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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2024

Interessante Handlung, leider mit Länge

Kings & Thieves 1: Die Letzte der Sturmkrallen
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Der Ansatz dieser Geschichte ist wirklich schön und auch das Verweben koreanischer Mythologie. Leider hatte diese Geschichte noch einige Schwächen für mich. Mit der Protagonistin Lina wurde ich nur sehr ...

Der Ansatz dieser Geschichte ist wirklich schön und auch das Verweben koreanischer Mythologie. Leider hatte diese Geschichte noch einige Schwächen für mich. Mit der Protagonistin Lina wurde ich nur sehr selten warm, ihr verhalten ist sehr oft kindlich, naiv. Sie gilt als beste assassine, doch das zeigt sich erst gegen Ende der Geschichte. Lange plätschert die Handlung vor sich hin. Zwar mochte ich eine Figur (den Spielmann) und sein Handeln sehr gerne, das war aber ein wenig vorhersehbar. Vielleicht lag es an der Sprecherin und die Art der Betonungen in manchen Situationen, dass mir Lina nicht richtig sympathisch wurde, doch die Widersprüche wären auch in einem Buch statt Hörbücher für mich zu groß.Es gab zwar am Ende eine interessante und für mich überraschende Wendung, doch die wiegt das viele Gleichbleibende und die unwichtigen Längen vorher nicht auf.
Daher kann ich trotz interessanter Handlung und einiger spannenden Szenen am Ende nicht mehr als 3,5 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 04.03.2024

Reihenauftakt

Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
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Selten bin ich bei einem Buch so sehr hin und her gerissen, wie ich es finde. Auf der einen Seite mag ich Geschichten mit Familiengeheimnissen und das Konzept mit den vier Geschwistern der Familie Season ...

Selten bin ich bei einem Buch so sehr hin und her gerissen, wie ich es finde. Auf der einen Seite mag ich Geschichten mit Familiengeheimnissen und das Konzept mit den vier Geschwistern der Familie Season (die witzigerweise jeweils nach einer Jahreszeit benannt wurden) fand ich interessant. Auf der anderen Seite haperte es ein wenig an der Umsetzung. Zumindest in Teilen. 
Die Geschichte der Familie Fowler, also der Vorfahren des Mannes, den die Protagonistin Spring wiederfindet durch eine zur Freundin gewordene Dame, bei der Spring Sozialstunden ableistete, war mir gegen Ende zu viel und teilweise auch ein wenig übertrieben (für mein Empfinden auch unlogisch). Die Liebesgeschichten sowohl in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart gingen mir persönlich viel zu schnell. Zwar waren Ethan und Spring schon mal ein Paar und die Geschichte von Daphne und Frederick wurde „nur“ nacherzählt, aber dennoch hätte es mehr ausgeschmückt werden können, wie die Figuren zusammenfinden. Da manche Details hingegen auch immer wieder wiederholt wurden, um den Leser vermeintlich daran zu erinnern (was nicht nötig war, denn es war ja erst wenige Seiten davor) lässt mich vermuten, dass die Zielgruppe ein wenig älter ist, als ich es bin.

Weil ich das Setting mochte und es genial fand, wie der Epilog schon den nächsten Teil ankündigt und neugierig macht, vergebe ich trotz meiner Kritikpunkte noch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.05.2023

Was wäre, wenn man seine Vergangenheit ändern kann?

Das vorläufige Ende der Zeit
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Eine wirklich spannende Frage, der dieser Roman nachgeht. Kann man seine Vergangenheit ändern, mit dem Wissen von heute? Welche Auswirkung hat es, wenn man nur einen winzigen Moment im Leben andern macht, ...

Eine wirklich spannende Frage, der dieser Roman nachgeht. Kann man seine Vergangenheit ändern, mit dem Wissen von heute? Welche Auswirkung hat es, wenn man nur einen winzigen Moment im Leben andern macht, oder etwas anderes sagt? Für die Archäologin Mi-Ra und dem Friedhofswärter Arthur gibt sich diese Möglichkeit, als sie auf Horatio treffen. Denn er hat einen Zeitriss gefunden und Mittel und Wege, diesen Riss auch zu bereisen.


Spannendes Thema und an vielen Stellen auch wirklich interessant umgesetzt. Allerdings musste ich mich ein wenig durch das Buch kämpfen, denn es war absolut nicht mein Schreibstil. Die vielen gleichbleibenden Inquits haben mir regelrecht Lesefluss und Leselust geraubt. Stellenweise waren auch die häufigen Wortwiederholungen (bei denen ich mir aber schon fast sicher bin, dass diese in den Abschnitten bewusst gesetzt wurden und somit zum Stil gehören) für mich ermüdend.


Wirklich schade, denn an sich mochte ich die Geschichte und die Grundidee sehr. Vielleicht waren meine Erwartungen da auch ein wenig zu hoch. Es ist ein gutes Buch, aber man muss den Stil mögen oder darüber hinweglesen können.


Leider für mich nur 3,5 Sterne aber mit viel Potenzial.

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Veröffentlicht am 18.04.2023

Im fiktiven Roman verpackte Begegnungen

Totmannalarm
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ch hatte die Ehre, das Hörbuch bereits vor dem Erscheinen hören zu dürfen.
Ich muss sagen, ich hatte etwas ganz anderes erwartet und war daher zu Beginn überrascht zu hören, dass alles fiktiv ist (was ...

ch hatte die Ehre, das Hörbuch bereits vor dem Erscheinen hören zu dürfen.
Ich muss sagen, ich hatte etwas ganz anderes erwartet und war daher zu Beginn überrascht zu hören, dass alles fiktiv ist (was dann auch sofort bei dem Namen der erzählenden Protagonistin in Ich-Perspektive klar wurde). Ich hatte Fallbeispiele erwartet, aber es ist eine Geschichte rund um den Alltag einer Psychologin mit einem Job im Maßregelvollzug. Nicht nur ihre Behandlungsansätze, auch ihre eigenen inneren Zweifel und ihr Alltag als Alleinerziehende Mutter werden zum Thema. Sexualstraftäter und Mörder und ihre inneren Dämonen sind an der Tagesordnung der Therapeutin mit der Sorge, ob man die richtigen Ansätze verfolgt bei dem Willen (und manches mal auch Unwillen) zu helfen.
Spannender Roman, mit Abgründen und Schrecken, die trocken aus Therapeutensicht erzählt werden.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Rudelunterschiede

Rabid
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Vorweg: Ich verstehe nicht ganz, warum immer wieder von Werwölfen gesprochen wird. Für mich sind es Gestaltwandler, weil zum einen die Übertragung hier nicht durch eine Verletzung und zufällig geschieht, ...

Vorweg: Ich verstehe nicht ganz, warum immer wieder von Werwölfen gesprochen wird. Für mich sind es Gestaltwandler, weil zum einen die Übertragung hier nicht durch eine Verletzung und zufällig geschieht, sondern die Rudelmitglieder (also die Menschen) eine Verbindung mit ihren Wölfen während des Flux eingehen. Das ganze passiert während einer Zeremonie und beide Wolf und Mensch leben zusammen, teilen sich sozusagen einen Körper, den sie nach Lust und Laune heraus wandeln können. Und sie teilen sich die Gedanken, auch wenn jeder von beiden seine eigenen hat. Das konnte man wunderbar sehen, als Senecas Wölfin einen Wolf ausgewählt hat, den sie gerne beanspruchen möchte bzw. auch beansprucht werden will oder zumindest sehr deutlich auf eine Paarung hinauswill. Da kommen wir zum Biss. Das Gegenseitige Beanspruchen (die Wortwahl finde ich übrigens bedenklich), von einem Pärchen erfolgt über einen Biss in die Schulter.

Aber nun zur Handlung: Seneca steht kurz vor ihrem Flux. was ihr mehr Sorgen bereitet, als es sollte. Denn ihre Mutter ist nicht mehr da, um sie zu schützen. Vor dem Alpha, der ganz klar verdeutlicht, dass er Seneca beanspruchen will, sobald sie sich mit ihrer Wölfin verbunden hat. Das dazu zwei gehören scheint ihm egal, Einvernehmlichkeit ist für diesen Alpha ein Fremdwort. Durch seinen Druck geht alles schief, was bei einem Flux schiefgehen kann. Seneca und ihre Wölfin haben direkt einen misslungenen Start. Was nach außen hin zu sehen ist. Deswegen setzt der Alpha sie unter Drogen und setzt sie in einem anderen Rudelrevier aus. Bei dem vermeidlich brutalsten Rudel. Doch dort wird die aufgenommen wie sie ist, mehr noch, ausgerechnet dieser Alpha ist ebenfalls an Seneca interessiert. Der alte Alpha kann es aber nicht dabei belassen und es kommt wie es kommen muss, zu einem unfairen Kampf zwischen den Rudeln.

Ich habe nichts gegen Spice in Büchern, aber hier war es schon sehr viel, zu viel und überdeckte einiges der Handlungen. Vor allem wurde es ein wenig cringe durch den Knoten, der bei Kaniden zwar vorkommt, aber wenn die beiden in menschlicher Gestalt sind? Wie soll das gehen?

Ich hatte mich wirklich auf einen Einzelband im Bereich Fantasy gefreut, weil es so selten geworden ist. Aber die Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Klischeehafte Figuren, besonders der feige Alpha, der sich menschliche Waffen und Beträubungsmittel zunutze macht statt den natürlichen Kampf zu wählen, die treuen Gefolgsleute im Rudel, obwohl ihr Anführer eine absolute RedFlag ist, die zerrissene Prota und die vermeidlich Bösen, die eigentlich das bessere Rudel sind. Das war sehr vorhersehbar und nicht wirklich neu, auch wenn ich diese Art der Verbindung zwischen Wolf und Mensch auf dieser Art und Weise noch nie gelesen habe. Meiner Meinung nach war da mehr Potenzial, dass durch Klischees und Spice überdeckt wurde. Schade.

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