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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2025

Ein schwer zu packendes Sachbuch

Das Zeitalter des magischen Zerdenkens. Notizen zur modernen Irrationalität
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Die hier angesprochene Zielgruppe von Fans und Stans mit ihrem ständigen Online-Sein trifft sicher nicht auf alle Leser*innen zu, auch ich bin nicht krankhaft von digitalen Medien abhängig, gar hörig. ...

Die hier angesprochene Zielgruppe von Fans und Stans mit ihrem ständigen Online-Sein trifft sicher nicht auf alle Leser*innen zu, auch ich bin nicht krankhaft von digitalen Medien abhängig, gar hörig. Daher kann ich letztendlich mit den vielen Informationen aus Interviews, Essays, Artikeln aus der New York Times etc. relativ wenig mit ihren Erkundungen kognitiver Verzerrungen anfangen, auch wenn das Cover sehr ansprechend gestaltet ist. Viele ihrer inneren Gedankengänge zu äußeren Ereignissen sind oft oberflächlich, teils auf amerikanische Verhältnisse als Kulturkritik bezogen. Die Suche nach einer vernünftigen Erklärung für die eigene ständige Unsicherheit der Autorin und ihres Umfelds wird in einem eher pseudo-wissenschaftlichen Schreibstil angeboten, deren tieferen Inhalt schwer zu fassen ist.
Inhaltlich wenig ansprechend.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Es fällt schwer, diese Parabel zu entschlüsseln.

Größtenteils heldenhaft
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Ein komischer Roman, der in seiner Kürze eher als Novelle gelten dürfte. Neben Inzest und Zauberei geht es hier um Macht, um Menschen und ihre Beziehungen. Superhelden mögen mehrmals sterben können, Bösewichte ...

Ein komischer Roman, der in seiner Kürze eher als Novelle gelten dürfte. Neben Inzest und Zauberei geht es hier um Macht, um Menschen und ihre Beziehungen. Superhelden mögen mehrmals sterben können, Bösewichte aber auch wieder auferstehen. Und indem diese Superschurken andere Superschurken beseitigen, mögen sie vielleicht auch schon wieder Helden sein. Die Hauptfiguren Femme und Held spielen in dieser doch komischen Geschichte mal den Guten, mal den Bösen, sich und alle anderen teils in Beziehungen zwischen Männern und Frauen, teils aus Machtgelüsten in der Gesellschaft permanent bekämpfend. Sollten hier Parallelen zum Nordirlandkonflikt zu erkennen sein?
Der Schreibstil mit langen, verschachtelten Sätzen erfordert Konzentration und auch die Wortwahl ist sehr eigenwillig auf den 126 Seiten. So wie in einer Liebesbeziehung von Femme und Held mögen wir auch bei Friedensverhandlungen wie in Nordirland immer wieder scheitern, sollten Vertrauen und Liebe fehlen. Es fällt schwer, diese Parabel zu entschlüsseln.

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Veröffentlicht am 06.06.2024

Ein seltsamer Krimi

Weißglut
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Dieser seltsame Krimi spielt mitten im finnischen Seengebiet, am Päijänne in der Nähe des kleinen Ortes Sysmä: Eher ein Fall voller Gerüchte und bekannter finnischer Sprichwörter, kein interessanter Mordfall ...

Dieser seltsame Krimi spielt mitten im finnischen Seengebiet, am Päijänne in der Nähe des kleinen Ortes Sysmä: Eher ein Fall voller Gerüchte und bekannter finnischer Sprichwörter, kein interessanter Mordfall mit Toivo Aalto als ermittelndem Kommissar. Das Setting zum Midsommer gefällt, doch die einzelnen Charaktere sind sehr gewöhnungsbedürftig, eher zu unrealistisch konzipiert: Ebenso wie die Protagonistin Sarah Fuchs aus München mit High-Heels und Gucci-Rucksack in der Natur unterwegs oder Onni Järvinen, einem Doktoranden aus Helsinki am Institut für finnische Mythologie und Religionslehre mit Asperger-Syndrom wirkt letztlich auch der Kommissar zu unrealistisch und wenig überzeugend. Die Spannungskurve wird auch nicht durch weitere Figuren wie Ilvi oder Jaro gestraffter, da einfach konstruktive Ermittlungsansätze vermisst bleiben in den Handlungssträngen um Sarah, Onni und dem Mörder. Die ganze Geschichte voller Missverständnisse, Gerüchte und Verdächtigungen wirkt anfangs komisch, schweift aber ab ins Absurde und Unglaubwürdige. Mehr Hintergrundinformationen zur vermissten Statue, zur sogenannten Öberg-Theorie und zum Kalevala, dem finnische Nationalepos wären interessant gewesen.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Anklänge einer modernen Fabel

Mein erstaunlicher Hang zu Fehltritten
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Das Cover zeigt die Hauptperson, einen Steinmarder namens Archie, vermenschlicht wie weitere Tiere mit eindeutig menschlichen Fähigkeiten in teils menschlichem Wohnambiente in jeweils tierischer Behausung. ...

Das Cover zeigt die Hauptperson, einen Steinmarder namens Archie, vermenschlicht wie weitere Tiere mit eindeutig menschlichen Fähigkeiten in teils menschlichem Wohnambiente in jeweils tierischer Behausung. Sein Leben erzählt von Verlusten, Entbehrungen, Ängsten, Liebe und Lebensweisheiten. Besonders das Zusammenleben mit dem alten Fuchs Fedor, seinem Gottesglauben und mit dem wichtigen Buch lassen nach dem Sinn der Handlung fragen. Die Angst vor dem Tod, das Paradies wird thematisiert, aber zwiespältig ist die Diskrepanz zwischen tierischen Instinkten und unserer Moral – denke man nur an NIEMAND, in letzter Minute vor seinem Exodus bewahrt. Die eigentliche Kernaussage ist nicht klar greifbar. Geht es um die knallharte, teils kriminelle Realität des Überlebens unter den Menschen mit all ihrer vorgeschobenen Religiosität? Die hier ausgewählten Tierarten wie ein gerissener Fuchs, wendiger Steinmarder, Jagdhund, Luchs etc. sollen sicher gewisse menschliche Eigenschaften wie in bekannten Fabeln verkörpern. Ein Geschichte mit Fragezeichen!

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Veröffentlicht am 07.11.2023

Inhaltlich nicht wirklich überzeugend.

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Das kunstvoll gestaltete Cover in geschwungener Schrifttype und in sich angeglichener Farbwahl in Lila mit Beleuchtungseffekt wirkt sehr edel, passend zum Buchtitel. Es geht um zwei Familienunternehmen, ...

Das kunstvoll gestaltete Cover in geschwungener Schrifttype und in sich angeglichener Farbwahl in Lila mit Beleuchtungseffekt wirkt sehr edel, passend zum Buchtitel. Es geht um zwei Familienunternehmen, vertreten durch die sehr konträren Hauptfiguren Norah und Sander. Das Setting im Hardangervidda-Nationalpark in Norwegen scheint ideal für Interaktionen angenehmer Art. Leider fallen die Landschaftsbeschreibungen der 14-tägigen Trekkingtour mager aus, ohne Begeisterung für die überwältigende Schönheit der dortigen Natur. Stattdessen irritiert das ständige emotionale Hin und Her von Norah, während Sander in seiner geradlinigen Art sympathischer wirkt. Manche Handlungsweisen der eher komplizierten Norah sind stellenweise schlecht nachvollziehbar, anstrengend, frustrierend. Während ihre Zukunft ungewiss erscheint, sieht Sanders sichere Zukunft sehr vorprogrammiert aus. Wäre die Liebesgeschichte nur aus Norahs Perspektive geschrieben worden, hätte sie vielleicht mehr Drive gehabt. Letztendlich fehlt Spannung bei zu oberflächlich dargestellten Charakteren.

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