Profilbild von Stampelchen

Stampelchen

Lesejury Star
offline

Stampelchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stampelchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2024

Ein zufriedenstellender Abschlussband

Solartopia – Bis zum Ende der Zeit
0

Meinung:
Teil 1 hat mir ja gut gefallen und doch einige Überraschungen bereit gehalten, weshalb ich auf diesen Abschlussband sehr gespannt war.

Die Handlung knüpft kurz nach dem Ende von Teil 1 an und ...

Meinung:
Teil 1 hat mir ja gut gefallen und doch einige Überraschungen bereit gehalten, weshalb ich auf diesen Abschlussband sehr gespannt war.

Die Handlung knüpft kurz nach dem Ende von Teil 1 an und startet mit einer kurzen „familiären“ Szene in Turris, die zeigt, wie es vielleicht hätte sein können, wenn Nova dort nicht alleine hätte leben müssen.

Aber das Setting wechselt zügig zurück nach Solartopia und dort lernen wir nun auch den dunklen Teil der Stadt kennen. Denn, auf den 2. Blick ist die Stadt nicht so utopisch und toll, wie sie dargestellt wird. Auch hier müssen Leute im Untergrund und in Armut leben und es gibt doch einiges an Müll...

Um Beweise für die Machenschaften des Gärtners zu finden, schreibst sich Nova an der Solaris-Akademie ein. Dadurch, dass sie ja so abseits aufgewachsen ist, stellt sie das Schulleben schon vor ein paar Herausforderungen, aber prinzipiell merkt man schon, dass Nova durch die Erlebnisse in Teil 1 viel reifer und erwachsener geworden ist, weshalb die Handlung auch etwas an Tiefe gewinnt. Auch wenn manches immer noch eher oberflächlich erzählt und nur angeschnitten und vor allem auch der Showdown recht einfach und schnell abgehandelt wird.

Mir war auch der Gärtner als Antagonist leider zu oberflächlich beschrieben und auch wenn seine Pläne so durchdacht waren, hat mir am Ende doch ein nachvollziehbarer Grund für dieses Vorgehen gefehlt. Da wurde etwas Potential verschenkt. Und große Überraschungen gab es in diesem Teil jetzt auch eher weniger, sondern die Entwicklungen waren mit der Zeit absehbar, wenn auch wirklich nicht langweilig.

Schön fand ich aber, dass Nova nun Mitstreiter bekommen hat, die an ihrer Seite stehen, auch wenn ich das nicht unbedingt mit einer Liebesgeschichte kombiniert gebraucht hätte. Aber dadurch, dass Nova an der Schule ist, bleibt nicht viel Zeit für Liebesgedöns. Außerdem fand ich es gut, dass es Ende noch einen Epilog gibt und man so noch paar Einblicke bekommt, wie es nun weitergeht und die Reihe damit zufriedenstellend abgeschlossen wird. Und natürlich auch die interessanten Denkanstöße zu den Themen Umwelt und Machtmissbrauch.

Fazit:
Ein zufriedenstellender Abschlussband dieser kleinen Klima-Reihe für eher jüngere Jugendliche. Die Protagonistin hat sich weiterentwickelt, die Handlung wird stimmig weitererzählt und auch die dunklen Seiten beleuchtet und es gibt einiges an Spannung, auch wenn größere Überraschungen, wie es sie im Auftakt gab, fehlen. Manches bleibt etwas oberflächlich, vor allem der Antagonist, aber prinzipiell mochte ich das Ende, den Ausblick und auch die Denkanstöße ganz gern. Somit vergebe ich wieder solide 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2024

Die Reihe geht unterhaltsam weiter!

Magic Agents – In Stockholm stehen die Trolle kopf!
0

Meinung:
Auch im dritten Teil der Reihe habe ich mich auf ein Wiedersehen mit den bereits bekannten Figuren gefreut. Auch wenn Elia zu Beginn ungewöhnlich kopflos und leichtsinnig agiert und ich auch dieses ...

Meinung:
Auch im dritten Teil der Reihe habe ich mich auf ein Wiedersehen mit den bereits bekannten Figuren gefreut. Auch wenn Elia zu Beginn ungewöhnlich kopflos und leichtsinnig agiert und ich auch dieses mal die Streitereien zwischen Uhrenhexe Glenda und Muffel Selmur zu Beginn etwas viel fand. Nichtsdestotrotz mag ich die Kombi weiterhin richtig gerne und fand es interessant, dass Elia nun den besserwisserischen Emil an die Seite gestellt bekommt, bei dem man sich nicht ganz sicher sein kann, ob sie ihm auch wirklich trauen kann.

Dieses Mal geht es nach Stockholm, wieder ein ganz besonderer Ort, mit vielen magischen Mythen und Geheimnissen. Der Autorin gelingt es erneut ziemlich gut, einen schönen Einblick von Stockholm und seinen (magischen) Gegebenheiten zu bieten, auch wenn es zu den Trollen gern etwas tiefer gehende Infos hätte geben dürfen. Aber trotzdem wird das Worldbuilding erneut um viele neue Figuren, magische Elemente und Gadgets, sowie interessante Schauplätze erweitert.

Der Fall ist erneut ziemlich spannend und gefährlich und auch wenn man sich einige Wendungen gut erschließen kann, haben mich andere doch überrascht und bringen auch nochmal viel Dynamik für die Fortsetzung mit.

An sich sind Dynamik und Tempo wieder sehr hoch, aber es bleibt auch Zeit für die humorvollen und emotionalen Momente, die geschickt in den Plot eingebettet werden. Am Ende kommt es wieder zu einem spannenden Showdown und ich bin schon jetzt auf die Fortsetzung gespannt.

Und auch Sprecherin Mia Diekow hat wieder sehr gut zur Geschichte und den besonderen Figuren gepasst und für viel Lebendigkeit und Leichtigkeit gesorgt.

Fazit:
Wieder eine tolle Fortsetzung, mit einem neuen interessanten Schauplatz, neuen Verbündeten und Feinden und einer spannenden Geschichte. Auch die bereits liebgewonnen Figuren zeigen sich von ihrer bekannten und zumeist liebenswerten Seite und das Worldbuilding und die Details werden stimmig erweitert und vertieft. Vor allem zu Beginn war es mir teilweise etwas zu viel des Guten, aber das fällt kaum ins Gewicht, da sonst so vieles einfach richtig gut passt. Ich vergebe gerne wieder die guten 4 Sterne und freue mich auf eine weitere Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2024

Ein zufriedenstellender Abschlussband

Crescent City – Wenn die Schatten sich erheben
0

Meinung:
Wieder ist es gute 1,5 Jahre her, dass ich den Vorgänger gehört habe und obwohl die Handlung wirklich komplex ist, war mir das wichtigste, auch dank der Erinnerungsstützen, doch wieder schnell ...

Meinung:
Wieder ist es gute 1,5 Jahre her, dass ich den Vorgänger gehört habe und obwohl die Handlung wirklich komplex ist, war mir das wichtigste, auch dank der Erinnerungsstützen, doch wieder schnell präsent und ich habe wieder gut in die Geschichte gefunden.

Das liegt auch daran, dass es mittendrin weitergeht, da der Vorgänger ja mit einem richtigen Schocker geendet hat.

Zu Beginn dieses Abschlussbands sind wir zusammen mit Bryce in dieser anderen Welt gelandet und ich mochte das total gerne. Auch wenn die Rollen der bekannten, anderen Figuren vielleicht geringer sind, als sich das manche gewünscht hätten, fand ich die Verbindung ziemlich gut gemacht und vor allem auch die Infos über die Vergangenheit und die Zusammenhänge super eingebettet und verkauft.

Gleichzeitig geht es im ersten Teil auch bei Hunt und den anderen hart zu, denn diese müssen starke Folter über sich ergehen lassen, wo die Autorin mal wieder nicht mit Details geizt. Auch das hätte ich mal wieder nicht so ausführlich gebraucht, aber insgesamt war es zumindest mal was anders, als die unendlichen Sex-Szenen im Vorgänger. Von diesen gibt es hier erfreulicherweise viel weniger, was ich als großen Vorteil empfunden habe.

An sich gibt es aber auch hier wieder grundsätzlich extrem viele Details und Nebenschauplätze. Manche interessant, manche aber auch ziemlich unnötig. Vor allem die Sicht von Ithan und der große Fokus auf die Wölfe bzw. seine Emotionen dazu, waren mir deutlich zu viel. Und auch von Tharion hätte ich nicht ganz so viel gebraucht, obwohl mir das weniger überflüssig vorkam. Trotzdem fand ich den Spannungsbogen meist recht hoch und gut gefallen hat mir, dass Lidia hier mehr Fokus bekommen hat und auch ihre Geschichte zusammen mit Ruhn gut weitergeführt wurde.

Bryce ist auch hier wieder sehr besonders und speziell und trifft oftmals echte Ego-Entscheidungen, aber irgendwie macht sie das aus und ich mag sie trotzdem.

Prinzipiell fand ich die grundsätzlichen Entwicklungen gut und stimmig, auch wenn der Endkampf dann insgesamt doch ein bisschen schnell und einfach von der Hand ging. Aber es hat für mich gepasst, ich fand es zufriedenstellend und mochte es, dass es danach auch noch so einen kleinen Ausblick gab.

Fazit:
Ein zufriedenstellender Abschlussband, der zwar an manchen Ecken wieder zu viele Details bietet, aber doch auch viele interessante Antworten, Hintergründe und Verknüpfungen mitbringt, die ich mir für diesen Abschlussband gewünscht habe. Deshalb vergebe ich gute 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2024

Spannend, aber das Schema wiederholt sich oft...

Mörderfinder – Stimme der Angst
0

Meinung:
Nachdem ich die Hauptreihe um Max-Bischoff nicht kenne, habe ich die damaligen Ereignisse um seine große Liebe Jennifer nicht mitbekommen. Deshalb fand ich die Ausgangslage schon extrem spannend. ...

Meinung:
Nachdem ich die Hauptreihe um Max-Bischoff nicht kenne, habe ich die damaligen Ereignisse um seine große Liebe Jennifer nicht mitbekommen. Deshalb fand ich die Ausgangslage schon extrem spannend. Es ist klar, dass so eine Begegnung einen Menschen aufwühlt und mitnimmt und ihn auch nicht mehr klar denken lässt.

So ist das auch bei Max. Ich konnte ihn verstehen, fand manche Entscheidungen aber doch recht leichtsinnig und naiv. Die Tatsache, dass wieder sein Umfeld und auch er persönlich in Gefahr geraten, finde ich nun langsam wirklich etwas viel. Ich habe es nach dem letzten Teil schon als Kritikpunkt angebracht und finde nun wirklich, dass es damit mal gut sein könnte und Max auch wieder andere Fälle bekommen könnte. Denn so wirklich realistisch ist das ja echt nicht mehr, dass es immer ihn und/oder sein Umfeld trifft und er trotzdem auch immer weitermacht. Und irgendwie wiederholt es sich dann doch.

Nunja, auch wenn alles recht konstruiert war und ich mir auch schon recht bald denken konnte, wer wirklich der Täter ist, fand ich den Fall grundsätzlich spannend und doch auch mit einigen schockierenden Details versehen. So gab es auch immer mal wieder Kapitel aus der Sicht des Opfers, die fand ich schon echt beklemmend. Und an sich war trotz der starken Vermutung lange Zeit nicht ganz klar, was die Motive hinter der Tat sind.

Gut gefallen hat mir, dass Marvin Wagner eine immer größere Rolle einnimmt. Sein Charakter ist ja definitiv besonders und er bringt viel Leichtigkeit und trotzdem auch Kompetenz mit. Ein totaler Reinfall war hingegen wieder KK11 Leiterin Eslem Keskin. Nach dem letzten Teil hatte man ja gedacht, dass sie sich nun endlich etwas annähert, aber in diesem Teil verhält sie sich meistens wieder total bescheuert und einfach trotzig gegenüber Max, selbst wenn das bedeutet, dass sie ihre Arbeit blockiert.

Am Ende gibt es wieder einen spannenden Showdown und doch auch interessante Entwicklungen für eine weitere Fortsetzung.

Fazit:
Prinzipiell ein weiterer spannender Teil der Reihe um Max Bischoff, auch wenn es sich doch immer wiederholt, dass Max und/oder die ihm Nahe stehen in Gefahr geraten. Zusätzlich war der Fall doch etwas konstruiert, auch wenn ich es nachvollziehen konnte, dass Max davon aus der Bahn geworfen wurde. Ich hatte schon bald die richtige Vermutung wer hinter allem steckt, fand die Aufdeckung der Motive und Details aber trotzdem recht unterhaltsam. Zwischendurch war die Stimmung wirklich sehr beklemmend, aber einige der Nebencharaktere wie Marvin und Horst lockern das mit ihrer Art wieder auf. Somit gab es zwar kleinere Kritikpunkte, aber prinzipiell auch wieder großen Unterhaltungswert, weshalb ich noch knappe 4 Sterne vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2024

Ein action- und wendungsreicher Auftakt in eine unterhaltsame Reihe

Thieves’ Gambit
0

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort neugierig gemacht. Diebesfamilien finde ich eh immer interessant und von einem Wettbewerb nur zwischen Dieben habe ich noch nicht so oft gelesen.
Ein bisschen ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sofort neugierig gemacht. Diebesfamilien finde ich eh immer interessant und von einem Wettbewerb nur zwischen Dieben habe ich noch nicht so oft gelesen.
Ein bisschen abgeschreckt hat mich, dass der Fokus auf der Liebesgeschichte liegen könnte, was aber zum Glück nicht so extrem der Fall war. Auch wenn diese schon eine wichtige Rolle spielt, da Protagonistin Ross große Vertrauensprobleme hat.

Dies liegt aber auch daran, dass ihre Mutter ihr immer wieder eingetrichtert hat, dass man sich auf andere nicht verlassen kann und nur die Familie was wert ist. Deshalb hat Ross auch keine Freunde und wenn sie es mal damit versucht hat, wurde sie enttäuscht.

Umso schwerer fällt es ihr, als sie in dem Wettbewerb nun auch mit anderen zusammenarbeiten und sich auf diese verlassen muss. Mir hat diese Entwicklung wirklich gut gefallen und auch der Plot an sich. Denn Ross will gar nicht so wirklich freiwillig am Gambit teilnehmen, sondern es ist der einzige Weg, ihre Mutter zu befreien.

Das Gambit ist definitiv besonders, genauso wie die Gegebenheiten und die Figuren. Hinter dem Gambit steht eine noch eher geheimnisvolle Organisation, die definitiv ihre eigenen Ziele verfolgen und auch die anderen Teilnehmer sind interessante und spannende Persönlichkeiten mit ganz besonderen Diebesfähigkeiten. Es hat mir Spaß gemacht, die unterschiedlichen Figuren und ihre Eigenheiten näher kennenzulernen und ich fand es auch spannend mitzuerleben, ob sie nun nur eine Rolle spielen, oder ob Ross ihnen wirklich vertrauen kann.

Es gibt von Anfang an viel Action und Gefahr, aber doch auch viel Raum für Charakterentwicklung und Emotionen. Ross hadert oft mit der Situation und sich selbst, das hat sich manchmal wiederholt, aber nur so war ihre Entwicklung glaubhaft.

Im Verlauf werden einige Geheimnisse angedeutet, oder auch aufgedeckt, weshalb es auch ein paar interessante und unerwartete Wendungen gibt. Ein paar davon habe ich zwar schon vermutet, aber die gesamte Tragweite des Ganzen hab ich nicht absehen können und die Abgebrühtheit mancher Personen hat mich doch echt schockiert. Dieser Auftakt endet mit einem Knall und wirft viele neue Fragen auf, wobei das Gambit an sich aber abgeschlossen wird.

Es war mein erstes Hörbuch von Sprecherin Mala Sommer, die aber einen richtig guten Job gemacht hat. Sie war sympathisch, konnte mir Ross und ihre Gefühle und Gedanken wirklich gut näher bringen und ich habe alles hautnah miterlebt, da sie es so lebendig gelesen hat.

Fazit:
Ein action- und wendungsreicher Auftakt in eine unterhaltsame Reihe rund um jugendliche Diebe und einen spannenden Wettbewerb. Mich konnten Charaktere, Wendungen und die angedeuteten Geheimnisse wirklich überzeugen und durch die gute Sprecherleistung habe die Handlung auch hautnah miterlebt. Manchmal waren es etwas viele Zweifel und Grübeleien, aber das war nötig, um die Charakterentwicklung glaubhaft zu machen. Das Ende hat nochmal richtig schockiert und ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht. Somit vergebe ich gute 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere