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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.07.2024

Ein nichtssagendes Buch, sehr langweilig und eher für die Zielgruppe: männlich Ü50, Mid-Life-Crisis

Die blaue Gitarre
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In diesem äußerst unaufgeregtem, sehr langatmigem und äußerst langweiligem Roman, begleiten wir den Maler Oliver und seine fortwährenden, inneren Dialoge, Gedanken und Handlungen auf ganzen 350 Seiten.⁣

Wie ...

In diesem äußerst unaufgeregtem, sehr langatmigem und äußerst langweiligem Roman, begleiten wir den Maler Oliver und seine fortwährenden, inneren Dialoge, Gedanken und Handlungen auf ganzen 350 Seiten.⁣

Wie er über die Welt, die Kunst, die Liebe, den Tod, seine Verwandten und Bekannten nachdenkt, warum er zum Kleptomanen wurde und was er dabei gefühlt hat und wie es dazu kam, dass er sich in die Frau seines besten Freundes Marcus verliebt hat.⁣

Der Autor konnte vorrangig sehr gut Orte, die Natur, Farben und Gerüche mit Hilfe tiefgründiger Metaphern beschreiben, aber die Story an sich bot mir überhaupt keinen Mehrwert, irgendwelche Offenbarungen oder eine andere Sicht auf die Dinge. Dieses Buch bringt einem m. E. überhaupt nichts, außer verlorene Lesezeit.⁣

Die ganze Story zieht einen irgendwie runter und man empfindet, wenn überhaupt, eine Art Mitleid mit dem glücklosen Oliver, der nichts aus seinem Leben gemacht hat. Im besten Fall dient der Roman als abschreckendes Beispiel, sich niemals aus den Fängen einer festgefahrenen, lieblosen Ehe befreit zu haben. ⁣

Das Buch ist etwas für grüblerische Poeten, die sich für Weltschmerz, Vergänglichkeit und Philosophie interessieren und die es nicht langweilt, die ganze Zeit im Kopf eines solchen Protagonisten zu sitzen und ihm zu lauschen.⁣

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Ein langatmiges Abenteuer mit permanenten Wiederholungen innerer Dialoge.

Court
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Ich denke, wenn man sage und schreibe 3 Monate braucht und weniger als 100 Seiten pro Tag an 12 Tagen liest, um diesen dicken Klopper zu beenden, sagt das alles über dieses Buch aus, das ich bereits am ...

Ich denke, wenn man sage und schreibe 3 Monate braucht und weniger als 100 Seiten pro Tag an 12 Tagen liest, um diesen dicken Klopper zu beenden, sagt das alles über dieses Buch aus, das ich bereits am 23. Januar 2024 (!) begonnen habe.⁣ (Heute ist der 23. April 2024!)

Es ist der mit Abstand schwächste und langweiligste Band der Katmere Chroniken. Grace innere Dialoge wiederholen sich permanent, sind wehleidig und schwermütig. Gleichzeitig hat die Autorin ein übertrieben unnatürliches Wesen aus ihr gemacht, was wirklich zu viel des Guten ist.⁣

Jede auch noch so banale Kampfszene oder Handlung wird seitenweise ausgeschmückt. Wer mit wem insgeheim verwandt oder verbandelt ist, wird mit der Zeit so undurchsichtig, dass man eigentlich schon Stammbäume und Skizzen braucht. Grace und ihre Freunde hetzen von einer Mission zur nächsten und bevor eine erfüllt werden kann, müssen sie vorher noch 3 andere Dinge erledigen.⁣

Dieser Roman hätte locker um die Hälfte der Seiten gekürzt werden können. Ich stelle immer mehr fest, dass m. E. die Katmere Chroniken eigentlich eher für eine jüngere Altersgruppe geeignet sind, also unter 16-jährige. ⁣

Ich habe leider Null Elan, die noch fehlenden 2 Bände zu lesen. Das Problem ist, dass auch die Hörbucher unfassbar schlecht vertont sind, bis auf Graces Stimme. Von daher weiß ich noch nicht, ob ich diese Reihe jemals beenden werde.⁣

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Veröffentlicht am 18.04.2024

Einfach nur quälend langweiliger Unsinn mit wenig guten Witzen.

Schnitzel Surprise
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Oh je, was war das denn bitte? Diese kulinarische Satire war laut Vorwort zwar ein Herzensprojekt von Markus Heitz, aber dennoch hoffe ich es bleibt sein einziger Ausflug in dieses Genre. ⁣

Das Buch ...

Oh je, was war das denn bitte? Diese kulinarische Satire war laut Vorwort zwar ein Herzensprojekt von Markus Heitz, aber dennoch hoffe ich es bleibt sein einziger Ausflug in dieses Genre. ⁣

Das Buch ist in 2 Hälften aufgeteilt. In der ersten lernen wir den hochverschuldeten Manni und seine Schnitzeleck-Kneipe kennen, wie er in Schwierigkeiten geraten ist und warum er sich den großen Durchbruch mit Hilfe verschiedener, absurder Streaming-Formate erhofft.⁣

Denn genau das bietet ihm ein TV-Sender an, der ihn jedoch auf dem Höhepunkt seiner neuen Kochfluencer-Karriere fallen lässt wie eine heiße Kartoffel. Des Weiteren muss er sich mit der Konkurrenz von Gegenüber und einer plötzlichen Leiche herumschlagen.⁣

Der Humor war hier und da ja ganz lustig und das Kochshow-Universum wurde extrem auf die Schippe genommen, aber es ist alles so unspannend, flach und banal, dass man sich die ganze Zeit gefragt hat, warum man das hier überhaupt liest. Die Story ist einfach komplett irrelevant.⁣

Am schlimmsten war dann der 2. Teil dieses Romans, nämlich ein endloses Musical-Skript, in dem uns dieselbe Geschichte in leicht abgewandelter Form um die Ohren gehauen wird. WARUM? Was soll das? Alles wiederholt sich permanent: die Beleuchtung, das Szenenbild, die Strophen etc. Einzig ein paar Liedtexte waren ganz witzig.⁣

Sorry, aber für mich war das Buch eine Qual und ein großer unerwarteter Flop. Fällt unter die Kategorie: Braucht kein Mensch. Dies war tatsächlich mein 1. Roman des Autors, aber dennoch hält es mich natürlich nicht davon ab, seine anderen Bücher trotzdem lesen zu wollen.⁣

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Veröffentlicht am 26.03.2024

Tolles Cover, aber der Inhalt hält in keinster Weise, was der Klappentext verspricht. Leider ein großer Flop.

Mayfair House
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MAYFAIR HOUSE sollte eine Mischung aus Bridgerton, Downton Abbey und Ocean‘s 8 sein: Mrs. King sorgt seit je her in der prachtvollen Villa auf der Park Lane für die Haushaltsführung. Als der Hausherr jedoch ...

MAYFAIR HOUSE sollte eine Mischung aus Bridgerton, Downton Abbey und Ocean‘s 8 sein: Mrs. King sorgt seit je her in der prachtvollen Villa auf der Park Lane für die Haushaltsführung. Als der Hausherr jedoch stirbt, wird sie von der Erbin einfach entlassen. Vor lauter Wut und Enttäuschung, plant sie deshalb zusammen mit einigen anderen Dienstmädchen den Raub ihres Lebens. Während eines Kostümballs wollen sie das Haus quasi vor den Augen der vornehmen Gäste bis auf den letzten Silberlöffel ausräumen.

Neben der wirklich langweiligen, schlecht konstruierten Story und den durchweg unsympathischen Protagonisten, hatte ich ein ganz großes Problem mit dem farblosen, unemotionalen, hölzernen Erzählstil. Die Sätze und Dialoge waren kurz, abgehackt und teilweise zusammenhanglos.⁣

Der Coup an sich ist nicht nur komplett unrealistisch, sondern erschreckenderweise auch in keinster Weise spannend. Jeden Tag musste ich mich aufraffen, das Buch zur Hand zu nehmen und mehr als 100 Seiten täglich waren auch nicht drin, denn es war mir vollkommen egal, wie es weiter geht.⁣

Zum Schluss konnte ich im Grunde weder die Beweggründe des verstorbenen Mr. de Vries noch das Handeln seiner Tochter - der Madame - nachvollziehen. Auch der eröffnete Nebenschauplatz, was auf dem Anwesen zu den Lebzeiten des Hausherrn vor sich ging, war unpassend, irgendwie am Thema vorbei und uninteressant.⁣

Für mich ist MAYFAIR HOUSE, so leid es mir tut, ein sprachlich und inhaltlich misslungener Debütroman. Ich glaube nicht, dass es an der erfahrenen und mit Preisen ausgezeichneten Übersetzerin lag. Somit ist dieses optisch wunderschöne Buch alles in allem ein Flop und keine Leseempfehlung meinerseits. ⁣

Einzig das viktorianische Setting, die aristokratische High-Society, die Umgebung, die Straßen und nicht zuletzt die Villa selbst, wurden ganz gut und bildlich beschrieben. ⁣

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Veröffentlicht am 03.01.2024

Viel zu lang, viel zu konfus, absurde Story und einfach langweilig.

Geheimnis am Weihnachtsabend
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Das war leider ein sehr enttäuschender britischer Kriminalroman und mit knapp 430 Seiten einfach viel, viel zu lang. Die Hauptprotagonistin Mrs. Bradley und ihre ganzen geheimen Vermutungen empfand ich ...

Das war leider ein sehr enttäuschender britischer Kriminalroman und mit knapp 430 Seiten einfach viel, viel zu lang. Die Hauptprotagonistin Mrs. Bradley und ihre ganzen geheimen Vermutungen empfand ich als sehr anstrengend. Im Grunde wird permanent das Gleiche wiederholt und dennoch ist die Story relativ schwer verständlich und konfus.⁣

Wir sind in dieser Geschichte permanent zwischen zwei Nachbarsgehöften und den umliegenden Ortschaften unterwegs. Die Schweinezucht spielt eine mir unverständliche übergeordnete Rolle, im Gegensatz zur Weihnachtszeit, was ja der Titel verspricht. Weihnachtsstimmung kommt echt überhaupt nicht auf. Cozy-Feelings? Fehlanzeige.⁣

Ein großes Ensemble verschiedenster Personen sorgt dafür, dass man irgendwann gar nicht mehr weiß, wer wer ist, wer mit wem verbandelt ist, was ihre Motive sind etc. Die ganze Handlung, also der Mord an dem hiesigen Anwalt und die darauffolgenden Verbrechen, sowie die Auflösung, sind ziemlich absurd.⁣

Auch die Übersetzung ist äußerst merkwürdig. Ständig winkt die Hauptfigur mit ihrer dürren „Klaue“ und gibt „meckernde“ Laute von sich, wenn sie lacht. Ich denke, das hätte man auch anders ausdrücken können. 100 Seiten weniger täten diesem Werk auch gut.⁣

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