Humorvoll, verletzlich, emotional und vielschichtig
Royal HeistRache statt Gerechtigkeit – jetzt wird es persönlich.
Normalerweise kümmern sich Darcy und ihre Crew (The Robbin’ Hood – tolles Wortspiel übrigens) um Fälle in denen gierige, reiche Menschen andere ausbeuten. ...
Rache statt Gerechtigkeit – jetzt wird es persönlich.
Normalerweise kümmern sich Darcy und ihre Crew (The Robbin’ Hood – tolles Wortspiel übrigens) um Fälle in denen gierige, reiche Menschen andere ausbeuten. Robin Hood-like bestehlen sie die Reichen und verteilen die Beute unter den Geschädigten, so dass die Gerechtigkeit wiederhergestellt ist.
Nun bietet sich für Darcy und ihren Bruder die Möglichkeit an der Royal Family Rache zu üben. Rache für eine zerstörte Kindheit. Zusammen mit ihrer Crew bereiten sie den Coup ihres Lebens vor. Darcy muss in den inneren Kreis der Königsfamilie gelangen und nutzt die passende Gelegenheit, dass der Kronprinz Spencer gerade auf der Suche nach einer geeigneten Kandidatin für eine Hochzeit ist, die den Ruf der Monarchie retten soll. Doch das ausgerechnet Tristan, der jüngere Bruder des Kronprinzen, Darcys Plänen einen Strich durch die Rechnung machen könnte, damit hat sie nicht gerechnet.
“Royal Heist” ist mein erstes Buch von Lena Kiefer, wobei mir die Autorin nicht unbekannt ist. Ich bin nur noch nie in den Genuss gekommen eines ihrer Bücher zu lesen. Und sagen wir mal so, wenn alle Bücher in etwa die Qualität dieses Buches haben, dann werde ich wohl – für mich eher untypisch – zum Fangirl mutieren.
Von Anfang an mochte ich sowohl Setting, als auch Schreibstil, Geschichte und die Entwicklung der Charaktere.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Darcy und von Tristan geschrieben, so dass die Lesenden einen guten Einblick auf beide Seiten bekommen. Ich war beim Lesen häufiger hin- und hergerissen. Mal wollt ich, dass Darcy und ihr Bruder ihre Rache erhalten, dann wieder nicht usw.
Besonders gerne mag ich es, wenn Figuren in Büchern sich selber nicht immer ganz so ernst nehmen und auch mal in die Sarkasmus-Schublade greifen. Das ist meine Art des Humor. So war es auch bei Darcy und Tristan. Beide (eigentlich alle) Charaktere haben sich von mehreren Seiten gezeigt. Humorvoll, verletzlich, emotional – insgesamt sehr vielschichtet. Auch die Story an sich ist sehr vielschichtig und tiefgreifend. Ich selber habe immer wieder darüber nachgedacht wie ich in solch einer Situation reagiert hätte.
Alles in allem hat mich das Buch von Beginn an abgeholt und erst wieder losgelassen als ich die letzte Seite umgeblättert habe. An einigen Stellen fand ich es etwas vorhersehbar, doch insgesamt tut es dem Ganzen keinen Abbruch.
Das Ende ist etwas fies, wenn man nicht gleich im zweiten Band weiterlesen kann, für Autorin und Verlag jedoch auf jeden Fall ein gutes Verkaufsargument für den nächsten Band.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 5 von Sternen. Der zweite Band befindet sich schon auf meiner Wunschliste.