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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2026

Innerliche Bereicherung

Love and be loved
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Ein hellblaues Buch im A4 Format, mit bunten, großen Buchstaben, verspielt, farbig gemalt, wie die Blumen, die die Umschlagsseiten säumen.

Auf den ersten Blick vermutet der Leser, ein Kinderbuch, das ...

Ein hellblaues Buch im A4 Format, mit bunten, großen Buchstaben, verspielt, farbig gemalt, wie die Blumen, die die Umschlagsseiten säumen.

Auf den ersten Blick vermutet der Leser, ein Kinderbuch, das von gegenseitigen Respekt erzählt.
Der Titel: LOVE AND BE LOVED, den die Autorin Cleo Wade ausgesucht hat, führt die Anmerkung * meine Wünsche für dich.

Das Buch ist in erster Linie entstanden, mit dem Gedanken, den Inhalt ihren Töchtern bereitzustellen - diesen ist auch das Buch gewidmet.

Gefüllt von ganz vielen Wünschen, die mit dem Wort MÖGE beginnen, reihen sich hier Seite an Seite immer mehr tiefgehende Überlegungen an, die den Leser zum Staunen bringen, was alles noch gesagt werden will und im Buch einfließt.

Die künstlerische Gestaltung fängt schon dabei an, dass nur Großbuchstaben für die Wörter genutzt werden. Jeder Satz ist mit passenden Illustrationen untermalt, die Farben intensiv, die ein weites Spektrum von Seite zu Seite abdecken.

Durch die Größe des Buches mit vergleichsweise wenig Text, bleibt viel Platz diesem Buch individuell kreativ eine eigene Note mit eingeklebten Bildern, zusätzlich notierten Gedanken, Texten oder Erinnerungen zu verleihen.

Dieses Buch ist geeignet, um jemanden, der dem Leser sehr am Herzen liegt, liebevolle Wünsche zu überbringen. In erster Linie sicherlich für Eltern an deren Kinder, aber auch für jeden anderen, der seinem gegenüber Wertschätzung entgegenbringen will und dieses Buch als Sprachrohr nutzen möchte, für all das, was wir oft im Innersten spüren aber selbst nicht dem anderen zu sagen schaffen.

Ein Geschenkbuch für jegliche Anlässe des Lebens, bereichernd und mit klarer Botschaft - möge die Person, die das hier liest auch die Worte auf der letzten Seite im Herz entdecken.

Viel Freude!

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Chaotischer Familienausflug

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
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Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat, von Marc-Uwe Kling ist wieder mal ein spaßig gelungenes Kinderbuch, das den turbulenten Familienalltag bei einem Ausflug zum Thema hat. Für Eltern zum ...

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat, von Marc-Uwe Kling ist wieder mal ein spaßig gelungenes Kinderbuch, das den turbulenten Familienalltag bei einem Ausflug zum Thema hat. Für Eltern zum Vorlesen und geeignet zum Selberlesen ab acht Jahren.
Auch wenn die Illustrationen von Astrid Henn nicht ganz meinen Geschmack treffen, sind sie trotzdem super passend und witzig getroffen, um alle Emotionen der Familienmitglieder auszudrücken. Mit Sprechblasen und sehr abwechslungsreich angeordnet, werden einzelne Personen illustriert. Bereits die ersten Illustrationen - was es da ulkiges zu entdecken gibt - vor Beginn der Geschichte, finden sich im Textverlauf wieder.
Die fünfköpfige Familie nebst Oma und Opa wollen zur Großtante Ilse fahren, die zum vierten Mal heiratet. Die Vorbereitungen und Start der Fahrt nach Wuppertal, wo die Großtante wohnt, gestalten sich sehr turbulent und sind mit Witz und gekonntem Wortspiel vom Autor niedergeschrieben. Durch die Unterhaltung der Familienmitglieder erfährt der Leser so einiges von Erlebnissen und Charakterzügen der anderen. Durch den Titel lässt sich bereits erahnen was auf der Fahrt passiert und das Titelbild bringt den Inhalt des Buches gut und detailreich zum Ausdruck.
Durch Wiederholungen eines Satzes vom Opa gewinnt dieses Buch nochmal mehr an Spaß und Charme.
Alle Familien, die Marc-Uwe Kling seine Bücher lieben, sollten dieses Buch nicht verpassen und alle Kinder, die diesen Autor noch nicht kennen, sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen, um die eigene Familie an diesem Lesespaß teilhaben zu lassen. Viel Vergnügen!

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Taktvoll dem Thema gestellt

Die Ausweichschule
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Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann ist wie manche behaupten definitiv kein Sachbuch, sondern tatsächlich ein Roman, wie es auch auf dem Cover zu lesen ist. Darauf ein Treppenhaus in dunkleren Farben ...

Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann ist wie manche behaupten definitiv kein Sachbuch, sondern tatsächlich ein Roman, wie es auch auf dem Cover zu lesen ist. Darauf ein Treppenhaus in dunkleren Farben gehalten, auch wenn durch das Fenster Licht flutet, bleibt eine düstere Ecke. Hier sei schon jetzt unbedingt eine Triggerwarnung gesetzt, da schon allein der Titel ausreichen kann mit dem Thema des Buches seine Probleme zu bekommen. So auch beim Cover mit der grünen Farbgebung des Titels, die sich am Fluchtschild wiederfindet und mit dem Inhalt des Buches eine tiefe Bedeutung bekommt.

Das Buch handelt von einem Autor, der zu der Idee, selbst ein Buch über ein Erlebnis in seiner Kindheit zu schreiben, parallel vom „Kritiker“ kontaktiert wird, um zu dem selbigen Ereignis Informationen zu geben, da dieser ein Theaterstück aufführen will.

Das Setting umfasst zwei Zeitschienen. Der Leser begleitet den Autor bei seinen Überlegungen und Vorbereitungen sowie Erinnerungen zum Schreiben des bestimmten Buches mit brisantem Inhalt und bei der Reise, den Kritiker zu treffen und sich dessen Theaterstück anzuschauen. Das Hadern und die Bedenken, das sensible Abwägen, die emotionale Verfassung wird vom Autor Kaleb Erdmann, sehr einfühlsam und mit literarischer Glanzleistung beschrieben. Der Roman ist eine fiktive Autobiografie, die meisterhaft gekonnt zu Papier gebracht wurde. Dabei hat es Kaleb Erdmann geschafft, Fakten und literarische Verbindungen zu anderen Werken einzubeziehen, sowie die Reaktionen von Lesern auf die bisher vorhandenen Werke. Er hat es geschafft, ohne Wertung und doch informativ und klar fokussiert, die Stimmung wiederzugeben, die nach Erscheinen der Bücher, auf die er Bezug nimmt, stattgefunden hat.
Gut gekonnt bezieht er reale Personen mit Namen ein, die auch für die Öffentlichkeit Bekanntheit erlangt haben und schafft damit extrem viel Realität zum Thema. Schon zu Beginn des Buches wird der Leser mit dem erschütternden Ereignis des Amoklaufs am Erfurter Gutenberg Gymnasium im Jahr 2002 konfrontiert.
Das Buch, die Ausweisschule enthält viel Bezug zu Fakten, Schriften, Berichten, zu realen Orten, wie auch Menschen und hat durchaus den Charakter eines Sachbuchs, jedoch steht die Handlung und die Beschreibung vom Leben des Autors, dessen beruflichen Werdegangs und seiner Vorhaben sowie die Schilderung des familiären Umfeldes im Vordergrund, was das Buch von der Handlung eindeutig zu einem Roman macht. Die schweren Themen werden durch Situationen des Alltags mit der Freundin Hatice aufgelockert, und manchmal kann man sogar bei diesem Buch mit so tiefem und schweren Inhalt schmunzeln und lächeln. Dies tröstet beim Gesamtwerk über hier nicht nennenswerte kleine Stolperstellen hinweg, die maximal Betroffen oder Erfurter Lesern auffallen könnten. Dennoch bleibt eine Frage dabei auch offen - Schneiden Hausmeister von Schulen wirklich im Winter die Büsche - bei eisiger Kälte und schneebedecktem Boden?
Das Buch lässt sich am Stück durchlesen, es fesselt ungemein, und weckt das Interesse, macht neugierig und die dabei entstehenden Fragen wollen beantwortet werden.
Dieses Buch ist mittlerweile für den deutschen Buchpreis 2025 nominiert und hat nicht nur deshalb das Potenzial von einer Bandbreite von Menschen gelesen zu werden, sondern weil das Thema an sich leider nicht Vergangenheit ist, da sich Amokläufe in Deutschland und der Welt seitdem immer wieder ereignet haben und vor allem für Menschen, die ein solch schlimmes Ereignis erlebt und überlebt haben oder Bezug dazu hatten, oftmals diese Vergangenheit weiterhin im Leben präsent ist. Dieses Buch ist kein Ratgeber oder Lösungsvorschlag und wird auch solche Ereignisse nicht verhindern können, doch es sensibilisiert mit einer gekonnten literarischen Leistung, uns alle, das Leben und unser Miteinander wertzuschätzen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Überzeugend lehrreich

Kleine und große Wunder der Meere
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Kleine und große Wunder der Meere – Vorlesegeschichten, mit ganz viel Sachwissen – so ist es!
Das Buch, ungefähr Größe A4 begeistert schon beim ersten Anblick mit den silberglitzernden Hervorhebungen ...

Kleine und große Wunder der Meere – Vorlesegeschichten, mit ganz viel Sachwissen – so ist es!
Das Buch, ungefähr Größe A4 begeistert schon beim ersten Anblick mit den silberglitzernden Hervorhebungen im Bild des Covers. Wer es dann in die Hand nimmt, kann schon die Besonderheit des Buches haptisch erspüren.
Sehr liebevolle und vor allem freundliche Illustrationen auch von gefährlichen, großen Tieren sprechen schon die ganz kleinen Betrachter an, ohne sie zu verschrecken. Mona K hat hier sehr abwechslungsreich illustriert, sodass der Text sich gut darin einbindet.
Das Buch beginnt mit einer kleinen Einführung, dem Inhaltsverzeichnis und einer bunt und gemischten Einladung die hier den Leser neugierig auf die neun 5-Minuten Geschichten macht.
Dabei ist der Text gut in 3 Minuten vorzulesen und es bleibt genug Zeit, sich die Bilder mit Kindern in Ruhe zum Text zu betrachten. Für Leseanfänger ist dieses Buch durch die kurzweilige und abwechslungsreiche Gestaltung auch wunderbar geeignet.
Garantiert kann auch ein Erwachsener durch das Sachwissen, das jeweils eine Seite einnimmt und nach jeder Geschichte zusammengefasst notiert ist, sein Wissen vertiefen oder sogar erweitern. Erwähnenswert ist die Literaturempfehlung ganz am Ende für Neugierige, die ihr Wissen vertiefen wollen. Für Spannung sorgen die Überleitungen von einer zur anderen Geschichte, in denen die interessierten Leser einem cleveren Clownfisch, dem beeindruckendem weißen Hai, einem singenden Buckelwal, den zeitreisenden Quallen, den Aalen der Sargassosee, dem gehirnreichen Oktopus, glücklichen Pinguinen, verliebten Seepferdchen und den vom Magnetfeld beeinflussten Meeresschildkröten begegnen werden.
Besonders gefallen haben mir die hervorgehobenen wörtlichen Reden, so konnte ich ohne viel Anstrengung beim Vorlesen, meine Stimme verändern, um der Geschichte mehr Lebendigkeit zu verleihen. Rundum ist es ein geeignetes Buch, um schon mit den kleinsten Kindern, die Wunder der Meere zu entdecken.

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Veröffentlicht am 31.03.2024

Überzeugend skurril und emotional echt

Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal?
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Willkommen bei den Grauses von der Autorin Sabine Bohlmann ist ein wunderbarer Einstieg in eine neue Kinderbuchreihe.
Schon das Cover vermittelt durch die dunklere Farbgestaltung und die Symbole einen ...

Willkommen bei den Grauses von der Autorin Sabine Bohlmann ist ein wunderbarer Einstieg in eine neue Kinderbuchreihe.
Schon das Cover vermittelt durch die dunklere Farbgestaltung und die Symbole einen Eindruck, was einen im Buch erwartet. Ein Teil der abgebildeten Figuren sind passend zur Erzählung dargestellt und vermitteln schon den ersten Eindruck von merkwürdigen, skurrilen, aber doch liebenswerten Charakteren.

Die Gauses sind Wesen, die jeder in seiner eigenen Art speziell sind und aus einer Welt kommen, die uns Menschen unbekannt ist. Nun sind sie allesamt zu einer Familie zusammengefügt worden um unter den Menschen zu leben. Dabei gibt es zwei wichtige Regeln, die zu beachten sind, um nicht zurückgeschickt zu werden.

Ottilie, ein Mädchen aus dem Nachbarhaus beobachtet den Einzug der Familie und nach anfänglichen zähen Kontakten freundet sie sich mit den drei Kindern an. Ottilie geht unbelastet und unvoreingenommen auf die Kinder zu. In diesem Buch ist das Verhalten und der Charakter von Ottilie besonders erwähnenswert, da es sich hier um eine pädagogische Leistung der Autorin handelt. Im Buch finden sehr treffend zwischenmenschliche Themen wie Einsamkeit, Andersartigkeit, Ausgrenzung, Freundschaft, Mobbing und Familie einen Platz.

Die Geschichte weckt emotional von überaus lustig und witzig, überraschend, spannend, skurril und merkwürdig bis traurig alle Gefühle des Lesers.

Die Kapitel sind in einer angenehmen Länge von durchschnittlich 6 Seiten mit Überschriften versehen und durch schwarz-weiß Illustrationen aufgelockert, die in unterschiedlicher Weise auf den Leser wirken und die Geschichte untermalen.

Ich liebe diesen gelungenen Auftakt der neuen Kinderbuchreihe und hab vor allem Othilie in mein Herz geschlossen, die als eine ganz starke Persönlichkeit Werte vermittelt, die unsere Welt so dringend braucht und doch voll und ganz Kind ist, mit der sich der Leser im empfohlenen Alter von 6-12 Jahren identifizieren kann. Die Grauses sind so liebenswert in ihrer besonderen Art, dass ich gern mehr über ihre Herkunft erfahren möchte. Neugierig bin ich, wie sie weiterhin in unserer Welt zurechtkommen werden. Besonders gespannt bin ich auf weitere tolle Ideen der Autorin, die es schafft dem Leser Alltägliches aufzuzeigen und dies mit anderen Augen zu sehen. Der Einkauf im Supermarkt, ein Spektakel und eindrückliches Abenteuer mit der Grause Familie.

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