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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2024

Zu schnell

Das Licht in den Birken
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Thea hat lange in Portugal gelebt und möchte jetzt zurück in ihre alte Heimat in die Lüneburger Heide. Dort findet sie eine Wohnung auf einem Gnadenhof für Tiere. Dummerweise stellt sich schnell heraus, ...

Thea hat lange in Portugal gelebt und möchte jetzt zurück in ihre alte Heimat in die Lüneburger Heide. Dort findet sie eine Wohnung auf einem Gnadenhof für Tiere. Dummerweise stellt sich schnell heraus, dass der Hofbesitzer sehr speziell ist und große finanzielle Probleme hat. Als die junge Frau Juli nach einem Unfall noch auf den Hof kommt, wird das Leben aller ziemlich auf den Kopf gestellt.

Mich hat das Buch etwas enttäuscht. Ich kenne alle Bücher von Romy Fölck und mag ihren Schreibstil. Der ist auch in diesem Buch wieder gut. Auch das inhaltliche Thema gefällt mir. Nicht gefällt mir allerdings die Umsetzung. Alles geht im Prinzip rasend schnell. Gerade angekommen, Riesenzoff und am nächsten Tag so ziemlich die Lösung für alles. Und so geht es durch das Buch. Kaum taucht ein Problem auf, ist es eigentlich schon gelöst. Die Figuren erhalten keine Zeit für eine Entfaltung – alles wird für mich einfach zu schnell und zu simpel abgehandelt und steuert auf eine ziemlich vorhersehbare Endlösung zu, die mir auch zu „rosarot“ ist. Somit ist es am Ende ein nettes Buch für zwischendurch, aber bleibt für mich nicht wirklich in Erinnerung. Da wurde in meinen Augen viel Potential verschenkt.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Etwas schwächer

Südlich von Porto wartet die Schuld
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Ria arbeitet jetzt komplett in Portugal. Im Moment macht sie Vertretung für ihre Schwägerin, die bald ein Baby bekommt. Da wird in den Dünen ein Toter gefunden und dieser stellt sich als wichtiger Richter ...

Ria arbeitet jetzt komplett in Portugal. Im Moment macht sie Vertretung für ihre Schwägerin, die bald ein Baby bekommt. Da wird in den Dünen ein Toter gefunden und dieser stellt sich als wichtiger Richter heraus, der eine Verhandlung gegen einen holländischen Kriminellen leiten soll. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, auch weil Baptista als leitender Kommissar so seine eigenen Vorstellungen bezüglich Ria hat.

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe und ich fand es in einigen Teilen schwächer als der Vorgänger. Gut gefallen hat mir wie immer die Anfangsverzierungen der Kapitel mit typisch portugiesischen Kacheln. Auch der Einbezug von Land und Leuten ist gelungen. Allerdings fand ich in diesem Band die Ermittlungen ein wenig zu kurz in großen Teilen und dafür die privaten Sachen viel zu ausufernd. Das war eigentlich auch am ersten Teil schon so, doch da habe ich das noch unter Einleitung und Kennenlernen verbucht, jetzt war es mir manchmal einfach zu viel. So fehlte ein wenig die Spannung und es war mir zu wenig Krimi. Alles in allem war aber immer noch ein gut lesbares Buch, das unterhalten hat und für Portugal wirbt.

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Veröffentlicht am 08.04.2024

Mehr erwartet

Der Sommer, in dem alles begann
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Ein kleines Dorf in der Bretagne wird Schauplatz eines speziellen Treffens von Helene, Marguerite und Odette. Marguerite kommt aus Paris und ist die Französischlehrerin von Helene. Odette kann mit der ...

Ein kleines Dorf in der Bretagne wird Schauplatz eines speziellen Treffens von Helene, Marguerite und Odette. Marguerite kommt aus Paris und ist die Französischlehrerin von Helene. Odette kann mit der „Stadtfrau“ nichts anfangen und bekämpft sie mit allen Mitteln. Es kommt bis zur Katastrophe.

Ich habe mich mit dem Buch sehr schwer getan. Es hat nur 235 Seiten und trotzdem habe ich mich fast eine ganze Woche durchgequält. Zum einen war es nicht mein Stil. Ich fand ihn über weite Strecken irgendwie langweilig. Zum anderen gab es nicht eine erwachsenen Person, die mir irgendwie sympathisch war. Ich konnte einfach keinen Zugang zu ihnen finden. Auch die Beschreibung der Bretagne und ihrer Menschen war nicht mal ansatzweise so, wie ich sie selbst erlebt habe. Auch das hat mir das Lesen nicht erleichtert. Alles in allem bin ich eher froh, dass das Buch zu Ende ist

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Veröffentlicht am 25.03.2024

Schade

Eine Fingerkuppe Freiheit
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Paris 1821. In Frankreichs Nationaler Blindenanstalt lebt Louis Braille und entdeckt mit 12 Jahren zum 1. Mal die Möglichkeit, dass auch Blinde lesen und schreiben lernen. Nach und nach entwickelt er die ...

Paris 1821. In Frankreichs Nationaler Blindenanstalt lebt Louis Braille und entdeckt mit 12 Jahren zum 1. Mal die Möglichkeit, dass auch Blinde lesen und schreiben lernen. Nach und nach entwickelt er die nach ihm benannte Blindenschrift...

Das Buch erzählt die Geschichte von Louis Brille. Allerdings ist es kein biografischer Roman, sondern über sein Leben wird episodisch aus verschiedenen Sichten berichtet, seien es die Eltern, der Pfarrer usw. Es ist gut, dass über diesen beeindruckenden Erfinder geschrieben wird. Er hat es in jeder Weise verdient. Doch leider bin ich mit dem Buch nicht sehr gut zurechtgekommen. Das ist schade, aber der Stil war so gar nicht meins. Er wirkte irgendwie altmodisch und vor allem wurden kleine Nebensächlichkeiten sehr breit ausgewalzt und umständlich beschrieben und die eigentliche Geschichte von Louis kam viel zu kurz. So wurde für mich viel Potential verschenkt und das Buch kommt leider über den Durchschnitt für mich nicht hinaus.

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Veröffentlicht am 21.03.2024

Nicht mein Stil

Murder in the Family
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Vor 20 Jahren wurde ein junger Mann ermordet. Die Polizei untersuchte den Fall, aber weder seine ältere Witwe noch die drei Stiefkinder noch irgendjemand in der Nachbarschaft hatte etwas gesehen und so ...

Vor 20 Jahren wurde ein junger Mann ermordet. Die Polizei untersuchte den Fall, aber weder seine ältere Witwe noch die drei Stiefkinder noch irgendjemand in der Nachbarschaft hatte etwas gesehen und so bleibt der Fall ungelöst. 20 Jahre später wird aus dem Fall eine Fernsehserie und die Ermittlungen erneut aufgenommen. Mit überraschenden Ergebnissen.

Das Buch hätte richtig gut werden können. Doch leider konnte ich mit dem Stil so überhaupt nichts anfangen. Wenn ich einen Film sehen möchte, sehe ich einen Film. Wenn ich ein Buch lesen möchte, lese ich ein Buch. Doch ich möchte weder einen Film sehen, in dem die ganze Zeit gelesen wird, noch möchte ich ein Buch lesen, in der die ganze Zeit über eine Fernsehsendung geschrieben wird. Die ersten 100 Seiten habe ich mich regelrecht durchgequält und die Versuchung, das Buch abzubrechen, wurde immer größer. Irgendwann beschloss ich dann, weder die Namen, noch die Regieanweisungen, noch die Bemerkungen, was die Menschen gerade tun, zu lesen. Ab dann wurde es für mich wesentlich lesbarer. Und ich habe auch nicht das Gefühl, wirklich etwas wesentliches verpasst zu haben. Im letzten Drittel wurde es sogar noch richtig spannend. Doch das konnte insgesamt das Buch für mich nicht retten. Ich fand es schade, in anderer Form geschrieben, wäre es bestimmt ein richtiger Knaller geworden.
Noch eine Anmerkung zum Klappentext. Wenn der Schreiber desselben das Buch selbst nicht liest und die Filmarbeiten drei Jahre nach dem Mord verortet, obwohl es 20 Jahre sind, ist das für mich ein sehr großer Fauxpas.

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