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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2024

Sommerurlaub mit anderer Lebensrealität

Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist
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Das Cover des Buches sieht aus, als er wäre es ein netter, süßer Sommerroman, dem ist nicht so.
Wir begleiten Nora, die zu Urlaub bei ihrer Oma auf dem Land verdonnert wurde. Das findet sie zu Beginn richtig ...

Das Cover des Buches sieht aus, als er wäre es ein netter, süßer Sommerroman, dem ist nicht so.
Wir begleiten Nora, die zu Urlaub bei ihrer Oma auf dem Land verdonnert wurde. Das findet sie zu Beginn richtig doof und macht sich Luft. Doch dann lernt sie Abbas kennen und mit ihm Gefühle, die sie so noch nie gekannt hat. Denn nicht nur ist er ihr erster Freund, zuhause ist sie eher eine Außenseiterin, sondern ihr Bauch kribbelt auch so komisch, wenn er da ist. Die Gefühle von Nora sind sehr gut und bildlich beschrieben, man kann sich leicht in sie hineinversetzen und für die Zielgruppe (ab 10 Jahren) kann ich mir vorstellen, dass sie sich gut in Nora wiedererkennen können. Wie das Leben so ist gibt es aber nicht nur positive Seiten, es geht ebenso um Krieg, Rassismus/Diskriminierung und Tod. Meiner Meinung nach sind diese Themen kindgerecht aufgearbeitet, man begleitet Nora bei ihren Gedankengängen und Erkenntnissen zu den Themen. Bei Kindern, die mit diesen Themen bisher keine Berührungspunkte hatten macht es vielleicht Sinn, das Buch mit einer Bezugsperson zu lesen, generell in den Austausch zu gehen finde ich nach Büchern sowieso eine sinnvolle Sache. Für mich war das Ende sehr plötzlich und schnell, da hätte ich mir noch ein paar mehr Seiten und Story gewünscht, deshalb nur 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Zeitreise der anderen Art

Das andere Tal
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In diesem Buch taucht man in eine Welt ein, die ganz anders ist als unsere. Das liegt nicht nur daran, dass das Tal umgeben ist von anderen Tälern, in denen es jeweils + oder - 20 Jahre sind, sondern auch ...

In diesem Buch taucht man in eine Welt ein, die ganz anders ist als unsere. Das liegt nicht nur daran, dass das Tal umgeben ist von anderen Tälern, in denen es jeweils + oder - 20 Jahre sind, sondern auch an der Struktur ihrer Gesellschaft. In der Schule werden die Kinder und Jugendlichen noch vor aller Augen mit dem Stock geschlagen, Technologie gibt es keine, die Berufsmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Außerdem gibt es da noch das Conseil, denn immer wenn jemand ein anderes Tal besuchen möchte muss darüber entschieden werden, vom Conseil. Schließlich bergen Zeitreisen große Risiken, das weiß doch jeder. Auch Odile, die wir in diesem Roman begleiten und die, geht es nach ihrer Mutter, unbedingt eine Conseiller werden soll. Doch dann sieht sie Besucher, Menschen aus einem anderen Tal, und erkennt sie. Sie kann sich vorstellen, was passieren wird und warum sie zu Besuch kommen und das bringt sie ziemlich aus dem Konzept. Wir begleiten Odile über Jahre, Jahrzehnte, denn es gibt irgendwann im Laufe des Buches einen ziemlich plötzlichen Zeitsprung. Phasenweise ist das Buch so, wie auch Odile's Leben ist, trostlos und eintönig, sie selbst nimmt einfach nur hin und am Leben teil. Im letzten Drittel des Buches kommt nochmal deutlicher Spannung auf und ein Handlungsstrang folgt auf den nächsten. Einige Fragen sind für mich offen geblieben, Systemkritik oder auch nur eine kritischere Betrachtung blieb aus, das Ende sehr überstürzt. Trotzdem habe ich mich von dem Buch gut unterhalten gefühlt und es hat mir einige neue Impulse und Gedankengänge beschenkt, es wirft viele philosophische Fragen auf.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Spannender Auftakt einer neuen Reihe

Die Stille der Flut
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Lina hat zwei Aufgaben:
1. Ihrem neuen Team bei den Ermittlungen im Fall eines toten Mädchen helfen
2. Einen Maulwurf in genau diesem Team ausfindig machen
Was leichter klingt, als es ist und Lina oft ...

Lina hat zwei Aufgaben:
1. Ihrem neuen Team bei den Ermittlungen im Fall eines toten Mädchen helfen
2. Einen Maulwurf in genau diesem Team ausfindig machen
Was leichter klingt, als es ist und Lina oft mit Bauchschmerzen zurücklässt wird sehr spannend verpackt.
Das Buch ist aus zwei Sichten geschrieben, einmal Lina und als zweites Kea, ihre neue Teamchefin, die sie nicht besonders leiden kann und das auch sehr deutlich zeigt. Im Laufe des Buches lernt man die Kollegen alle mehr oder weniger gut kennen und rätselt mit, wer denn nun der Maulwurf sein könnte. Auch der eigentliche Fall nimmt immer mehr Fahrt auf, neue Erkenntnisse tauchen auf und Wendungen passieren. Man konnte das Buch super flüssig lesen und ich war richtig drin in der Story. Auch wenn das Ende für meinen Geschmack etwas plötzlich und schnell kam und manche Dinge noch nicht abschließend geklärt sind hat es mich wunderbar unterhalten. Ich kann es nicht abwarten, die weiteren Teile zu lesen, 2 weitere Bände erscheinen noch dieses Jahr.

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Veröffentlicht am 04.04.2024

Dürfen Eltern alles bestimmen?

Beim Leben meiner Schwester
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Sie will das Recht, über ihren Körper bestimmen zu dürfen. Die kleine Anna Fitzgerald will endlich nicht mehr tausende Operationen über sich ergehen lassen und vor allem will sie nicht ihre Niere spenden. ...

Sie will das Recht, über ihren Körper bestimmen zu dürfen. Die kleine Anna Fitzgerald will endlich nicht mehr tausende Operationen über sich ergehen lassen und vor allem will sie nicht ihre Niere spenden. Doch welches Recht hat sie, schließlich ist sie noch ein Kind. Ihre Eltern haben sie nur gezeugt, damit sie ihrer älteren Schwester Knochenmark, Blut oder Organe spendet, denn ihre ältere Schwester hat Leukämie. Deshalb sucht Anna sich einen Anwalt und will ihre Eltern verklagen. Das Buch ist aus vielen verschiedenen Sichten geschrieben - Die Eltern, Anna, ihre Schwester, ihr Bruder, ihr Anwalt, was die Situation gut verdeutlicht und auch bemerken lässt, wenn ein Wandel geschieht. Dieses Buch bringt einen in einen Zwiespalt und doch war ich mir meiner Meinung ziemlich sicher. Mit dem Ende dieses Buches hätte ich nicht gerechnet, vor allem weil ich den Film gesehen habe und er anders endet. Dieses Buch ist fesselnd und bleibt einem noch länger im Gedächtnis hängen und man merkt, dass oft nicht der gefragt wird, um den es geht: den Kranken

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Veröffentlicht am 04.04.2024

Tolles Buch mit kleinen Schwächen

Fußball – Alle spielen mit
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"Fußball - Alle spielen mit", der Titel hat mich direkt angesprochen und an mehrere Momente aus meinem Arbeitsalltag erinnert. Auch die Inhaltsbeschreibung hat dazu beigetragen, dass ich dieses Buch unbedingt ...

"Fußball - Alle spielen mit", der Titel hat mich direkt angesprochen und an mehrere Momente aus meinem Arbeitsalltag erinnert. Auch die Inhaltsbeschreibung hat dazu beigetragen, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte und angefragt habe. Wie vielfältig Fußball, die Spieler und Spielorte sein können zeigt das Buch sehr gut. Ob jung oder alt, arm oder reich, mit Behinderung oder ohne, überall auf der Welt wird mit Freude gegen die runde Kugel getreten. Dabei ist ganz egal, ob sie aus tollem Leder, Plastik oder selbstgebastelt ist. Auch der Ort ist so individuell wie das Leben. Man sieht Menschen in der Stadt, im Stadion, am Strand und es wird sehr schön betont, dass es nicht darum geht zu gewinnen, sondern gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. Am Ende des Buches gibt es einige Fragen und Anregungen, die beim Vorlesen helfen können auch nach dem Lesen noch ins Gespräch zu kommen. Es sind viele bunte Bilder und wenig Text, weshalb ich mir sehr gut vorstellen kann, dass die Zielgruppe große Freude an dem Buch haben wird.

Nun zu meinen, wenn auch kleinen, Kritikpunkten:

Als Buch, dass sich Vielfältigkeit und Inklusion auf die Fahne schreibt sind mir doch ein paar Formulierungen aufgefallen, die ich sehr ungünstig gewählt finde. Es wird zum Beispiel geschrieben "Fußball spielen hilft uns, fit und gesund zu bleiben.", der Satz ist natürlich per se nicht falsch, aber es gibt auch sehr viele Menschen die, manchmal schon von Geburt an, Krankheiten oder Behinderungen haben und deshalb vielleicht nicht "fit und gesund" sind. Im Fragenteil zum Schluss steht "Besonders toll am Fußballspielen ist, dass wir dabei viel laufen.", auch diese Formulierung finde ich ungünstig, vor allem im Anbetracht dessen, dass im Buch sogar Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator dargestellt sind. Ebenso ist mir aufgefallen, dass zwar verschiedene Altersstufen und Nationalitäten dargestellt werden, man diversere Körperformen aber vergebens sucht, keine Person ist offensichtlich mehrgewichtig, das finde ich schade.

Wie gesagt, es sind kleine Kritikpunkte und manch einer mag sie vielleicht auch als sehr pingelig ansehen, aber für ein Buch, dass Vielfalt zum Thema macht finde ich hätte man dahingehend doch noch etwas sensibler sein können.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr gerne gelesen und finde es toll, ich kann mir gut vorstellen es zu empfehlen oder auf der Arbeit einzusetzen.

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