Nervenaufreibend!
Das ResortInhalt:
Mila und Ethan sind auf dem Weg zur Hochzeit von Milas Schwester, doch auf dem Weg zum Veranstaltungsort, einem Luxusresort in den Bayrischen Bergen, verfahren sie sich. Da sie weit und breit ...
Inhalt:
Mila und Ethan sind auf dem Weg zur Hochzeit von Milas Schwester, doch auf dem Weg zum Veranstaltungsort, einem Luxusresort in den Bayrischen Bergen, verfahren sie sich. Da sie weit und breit niemanden finden, das Auto dann auch noch den Geist aufgibt, ruhen sie sich in einer verlassen, halb verfallenen Hütte aus, die Teil einer historischen, unbewohnten Siedlung ist. Mila schläft ein, als sie aufwacht, ist Ethan weg! Es ist kalt, es schneit, Mila hat wenig zu Essen und noch weniger zu trinken mitgenommen, sodass ein Überlebenskampf beginnt. Aber die Natur ist nicht ihr einziger Feind, oder bildet sie sich die menschliche Bedrohung nur ein? Schließlich entdeckt sie einen möglichen Ausweg, etwas, das wie eine Rettung aussieht, doch der Albtraum, zu dem Milas Leben geworden ist, will kein Ende nehmen...
Meine Meinung:
Das Buch hat mich während der ca. 1. Hälfte zwiegespalten: Für meinen Geschmack werden einige Elemente unnötig oft wiederholt oder zu Tode erklärt. Es gibt viele fesselnde Stellen, manche Passagen empfand ich allerdings als eher zäh. Ab etwa der 2. Hälfte ändere sich das für mich: Ich fand es dann durchgehend spannend, ereignis-sowie einfallsreich und überraschend! Meiner Meinung nach sind manche Begebenheiten ziemlich abenteuerlich, doch die Autorin stellt sie plausibel dar.
Die Figurenzeichnung ist toll, besonders die Einblicke in die Vergangenheit der Protagonistin Mila (ihre toxischen Eltern, ihre Adoleszenz, das komplizierte Verhältnis zur Schwester) fand ich eindrucksvoll! Mila ist seeehr menschlich, voller Schwächen und Macken, sie ist jedoch selbstkritisch, stets dabei an sich zu arbeiten, was sie sympathisch macht. Auch die Nebenfiguren sind authentisch sowie interessant.
Die rätselhaften, unheimlichen, wendungsreichen Geschehnisse empfand ich größtenteils als atmosphärisch und packend geschildert. Das – in vielerlei Hinsicht – erschütternde Ende hat mich mit der 1. Hälfte, die mir nicht so gut gefallen hat, versöhnt!