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Veröffentlicht am 06.05.2024

Eine zauberhafte Hexengeschichte

Abends spät um sechs kocht die kleine Hex'
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Ich liebe Hexengeschichten und ich mag die Bilder von Briony May Smith sehr gerne. Auf „Abends spät um sechs kocht die kleine Hex'“ habe ich mich daher richtig gefreut.

Diese Nacht ist es soweit: Die ...

Ich liebe Hexengeschichten und ich mag die Bilder von Briony May Smith sehr gerne. Auf „Abends spät um sechs kocht die kleine Hex'“ habe ich mich daher richtig gefreut.

Diese Nacht ist es soweit: Die kleine Hexe will ihre allererste Zaubersuppe kochen. Dafür braucht sie allerdings eine Menge ungewöhnlicher Zutaten, die sie erst einmal finden muss: Vampirzähne, Phönixfedern, Mumienstaub, gläserweise Eulenohrschmalz...Die Liste ist ziemlich lang, aber mit der Unterstützung ihrer Mutter und ihrem geliebten Kätzchen gelingt es der kleinen Hexe, alles zusammenzusammeln. Doch als sie schließlich endlich in der Zaubersuppenküche mit dem Brauen des Tranks beginnt, passiert ihr plötzlich ein kleines Missgeschick. Oje...

Wie es weitergeht und ob sich am Ende doch noch alles zum Guten wenden wird, werde ich hier nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Es erwartet einen jedenfalls eine ganz reizende, sehr unterhaltsame und überhaupt nicht unheimliche Halloween-Geschichte, die am Schluss eine süße Überraschung parat hat und deren Heldin einem sofort ans Herz wächst. Letzteres gelingt vor allem dadurch, dass die kleine Hexe ihr Abenteuer selbst erzählen darf. In kurzen originellen Reimen berichtet sie von ihren nächtlichen Erlebnissen und zeigt uns dabei, dass es vollkommen okay ist, wenn man mal scheitert und man sich davon nicht entmutigen lassen darf. Es kann nicht immer alles auf Anhieb klappen, niemand von uns ist perfekt.

Die farbigen und fantasievollen Bilder von Briony May Smith ergänzen Michelle Robinsons Text ganz zauberhaft. Nahezu jeder Vers wird bildlich veranschaulicht, mal durch eine ganz- oder doppelseitige Zeichnung, mal durch eines von mehreren kleinen Bildchen, die sich comicartig über eine Seite verteilen. Wie gewohnt sind die Illustrationen einfach wundervoll anzusehen. Sie stecken voller Details und strahlen eine heimelig-geheimnisvolle Atmosphäre aus.

Fazit: „Abends spät um sechs kocht die kleine Hex'“ ist eine entzückende Hexengeschichte, die Jung und Alt gleichermaßen begeistert und in keinster Weise gruselig ist. Wunderbar gereimt und zauberschön illustriert. Ein tolles (Vor-)Lesevergnügen ab 4 Jahren für kleine und große Hexenfans – nicht nur in der Halloweenzeit. Ich kann das neue Bilderbuch von Michelle Robinson und Briony May Smith wärmstens empfehlen, mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.05.2024

Ein wunderbares Inselabenteuer mit viel tollem Rätselspaß & Nordsee-Flair

Das Leuchtturm-Geheimnis
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Der 11-jährige Fiete freut sich immer sehr auf den Sommer, wenn er und seine Familie in ihrem alten Insel-Leuchtturm übernachten, der schon seit vielen Jahren außer Betrieb ist und heute als Ferienhaus ...

Der 11-jährige Fiete freut sich immer sehr auf den Sommer, wenn er und seine Familie in ihrem alten Insel-Leuchtturm übernachten, der schon seit vielen Jahren außer Betrieb ist und heute als Ferienhaus für Touristen genutzt wird. Als Fiete mit seiner kleinen sechsjährigen Schwester Lille und seiner besten Freundin Alice Verstecken im Leuchtturm spielt und kurz darauf eine mysteriöse Flaschenpost entdeckt, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn eines großes Abenteuers ist. In der Flasche befindet sich ein Teil einer Schatzkarte und ein Seil mit Seemannsknoten. Was es damit wohl auf sich hat? Fiete, Lillie und Alice sind sofort Feuer und Flamme und versuchen das Rätsel ihre Fundes zu lösen. Dabei stoßen die Kinder nicht nur auf immer mehr Geheimnisse, sondern begegnen auch ständig dem unheimlichen Janssen, der seit kurzem Gast in der Pension von Alices Eltern ist. Wer ist dieser Janssen nur und was hat er vor?

Nachdem mich Marie Braner mit ihrem Kinderbuchdebüt „Das Glashaus-Geheimnis“ auf ganzer Linie überzeugt hat, habe ich mich auf ihren neuen Kinderroman „Das Leuchtturm-Geheimnis“ sehr gefreut. Bei diesem handelt es sich um eine Fortsetzung zu ihrem Erstlingswerk, allerdings ist er völlig unabhängig lesbar, da er nicht auf den Vorgänger aufbaut und es um komplett andere Figuren geht. Eine große Gemeinsamkeit haben die Bücher aber durchaus: In beiden Bänden begibt man sich auf eine abenteuerliche Schnitzeljagd bei der es knifflige Rätselaufgaben zu lösen gilt, man an außergewöhnliche Orte mitgenommen wird und einem alten Familiengeheimnis auf die Spur kommt.
Anders jedoch als in Band 1, entführt uns Marie Braner dieses Mal ans Meer und verwöhnt uns mit einer ordentlichen Portion Insel-Feeling. Dank der bildhaften Beschreibungen fühlt man sich direkt an die norddeutsche Küste versetzt, mit dem Wellenrauschen im Ohr und der salzigen Seeluft in der Nase. Die vielen schönen schwarz-weiß Illustrationen der Autorin, die den Text perfekt begleiten, verstärken dieses besondere Insel-Gefühl und lassen einen noch besser in die Geschichte eintauchen. Toll ist auch das bebilderte Personenregister zu Beginn, das einen schon mal ein bisschen darauf vorbereitet, mit welchen Charakteren und Insel-Unikaten man es zu tun bekommt.

Die Figuren, mit denen dieses Buch bestückt ist, sind allesamt wunderbar getroffen und einfach nur zum Gernhaben. Vor allem die drei Hauptprotagonist*innen Fiete, Lille und Alice schließt man sofort ins Herz. Gemeinsam mit den dreien erlebt man auf den 224 ein aufregendes Abenteuer, bei dem unter anderen eine geheimnisvolle Flaschenpost, ein vergrabenes Schiff und ein Mann mit einem Glasauge wichtige Rollen spielen werden. Langeweile kommt dabei an keiner Stelle auf, heiliges Klabauter-Ehrenwort! Es macht einfach nur großen Spaß, sich mit den drei Kindern auf Spurensuche zu begeben und zusammen mit ihnen herumzurätseln. Detektiv- und Knobelfans werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.
Am Schluss löst sich alles zufriedenstellend auf und das herzerwärmende Ende lässt einen das Buch glücklich wieder zuklappen.

Fazit: „Das Leuchtturm-Geheimnis“ ist ein spannendes und unterhaltsames Inselabenteuer, gepaart mit jeder Menge Rätselspaß und einer warmherzigen Familiengeschichte. Ein rundum gelungener Kinderkrimi mit liebenswerten Charakteren und ganz viel Nordsee-Flair. Ein Buch zum Mitfiebern, Mitraten und Wohlfühlen – nicht nur für Kinder ab 9 Jahren. Ich bin auch von Marie Braners zweitem Kinderroman absolut begeistert, ich kann „Das Leuchtturm-Geheimnis“ nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.05.2024

Ein fantastisches Finale!

Dark Sigils – Wen das Schicksal betrügt
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Nachdem Adam seine Magie verloren hat und Rayne seinem Wunsch nachgekommen ist, seine Nachfolge anzutreten, ist sie zur Mirrorlady ernannt worden. Während sie noch versucht, sich in ihrer neuen Position ...

Nachdem Adam seine Magie verloren hat und Rayne seinem Wunsch nachgekommen ist, seine Nachfolge anzutreten, ist sie zur Mirrorlady ernannt worden. Während sie noch versucht, sich in ihrer neuen Position und mit ihren neuen Aufgaben zurechtzufinden, hat Adam den Mirror verlassen, um nach seiner Schwester und seiner Mutter Leonore zu suchen. Letztere muss unbedingt aufgehalten werden, da sie die Chaosmagie freigesetzt hat und die Kontrolle über sie besitzt. Sollte Leonore nicht rechtzeitig gestoppt werden können, würde nicht nur Prime, sondern die ganze Welt zerstört werden. An ihrem 18. Geburtstag stößt Rayne auf einen wichtigen Hinweis ihres verstorbenes Vaters. Dieser könnte die Rettung sein – oder auch der Untergang.

Nachdem ich die ersten Bände der Dark Sigils-Trilogie mit absoluter Begeisterung verschlungen habe, konnte ich es kaum erwarten, zum dritten und letzten Teil zu greifen. Dieser kann gleich zu Beginn mit einem kurzen Rückblick punkten, sodass ich mit aufgefrischten Erinnerungen schnell wieder mittendrin im Geschehen war. Und einmal wieder komplett in Anna Bennings einzigartiger Fantasywelt angekommen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr aus ihr auftauchen.

Anna Benning versteht es meisterhaft, ihre Leser*innen von den ersten Zeilen an in ihren Bann zu ziehen. Sie hat erneut eine Story kreiert, die vor Spannung, Action und Emotionen nur so strotzt und einen durchgehend in Atem hält. Man bekommt zahlreiche unerwartete Wendungen geboten, die einen eiskalt erwischen und öfters sprachlos machen, man erfährt mehr über die Sigils und das Magiesystem und lernt vertraute Figuren noch besser kennen. Es gibt kein gekünsteltes (Liebes-)Drama und keine Verharmlosungen, sondern echte Gefühle, schöne als auch traurige Momente, schwere Verluste und Verrat. Es ist nahezu unmöglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen und da der Schreibstil von Anna Benning wie gewohnt allererste Sahne ist, fliegt man nur so durch die Seiten.

Mich hat es erneut beeindruckt zu sehen, auf was für tolle Ideen die Autorin gekommen ist und wie gut alles durchdacht ist. Einmal angefangen mit dem Lesen, habe ich nicht mehr damit aufhören können, ich habe mit Rayne mitgefiebert und mitgelitten und fand es großartig zu sehen, wie sie an den Herausforderungen und Erfahrungen gewachsen ist und sich im Verlauf noch mal weiterentwickelt, wie sie zunehmend reifer und durchdachter handelt.
Auch die weiteren Charaktere mochte ich wieder sehr, allen voran die alten Bekannten, von denen ich einige noch mehr in mein Herz geschlossen habe. Adam zum Beispiel, dem ich bereits seit Band 1 hoffnungslos verfallen bin. Die gemeinsamen romantischen Momente zwischen ihm und Rayne, die einem ein bisschen Zeit zum Durchschnaufen verschaffen, habe ich erneut richtig geliebt.

Zum Ende hin wird das Tempo noch einmal angezogen, es wird noch gefühlvoller und sämtliche Fäden und Handlungsstränge werden geschickt zu einem großen Ganzen zusammengeführt. Kurz vorm Showdown haut Anna Benning dann noch ein paar krasse Enthüllungen raus und die Schlussszene ist einfach nur genial und lässt einen mit einem lachenden und weinenden Auge zurück.

Fazit: Anna Benning ist mit dem dritten Band von „Dark Sigils“ ein fesselndes und emotionales Finale gelungen, mit dem sie ihre Urban-Fantasy-Trilogie würdig abschließt. „Wen das Schicksal betrügt“ ist ein absoluter Pageturner mit einem grandiosen Worldbuilding, einer starken Heldin und jeder Menge Suchtgarantie. Spannend, magisch und voller Überraschungen. Ein Genuss und großes Muss für alle Fantasy-Fans. Für mich hat sich auch dieser Band als ein echtes Highlight entpuppt. Auf die nächsten Werke der Autorin freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Charmant, warmherzig, absolut bezaubernd.

Kikis kleiner Lieferservice
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Ich bin schon lange ein großer Ghibli-Fan und „Kikis kleiner Lieferservice“ gehört auf jeden Fall zu meinen liebsten Werken des japanischen Zeichentrickfilmstudios. Den gleichnamigen Roman von Eiko Kadono, ...

Ich bin schon lange ein großer Ghibli-Fan und „Kikis kleiner Lieferservice“ gehört auf jeden Fall zu meinen liebsten Werken des japanischen Zeichentrickfilmstudios. Den gleichnamigen Roman von Eiko Kadono, auf den der Anime-Film basiert, kannte ich allerdings bislang nicht. Als ich erfuhr, dass im Crocu Verlag dieses Jahr endlich eine deutsche Übersetzung erscheinen wird, stand für mich sofort fest, dass ich sie haben muss. Ich habe mich riesig aufs Lesen gefreut und um es gleich vorweg zu sagen: Meine (zugegebenermaßen sehr hohen) Erwartungen konnten erfüllt werden!

Kiki ist eine Hexe und lebt gemeinsam mit ihrer Familie und ihrem treuen Gefährten Jiji, einem schwarzen Kater, in einer kleinen Stadt. Als sie dreizehn wird, verlässt sie gemeinsam mit Jiji ihr Zuhause und begibt sich auf die Suche nach einer neuen Stadt, in der sie sich für ein Jahr niederlassen und ihre Zauberkräfte vervollkommen kann. Denn so verlangt es die Hexentradition. Während dieser Zeit darf Kiki nur mit ihrer Magie ihren Lebensunterhalt bestreiten, allerdings hat sie ihre Künste noch nicht gefunden. Die von ihrer Mutter wie das Herstellen von Medizin liegen ihr schon mal gar nicht. Im Fliegen ist sie aber ziemlich gut. Ob sie vielleicht diese Fähigkeit nutzen kann, um auf eigenen Beinen zu stehen? Ihre Reise führt Kiki und Jiji schließlich in die Küstenstadt Koriko und die kleine Hexe ist sich sicher, dass dies der richtige Ort für sie ist. Koriko ist jedoch eine ziemlich große Stadt, in der nicht alle eine freundliche Einstellung gegenüber Hexen haben. Ob es Kiki wohl schaffen wird, ihren eigenen Weg zu finden?

Wer den Film kennt, weiß, dass sich Kiki den Herausforderungen ihrer Reise stellen und schließlich ihren Platz in Koriko finden wird. Man sollte nun allerdings nicht mit der Vorstellung an das Buch herangehen, dass es deckungsgleich mit der Verfilmung ist. Es zeigt sich schon recht schnell, dass Hayao Miyazaki für seine Adaption einige Änderungen vorgenommen hat und sie sich in manchen Details ziemlich vom Original unterscheidet. Da mir das im vornherein klar war – Bücher werden erfahrungsgemäß eigentlich nie 1 zu 1 verfilmt – habe ich mich an diesem Aspekt nicht gestört. Im Gegenteil, mir hat es sogar sehr gut gefallen, da so beides seinen ganz eigenen Zauber hat und es auch für Liebhaber*innen des Films eine Menge Neues zu entdecken gibt.

In elf Kapiteln und mit leichter, lebhafter Sprache erzählt Eiko Kadono von ihrer jungen Heldin und ihrem Weg zum Erwachsenwerden. Ein Jahr lang begleiten wir die dreizehnjährige Kiki und erleben mit, wie sie sich während dieser Zeit weiterentwickelt, eine Menge dazulernt und auf neue Menschen und Freunde trifft. Man schließt die kleine Hexe mit ihrer aufgeweckten und entschlossenen Art dabei sofort ins Herz und auch die weiteren Charaktere muss man direkt gernhaben wie Kikis schwarzen Kater Jiji, der mit seinen teils sarkastischen Kommentaren öfters für Schmunzelmomente sorgt; die herzensgute Bäckerin Osono oder den Jungen Tombo.
Es ist einfach die reinste Freude in dieses Buch einzutauchen und obwohl die Handlung ziemlich ruhig daherkommt und der magische Anteil (trotz Hexen) eher dezent gehalten ist, fesselt und verzaubert sie einen von Beginn an. Die liebevollen schwarz-weiß Illustrationen von Yuta Onoda runden das Leseerlebnis perfekt ab und das Ende lässt einen voller Neugier auf die weiteren Abenteuer zurück.

Fazit: „Kikis kleiner Lieferservice“ ist eine entzückende Coming.Age-Geschichte über eine liebenswerte kleine Hexe, die mutig ihren eigenen Weg geht. Ein absolutes Wohlfühlbuch – sowohl für Fans des Ghibli-Klassikers als auch für Neulinge. Magisch, herzerwärmend und voller Witz und Charme. Ich habe mich beim Lesen nur noch mehr in Kikis zauberhafte Welt verliebt und freue mich schon sehr auf den zweiten Band, der ab August erhältlich sein wird. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.04.2024

Ein magisches sommerliches Ferienabenteuer mit Wohlfühlgarantie!

Ein Leuchtturmsommer voller Geheimnisse
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Die 10-jährige Lucie ist ein richtiger Wirbelwind und wird immer ganz unruhig und hibbelig, wenn sie nichts Aufregendes erlebt. Auf die Sommerferien hat sie sich daher riesig gefreut. Gemeinsam mit ihren ...



Die 10-jährige Lucie ist ein richtiger Wirbelwind und wird immer ganz unruhig und hibbelig, wenn sie nichts Aufregendes erlebt. Auf die Sommerferien hat sie sich daher riesig gefreut. Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester besucht sie ihre Oma Friedel, die in einem gemütlichen Häuschen auf der kleinen Hallig Lüchtermoor lebt. Für zwei Wochen wird dieses winzige Stück Land mitten im Nordsee-Nirgendwo ihr Zuhause sein, das wird ganz bestimmt super werden! Lucie hat schon ganz viele tolle Pläne gemacht und kann es kaum erwarten, mit ihrem geheimen Hallig-Projekt loszulegen. Besonders angetan hat es ihr der alte Leuchtturm ihrer Oma, der schon seit vielen Jahren außer Betrieb ist. Lucie hat sofort gespürt, dass er kein gewöhnlicher Leuchtturm ist und ist sich sicher, dass er so einige Geheimnisse verbirgt. Zusammen mit dem Jungen Jonne beginnt sie den Leuchtturm zu erkunden und macht dabei eine unglaubliche Entdeckung. Ein magisches Abenteuer beginnt...

Schon die ersten Seiten verströmen dieses besondere Inselgefühl und versetzen einen in Urlaubsstimmung. Maren Graf hat es wunderbar geschafft, die sommerliche Atmosphäre auf einer Hallig einzufangen und zu Papier zu bringen. Fans von Nordsee, Inseln und Co. werden in diesem Buch definitiv auf ihre Kosten kommen, man kann das Rauschen der Wellen beim Lesen förmlich hören und riecht die salzige Meeresluft.
Auch wer gerne magische und abenteuerliche Geschichten liest, wird mit Maren Grafs neuem Kinderroman sehr viel Freude haben. Es dauert nicht lange, bis Lucie und Jonne den alten Lüchtermoorer Leuchtturm erkunden und entdecken, dass sein Licht außergewöhnliche Kräfte besitzt. Wie die beiden Kinder, so ist man auch als Leser*in ganz gespannt, was genau es mit dem Leuchtturm wohl auf sich hat und welches Geheimnis er verbirgt.

Langeweile kommt in diesem Buch garantiert nicht auf, es macht einfach nur großen Spaß, Lucie und Jonne zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Man schließt dieses ungleiche Duo dabei sofort ins Herz. Lucie, die voller Abenteuerlust und Tatendrang steckt und gar nicht wohin weiß mit ihrer vielen Energie und Jonne, der ein eher ruhiger und nachdenklicher Junge ist. Die zwei ergänzen sich perfekt und bilden zusammen mit den anderen sympathischen Charakteren eine herrliche Figurentruppe. Die vielen schönen schwarz-weiß Illustrationen von Annabelle von Sperber runden die Geschichte gelungen ab, vor allem die Karte von Lüchtermoor vorne im Buch ist zauberhaft anzusehen.

Fazit: Dies war mein erstes Buch von Maren Graf und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein! Mir hat die deutsche Autorin mit ihrem neuen Kinderroman tolle Lesestunden bescheren können. „Ein Leuchtturmsommer voller Geheimnisse“ ist ein spannendes, magisches und liebenswertes Sommerabenteuer mit jeder Menge guter Ferienlaune und Wohlfühlgarantie. Die perfekte Lektüre für alle Halligfreunde ab 8 Jahren. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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