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Veröffentlicht am 22.03.2024

Dresden nach dem Krieg

Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt
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Schicksalsjahre ist die Geschichte einer jungen Frau , die im zerstörten Dresden ihr Glück sucht. Und gleichzeitig einer anderen jungen Frau die im Jahr 1993 dafür arbeitet das die Frauenkirche wieder ...


Schicksalsjahre ist die Geschichte einer jungen Frau , die im zerstörten Dresden ihr Glück sucht. Und gleichzeitig einer anderen jungen Frau die im Jahr 1993 dafür arbeitet das die Frauenkirche wieder aufgebaut wird.
Die beiden Frauen sind Großmutter und Enkelin. Doch erst durch ein Foto das Hannah in den Überresten der Kirche findet, stößt sie auf die Geschichte ihre Großmutter Lotte.
Ich mag Romane die in verschiedenen Zeitebenen spielen und so ganz verschiedene Perspektiven ermöglichen. Hier kommt dazu das es zwei spannende Zeitpunkte vereint. Die Jahre nach dem Krieg mit Lotte und die Zeit nach der Wende und den Wiederaufbau der Frauenkirche. Natürlich steht im Vordergrund die Geschichte von Lotte, ihrem harten Alltag und ihrer Hoffnung auf ein wenig Glück. Aber auch der Alltag der damaligen Zeit ist authentisch dargestellt. Und auch Hannahs Geschichte ist voller Emotionen.

Schicksalsjahre verbindet zwei Zeitpunkte der Geschichte durch eine emotionale Familiengeschichte

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Veröffentlicht am 16.03.2024

Rabengott

Der Rabengott
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Ich habe mich zu Beginn des Buches wirklich schwer getan mit dem Schreibstil. Ein scheinbar alleissender Gott erzählt zum einen seine eigene Geschichte und zum anderen die von dem jungen Soldaten Eolo ...

Ich habe mich zu Beginn des Buches wirklich schwer getan mit dem Schreibstil. Ein scheinbar alleissender Gott erzählt zum einen seine eigene Geschichte und zum anderen die von dem jungen Soldaten Eolo der im Dienst von Mawat steht. Der Erzähler spricht in dem Teil in dem er von Eolo spricht diesen direkt an und das in Sätzen die mit" Du sagtest " oder " Du tatest" beginnen. Das fand ich zunächst etwas anstrengend. Doch nach einigen Seiten habe ich mich daran gewöhnt und würde mit einer High Fantasy Geschichte belohnt.

Wie schon gesagt geht es um Eolo und Mawat, die auf der Suche nach Mawats Vater sind und zum anderen erzählt ein Gott von seinem Leben und seinem Schicksal . Während der Teil rund um Eolo spannend erzählt wird und uns tief in deren Welt führt, ist der andere Teil mystisch und manchmal auch zum Schmunzeln.

Wie schon geschrieben hat es bei mir etwas gedauert, mich an den Schreibstil zu gewöhnen, aber hier hat sich das dran bleiben gelohnt und ich wurde mit einer tollen Geschichte belohnt.

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Veröffentlicht am 16.03.2024

Besser als Teil eins

Für immer, dein August (Mühlbach-Saga 2)
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Ich war mir zunächst nicht ganz sicher, ob ich dieses Buch lesen wollte, da mir der erste Teil zu sehr Liebesroman war. Zum Glück habe ich mich aber dafür entschieden.

Für immer, dein August ist ein Stück ...

Ich war mir zunächst nicht ganz sicher, ob ich dieses Buch lesen wollte, da mir der erste Teil zu sehr Liebesroman war. Zum Glück habe ich mich aber dafür entschieden.

Für immer, dein August ist ein Stück Zeitgeschichte, den der Roman erzählt von der schiksalhaften Zeit zwischen 1914 und 1946. Anhand eines kleinen Dorfes und seiner Bewohner in der Pfalz und einer Familie in Bremen wird sehr einfühlsam von dieser Zeit erzählt. Von Menschen die zwei Weltkrieges erleben mussten und doch nie das aus den Augen verloren haben was ihnen wichtig war. Ihre Familien.

Im Mittelpunkt stehen August und Charlotte. Zu Beginn des Buches sind sie noch keine achtzehn Jahre alt und trotzdem erleben sie hautnah den ersten Weltkrieg mit. Hier fand ich besonders die Beschreibungen vom Gefangenenlager in England eindrucksvoll.

Aber auch das Leben in dem Dorf in der Pfalz und die schleichenden aber unaufhaltsamen Veränderungen hin zum Nationalsozialismus waren gut eingefangen.
Das ganze Buch hat einen wunderschönen Erzählstil, trotz des ernsten Themas lässt es sich leicht lesen und doch sind mir immer wieder die Tränen gekommen. So nah ist mir das Schicksal der Charaktere gegangen.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Intensive Geschichte

Nachtblaue Blumen
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Nachtblaue Blumen ist ein kurzer dafür aber sehr intensiver Roman. Eigentlich nicht wirklich ein Roman sondern die Aufzeichnungen einer jungen Frau die Ende des neunzehnten Jahrhunderts in der französischen ...

Nachtblaue Blumen ist ein kurzer dafür aber sehr intensiver Roman. Eigentlich nicht wirklich ein Roman sondern die Aufzeichnungen einer jungen Frau die Ende des neunzehnten Jahrhunderts in der französischen Nervenheilanstalt Salpêtrière Patientin war. Sie erzählt von ihrem Alltag, den Ärzten, Untersuchungen und anderen Patientinnen..

Durch den Erzählstil der an ein Tagebuch erinnert hatte ich das Gefühl mit der namenlosen Frau durch die Gänge der Klinik zu gehen. Und ihre Geschichte hautnah zu erleben.

Eine Geschichte die mich berührt hat und gleichzeitig fasziniert. Sie bietet einen Einblick in den Alltag der Klinik der so selten zu finden ist. Danke an den Herausgeber das er diese Geschichte entdeckt hat.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Zukunft und Vergangenheit

Eddas Aufbruch
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Manchmal ist es doch gut einfach mal die Komfortzone zu verlassen. Eigentlich lese ich Romane nur bis in die Zeit des zweiten Weltkrieges aber der Klappentext dieses Buches hat mich gereizt obwohl es Ende ...

Manchmal ist es doch gut einfach mal die Komfortzone zu verlassen. Eigentlich lese ich Romane nur bis in die Zeit des zweiten Weltkrieges aber der Klappentext dieses Buches hat mich gereizt obwohl es Ende der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts spielt. Ja gut es geht auch um die Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismuses, aber im Vordergrund steht eine junge Frau auf dem Weg ins Erwachsenweden in einer aufregenden Zeit.

Edda hat gerade ihr Abitur gemacht und geht als Au-Pair nach Paris. Hier lernt sie Marcel kennen und mit ihm zusammen beginnt sie nach der Vergangenheit ihres Vaters zu suchen. Außerdem ist sie mitten drin in der Studentenbewegung ihrer Zeit.

Die Stimmung der Zeit ist wunderbar eingefangen. Über allem steht die Frage ob ihr Vater an Kriegsverbrechen beteiligt war. Aber es geht auch um die Studentenbewegung. Um Proteste und Demonstrationen. Um das Auflehnen gegen die Eltern.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ein Einblick in eine Zeit des Umbruches und der Auflehnung.

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