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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2024

Konnte mich nicht überzeugen

Blutrotes Karma
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Meinung:Bereits das Cover zog mich förmlich in seinen Bann. Das düstere, geheimnisvolle Design versprach eine fesselnde Geschichte, und ich war neugierig genug, um mir das Buch vorzunehmen. Ich lese normalerweise ...

Meinung:Bereits das Cover zog mich förmlich in seinen Bann. Das düstere, geheimnisvolle Design versprach eine fesselnde Geschichte, und ich war neugierig genug, um mir das Buch vorzunehmen. Ich lese normalerweise eher selten französische Autoren, weil ich häufig mit deren Erzählweise nicht richtig warm werde. Leider hat sich dieser Eindruck auch hier bestätigt – und ich überlege nun, ob ich solche Bücher in Zukunft ganz weglassen sollte. Doch woran lag es genau?

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir unerwartet schwer. Die Handlung begann zäh und schleppend, was mein Lesevergnügen stark beeinträchtigte. Es gab Momente, in denen ich tatsächlich erwog, das Buch zur Seite zu legen und abzubrechen. Die Story startet in Paris der Studentenaufstände von 1968, die ja bereits für sich ein spannendes und intensives Setting bieten. Doch irgendwie konnte die Atmosphäre mich nicht richtig packen. Die Handlung dreht sich um die beiden Halbbrüder Hervé und Mersch, die kaum Kontakt zueinander haben. Hervés Freundin wird brutal ermordet. In seiner Verzweiflung wendet er sich an Mersch, der Polizist ist und ihm bei der Aufklärung helfen soll. Damit beginnt die ungleiche Zusammenarbeit der Brüder, die sich fortan als Ermittlerteam auf die Suche nach dem Mörder begeben. Diese Spurensuche führt die beiden zunächst durch Frankreich, doch bald darauf verlagert sich die Handlung überraschend nach Indien.

Die Beschreibungen der indischen Schauplätze sind bildgewaltig und lebendig. Gerade diese Szenen waren für mich ein Highlight und ich hatte das Gefühl, Indien hautnah zu erleben. Dennoch empfand ich einige Abschnitte als unnötig langgezogen; die bildhaften Beschreibungen ließen an manchen Stellen die Spannung der Handlung verblassen. Hier hätte ich mir mehr Tempo und ein klareres Vorankommen gewünscht.

Die Figurenzeichnung war aus meiner Sicht durchwachsen. Zwar sind die Charaktere gut ausgearbeitet und haben interessante Hintergründe, aber es gelang mir trotzdem nicht, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Hervé und Mersch bleiben bis zum Ende irgendwie distanziert und fremd, was es mir schwer machte, mit ihnen mitzufühlen oder mich in ihre Emotionen hineinzuversetzen. Insgesamt konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen.
Leider kann ich dieses Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 14.06.2024

Nicht meins

Das Retreat
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*Meinung:* Nachdem mir "Das Sanatorium" nicht gefallen hatte, wollte ich dem neuen Buch der Autorin eine Chance geben und mich von ihr überzeugen lassen. Leider vergebens.

Jo lädt ihre Familie zu einem ...



*Meinung:* Nachdem mir "Das Sanatorium" nicht gefallen hatte, wollte ich dem neuen Buch der Autorin eine Chance geben und mich von ihr überzeugen lassen. Leider vergebens.

Jo lädt ihre Familie zu einem Wellness-Urlaub auf der Insel Carey Island ein. Dort wurde kürzlich ein Wellness-Retreat eröffnet. Sie hofft auf eine tolle gemeinsame Zeit, aber bald wird eine junge Frau tot aufgefunden. Und es bleibt nicht bei einem Todesfall. Die Story klingt vielversprechend. Gleich am Anfang konnte mich die Autorin in ihre Geschichte hineinziehen. Doch mit der Zeit stellte ich fest, dass mich das Buch mehr und mehr frustrierte. Der Schreibstil ist zwar sehr leicht und dank der kurzen Kapitel liest sich das Buch schnell, doch das allein reicht nicht aus. Mit den Charakteren konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Sie blieben blass und ich empfand sie als nervig und uninteressant. Jeder Charakter schien seine eigenen Geheimnisse zu haben und etwas verbergen zu wollen, was anfangs noch Neugier weckte, sich jedoch schnell als ermüdend herausstellte. Die Spannung und die Emotionen, die ich von einem guten Thriller erwarte, haben mir komplett gefehlt. Die Ermittlerin konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Ihre Handlungen und Entscheidungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

Für mich war es letztlich kein Thriller, sondern eher ein Drama.

Man kann es lesen, muss aber nicht.

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Veröffentlicht am 17.04.2024

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen

Der Klang der Rache
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Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Normalerweise, wenn mich ein Buch packt, brauche ich nur wenige Stunden, um es zu beenden. Bei diesem hier ...

Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, und ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Normalerweise, wenn mich ein Buch packt, brauche ich nur wenige Stunden, um es zu beenden. Bei diesem hier hat sich alles in die Länge gezogen. Ein Todesfall auf einem Rockfestival, der sich als Mord mittels Wespengift herausstellt. Bei genauer Untersuchung stellt die Polizei fest, dass auch andere Personen dabei getroffen wurden. Die Freunde des Opfers verschwinden spurlos, und das ganze Team steht vor einem Rätsel. Karl Daske und sein Team versuchen, diesen Fall zu lösen. Die Charaktere in diesem Buch waren mir zu kalt und blass, ich konnte keine Bindung aufbauen. Ich konnte irgendwie mit diesem Buch nicht warm werden. Der Aufbau des Buches hat mir gefallen, es wurde in drei Jahreszeiten aufgegliedert, und das Ende war eine Überraschung. Der Schreibstil war ganz okay, und man konnte dieses Buch eigentlich zügig lesen, aber ich habe hier ewig gebraucht. Vielleicht las ich dieses Buch zum falschen Zeitpunkt?

Mich konnte dieses Buch leider nicht überzeugen

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Veröffentlicht am 04.04.2024

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen

Das Waldhaus
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Meinung: Das Cover des Buches ist definitiv ein Blickfang, und der Titel verspricht eine fesselnde Geschichte. Als ich jedoch in die Seiten eintauchte, wurde ich leider enttäuscht. Die Handlung dreht ...


Meinung: Das Cover des Buches ist definitiv ein Blickfang, und der Titel verspricht eine fesselnde Geschichte. Als ich jedoch in die Seiten eintauchte, wurde ich leider enttäuscht. Die Handlung dreht sich um Hannah, die aus London zurückkehrt, um sich um ihren dementen Vater in ihrem Elternhaus zu kümmern. Der Tod ihrer Mutter liegt lange zurück, und der Fall wurde nie aufgeklärt – offiziell wurde er als Selbstmord abgeschlossen. Doch Hannah ist fest entschlossen, die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter ans Licht zu bringen. Je tiefer sie gräbt, desto verstörender werden die Geheimnisse, die sie aufdeckt. Das klingt doch eigentlich vielversprechend, oder?

Als ich das Buch begann, wartete ich nach den ersten hundert Seiten immer noch darauf, dass die Handlung Fahrt aufnimmt. Diese zähe Entwicklung machte mich zunehmend frustriert. Der Schreibstil ist zwar leicht und detailreich, doch die überbordenden Beschreibungen waren für meinen Geschmack zu viel des Guten. Die Spannung blieb lange Zeit auf der Strecke, und erst nachdem ich mehr als die Hälfte des Buches durchgelesen hatte, nahm sie langsam Fahrt auf. Doch auch das Ende vermochte mich nicht zu überraschen oder zu fesseln. Die Charaktere waren mir ebenfalls nicht sonderlich sympathisch. Zwar passten sie gut in die Geschichte, aber dennoch konnte ich keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen. Insbesondere Hannah und ihre Handlungen haben mich regelrecht auf die Palme gebracht.

Dieses Buch ist für mich eher ein Familiendrama als ein Thriller

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Veröffentlicht am 28.03.2024

Pure Enttäuschung

Das Resort
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Meinung: Nachdem "Die Insel" mich komplett enttäuscht hat, dachte ich, dass dieses Buch mich überzeugen würde. Deshalb habe ich der Autorin eine zweite Chance gegeben, aber Fehlanzeige. Mila und ihr Mann ...

Meinung: Nachdem "Die Insel" mich komplett enttäuscht hat, dachte ich, dass dieses Buch mich überzeugen würde. Deshalb habe ich der Autorin eine zweite Chance gegeben, aber Fehlanzeige. Mila und ihr Mann Ethan reisen nach Deutschland, um die Hochzeit ihrer Schwester in einem Resort zu feiern. Auf dem Weg verlieren sie die Orientierung und landen in einem Geisterdorf mit verlassenen Hütten. Als Mila am nächsten Morgen aufwacht, ist ihr Mann spurlos verschwunden. Sie ist auf sich alleine gestellt. Klingt eigentlich interessant, oder?

Der Schreibstil ist ganz leicht und lässt sich schnell lesen. Ich habe nicht verstanden, warum die Autorin etwa 200 Seiten nur für die detaillierte Ortsbeschreibung und den Kampf ums Milas Überleben geschrieben hat. Irgendwann konnte ich nicht mehr weiterlesen, da mich das ständige Laufen im Kreis genervt hat; ich war regelrecht aggressiv. Auch das Ende konnte mich nicht mehr begeistern, da ich es übertrieben und unpassend fand. Dieses Buch war für mich eine reine Enttäuschung. Für mich steht klar: Ich werde kein weiteres Buch der Autorin lesen. Liest es selbst und bildet eure Meinung selbst.

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