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Veröffentlicht am 03.04.2024

Kämpfe real und nicht am PC – mit japanischem Hintergrund und Geschichte!

Nagashino I: Durch den Nebel der Zeiten
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Der Schreibstil ist gut zu lesen und man kann sich gut in das doch etwas andere Szenario bzw. japanische Denk- und Lebensart einfanden.

Das Cover zeigt ein japanisches Tor im Nebel auf einem Platz davor ...

Der Schreibstil ist gut zu lesen und man kann sich gut in das doch etwas andere Szenario bzw. japanische Denk- und Lebensart einfanden.

Das Cover zeigt ein japanisches Tor im Nebel auf einem Platz davor ein junger Mann (Kenshin). Auch die Schrift passt angenehm ins Gesamtbild.

Fazit:
Wir lernen im Roman den 15-jährigen Kenshin kennen, wie alle Pubertierenden in diesem Alter hat er wenig Lust mit seinen Eltern etwas zu unternehmen. Lieber spielt er auf dem PC ein Spiel, an dem er viel Spaß hat mit historischem Hintergrund und Aufgaben die bestanden werden müssen, um einen weiteren Level zu erreichen. Im Spiel ist ein Schlachtfeld und kämpfe im japanischen Stil zu finden.

Doch dieser Ausflug zu einem historischen Schlachtfeld mit seinen Eltern gemeinsam ist schon lange geplant. Dort soll auch ein Vorfahre von ihm gekämpft und sein Leben verloren haben. Doch dort befindet sich Kenshin nachdem er sich durch einen plötzlich auftretenden Nabel gekämpft hat in der Vergangenheit, genau in der Zeit kurz vor der Schlacht in dem sein Vorfahre ums Leben kommen wird. Kenshin wird hineingezogen in einen Strudel von Ereignissen, denen er sich nicht mehr entziehen kann. Und er entwickelt Gefühle für seinen Vorfahren, den er bewundert – und für die schöne Kohana. Aber wird er die Geschichte ändern und seinen Vorfahren Hibiko retten können?

Mir hat das Setting und das japanische Flair im Roman gefallen, auch Begriffe kennenzulernen und der Bezug zur realen Geschichte. Aber auch Kenshin gefällt mir gut, meint man zu Anfang ihm würden Traditionen nicht gefallen, lernt man hier eine ganz andere Seite von ihm kennen. So fremd scheint ihm doch nicht alles zu sein und es ist doch einiges hängengeblieben weiß ihm sein Vater beigebracht hat. Auch sein Vorfahre Hibiko gefiel mir gut, seine offene Art gegenüber Kenshin, die Aufnahme und das Mitnehmen in seine Familie.

Ich fand den Auftaktband sehr gelungen und Freunde der japanischen Kultur (die es sind oder noch werden wollen) werden begeistert sein. Persönlich fand ich es auch wunderbar das man so mehr über die echte Geschichte mit zum Teil fiktiven Personen, die Handlung passen, erfährt. Man ist mittendrin und dabei, kann sich gut in die Situation und die Menschen versetzen. Für mich steht fest ich will wissen, wie es weitergeht und vergebe für Band 1 volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

Wird so ein Leben mit KIs aussehen oder werden sie auch Fehler haben!

Neopolis – Ein Fehler im System
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Der Schreibstil ist recht gut zu lesen, obwohl zum Teil auch komplexe technische und vielleicht auch praktische Dinge in der virtuellen Welt dargestellt werden.

Das Cover zeigt eine futuristische Welt ...

Der Schreibstil ist recht gut zu lesen, obwohl zum Teil auch komplexe technische und vielleicht auch praktische Dinge in der virtuellen Welt dargestellt werden.

Das Cover zeigt eine futuristische Welt als glitzernde Punkte (Bit und Bits), eine Silhouette einer Stadt mit großen Wellen davor, es passt in dieser Form wunderbar zum Roman hinsichtlich des Inhaltes.

Fazit:
Der Autor lässt uns in eine Welt voller Widersprüche eintauchen, mit einer Elite, die keine Skrupel kennt, weder ethisch noch moralisch. Im Gegenzug gibt es eine breite und bitterarme Unterschicht. Nur noch ein System – Reset scheint es kann noch was daran ändern und Gerechtigkeit schaffen. Doch kann man der KI-Pandora trauen, die sich für die Unterdrückten einsetzt?

Und dann haben wir da unseren Hauptprotagonisten Nick, der berechtigte Zweifel hegt. Er weiß, dass Keaton als Shareholder der Stadt zu allem bereit ist, um seine Macht zu sichern. Doch auch die Rebellen sind nicht zimperlich. Nick und seine Freundin Adina geraten zwischen die Fronten – und in höchste Gefahr.

Karl Olsberg, der Autor der Roman Reihe ist auch KI-Experte und man spürt das er weiß, wovon er schreibt. Er spinnt und führt uns damit in eine erschreckend und doch mögliche und reale Zukunftsversion. Im Moment stehen wir noch am Anfang eines möglichen Zusammenlebens mit KIs, doch in manchen Bereichen halten sie mehr oder minder schleichend Einzug. Fortschritt: Ja. Aber um jeden Preis? Schon jetzt kann man kaum gesetzliche Regelungen erfinden.

Das finale ist packend, actionreich, realistisch, denkbar und das Thema KI eines der hochaktuellsten in unserer Welt, nicht nur technisch, sondern auch ethisch gesehen. Inwieweit lassen wir sie in unser Leben und über dieses auch bestimmen, wo sind die Grenzen oder gibt es keine? Eine Frage die uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten beschäftigen wird.

Ich habe leider nur Band 3 gelesen, finde ihn gelungen und er hinterlässt aber auch Bauchweh und dunkle Gedanken zurück. Von mir 5 Sterne dafür.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

Eine Maske die betrügt und eine Welt aus Frost!

Eine Maske aus Frost und Flüchen
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Der Schreibstil ist fesselnd, spannend und flüssig – man bleibt dran. Man beachte aber auch die Trigger Warnungen am Anfang

Das Cover zeigt eine junge Frau (Maren) mit wundervollem rotem Haar und einer ...

Der Schreibstil ist fesselnd, spannend und flüssig – man bleibt dran. Man beachte aber auch die Trigger Warnungen am Anfang

Das Cover zeigt eine junge Frau (Maren) mit wundervollem rotem Haar und einer Maske aus Federn, für mich wirkt sie sehr ätherisch. Im Hintergrund, der von kaltem Blau beherrscht wird, sieht man die Umrisse eines Schlosses, im Vordergrund sieht man Rosenbüsche. Für mich ist es sehr gut zum Romaninhalt und Handlung getroffen.

Fazit:
Band 1 war schon ein Hammer, die tragische Beziehung (oder nicht) zwischen Maren und will zu erleben.

Maren die das Essen liebte und feierte ist mittlerweile das Gegenteil davon, jedes Bröckchen was sie zu sich nimmt, wird 5x in die Hand genommen und nicht gegessen, das, was sie erhoffte Will gefallen würde. Die ätherischen und magersüchtigen Damen von Beli. Anstatt an den Ereignissen gewachsen und gestärkt zu sein, ist ihre Unsicherheit noch stärker geworden. Das Leben an Wills Seite und sein Benehmen, wie gewohnt arrogant und attraktiv, zerstört sie von innen heraus.

Dann kehren zu allem Überfluss auch noch die Sommerrosen nach Beli zurück und es scheint alles im Chaos zu versinken. Um Beli und ihr eigenes Land zu retten, muss Maren zusammen mit den Schwarzen Witwen den verschollenen Schatz des Rabenprinzen finden – und ausgerechnet Will soll sie auf dieser Mission begleiten.

Will gibt sich wie wir ihn kennen, bis er einen Fehler begeht und sich während der Reise über einiges klar wird. Er versucht seine Jugendfreundin zurückzugewinnen. Wird ihm nach allem, was geschehen ist gelingen und wird er Maren von ihrem kranken Verhalten zum Essen helfen können?

Dachte man vielleicht zum Ende des ersten Bandes jetzt wird alles gut, wird man gleich und direkt am Anfang von Band 2 eines Besseren belehrt. Ich habe mit beiden gelitten und geweint, hoffen wir doch alle auf ein Happyend für beide – aber das wird es noch nicht geben befürchte ich nach diesem doch eher fatalen Ende. Ich bin gespannt welche Überraschungen, Wendungen und mehr mich in Band 3 erwarten werden.
Auf jeden Fall lernen wir während der Reise durch Belis viele Schlösser genauer kennen, sie sind gut und anschaulich beschrieben.

Geht mit Maren und Will auf ein Abenteuer voll schauriger Wintergeister, verwunschener Rosen und magischer Masken. Von mir 5 Sterne auch für Band 2 obwohl ich persönlich ihn ein wenig schwächer als Band 1 empfand (ein Problem was bei Trilogien öfter auftritt).

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Veröffentlicht am 16.03.2024

Spannende Fortsetzung mit einem Ende das doch noch Fragen offenlässt!

Matching Souls
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Der Schreibstil ist gut zu lesen, flüssig und auch spannend obwohl seit Harry Potter magische Internate und Institute „in“ sind. Der Roman wird aus der Sicht von Runa erzählt, man lernt ihr Familie, ihre ...

Der Schreibstil ist gut zu lesen, flüssig und auch spannend obwohl seit Harry Potter magische Internate und Institute „in“ sind. Der Roman wird aus der Sicht von Runa erzählt, man lernt ihr Familie, ihre Motive, aber auch ihre Sehnsüchte und Sorgen kennen.

Das Cover wirkt dunkel, in der Mitte wie in einem Kokon ist ein Fläschchen zu sehen (Aurel und seine Fähigkeit. Im Hintergrund sieht man dunkle farbigen Federn. In großer Schrift (silbern) liest man den Romantitel und in kleiner den Reihentitel insgesamt.

Fazit:
Der Roman führt uns zurück in das historische, malerische und magische Edinburgh wo auch das Aconite Institute. Dort spielt auch der zweite und abschließende Band der Dilogie, es könnte eventuell (da die Handlung weitergeführt wird) Spoiler für Nichtleser/innen von Band 1 entstehen.

Das Studium hat Runa nachhaltig verändert, obwohl sie im Moment des Instituts verwiesen ist. Sie ist sich nicht nur ihrer wahren Identität bewusst geworden, sondern auch ihrem (immer noch) Mentor Kyrill nähergekommen. Beide sind sich ihrer Gefühle zueinander bewusst. Doch Runa Fähigkeit hat auch im wahrsten Sinne des Wortes Schattenseiten, sie ruft damit dunkle Mächte auf den Plan. Dann verschwindet Kyril auf einer Wanderung durch die schottischen Lowlands spurlos. Als er wenig später völlig gebrochen zurückkehrt, keimt in Runa ein schrecklicher Verdacht auf: Ist der Mythos von den grausamen Pariahs – ausgestoßene Schattenspringer, die in einem unterirdischen Höhlensystem hausen – doch wahr? Sind sie es, die Kyril in ihre Gewalt gebracht haben? Und was muss sie opfern, um ihre große Liebe zu retten?
In diesem Band konnte mich als Charakter auf jeden Fall Aurel berühren und faszinieren, nicht nur mit seinen Fähigkeiten auch mit seiner Art wie er Probleme angeht und zu lösen versucht. Mir tut auch leid, dass er seine große Liebe Linda (alias Dilan) verloren hat. Runa und Kyrill sind schon für sich allein interessante Charaktere aber zusammen noch mehr – trotz des Gedächtnisverlustes von Kyrill finden sie erneut zueinander.

Das Ende kam dann überraschend schnell und ließ auch noch einige Fragen offen (wer es liest wir die Feststellung bestätigen).

Trotzdem für mich ein recht gelungenes Lese Paket, mit einem wunderbaren Setting in Edinburgh (man lernt auch einige Lokalitäten und Touristenpunkte kennen) und natürlich das Aconite Institute mit seiner wirklichen Aufgabe und den Hintergründen. Man findet Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt, genau wie Intrigen und nicht vorhersehbare Wendungen, bis hin zu Trauer und Tod – das muss man mögen – sonst wird das nichts mit dem Roman. Für mich überraschte der Band 2 mit einer schnelleren und spannenderen Handlung als Band 1 auch das Gefühl mit mehr Tiefe bei den Charakteren. Von mir 5 Sterne für den Finalen Band – obwohl für mich am Ende doch noch Fragen offenblieben.

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Ein magisches Institut, Schattenspringer und Spirit Dolls – kein schlechter Auftakt!

Spirit Dolls
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Der Schreibstil ist gut zu lesen, flüssig und auch spannend obwohl seit Harry Potter magische Internate und Institute „in“ sind. Der Roman wird aus der Sicht von Runa erzählt, man lernt ihr Familie, ihre ...

Der Schreibstil ist gut zu lesen, flüssig und auch spannend obwohl seit Harry Potter magische Internate und Institute „in“ sind. Der Roman wird aus der Sicht von Runa erzählt, man lernt ihr Familie, ihre Motive, aber auch ihre Sehnsüchte und Sorgen kennen.

Das Cover wirkt dunkel in Lila, in der Mitte wie in einem Kokon ist ein Herz zu sehen. Leider lässt sich der übrigen Hintergrund Gestaltung auf dem Bild des Covers mehr erahnen. In großer Schrift (silbern) liest man den Romantitel und in kleiner den Reihentitel insgesamt.

Fazit:
Der Roman führt uns in das historische, malerische und magische Edinburgh wo auch das Aconite Institute. Dort spielen viele Romane aber immer wieder ein Erlebnis.

Und wir treffen auf Runa, zu Anfang ist sie mit ihrer Familie weit weg auf einer Insel. Hier lebt sie mit Mutter, (Stief)Schwester Rose und ihrem Stiefvater. Aber seit langen Jahren leidet sie unter immer wiederkehrenden Alpträumen und auch die ewigen Streite mit ihrer Mutter gehen ihr an die Nerven. Diese will ihr nicht verraten, wer ihr Vater ist – doch er scheint in Edinburgh zu leben. Ein Studienplatz am Aconite Institute scheint von daher perfekt. Doch kaum vor Ort verschlimmern sich die Alpträume – immer schlimmer und realistischer. Bis sie erfährt das sie eine Schattenspringerin ist und die Seelen Sterbender ins Jenseits begleitet. Auch bei der Suche nach ihrem Vater muss Runa ausgerechnet mit Kyril zusammenarbeiten. Dabei kommt sie nicht nur ihm zu nah, sondern auch dem schrecklichen Geheimnis, das hinter den efeubewachsenen Mauern des Instituts schlummert.

Kyril ist zu Anfang nicht der Fan von Runa, aber er wird ungewollt als ihr Mentor eine stärkere Verbindung aufbauen müssen, es bleibt aber nicht bei dieser Verbindung wie schnell klar wird. Eigentlich aber hat Kyril andere Sorgen, denn das Institut dient als Fassade noch anderen Zwecken und denen möchte er auf den Grund gehen.

In rechten düsteren Rückblenden erfahren wir immer wieder auch über die Vergangenheit einer Person (Einleitung) und diese führt zu einer Gefahr für alle Schattenspringer in der Gegenwart. So dauert auch gar nicht sehr lange, bis der erste schockierende Vorfall passiert und spätestens ab da, wird es echt spannend. Immer wieder spielen Puppen eine Rolle und man ahnt einfach, dass da etwas ganz Böses im Hintergrund eine Rolle spielt. Was es mit den „Spirit Dolls“ auf sich hat erfahrt ihr dann auch.

Ich persönlich finde es gut, wenn der romantische Anteil in Fantasy Romanen nicht überhandnimmt, es darf knistern aber nicht zu kitschig – das war hier gegeben und es fügte sich recht gut in den Roman ein. Zu Anfang muss man die Charaktere (weiblich und männlich) und das Institut erstmal kennenlernen, auch die Hintergründe – dann baute sich Spannung bis zum Ende. Alles in allem macht das Ende neugierig auf Band 2 zu machen.

Für mich ein recht gelungenes Lese Paket, mit einem wunderbaren Setting in Edinburgh (man lernt auch einige Lokalitäten und Touristenpunkte kennen) und natürlich das Aconite Institute mit seiner wirklichen Aufgabe und den Hintergründen. Man findet Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt, genau wie Intrigen und nicht vorhersehbare Wendungen, bis hin zu Trauer und Tod – das muss man mögen – sonst wird das nichts mit dem Roman. Für mich persönlich hätte sowohl die Beschreibung der orte als der Personen noch etwas tiefgründiger sein können – aber das Ziellese Publikum ist glaube ich jünger angedacht.

Trotzdem 5 Sterne und ich werden in einer Leserunde Band 2 mit dem Titel Matching Souls hinterher lesen.

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