Für zwischendurch war es ein schönes Buch, das sich sehr schnell lesen ließ. Aber mir blieben die Charaktere zu blass und insgesamt fehlte die Tiefe. Die Handlung war unglaublich vorhersehbar.
Das Setting ...
Für zwischendurch war es ein schönes Buch, das sich sehr schnell lesen ließ. Aber mir blieben die Charaktere zu blass und insgesamt fehlte die Tiefe. Die Handlung war unglaublich vorhersehbar.
Das Setting in Kanada hat mir wahnsinnig gut gefallen. Auch der Schreibstil war angenehm.
Der Anfang war wirklich gut, der Schreibstil hat mich direkt gepackt und ich flog nur so durch die Seiten. Leider hat meine Euphorie nach den ersten Kapiteln nachgelassen und mich haben einige Dinge gestört. ...
Der Anfang war wirklich gut, der Schreibstil hat mich direkt gepackt und ich flog nur so durch die Seiten. Leider hat meine Euphorie nach den ersten Kapiteln nachgelassen und mich haben einige Dinge gestört. Der ständige Alkoholkonsum zum Beispiel. Oder dass Protagonistin Emma 26 Jahre alt ist, ich aber häufig den Eindruck hatte, sie wäre viel jünger. Auch die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Charakteren war mir nicht schlüssig genug und die ganze „miscommunication“ war nervig. Das Ende und einige Konfliktlösungen gingen mir zu schnell, der „third act breakup“ hätte vermieden werden können, hätten die Beteiligten einfach mal miteinander geredet.
Es gab aber auch schöne Szenen und einiges, worüber sich nachzudenken lohnt. Und der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und es hat insgesamt Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen.
Das traumhaft schöne Cover schreit förmlich nach Sommer, Sonne, Dolce Vita und hat mich direkt in den Bann gezogen. Auch der Klappentext hat mich überzeugt und ich hoffte auf eine lockere, leichte Geschichte, ...
Das traumhaft schöne Cover schreit förmlich nach Sommer, Sonne, Dolce Vita und hat mich direkt in den Bann gezogen. Auch der Klappentext hat mich überzeugt und ich hoffte auf eine lockere, leichte Geschichte, perfekt für den Urlaub. Das Buch hat mir viele Eigenarten Siziliens und seiner Bewohner näher gebracht, so ganz begeistert hat es mich aber leider nicht.
Die Beschreibungen der Insel und der wunderschönen Landschaft haben mir direkt Fernweh verschafft. Schon lange träume ich davon, nach Italien und auch nach Sizilien zu reisen. Die italienische Sprache interessiert mich sehr und in „Sommer auf Sizilianisch“ habe ich einiges zu den unterschiedlichen Dialekten und so manches Sprichwort gelernt. Was mir auch gut gefallen hat, ist die Liste mit im Buch verwendetem Vokabular.
„Niemand sonst liebte sich zum Antipasto so abgöttisch und stritt sich spätestens nach dem Dessert so inbrünstig, wie es eine sizilianische Familie tat.“
Zitat Seite 162
Dass Autorin Pia Casell einen persönlichen Bezug zu Sizilien hat, habe ich beim Lesen durchweg gespürt. Sie füllt die Geschichte mit so viel historischen Fakten, interessanten Anekdoten und spannenden Hintergründen, dass ich nicht überrascht war, als ich im Nachwort erfahren habe, dass sie mit einem Sizilianer verheiratet ist. So war die ganze Geschichte sehr authentisch. Das malerische Städtchen Castelbuono gibt es tatsächlich und sollte ich wirklich einmal nach Sizilien reisen können, werde definitiv auch dort Zeit verbringen.
„Es war eine jener Nächte, in denen die Hitze des vergangenen Tages kaum weichen wollte und trotzig in den Gassen und Innenhöfen Castelbuonos hängen blieb.“
Zitat Seite 237
Neben der ganzen Urlaubsstimmung greift die Autorin aber auch ernste Themen auf. Die eigene Herkunft verstecken aufgrund von Ausländerfeindlichkeiten, Armut neben Reichtum, der Stolz auf die eigenen Wurzeln im Kontrast zu Weiterentwicklung. Jeder Charakter und auch die Insel selbst verkörpern diese Gegensätze. Helene verkörpert diese innere Zerrissenheit sehr gut und auch wenn mir am Ende vieles zu schnell ging, finde ich es großartig, wie sie schlussendlich auf ihr Herz hört.
„Ihr jungen Leute von heute. Ihr seid so sehr mit eurem Alltag beschäftigt, dass ihr vor lauter Hektik vergesst, auf euer Gefühl zu hören“
Zitat Seite 138
Mit Protagonistin Helene bin ich irgendwie nicht richtig warm geworden. Wen ich dagegen direkt ins Herz geschlossen habe, waren die Bewohner des Palazzo an der Via Giordano 33. So viel Liebe, Zusammenhalt, Unterstützung (und Einmischung 🙂 ), so typisch sizilianisch. Ich habe mich direkt wohlgefühlt.
Das Setting war ein absoluter Traum. Leider plätscherte die Geschichte oft nur so vor sich hin, weswegen es sich für mich oft gezogen hat. Die überstürzte Abreise Helenes gegen Ende konnte ich nicht so ganz nachvollziehen und insgesamt ging es mir zum Schluss viel zu schnell. Die sich entwickelnde Beziehung war für mich nicht so richtig greifbar und wirkte beinahe überstürzt.
Fazit
Für den Urlaub, als entspanntes Buch zu empfehlen. Für mich war es etwas zu langatmig und am Ende zu schnell.
Wer mich schon etwas länger kennt, weiß, dass ich das Universum unglaublich faszinierend und spannend finde und deshalb sehr gern Bücher darüber lese. Wenn diese dann auch noch unterhaltsam geschrieben ...
Wer mich schon etwas länger kennt, weiß, dass ich das Universum unglaublich faszinierend und spannend finde und deshalb sehr gern Bücher darüber lese. Wenn diese dann auch noch unterhaltsam geschrieben sind, bin ich sofort Feuer und Flamme.
Der Einstieg in Niklas Kolorz zweites Buch war interessant und fiel mir leicht. Ich muss aber dazu sagen, dass ich vieles bereits wusste und die Erläuterungen deshalb gut nachvollziehen konnte. Für Anfänger finde ich die Themen ein wenig zu schwierig, einfach weil so viel geballtes Wissen vermittelt wird. Das könnte Leute, die sich noch nicht so viel mit Weltall und Physik beschäftigt haben, abschrecken.
Ich habe aber auch einiges Neues gelernt und empfand die Geschichten hinter den Entdeckungen sehr gut aufbereitet. Zum Beispiel die Geschichte, wie Karl Schwarzschild im Schützengraben während des 1. Weltkrieges den theoretischen Grundstein für Schwarze Löcher legt.
Das Buch ist in drei Kapitel „Kosmos“, „Leben“ und „Zukunft“ aufgeteilt. Da das Buch von Titel und Klappentext her nicht vermuten lässt, war ich sehr überrascht als der Autor sich im zweiten Kapitel vom Weltall weg begibt und es plötzlich um das menschliche Bewusstsein und KI geht. Spannende Themen definitiv, aber an dieser Stelle für mich uninteressant, da ich doch etwas über das Universum lernen wollte. Die Inhalte passen an sich schon rein, da es weiter auch um außerirdisches Leben im All geht und deshalb die Frage geklärt werden muss, was Leben überhaupt ist. Diese Frage ist nämlich nicht so einfach zu beantworten und liefert je nach Betrachtung aus biologischer, physikalischer, religiöser usw. Sicht auch immer andere Antworten. Die Kapitel zum Bewusstsein hätte es für mich dennoch nicht gebraucht.
Der Schreibstil ist angenehm und unterhaltsam. Was mich jedoch vor allem mit Fortschreiten des Buchs immer mehr gestört hat, war die Nutzung von eingedeutschten englischen Begriffen und Redewendungen. Ich weiß, dass jüngere Leute heutzutage einfach so reden. Aber auch wenn ich mit 35 Jahren doch noch lange nicht alt bin, nervt mich dieses Denglisch persönlich. Das ist aber meine persönliche Empfindung, andere stört es sicher nicht.
Fazit
Das Buch liefert viele interessante Fakten und arbeitet vielseitige Themen spannend auf. Leute, die sich mit den Themen noch nicht beschäftigt haben, könnten aber aufgrund der schieren Masse an Informationen überfordert sein.
Einige von euch wissen, dass ich gerne laufen gehe, früher sehr regelmäßig und auch deutlich schneller als heute, aber ganz aufgegeben habe ich den Sport nie. Somit ist für mich der Name Achim Achilles ...
Einige von euch wissen, dass ich gerne laufen gehe, früher sehr regelmäßig und auch deutlich schneller als heute, aber ganz aufgegeben habe ich den Sport nie. Somit ist für mich der Name Achim Achilles nicht nur ein Begriff, nein ich habe viele Artikel von ihm über das Laufen gelesen, hin und wieder höre ich auch in seinen Podcast rein, wenn mich eine Folge interessiert. Kurz und knapp, ich konsumiere seinen Content schon seit vielen Jahren.
Einen Krimi zu schreiben, ist aber etwas anderes, als ein Laufbuch oder einen Artikel und ich finde das merkt man von Anfang an. Er hat das Thema Laufen gut in den Rahmen des Krimis gepackt, auch wenn ich mir hierzu etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Wahrscheinlich wäre das Buch dann aber für Menschen, die mit dem Laufsport nichts zu tun haben, nicht lesbar geworden, also kann ich das nachvollziehen. Der Spagat war bestimmt schwierig, über das Laufen zu schreiben und trotzdem allgemein zu bleiben. Mich hat das Buch zu Beginn nicht abgeholt, es baut sich keine richtige Spannung auf und der Humor ist eher plump als tatsächlich gut gesetzt. Doch wenn man die schwierige Anfangsphase übersteht, wird es besser und ungefähr ab der Hälfte gefiel es mir und ich wollte wissen, wie es weiter geht.
Leider gab es immer wieder Sprünge im Text und auch unlogische Verhaltensweisen der Figuren um Kommissar Pedes, mehr als einmal saß ich da und verstand einfach nicht warum etwas grade passiert war und wie es nun dazu kam, dass die Story nun eine bestimmte Richtung nahm. Das lässt sich aber verschmerzen, es ist ja sein erster Krimi und dafür war es solide. Was mich aber dann doch ärgerte war die Tatsache, dass der Prolog einfach nur einige Seiten aus dem Ende des Buches war. Das bedeutet, man las zwei mal genau die gleiche Szene, das machte für mich keinen Sinn, störte nur und hinterließ irgendwie den Beigeschmack, es waren noch Seiten zu füllen. Das Ende jedoch war gut und überraschend, besser als in manchen Tatort, den ich so über die Jahre gesehen habe.
„250 Meter ist keine Distanz, das ist ein Ansporn!“, ist mir als Zitat im Kopf geblieben und gefiel mir so dermaßen gut, weil es irgendwie nicht nur aufs Laufen, sondern aufs gesamte Leben anwendbar ist.
Allgemeines zum Buch
Autor: Achilles
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 02.04.2024
Seiten: 400
Genre: Krimi
Erster Band einer Reihe
Meine Bewertung: 3/5 Sterne
Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!
Rezension von: Andy