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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ich wollte dieses Buch wirklich gerne mögen, aber ich habe lange nicht mehr sowas unreflektiertes gelesen

Yellowface
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Zunächst muss ich erstmal sagen, dass ich finde, dass RF Kuang eine unglaublich talentierte Autorin ist. Das ist das zweite Buch (nach Babel) was ich von ihr lese (höre) und man merkt wie viel Arbeit, ...

Zunächst muss ich erstmal sagen, dass ich finde, dass RF Kuang eine unglaublich talentierte Autorin ist. Das ist das zweite Buch (nach Babel) was ich von ihr lese (höre) und man merkt wie viel Arbeit, Leidenschaft und Recherche sie (normalerweise) in ihre Bücher steckt und wie viel Talent sie hat.
Leider fühlt sich dieses Buch für mich so an als wäre es von einem aufmüpfigen Teenager geschrieben worden, der sich für all seine Taten rechtfertigt ohne sich selber zu reflektieren.
Dabei möchte ich nochmal festhalten, dass dieses Buch an sich wichtige Themen anspricht. Rassismus, Plagiate, Vorurteile in der publishing Welt (nur um einige Themen zu nennen) sind wichtig und müssen diskutiert werden.
Hier liegt aber auch das größte Problem des Buchs, es findet nirgendwo eine Diskussion statt.
Die Autorin nutzt dieses Buch nur, um ihre eigenen Meinungen sowie Gedanken darzustellen, begleitet von einer Story, die sich auf vielleicht 5 Sätze runterbrechen lässt.
Dabei macht sie ihre Ansichten so stark deutlich, dass sich der Leser nicht seine eigene Meinung bilden kann, fast so als würde sie ihren Lesern nicht zutrauen zwischen „falsch oder richtig“ bzw „gut oder schlecht“ zu unterscheiden.
Ich habe das Gefühl, dass sie häufig die Intelligenz ihrer eigenen Leser unterschätzt und nicht darauf vertraut, dass wir auf die gleichen Rückschlüsse kommen wie sie. Und häufig sind mir ihre Themen viel zu sehr schwarz/weiß dargestellt. Vielleicht befindet sie sich in einer anderen bubble, aber die Welt ist eben grau, mit unterschiedlichen Meinungen, unterschiedlichen Denkweisen. Es gibt selten ein richtig oder falsch, vieles sind einfach Diskussionen und es ist wichtig mit vielen Menschen über unterschiedliche Denkweisen zu reden. Nur so können wir uns irgendwie in der Mitte treffen, für mich hat sie das irgendwie noch nicht gelernt.
Es kommt mir vor als verwendet sie die weiße, rassistische Hauptprotagonistin als Sinnbild für ihre „Hater“ um sich für Kritik zu rechtfertigen, die sie über tiktok/twitter in der Vergangenheit bekommen hat. Sie zieht dabei aber vieles ins lächerliche und eine Diskussion, die hier wichtig ist und geführt werden müsste fällt weg, da dem Leser übertrieben dargestellt wird, wie falsch die Ansichten der Hauptprotagonistin sind.
Wichtige Diskussionspunkte, wie „Wer darf über das Leid andere schreiben? Sollte man daraus überhaupt Profit ziehen?“, „Was für eine Rolle spielt dir Klassengesellschaft in der Welt der Autoren?“, „Sollten Mensch anderer Herkunft über andere Kulturen schreiben dürfen? Wann ja? Wann vielleicht eher nicht?“ werden nicht angesprochen, obwohl sie sehr offensichtlich Teil des Buches sind.
Nein, stattdessen wird alles schreckliche, was die Hauptprotagonistin tut größtenteils auf Neid und weniger Talent im Schreiben geschoben.
Schaut euch gerne dieses youtube Video (https://youtu.be/JUdFkRdgPDU?si=i0Rb6QyL0smNmSPv) an, ich finde hier sind noch einige sehr gute Punkte aufgeführt, warum dieses Buch leider nicht funktioniert.
Ich finde es schade, dass ich das Buch nicht mochte, da ich finde, dass es sehr viel Potential hatte, eine Grundlage für sehr sehr wichtige Themen ist und die Autorin wirklich talentiert ist.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Nachdem ich dieses Buch jetzt fertig habe zweifle ich stark daran ob ich die beiden Bände davor wirklich mochte, oder ob ich mir das nur eingebildet habe??

Elfenthron
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An diesem Band mochte ich fast gar nichts.
Die Story habe ich als plotlos und ganz seltsam empfunden. Die Hälfte des Buches stehen Leute einfach nur rum und reden, es gibt fast keine Art von Handlung. ...

An diesem Band mochte ich fast gar nichts.
Die Story habe ich als plotlos und ganz seltsam empfunden. Die Hälfte des Buches stehen Leute einfach nur rum und reden, es gibt fast keine Art von Handlung. An sich würde ich das auch gar nicht so schlimm finden, wenn es sich hierbei um einen großen Fantasy-Epos handeln würde. Das ist diese Reihe aber nun mal nicht. Ab ca. 70% des Buches hat es mich komplett verloren, denn dann kommt hier ein Handlungsstrang (bzw. eine Quest) rein, die mal so GAR NICHT reinpasst, für mich so random war und wo ich mich gefragt habe "Hatte die Autorin einfach keine Ideen für diesen Band?". Dann hätte sie dieses Buch mMn besser lassen und eine ausführlichere Dilogie draus machen sollen (Hätte für die Reihe DEUTLICH besser funktioniert. Nein, stattdessen schlachtet man seine fan-favorite Reihe bis zum geht nicht mehr aus. Siehe die Elfenerbe-Reihe, die ich mir definitiv sparen werde).
Man findet hier auch praktisch keine Art von Antagonisten/Problem/Bedrohung im Buch. Konflikte? Werden nicht ernst genommen, stattdessen wird sich lieber über Slush Eis ausgetauscht (WTF da steht euch mehr oder weniger eine ernste Situation bevor und dann wird sowas banales eingebaut?? Und schon wieder war ich einfach nur verwirrt).
Den Schreibstil fand ich in diesem Band schrecklich und (was auch sonst) komplett verwirrend. Warum auch immer, lässt die Autorin bestimmte Passagen einfach weg. Vor allem Wege/Wegbeschreibung. Als Beispiel, wenn Charaktere irgendwo zu Fuß unterwegs sind, wird das folgendermaßen beschrieben: "Cardan und Jude gehen zusammen durch den Garten spazieren. Cardan sagt "Ich bin cool". Vor ihrem Schlafzimmer bleibt Jude stehen." WIE KÖNNEN DIE CHARAKTERE VON A NACH B GELANGEN, FLIEGEN SIE ETWA??? WIESO KANN MAN NICHT EINEN WEG VERNÜNFTIG BESCHREIBEN, DIALOGE VERLÄNGERN, IRGENDWAS MACHEN, DAMIT DEUTLICH WIRD, WO SICH DIE CHARAKTERE BEFINDEN.
Das macht mich so sauer. Ich musste mehrere Passagen doppelt lesen weil ich nicht verstanden habe warum man so einen Ort/Zeit Sprung hat und wo die Charaktere sich denn befinden.
Apropos Charaktere, sie sind langweilig, ziemlich eindimensional, viele ihrer Handlungen hab ich nicht nachvollziehen können. Mehr möchte ich auch nicht zu ihnen sagen, weil ich absolut nichts gutes zu erwähnen habe.
Zur Love Story kann ich folgendes sagen: enttäuschend. Das, was die letzten beiden Bände aufgebaut wurde, wird hier zerstört. Es ist so, als ob der Autorin nach der Hälfte des Buchs festgestellt hat, dass sie die Enemys noch zu Lovers machen muss. Ihr könnt euch vorstellen wie die Umsetzung davon war, grottig.
Ich könnte noch so viel mehr schlechtes über dieses Buch schreiben aber ich glaube ich höre hier mal auf. Bekanntlich soll man ja auf Bücher, die schon auf dem Boden liegen, nicht noch mehr drauftreten.
Wenn ihr die Reihe lesen wollt, lest vielleicht die ersten beiden Bände und denkt euch selber das Ende aus. Bessere Idee, schreibt einfach selber ein Ende. Oder lest ne fanfiction. Alles ist besser als dieser traurige Haufen, der sich fälschlicher Weise als "Buch" verkauft.

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Veröffentlicht am 28.04.2024

Jedes Mal wenn ich ein SJM Buch lese, werde ich spätestens nach der Hälfte daran erinnert warum ich ihre Bücher nicht mag (und daher nicht lese)

Crescent City – Wenn die Schatten sich erheben
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Teil 1 und 2 hatte ich bereits gelesen. Den 1. Teil fand ich sogar gar nicht so schlecht, der 2. Teil hat mir (bis auf das Ende) nicht gefallen.
Dieses Buch ist wirklich SEHR lang, meiner Meinung nach ...

Teil 1 und 2 hatte ich bereits gelesen. Den 1. Teil fand ich sogar gar nicht so schlecht, der 2. Teil hat mir (bis auf das Ende) nicht gefallen.
Dieses Buch ist wirklich SEHR lang, meiner Meinung nach hätte es nicht so lang sein müssen und hätte bestimmt um 100-200 Seiten gekürzt werden können.
Die Story knüpft an das Ende des 2. Teils an, weshalb ich am Anfang sehr gefesselt war. Das hielt allerdings nur kurz an, da hier sehr viel zwischen den unterschiedlichen Erzählperspektiven der Charaktere gesprungen wird. In einem Kapitel hat man daher oft viele Sprünge, wodurch ich mich am Anfang schwer damit tat in das Buch hineinzufinden. Gegen Mitte hatte ich das Problem nicht mehr so stark, da hatte sich das eingependelt. Trotzdem wäre es von der Struktur deutlich besser und geordneter gewesen, wenn die Perspektiven der einzelnen Erzähler länger wären (teilweise hatte man nach 2 Seiten einen Wechsel). Der Cliffhanger aus dem vorherigen Buch wird hier sehr enttäuschend weitergeführt und dienst meiner Meinung nach zur Hälfte nur dem fanservice (ich möchte an dieser Stelle nicht Spoilern).
Die Autorin versucht hier mehr eine kompliziertere high-fantasy Geschichte zu erzählen statt ihrer sonstigen Romantasy Erzählungen, das gelingt nur halbwegs. Leider nimmt sie sich etwas zu viel vor, teilweise hat man zu viele Charaktere, denen dann doch nicht genügend Zeit gegeben wird sich zu entwickeln, weshalb sie dann auf der Strecke bleiben.
S.J.Maas hat ein großes Talent und das ist das Schreiben von den absolut nervigsten, unliebsamsten und unlogischsten Hauptprotagonistinnen. Ich weiß manchmal ehrlich nicht was diese Frau sich denkt. Sowohl Feyre, als auch die Protagonistin der "Throne of Glass" Reihe (mir ist ihr Name leider entfallen) als auch Bryce sind Charaktere, mit denen man im echte Leben niemals zu tun haben möchte, geschweige denn befreundet sein will. Alle drei "funktionieren" nach dem gleichen nervenauftreibenden Prinzip, dass es sich bei ihnen um die schrecklichsten Menschen handelt, die man je kennenlernen wird.
Und hier kommen wir auch schon zum größten Problem des Buchs: Bryce Quinlan.
Sie ist eine Persönlichkeit, die man nicht mag und nur als nervig empfindet und ich kann ganz genau erklären warum.
Es fängt damit an, dass ihr von der Autorin Charaktereigenschaften zugeschrieben werden, z.B. wird mit Sicherheit 5 Mal erwähnt, dass sie ein "Genie darin ist, jedem allen möglichen Scheiß zu verkaufen". Nur glaube ich der Autorin davon kein Wort, da ich selber durch die Handlungen von Bryce nicht Zeuge davon werde. Die Autorin versucht hier durch irgendwelche Beschreibungen Bryce´s Charakter darzustellen, statt durch Handlungen zu zeigen wer sie ist. Und hier kommen wir auch schon zum 2. Punkt. Andauernd werden von Bryce Entscheidungen getroffen, die einem als Leser absolut dumm, unlogisch und nicht nachvollziehbar erscheinen. Beispielsweise steigt sie in eine Grube mit Monstern? Einfach so ohne zu wissen ob überhaupt ein Ausgang existiert? Und diese Entscheidungen trifft sie schon seit dem 1. Buch. Dabei erfährt sie nie Konsequenzen durch ihr schlechtes und unüberlegtes handeln, weshalb sie dieselben Aktionen immer und immer wieder durchführt. Dadurch, dass sie eben diese nicht nachvollziehbaren und dummen Entscheidungen seit dem 1. Buch trifft, hat man bei ihr keine charakterliche Entwicklung. Sie ist genau die gleiche Person, die sie im 1. Teil war, trotz allem was ihr Wiederfahren ist. Ein weiterer Grund, weshalb man die Protagonistinnen von SJM nicht leiden kann ist, dass diese Charaktere von Anfang an perfekt sind. Alle ihre Fähigkeiten bekommt Bryce einfach nur. Und wenn sie diese neuen Fähigkeit (fast schon geschenkt) bekommt, kann sie alles schon perfekt. Sie muss nicht trainieren, sich an Kräfte gewöhnen oder sonstiges. Das sorgt wiederum dafür, dass ihr auch in dieser Hinsicht eine richtige Entwicklung fehlt. Die Autorin versucht sie krampfhaft als Heldin darzustellen aber wo bleibt der character arc? Für eine Helden-Story braucht es das Erlernen von Fähigkeiten, Rückschläge, Training etc. Das alles fehlt hier, sodass Bryce als unsympathisch und nervig rüberkommt, eben da sie so realitätsfern ist. Hilfreich ist außerdem nicht, dass sie zickig sowie besserwisserisch ist und mit jedem Streit anfangen muss.
Ein weiterer Charakter, der nicht funktioniert hat ist Ithan. Ich verstehe, was die Autorin für eine Entwicklung bei ihm durchziehen wollte, mein Problem dabei ist aber, dass seine Handlungsstränge für mich keinen Sinn ergeben und nur dazu dienen, dass bestimmte Charaktere aufeinandertreffen. Nur diese Aufeinandertreffen bringen dann den Plot voran, Ithans Handlungsstrang an sich aber nicht wirklich. Zusätzlich lassen die Entscheidungen, welche er trifft, ihn dauerhaft als naiv und sehr unüberlegt dastehen.
Allgemein haben mir die meisten Charaktere in diesem Buch Probleme bereitet. Ich konnte mit keinem so wirklich connecten, sie waren mir alle zu oberflächlich und haben sich die ganze Zeit über in ihrem eigenen Selbstmitleid gesuhlt. Dauernd werden irgendwelche Entscheidung bereut, welche in der Vergangenheit getroffen wurden (und das teilweise seit Buch 1) ohne verdammt nochmal damit abzuschließen.
Keine der Romanzen tut es mir auch nur ein wenig an. Die Autorin versucht krampfhaft mit dem "Gefährten" Dasein romantische Beziehungen aufzubauen, die letztendlich aber nur erotischer Natur sind. Bei keinem der Pärchen gab es Chemie oder Knistern, da bei jeder noch so kleinen romantischen Interaktion direkt vom männlichen Geschlechtsteil gesprochen werden muss. So baut man keine Liebesbeziehungen auf.
Zuletzt noch ein paar Aspekte, von denen ich persönlich kein Fan bin: 1. Sobald irgendwo das Wort "alpha" erwähnt wird bin ich raus. Bin ich hier etwa gerade im wattpad 2015 gelandet? 2. Ich weiß nicht ob die Autorin daddy issues hat aber in diesem Buch ist tendenziell jeder Vater böse und das einfach nur um böse zu sein (Bryce´s Stiefvater ausgenommen). Warum? 3. Hier jetzt etwas Spoiler: ich bin kein fan von dem "von den Toten wiederbeleben". Das sorgt nur dafür, dass Situationen nicht so wichtig erscheinen und die Spannung sowie die Ernsthaftigkeit rausgenommen wird.
Letztendlich muss ich sagen, dass mir von Anfang an klar war, dass mir das Buch nicht gefallen wird, einfach weil ich kein Fan von SJMs Werken bin. Es war aber auch nicht alles schlecht. Die Story und das worldbuilding sind ok und die Action fand ich teilweise sehr interessant (in einigen Punkten aber auch im SJM Style zu übertrieben).
Würde ich das Buch irgendwem empfehlen? Nein. Fans werden aber bestimmt trotzdem ihren Spaß haben. Wenn es hier jemanden gibt, der Fan von SJM ist könnt ihr mir bitte verraten warum? Es würde mich wirklich sehr interessieren, da ich persönlich keines ihrer Bücher gut finde.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Meins ist es überhaupt nicht gewesen

Ich bin Circe
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Eigentlich möchte ich dem Buch nicht so wenig Sterne geben, da es theoretisch nicht schlecht ist, es war aber überhaupt nicht meins.
Den Schreibstil der Autorin mochte ich gar nicht. Es war sehr monoton ...

Eigentlich möchte ich dem Buch nicht so wenig Sterne geben, da es theoretisch nicht schlecht ist, es war aber überhaupt nicht meins.
Den Schreibstil der Autorin mochte ich gar nicht. Es war sehr monoton geschrieben und meiner Meinung nach gab es keinen Spannungsbogen, generell wenige spannende Stellen.
Für mich hat sich das Buch gelesen wie ein Geschichtsbuch oder eine lateinische Übersetzung aus dem Lateinunterricht. Wenn du das magst? Super, dieses Buch wird was für dich sein. Ich mochte es gar nicht. Es hat sich für mich gezogen und angefühlt wie Arbeit.
Während meiner Lernpausen habe ich gelesen und dieses Buch hat mich dazu gebracht stattdessen lieber weiter für mein Studium lernen zu wollen.
Wenn ich abends gelesen habe, konnte ich ungelogen nur zwei Seiten lesen, da ich sofort davon eingeschlafen bin, einfach weil ich es als so langweilig empfunden habe.
Wer also Schlafprobleme hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen, denn damit schläft man innerhalb von Minuten ein (funktioniert auch beim Mittagsschlaf).
Ich fand die Protagonistin langweilig, die Story langweilig und der Schreibstil war nicht meins.
Wer aber wirklich Interesse hat an griechischer Mythologie oder darüber lernen möchte ohne die spannendste Geschichte seines Lebens zu lesen, für den könnte das was sein.

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Veröffentlicht am 28.04.2024

Die ganze Zeit während des Lesens habe ich mich gefragt: "Wann hört diese Qual auf?"

Lore. Die Spiele haben begonnen. Sie kämpft um ihr Leben
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Dieses Buch ist leider wirklich nicht gut und das finde ich sehr schade, weil ich die Idee bzw das Konzept dahinter sehr interessant fand. Die Umsetzung aber? Ich sag mal so, es wäre besser gewesen wenn ...

Dieses Buch ist leider wirklich nicht gut und das finde ich sehr schade, weil ich die Idee bzw das Konzept dahinter sehr interessant fand. Die Umsetzung aber? Ich sag mal so, es wäre besser gewesen wenn dieses Buch so nicht veröffentlicht worden wäre.
Ich fange mal ganz vorne an. New York als setting ist wirklich sehr unglücklich gewählt, zunächst einmal macht es meiner Meinung nach keinen Sinn einen Wettstreit/ Götterkampf in einer Stadt auszurichten. Eine Arena, verlassene Insel, ein Wald, das alles hätte viel besser funktioniert. Beim Lesen wird sehr deutlich, dass die Autorin anscheinend eine Liebe oder auch schon fast Obsession zu New York hat und wohl deshalb darüber geschrieben hat. Als Leser kann man das aber nicht wirklich nachempfinden, wodurch detaillierte Beschreibungen oder Routen einfach nur verwirrend sind und ich irgendwann einfach nur davon genervt war, wenn die Protagonistin zum 20. Mal wieder erwähnte "ihre City" retten zu müssen. Diese Entscheidung führt dazu, dass das wordbuilding darunter leidet und nur mangelhaft bis gar nicht vorhanden ist. Außerhalb von New York erfährt man fast gar nichts über die Lebensweise der Götter, sodass diese Welt wirklich nur oberflächlich verbleibt.
Die Charaktere sind sehr eindimensional geschrieben, man erfährt über niemanden (außer vielleicht Castor ein wenig) etwas über die Vergangenheit, Motivation oder ihre Charakterzüge. Auch hier werden nur kurze, oberflächliche Erklärungen eingeworfen. Lore funktioniert überhaupt nicht für mich als Hauptcharakter, ich hatte keine Bindung zu ihr und somit war mir das ganze Buch über ihr Schicksal, ihre Vergangenheit und ihr Leben absolut egal. Aber am schlimmsten war Miles. Nicht nur war er in dieser Welt komplett fehl am Platz, er hatte keinen Charakter und diente nur als "comedic relieve", was für mich überhaupt nicht funktioniert hat. Zwar hat die Autorin versucht ihn in die Handlungsstränge einzubinden, aber seien wir mal ehrlich, was hat ein Mensch im Kampf gegen Götter verloren? Genau, nichts.
Weiterhin war diese Buch komplett unstrukturiert. Zwischendurch gibt es random Zeitsprünge, die einem theoretisch dabei helfen sollen Lores Geschichte näher zu bringen, aber die sind so wahllos gewählt und reißen einen nur aus dem Geschehen. Das führt dazu, dass man gewisse Informationen (die man am Anfang erhalten sollte, um den Sinn der Geschichte erklärt zu bekommen) erst im Verlaufe der Erzählung bekommt, weshalb man nur verwirrt ist und die Handlung viel zu kompliziert erklärt wird, als sie es eigentlich ist. Also wirklich, diese Buch war einfach so unorganisiert für mich.
Leider leidet diese Buch zusätzlich noch unter dem Phänomen des "lazy writings", da Probleme hier oft dadurch gelöst werden, dass die Protagonistin sich plötzlich wieder an Sachen erinnert oder plötzlich Sachen vergisst, die sie eigentlich wissen sollte. Natürlich dann nur wenn es für den Plot passt. Bereits in den ersten Seiten kommen so immense Plotholes vor, dass man sich einfach nur fragt, ob die Autorin ihr Buch überhaupt selber Korrektur gelesen hat? Beispiel (welches mich SEHR getriggert hat): Lore lebt unter dem Pseudonym "Lauren", jedoch spricht ihr Freund Miles sie als "Lore" an. Ein paar Seiten später enthüllt Lore ihm dann wer sie eigentlich ist und er sagt dann "deine Name ist also gar nicht Lauren". Sorry???? Wie kann einem das nicht auffallen? Nicht beim Korrektur Lesen, nicht dem Zweit oder Drittleser? Im weiteren Verlauf der Geschichte verliert sie außerdem einen Gegenstand, den sie dann einige Seiten später doch in ihrer Hosentasche hat. Also man merkt, dieses Buch hätte definitiv nicht veröffentlicht werden sollen.
Die Dialoge und auch die Art der Erzählung habe ich teilweise als sehr cringe empfunden, zwischendurch hatte ich das Gefühl ich sei in einem schlechten Marvel Film gelandet (gerade in den Kampfszenen zum Ende hin).
Der letzte Punkt ist, dass die Geschwindigkeit der Erzählung sehr eigenartig ist. Man muss bedenken, dass die Handlungen in maximal 7 Tagen ablaufen. Es gibt hier sehr viel (mangelhafte) Action, die dauerhaft läuft, weshalb die Autorin dann versucht das Momentum etwas rauszunehmen, indem sie die Figur schlafen legt? Und das nicht nur ein Mal sondern mehrere Male?? Ich habe mich konstant einfach nur gefragt? Wo sind wir hier? Der wievielte Tag ist das überhaupt und warum zum Teufel muss Lore jetzt ein Nickerchen machen?? Auch das war wieder einfach nur verwirrend und absolut nicht gut umgesetzt.
Mein Fazit: es fiel mir sehr schwer dieses Buch zu lesen und ich wollte es einfach nur hinter mich bringen, weil ich es wirklich so schlimm fand. Das einzige was mir "gefallen" hat war die Brutalität, wobei die Autorin auch hier in den wichtigen Momenten nicht abliefern konnte. Daher bekommt dieses Leid an Buch nur 0,5 Sterne von mir. Es tut mir wirklich leid, aber das ist das schlechteste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Maximal könnte diese Geschichte jüngeren oder Lesern mit wenig (Fantasy) Leseerfahrung gefallen, wobei es auch hier so viel bessere Bücher gibt.
Wenn jemand bis hierhin gelesen hat, dann herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe ich konnte dich Vorwarnen oder davon abbringen diese Buch in die Hand zu nehmen und deine wertvolle Zeit damit zu vergeuden.

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