Leichter Kriminalroman für Fans von Regionalkrimis
TaubertaltodDer Kriminalroman „Taubertaltod“ von Heike Wolpert, erschienen im Gmeiner Verlag, spielt in und um Bad Mergentheim an der Grenze von Baden-Württemberg zu Bayern bzw. Franken. Aufgrund der örtlichen Nähe ...
Der Kriminalroman „Taubertaltod“ von Heike Wolpert, erschienen im Gmeiner Verlag, spielt in und um Bad Mergentheim an der Grenze von Baden-Württemberg zu Bayern bzw. Franken. Aufgrund der örtlichen Nähe zu meiner Heimat und dem interessantem Klappentext hat mich das Buch sehr interessiert.
Die Geschichte handelt von Anke Wardlinger, die als Standesbeamtin ausgerechnet bei der Trauung von ihrem Ex-Ehemann für einen kranken Kollegen einspringen muss. Kurz nach dem Ja-Wort bricht der Bräutigam plötzlich zusammen und verstirbt noch im Standesamt. Die Ermittlungen ergeben Tod durch Vergiftung und Anke gerät als geschiedene Ehefrau ins Visier der Kommissare. Gemeinsam mit ihren Freundinnen beginnt sie daher, sich im Umfeld des Opfers umzusehen und umzuhören. Wer hatte es auf ihren Ex-Mann abgesehen und warum haben plötzlich gleich zwei Männer Interesse an ihr?
Heike Wolpert hat den Kriminalfall im beschaulichen Taubertal angesiedelt, das Lokalkolorit spielt demnach eine nicht unbedeutende Rolle. Die Personen sind sehr klar und eindeutig charakterisiert, ich konnte mir die beteiligten Menschen gut vorstellen. Für mein Empfinden war die Spannung durchwegs eher gering, zum Ende hin wurde es geringfügig spannender. Neben der Standesbeamtin Anke spielte auch die Ermittlerin Kerstin Franke eine Hauptrolle, es steckt also viel Frauenpower in dem Buch. Streckenweise war die Erzählung etwas langatmig, wodurch die Leselust leicht gelitten hat.
Dennoch handelt es sich in meinen Augen um einen ordentlichen Kriminalroman, der sich leicht lesen lässt und für angenehme Unterhaltung sorgt.