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Veröffentlicht am 04.05.2026

abgebrochen

Summer Heat
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Ein traumhaftes Luxusresort an der Küste Portugals. Es ist Sommer, die Sonne scheint und die Gäste lassen sich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen. Sie sind reich, mächtig und können sich jeden Wunsch ...

Ein traumhaftes Luxusresort an der Küste Portugals. Es ist Sommer, die Sonne scheint und die Gäste lassen sich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen. Sie sind reich, mächtig und können sich jeden Wunsch von den Augen ablesen lassen.
Im Gegensatz zu den Angestellten, dessen Arbeitstage lang, anstrengend und arbeitsintensiv sind. Mitten unter ihnen die Yoga Lehrerin Mia und der Barkeeper Yanis, zwischen denen eine sommerliche Affäre entbrennt.

Das Cover zeigt eine Palme vor einem düsteren Himmel. Dank des Sonnenuntergangs ist der Himmel unten feuerrot, während oben Gewitterwolken immer dichter werden. Ich finde, dass das Cover Energiegeladen und aufgeheizt wirkt; Spannung liegt in der Luft.

Solveig-Marie Kastner hat einen leichten, gut zu lesenden Schreibstil. Doch leider war mir nicht klar, wohin sie mit dem Geschriebenen möchte. Sie schildert das Leben in dem Luxusresort anschaulich, ebenso die Arbeitsbedingungen und Urlaubserlebnisse. Doch ich möchte da weder Urlaub machen, noch bin ich auf der Suche nach einem neuen Job. Um ehrlich zu sein, habe ich das Buch kurz nach der Hälfte abgebrochen, weil ich kein Ziel in dem Geschrieben erkennen konnte.

Leider waren mir die beiden Protagonisten Mia und Yanis von Beginn an unsympathisch. Yanis mit seiner oberflächlichen Macho-Art, der seine Arbeit als Barkeeper einzig dazu nutz, um Frauen aufzureißen ist mir einfach zu wider. Ja, er mag einen weichen Kern haben, der mich allerdings kein Stück interessiert.
Und Mia als Klammeraffe, die meint, weil sie mit Yanis im Bett war, Ansprüche an ihn stellen zu können, ist ebenfalls einfach nicht mein Typ. Egal was die beiden antreibt, was ihr Beweggründe sind, es interessiert mich einfach nicht!
Ebenso erging es mir mit den Nebencharakteren der Autorin. Ob das die überkandidelten Gäste waren oder die intriganten Angestellten. Zu keinem konnte ich eine Beziehung aufbauen und fand es recht nervig, von ihren Leben zu lesen.

Mich konnte Summer Heat leider nicht überzeugen. Für mich war keine Handlung erkennbar und die Protagonisten waren mir unsympathisch.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

von Schatten und Schlüsseln

Stadt der Sterne
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Beschützt und behütet wächst Violet Everly auf dem Familiensitz der Everlys unter der Obhut ihrer beiden Onkel auf. Während sich der eine intensiv um sie kümmert, glänzt der andere, wie ihre Mutter, mit ...

Beschützt und behütet wächst Violet Everly auf dem Familiensitz der Everlys unter der Obhut ihrer beiden Onkel auf. Während sich der eine intensiv um sie kümmert, glänzt der andere, wie ihre Mutter, mit Abwesenheit. Anfangs ist Violet ihre kleine überschaubare Welt ihr genug, doch mit den Jahren will sie die Welt endlich kennenlernen.
Durch einen Zufall erfährt Violet, dass sie unter einem Fluch leidet. Sie muss ihr Blut der mächtigen Penelope opfern und dadurch sterben. Doch sind Flüche nicht dazu da, gebrochen zu werden?

Das Cover ist dunkel gehalten. Ein goldener Schlüssel prangt in der Mitte des Buches, umhüllt von einem schier unendlichen Nachthimmel. An den Seiten befinden sich geheimnisvolle Gebäude und es ranken sich Nachtschattengewächse um die Szenerie. Auf mich wirkt das Bild geheimnisvoll und magisch.

Georgia Summers entführt mich auf eine magische Reise zwischen die Welten. Denn neben der unsrigen existiert noch so viel mehr, wenn man den richtigen Schlüssel hat. Und auf die Jagd nach diesen Schlüsseln begibt sich Violet. Die junge Frau ist auf der Jagd nach den Schlüsseln, die ihren Fluch brechen; auf der Jagd nach ihrer Mutter, die ihr stets einen Schritt voraus ist; auf der Jagd nach Geheimissen; auf der Jagd nach Sicherheit, Vertrauen und der Liebe. Ja, das Buch scheint eine einzige Jagd zu sein, die mich eigentlich in Atem hätte halten können. Doch dem war leider nicht so. Denn vor lauter Jagd blieb mir der Grund oft verborgen und ich suchte noch nach dem Sinn, während Violet schon wieder einen Schritt weiter war.

Ein häufiger Weggefährte Violets, ist Penelopes Assistent Aleksandr. Mal Spion, mal Verbündeter, mal Geliebter, mal Verräter, ist mir seine Position in der Geschichte oft genauso schleierhaft wie die eigentlich Mission. Wer jagt wem hinter her und vor allem warum eigentlich? Mir war das viele hin und her schleierhaft und die Handlung zu verworren, um ihr folgen zu können. Mein Buch war das leider nicht.

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Veröffentlicht am 10.04.2024

schöner Rahmen

Die Auszeit
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Um ihren neuen Meilenstein von einer Millionen Follower zu feiern, nimmt Viktoria Kaplan die Einladung von Pierre an, sein Luxus-Retreat auszuprobieren. Sie und ihre Freunde sollen ein unbeschwertes Wochenende ...

Um ihren neuen Meilenstein von einer Millionen Follower zu feiern, nimmt Viktoria Kaplan die Einladung von Pierre an, sein Luxus-Retreat auszuprobieren. Sie und ihre Freunde sollen ein unbeschwertes Wochenende in den Bergen genießen und nebenbei natürlich sein Retreat bewerben. Für die Influencerin und den Hotelier eine Win-Win Situation.
Doch schon bald zieht ein Unwetter herauf. Nicht nur das Wetter spielt verrückt, auch zwischen den Freunden gewittert es gewaltig.

Das Cover zeigt den Ausblick auf das Luxus-Retreat als Spiegelung in einem Handydisplay. Das modern gestaltete Hotel, umgeben von malerischen Bergen, Wäldern und einem Bergsee wirkt heimelig. Durch die Farbgestaltung scheint allerdings auch Gefahr von dem Gebäude und der Umgebung auszugehen.

Emily Rudolf hat einen spannenden und gut zu lesenden Schreibstil. Sie schafft eine moderne Welt mitten in der Natur. Ein Luxus-Retreat mit allem technischen Schnickschnack, mitten in der unberührten Wildnis der Alpen. Die daraus resultierende Atmosphäre finde ich interessant und ließ mich gerne von ihr einfangen. Mitten in der Moderne und doch abgeschnitten von der Außenwelt. Ein toller Kontrast, der meine eigenen Gedanken anheizte, Spekulationen anzustellen.
Die Autorin springt zwischen jetzt und damals hin und her, was das Buch für mich lebendig machte. Ich überlegte die ganze Zeit, wer Viktoria ermordet haben könnte und lernte durch die Rückblicke das Gefüge der Gruppe immer besser kennen. Täter schälten sich heraus, die ich wieder verwarf; neue Täter rückten in den Blickpunkt.

Trotzdem gelang es der Autorin leider nicht, mich dauerhaft an die Handlung des Buches zu fesseln. Die schillernde Welt der Influencer ist für mich nicht greifbar, auch wenn Emily Rudolf bemüht ist, sie mir näher zu bringen. Schon eher greifbar ist die Gruppenaktivität der Freunde; die Schwingungen, die unter der Oberfläche brodeln und die Geheimnisse, die nicht ausgesprochen werden. Für mich waren die Handlungen teilweise nicht nachvollziehbar. Ob das die Struktur der Freunde war, das Leben von Viktoria im Allgemeinen, oder der Hotelier Pierre, der seinem Vater beweisen wollte, was er besser machen kann.

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Veröffentlicht am 13.07.2023

Rätselhaft

Ingenium
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Genie, Rätselmeister, Alleswisser. So sind die Bezeichnungen, die Mike Brink nach seinem Unfall trägt. Vorher ein gefeierter Sportler, besitzt er jetzt ein umfangreiches geistiges Wissen, das seines gleichen ...

Genie, Rätselmeister, Alleswisser. So sind die Bezeichnungen, die Mike Brink nach seinem Unfall trägt. Vorher ein gefeierter Sportler, besitzt er jetzt ein umfangreiches geistiges Wissen, das seines gleichen sucht. Kein Rätsel ist vor ihm sicher, kein Zauberwürfel zu verdreht.
Dieses Wissen möchte sich die verurteilte Mörderin Jess Price zu nutze machen, um ihre Unschuld zu beweisen. Denn selbst sie weiß nicht, was in jener Nacht in dem unheimlichen Herrenhaus passierte, auf das sich achten sollte.
Doch je tiefer Mike in das Gottesrätsel eintaucht, desto gefährlicher wird es. Nicht nur für ihn.

Das Cover ist in einem flammenden orange-rot Ton gehalten. In der Mitte steht Mike Brink und um ihn herum verwaschene, psychedelische Linien, die auf ein Pentagramm zuzusteuern scheinen. Auf mich wirkt das Bild unheimlich, abgedreht und seltsam. Und doch war es neben dem spannend klingenden Klapptext ausschlaggebend, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe.

Danielle Trussoni hat mit Ingenium ein eher ungewöhnliches Werk geschaffen. Mystisch, krimihaft, mit Agentenflaire, Horrorelemente und wissenschaftlich, lässt sich ihr Stil nur schwer greifen und beschreiben. Ich mag Bücher, die sich nicht klassische in eine Schublade pressen und mit einem Stempel versehen lassen! Und doch fehlte mir in Danielle Trussonis Werk der rote Faden. Mal ging die Geschichte in diese, mal in jene Richtung, festlegen ließ sie sich allerdings nicht. Was mir zuvor als reizvoll neu erschien, wurde mir zum Schluss hin mühsam und zäh. Nicht ganz spannend, nicht ganz gruselig und nicht ganz wissenschaftlich plätscherten die Ereignisse vor sich hin. Ich ließ mich einlullen und fand den Rückweg in die Spannung nicht mehr, auch wenn ich das Thema durchaus mein Interesse geweckt hatte.

Mit den Charakteren erging es mir leider ähnlich. Mike Brink fand ich als Helden einfach grandios! Ein gefeierter Sportler, der durch eine Kopfverletzung zum Genie wird. Leider büßt er auch seine gesellschaftlichen Umgangsformen ein, denn ein Rätsel kann Mike lösen, einen Gesichtsausdruck hingegen nicht. Den Ansatz fand ich super, doch leider verlor sich Mikes Besonderheit und die Autorin beschränkte sich einzig auf die Rätsel, was ich schade fand. Die Person Mike Brink ist mir immer noch fern.
Ebenso wie die anderen Protagonisten. Eine wirkliche Bindung oder Beziehung konnte ich zu keinem wirklich aufbauen, auch wenn sie mir gefielen. Die Autorin Jess Price, die als Nebenjob auf Häuser aufpasst und bei deren letzten Job plötzlich etwas schief geht, hätte ich genauso gerne kennengelernt wie den geheimnisvollen Dr. Gupta, der Fäden im Hintergrund zieht.

Mein Fazit
Für mich war das Buch etwas zu durcheinander, um es wirklich genießen zu können.

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Veröffentlicht am 18.06.2023

schwere Kost

Unwesen
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Als in dem verschlafenen Küstenstädtchen Norrtälje plötzlich ein Container am Hafen steht, dem keiner zu gehören scheint, beginnt das Rätseln raten. Spekulationen in alle Richtungen werden laut. Als er ...

Als in dem verschlafenen Küstenstädtchen Norrtälje plötzlich ein Container am Hafen steht, dem keiner zu gehören scheint, beginnt das Rätseln raten. Spekulationen in alle Richtungen werden laut. Als er endlich geöffnet wird, entlässt er nacktes Grauen. Nicht nur Unmengen an Leichen befinden sich zwischen seinen metallenen Wänden, sondern auch etwas anderes; etwas böses.

Das Cover zeigt einen Ausschnitt des kleinen Ortes Norrtälje, während eines heraufziehenden Unwetters. Dunkle Wolken bedecken den Himmel, ballen sich drohend zusammen und scheinen gemeinsame Sache mit dem Meer zu machen, um das Dorf in den Untergang zu reißen. Ich finde es wunderbar zum Inhalt gewählt, da es die bedrohliche Stimmung des Buches widerspiegelt.

Unwesen ist mein erstes Buch von John Ajvide Lindqvist. Da er oft mit Stephen King verglichen, bzw. in einem Satz genannt wird, hatte ich ihn mir als Horror-Buch Autor vorgestellt. Unwesen ist grausam, aber ich hatte wegen des Klapptextes mit einer unheimlichen Macht gerechnet, die sich wie ein Schleier über Norrälje legt. Diese Erwartung wurde nicht wirklich erfüllt. Eine wie auch immer geartete Macht des Bösen, um es mal überspitzt zu formulieren, entströmte nicht dem Container und manifestierte sich an Land. Nichts kam, was bekämpft und bezwungen werden konnte. Unwesen ist in meinen Augen eher ein gesellschaftskritischer Roman, der auf die Missstände in der Bevölkerung hinweist. Und dies recht unschön, ungefärbt und sehr direkt. Nachdem ich mich von meinen Erwartungen befreit hatte, gegen Monster oder das Böse an sich zu kämpfen, gefiel mir der individuelle Schreibstil von John Ajvide Lindqvist recht gut.
Im Mittelpunkt der Geschehnisse, stehen sechs sehr unterschiedliche Menschen, die sich ihren Platz im Leben suchen. Es ist eine Geschichte um Max. Einen reichen Jungen, der sich von seinen Eltern los sagt und auf eigenen Beinen stehen will. Finanziell nicht erfolgreich, aber er reift zu einer interessanten Persönlichkeit heran.
Anna und ihre Freundin Siw. Zwei Mädchen aus der unteren Mittelschicht, die viel zahlen, um ein glückliches Leben haben zu dürfen. Mal mehr als sie schultern können, mal weniger. Aber die Freundinnen halten zusammen und stehen für sich ein.
Die ehemaligen Flüchtlingskinder Marko und Maria, die in ihrem zweiten Leben zu Ruhm und Ehre gelangen, aber immer noch auf der Suche sind.
Und schließlich Johan, der seinen Selbsthass auf andere projiziert.
Sechs völlig unterschiedliche Menschen, die nach Jahren den Weg zueinander finden, auf sich und die anderen blicken und reflektieren. Es ergeben sich neue Bindungen, neue Wege, doch sie sind nicht immer gut.

Für mich war das Buch schwer zu lesen. Ich hatte mit etwas ganz anderem gerechnet und wurde in diesem Fall nicht positiv überrascht. Der Schreibstil von John Ajvide Lindqvist ist schwer und drückend, stellenweise erdrückend. Die fiktiven Probleme anderer und das Weltgeschehen sind für mich zu schwere Kost. Trotzdem freue ich mich schon auf andere Bücher des Autors, da mich der Schreibstil irgendwie berührt hat.

Mein Fazit
Wer wie ich mit einem Horror-Roman gerechnet hat, wird enttäuscht werden. Trotzdem ist der eigenwillige Schreibstil von John Ajvide Lindqvist interessant zu lesen.

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