht so humorvoll und unterhaltsam ist. Trotzdem verliert sich aber zum Glück die Ernsthaftigkeit nicht, denn es wird deutlich MeToo ist an so vielen Stellen noch relevant. Lasst euch bitte nicht vom etwas plakativen Klappentext abschrecken, es verbirgt sich mehr Tiefe hinter den Seiten, als dieser vermuten lässt. Auch deshalb mag ich das Buch gerne weiterempfehlen und vergebe 4 1/2 Sterne dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2025

Schwedische Klassiker sympathisch präsentiert

Hej!
0

Für Fans der schwedischen Küche ist „Hej! Auf nach Schweden! Meine Lieblingsrezepte“ von Zora Klipp auf jeden Fall einen Blick wert. Das Buch bietet nämlich einen bunten Überblick über jede Menge Leckereien. ...

Für Fans der schwedischen Küche ist „Hej! Auf nach Schweden! Meine Lieblingsrezepte“ von Zora Klipp auf jeden Fall einen Blick wert. Das Buch bietet nämlich einen bunten Überblick über jede Menge Leckereien. Süß, herzhaft, schnell oder aufwendig, für jeden Geschmack ist ein Rezept dabei. Die Aufmachung des Kochbuchs ist dabei sehr ansprechend, übersichtliche Gestaltung, einladende Bilder und sympathisch persönliche Texte der Autorin. Auf die Angabe von Zubereitungszeiten wurde leider verzichtet und so muss man zunächst selbst überschlagen wie lange es dauert bis das Gericht auf dem Tisch steht. Die detaillierten und klaren Zubereitungsschritte sind hingegen super und holen auch mehr oder weniger Geübte ab. Geschmacklich waren alle nach gekochten Gerichte einfach nur fantastisch, allerdings werden oft dafür etwa Sahne oder Butter in großen Mengen verwendet. Für eine gesunde Alltagsküche halte ich das Buch deshalb weniger geeignet, aber für besondere Highlights oder auch Feste ist die Auswahl super. Wie authentisch die Rezepte letztlich sind fällt mir schwer einzuschätzen. Zora Klipp ist Deutsche und hat lediglich für ein Jahr als Au-Pair in Schweden gelebt. Erst für die Recherche für dieses Buch ist sie nochmal zurück gekehrt. Dennoch spürt man jeder Seite die große Liebe zur Landesküche und den dort lebenden Menschen an. Insgesamt hat mich das Konzept von „Hej! Auf nach Schweden!“ aber doch überzeugt, gerade was die nach gekochten Gerichte betrifft. Deshalb vergebe ich insgesamt 4 1/2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2025

Familienepos und moderne Romance in einem

Great Big Beautiful Life
0

„Great Big Beautiful Life“ war für mich nun der dritte Roman von Emily Henry und ich bin immer wieder überrascht wie vielfältig begabt die Autorin doch ist. Diesmal ist ihr Roman fast schon klassisch aufgebaut ...

„Great Big Beautiful Life“ war für mich nun der dritte Roman von Emily Henry und ich bin immer wieder überrascht wie vielfältig begabt die Autorin doch ist. Diesmal ist ihr Roman fast schon klassisch aufgebaut und hält gleich zwei Zeitebenen und Geschichten bereit. Mich persönlich konnten dabei vor allem die Rückblicke in das bewegte Leben von Margaret und ihrer Familie fesseln. Auch die Kapitel rund um Alice und Hayden lasen sich angenehm, richtig mitreißen konnte mich der Strang aber nicht und große Emotionen blieben deshalb leider aus. Allerdings bin ich auch kein großer Fan von reinen Liebesromanen und kann nicht so genau sagen woran dies nun lag. Vorhersehbar ist die Erzählung auf jeden Fall auf keiner Ebene und so konnten mich wirklich alle Enthüllungen überraschen. Insgesamt las sich die Geschichte auch deshalb ziemlich spannend und auch der angenehme Schreibstil machte es mir leicht in die Geschichte abtauchen zu können. Alles in allem ist „Great Big Beautiful Life“ eine unterhaltsame und kurzweilige Sommerlektüre in der wirklich viel passiert und es nie langweilig wird. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und vergebe dafür gerne 4 1/2 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2024

Frech, humorvoll und doch vielschichtig

Not My Problem
0

„Not My Problem“ von Ciara Smyth ist ein richtig tolles Jugendbuch. Gerade die Mischung aus witzigen Dialogen, Schulalltag und tiefgreifenden Problemen gefiel mir ausgesprochen gut. Da Aideen sich nach ...

„Not My Problem“ von Ciara Smyth ist ein richtig tolles Jugendbuch. Gerade die Mischung aus witzigen Dialogen, Schulalltag und tiefgreifenden Problemen gefiel mir ausgesprochen gut. Da Aideen sich nach und nach als echte Problemlöserin erweist, begegnen uns im Buch nicht nur ihre eigenen Probleme (Vernachlässigung, Suchterkrankung der Mutter und Armut), sondern noch eine Vielzahl an möglichen Sorgen von Teenagern. Auch die diversen und wunderbar authentischen Charaktere machen es leicht eine Identifikationsfigur zu finden. Gerade diesen Aspekt finde ich für ein Jugendbuch sehr wichtig. Nicht nur die Hauptfiguren wirken vielschichtig und lebendig, auch die Nebencharaktere sind präsent und gelungen ausgearbeitet. Sprachlich holt die Geschichte ihre Zielgruppe auf jeden Fall ab. Hier muss ich allerdings zugeben, dass es mir als erwachsenen Leserin stellenweise zu „rotzig“ zuging. Gerade wie Aideen immer wieder mit ihren Lehrer:innen spricht gefiel mir ganz und gar nicht. Und auch die vorherrschende Jugendsprache, sorgte dafür das ich mich stellenweise zu alt fürs Buch fühlte. Deshalb empfehle ich diesen Roman uneingeschränkt für Jugendliche, für Erwachsene finden sich aber denke ich (sprachlich) schönere Jugendbücher. Aufgrund dieser kleinen Kritikpunkte vergebe ich 4 ½ Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2024

Atmosphärischer Mystery-Thriller

Der flüsternde Abgrund
0

„Der flüsternde Abgrund“ von Veronica Lando war für mich eine durchgehend spannende Lektüre, welche mich absolut fesseln konnte. Der Schreibstil liest sich richtig angenehm, wodurch ich flott durchs Buch ...

„Der flüsternde Abgrund“ von Veronica Lando war für mich eine durchgehend spannende Lektüre, welche mich absolut fesseln konnte. Der Schreibstil liest sich richtig angenehm, wodurch ich flott durchs Buch kam. Auch der Spannungsaufbau, sowie die geschickt gesetzten Twists überzeugen. Die Geschichte bringt durch ihren Handlungsort im Regenwald eine ganz eigene Atmosphäre mit. Die Autorin schreibt zudem dermaßen bildlich, dass ich mir die Szenerie richtig gut vorstellen konnte. Gerade zu Beginn ist der Mystery-Anteil hoch, später verschieben sich dann die Prioritäten etwas hin zu „gewöhnlicheren“ Thriller Themen bzw. Erklärungen. Ein Hauch des Unerklärlichen bleibt aber bis zu Schluss. Für meinen Geschmack hätte gerade der titelgebende flüsternde Abgrund, noch mehr im Mittelpunkt stehen können. Dennoch handelt es sich um eine stimmige und runde Handlung, welche mit ihrer Logik überzeugt. Callum Haffenden ist zudem ein sympathischer Protagonist und so habe ich seine Perspektive gerne verfolgt. Gekonnt verweben sich dabei Vergangenheit und Gegenwart miteinander, wobei kurze Kapitel aus der Zeit von vor 30 Jahren nach und nach für Aufklärung sorgen. Nichts ist hier, wie es zunächst scheint und so wird einem das miträtseln nicht leicht gemacht. Insgesamt konnte mich das Buch dennoch gut unterhalten, weswegen ich 4 ½ Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere