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Veröffentlicht am 30.08.2025

"buried" = wie unterirdisch schlecht

I Know Where You Buried Your Husband
3

„I know where you buried your husband“ von Marie O`Hare
Worum geht´s?
Die fünf, sehr unterschiedlichen Frauen Sophia, Caoimhe, Safa, Ajola und Ella sind seit ihrer Schulzeit befreundet. Sophia fühlt sich ...

„I know where you buried your husband“ von Marie O`Hare
Worum geht´s?
Die fünf, sehr unterschiedlichen Frauen Sophia, Caoimhe, Safa, Ajola und Ella sind seit ihrer Schulzeit befreundet. Sophia fühlt sich in ihrer Ehe unterdrückt und sieht für sich nur die beiden Auswege, sich selbst oder ihren Ehemann umzubringen. Als die fünf ihn zusammen tot auffinden, geschehen ein paar seltsame Begebenheiten und anstatt die Polizei zu informieren, begraben sie ihn. Sieben Jahre später werden sie deswegen erpresst und vor eine unvorstellbare Wahl gestellt.
Die relativ kurzen Kapitel wechseln sich ab, jeweils aus der Sichtweise einer der Protagonistinnen. Die Frauen sind alle mit ihrem Leben unzufrieden haben diverse Zwangsstörungen und andere psychische Probleme. Das Cover ist recht einfach gehalten, ähnlich wie der Schreibstil.
Meine Meinung:
Empfehlen kann ich das Buch „I know where you buried your husband“ überhaupt nicht. Warum?
Den angekündigten schwarzen Humor sucht man vergeblich. Die Frauen sind alle samt und sonders mega unsympathisch. Sie sind mit ihrem Leben unzufrieden, die Hauptschuld tragen die Männer, die in diesem Buch alle sehr schlecht wegkommen. Eine der Frauen misshandelt ihr Kind – natürlich ein Junge – auf extremste Weise. Bei allen findet man psychische Störungen in einem Ausmaß, als hätte die Autorin ein ganzes Lexikon der psychischen Erkrankungen in diesem Buch unterbringen wollen. Alles in allem hat sie versucht unendlich viele Themen hineinzubringen und hat sich dabei schrecklich verzettelt. Alles kurz erwähnt, ohne darauf einzugehen. Und nach einer entsetzlichen Tat ist die Welt scheinbar von alleine wieder ganz toll. Auch ist die Beschreibung der Frauen sehr chaotisch, die eine soll ihr Studium abgebrochen haben, im Supermarkt gejobbt haben und auf einmal ist sie Lehrerin, natürlich mit gestörter Wahrnehmung. Magie, in dem Buch teils Magik genannt, wird auch noch mit ins Spiel gebracht. Und eine Menge Filmzitate kamen in den Gesprächen der Freundinnen vor, mit denen ich nichts anfangen konnte und dann auch nicht wollte, da ich nur noch fertig werden wollte.
Fazit:
Dieses Buch war für mich der Reinfall des Jahres. Hätte ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, ich hätte es nie fertig gelesen und das kommt bei mir fast nie vor. Die Diskussionen mit den anderen Leserinnen retteten das ganze etwas, geteiltes Leid ist halbes Leid. Für mich war diese Lektüre absolut verschwendete Zeit. Das Buch brachte nichts, aber auch gar nichts rüber. Das Thema an sich, gepaart mit schwarzen Humor, einem Bruchteil der Themen und etwas weniger seltsamer Handlung, hätte was werden können.
Von mir keine Leseempfehlung. 1 Stern ist mir fast zu viel, hach, man kann auch einen halben geben. „Buried“ – wie unterirdisch. Einfach schlecht.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Schwarzer Humor
Veröffentlicht am 08.04.2024

Eine Ansammlung betrüblicher Unlogik

Das Resort
6

„Das Resort – Du kannst nicht entkommen“ von Sarah Goodwin
Worum geht´s?
Mila ist mit ihrem Ehemann Ethan auf dem Weg zu der Hochzeit ihrer Schwester, die in einem Resorthotel in den bayerischen Alpen ...

„Das Resort – Du kannst nicht entkommen“ von Sarah Goodwin
Worum geht´s?
Mila ist mit ihrem Ehemann Ethan auf dem Weg zu der Hochzeit ihrer Schwester, die in einem Resorthotel in den bayerischen Alpen stattfinden soll. Alles geht schief, das Navi fällt aus, Ethan kommt vom Weg ab und der Mietwagen gibt auf einem verschneiten Weg den Geist auf. Ein Wegweiser führt sie – ohne hinreichende Winterkleidung - zu einer Ansammlung von verlassenen, heruntergekommenen Hütten, einsam im Nirgendwo gelegen. Sie verbringen die Nacht auf dem Fußboden einer der Hütten und als Mila am nächsten Morgen aufwacht, ist Ethan nicht mehr da. Keine Notiz, keine Spuren geben einen Hinweis auf seinen Verbleib. Mila macht entsetzliche Entdeckungen und fühlt sich beobachtet.
Was ist mit Ethan passiert? Ist ihm was passiert oder holt er nur Hilfe? Kommt Mila rechtzeitig zu der Hochzeit ihrer Schwester? Oder ist sie in Gefahr?
Meine Meinung:
Empfehlen kann ich das Buch „Das Resort“ nicht. Warum?
An dem Schreibstil der Autorin liegt es nicht. Sie kann wunderbar Spannung aufbauen. Nach dem ersten Drittel wollte ich das Buch loben und hatte mir schon folgende Überschrift ausgedacht: „Gruseliges Kammerspiel im Schnee“. Dann aber reihte sich ein Logikfehler an den anderen, einer haarsträubender als der andere. Ein Fehler war so extrem, dass ich mich verärgert gefragt habe, warum niemand die Autorin darauf aufmerksam gemacht hatte. Ich habe mir dann den Spaß gemacht, eine ellenlange Liste der unlogischen Dinge zu erstellen. Es kam mir auch so vor, als ob Mrs Goodwin Bayern mit Kanada verwechselt in bezug auf Distanzen. Ebenso hat sie scheinbar vergessen, dass es durchaus Rettungsdienste von Polizei, Feuerwehr, Bergrettung, Notärzten etc gibt.
Darüber hinaus packte die Autorin alle möglichen kriminelle Aspekte in das Buch, die zusammen alles überfrachteten. Der Schluss des Buches war dann auch „too much“.
Dieses Buch mit dieser Aneinanderreihung betrüblicher Logikfehler hätte Spock um den Verstand gebracht und mich auch.
Die britische Autorin Sarah Goodwin erwähnt in der Danksagung, dass sie ein schwieriges Jahr hatte und ihre Eltern enorme gesundheitliche Probleme. Vielleicht waren das die Gründe für dieses Chaos.
Noch ein kleiner Widerspruch: das Cover wirkt sehr interessant mit einer dunklen Gestalt und einer Hütte vor hohen, schneebedeckten Bergen. Allerdings irritiert der Titel, da das Resort eine sehr untergeordnete Rolle in der Handlung spielte und aus dem Resort auch niemand entkommen wollte, höchstens beim Bezahlen
Fazit:
Es gab in der Leserunde einige Leser, denen das Buch gefallen hat. Hier muss man für sich abwägen, was mehr wiegt: ein spannungserzeugender Schreibstil versus Unlogik. Mir vermiesten diese vielen unsinnigen Passagen das Buch.
Von mir keine Leseempfehlung. 1 Stern für den Schreibstil und den Anfang, insgesamt zusammen eine unterirdische Bewertung, nicht mein Buch.

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  • Spannung