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Veröffentlicht am 10.02.2025

Spannende Fantasy mit tollem Setting

We hunt the Flame
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Worum geht’s?
Als Arzjäger von Demenhur genießt Zafira nicht nur Ansehen, sondern auch die Freiheiten, die ihr als Frau in ihrer Provinz verwehrt bleiben. Seit die Magie verschwunden ist, werden Frauen ...

Worum geht’s?
Als Arzjäger von Demenhur genießt Zafira nicht nur Ansehen, sondern auch die Freiheiten, die ihr als Frau in ihrer Provinz verwehrt bleiben. Seit die Magie verschwunden ist, werden Frauen systematisch unterdrückt, auch wenn Zafira die einzige ist, die der sagenumwobene Arz ungehindert jagen lässt. Als sie eines Tages eine geheimnisvolle Einladung erhält, ist Zafira zunächst skeptisch, ob sie dieser folgen soll – doch die Aussicht, die Magie zurück nach Demenhur zu bringen ist einfach zu verlockend, um es nicht wenigstens zu versuchen.


Meine Meinung
Auf dieses Buch habe ich mich tatsächlich schon gefreut, seit ich vor einiger Zeit auf Instagram über die Autorin gestolpert bin. Die Idee klang unglaublich spannend, aber jeder mit einem etwas größeren SuB kennt die Problematik der zu langen Wunschlisten, weshalb ich erst mit der deutschen Veröffentlichung dazu gekommen bin, die Geschichte dann auch tatsächlich zu lesen.

Das arabisch inspirierte Setting fand ich dabei besonders spannend, da diese bisher leider eher Mangelware in meinen Geschichten waren. Die starken Kontraste von Gesellschaft und Landschaft in Arawiya hat mich auf jeden Fall neugierig auf das Worldbuilding gemacht, über das man zwar im Laufe der Geschichte einiges erfährt, was in Band zwei der Reihe aber gerne noch ein wenig weiter ausgeführt werden darf.

Das erste Drittel der Handlung fand ich ehrlich gesagt noch ein wenig schleppend, da man zwar viel Zeit mit der Protagonistin verbringt, dabei allerdings nicht besonders viel über sie erfährt und eigentlich primär darauf wartet, dass die mysteriöse Reise beginnt. Mit der Einladung der Silbernen Hexe war dann aber tatsächlich jeglicher Anflug von Langeweile vorbei, weshalb ich das Buch ab diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Auch die Charaktere waren definitiv interessant, da man zumindest zu den beiden Protagonisten nach und nach mehr Einblicke in ihre Gedanken, Gefühle und Hintergrundgeschichten erhält. Das Maß zwischen diesen Elementen und der fortlaufenden Handlung fand ich dabei sehr ausgeglichen, da man so auch eher fragwürdiges Verhalten der Figuren irgendwie erklären und vor allem innere Konflikte in gewisser Weise nachvollziehen konnte.

Ein kleines Manko habe ich daher lediglich bei der späten Einführung zweier wichtiger Charaktere für die Gruppe um Zafira gesehen, da meiner Meinung nach zumindest eine der beiden Figuren viel zu wenig Beachtung gefunden hat und eher wie eine blasse Ergänzung gewirkt hat, was ich im Vergleich zur übrigen Geschichte schon ein wenig schade fand.


Fazit
Für mich ist dieses Buch trotz des etwas schleppenden Starts auf dem besten Weg, eines meiner Jahres-Highlights zu werden. Der Spannungsbogen konnte mich von Beginn der Reise an fesseln, und spätestens die sich charakterlich mehr und mehr ausdifferenzierenden Figuren haben es dann geschafft, mich nachhaltig zu begeistern und meine Vorfreude auf die Fortsetzung hoch zu halten.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2025

Ein Rundumschlag der modernen Verhütung

So geht Verhütung heute
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Meine Meinung
Mir ging es tatsächlich vor dem Lesen dieses Buches ähnlich wie der Autorin – in der Schule wurden sowohl das Thema Verhütung, als auch der weibliche Zyklus nur angeschnitten, und obwohl ...

Meine Meinung
Mir ging es tatsächlich vor dem Lesen dieses Buches ähnlich wie der Autorin – in der Schule wurden sowohl das Thema Verhütung, als auch der weibliche Zyklus nur angeschnitten, und obwohl beides seit dem in gewisser Weise zum eigenen Alltag gehört, wusste ich persönlich nicht besonders viel über die Abläufe in meinem eigenen Körper und habe sie einfach als gegeben hingenommen.

Gut gemacht fand ich an diesem Buch daher, dass auf sehr anschauliche und mitunter auch wirklich humorvolle Weise ein kompletter Rundumschlag vorgenommen wurde, der trotz der relativen Kürze des Buches sehr informativ war. Eine kurze Geschichte der Verhütung findet dabei ebenso Platz wie eine Darstellung des weiblichen Zyklus, einer Vorstellung aller möglichen Verhütungsmethoden samt Checklisten zu Sicherheit, Kosten und Anwendung und einem Ausblick auf mögliche Verhütungsmethoden, die in der Zukunft relevant werden können.

Das Buch an sich richtet sich dabei nicht nur an Frauen, was ich sehr gelungen fand, da die Autorin selbst auch immer wieder auf Eigenverantwortung aller Beteiligten hinweist und dabei vor allem eine informierte Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt. Insbesondere in Zeiten von überprüfungsnotwendigen Informationsflüssen ist dieses Buch nicht nur für eine jüngere bzw. jugendliche Zielgruppe sehr praktisch, da wissenschaftlich fundiert, sondern auch für ein Publikum geeignet, welches sich seit der Schulzeit bzw. im Nachgang an die Wahl einer Methode vielleicht nie wieder besonders mit dem Thema Verhütung auseinandergesetzt hat.


Fazit
Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Identität bietet dieses Buch eine komprimierten, aber trotzdem informativen Abriss zu den Themen Verhütung und Zyklus, der mit Tabus und Mythen aufräumt und dabei sehr kurzweilig zu lesen ist. Da auch heute noch unglaublich viele Fehlinformationen zu diesen Themen kursieren kann ich dieses Buch daher nur jedem ans Herz legen, auch – oder vielleicht auch gerade dann – wenn man der Meinung ist, schon alles über Verhütung zu wissen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel.

Veröffentlicht am 27.01.2025

Hochspannung mit historischem Nachklang

Was wir nie verzeihen
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Worum geht’s?
Als der fast hundertjährige Albert Kangasharju bei einem Spaziergang vor seinem Altenheim angegriffen und fast ermordet wird, ist der Schock nicht nur bei seiner Familie groß. Niemand kann ...

Worum geht’s?
Als der fast hundertjährige Albert Kangasharju bei einem Spaziergang vor seinem Altenheim angegriffen und fast ermordet wird, ist der Schock nicht nur bei seiner Familie groß. Niemand kann sich erklären, wer es auf so einen alten Mann abgesehen haben könnte, nicht mal er selbst. Als dann jedoch ein weiterer Senior angegriffen und grausam hingerichtet wird, werden in Kommissar Paloviita Zweifel laut – denn die beiden Männer standen definitiv in Verbindung zueinander.


Meine Meinung
Finnland gehört definitiv zu meinen liebsten Settings, ganz besonders wenn es um Krimis und richtig schön düstere Thriller geht.

Was mir beim Lesen tatsächlich zunächst gar nicht wirklich aufgefallen ist, war die Tatsache, dass das Buch eigentlich schon der dritte Teil einer Reihe ist. Lesen kann man es aber auch, wenn man die ersten beiden Teile noch nicht kennt, da es immer wieder kleine Rückbezüge auf die Ereignisse aus den Vorgängerbänden gab und die eigentliche Handlung dadurch nicht beeinträchtigt wurde.

Die Geschichte an sich hat sich wirklich flott lesen lassen, selbst die Zeitsprünge zwischen den Ereignissen im Zweiten Weltkrieg und der Gegenwart haben mein Lesetempo nicht negativ beeinflusst und da der Spannungsbogen bis zum Schluss hoch war, kam gleichzeitig auch keine Langeweile auf. Darüber hinaus war die Dichte der Ereignisse ziemlich hoch, was ich normalerweise als recht hektisch empfinde, hier aber tatsächlich sehr passend fand.

Obwohl ich die Ermittler noch nicht kannte, hatte ich nicht das Gefühl, den Ermittlungen nicht folgen zu können. Mitunter hatte ich sogar den Eindruck, dass die wiederkehrenden Figuren verhältnismäßig wenige Auftritt hatten und sich die Geschichte praktisch von selbst erzählt hat, was ich wirklich spannend zu verfolgen fand. Interessant gemacht fand ich außerdem, dass hier das Opfer des ersten Mordanschlags einen recht großen Teil der Handlung eingenommen hat. Dessen „Zeitzeugenberichte“ waren definitiv wichtige Stilmittel, die die Geschichte in meinen Augen ganz wesentlich beeinflusst haben.

Am meisten überrascht hat mich dann allerdings vermutlich die Tatsache, dass ich eine wichtige Figur völlig falsch eingeschätzt habe und mir nicht aufgefallen ist, dass sie als Erzähler unzuverlässig war. Normalerweise deutet in den meisten Geschichten irgendetwas darauf hin, hier habe ich es aber entweder übersehen oder vollkommen ignoriert, weshalb ich diese Wendung schlussendlich nicht habe kommen sehen.


Fazit
Dieser Thriller hat mich beim Lesen wirklich begeistert und die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten. Ich war selbst ein wenig überrascht davon, wie gut mir die Sprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart gefallen haben, da insbesondere der Zweite Weltkrieg ein Thema mit deutlichem Nachklang ist, der im ersten Moment gar nicht so richtig zu einem Thriller zu passen scheint.

Von mir gibt es dafür alle fünf Bücherstapel.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2024

Von Veränderungen und Neuanfängen

Fest im Sattel
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Worum geht’s?
Auch wenn Viktoria das Reiten liebt, hat sie keine Lust darauf, dem Sport ihr gesamtes Leben zu widmen. Ihre beste Freundin sieht das leider vollkommen anders, und als Viktoria in einen neuen ...

Worum geht’s?
Auch wenn Viktoria das Reiten liebt, hat sie keine Lust darauf, dem Sport ihr gesamtes Leben zu widmen. Ihre beste Freundin sieht das leider vollkommen anders, und als Viktoria in einen neuen Stall wechselt, zerbricht die Freundschaft. An neuen Bekanntschaften hat sie daher zunächst kein Interesse – auch wenn sie bald erkennen muss, dass erste Eindrücke häufig trügen können und eine einmal getroffene Entscheidung vielleicht nicht gleich in Stein gemeißelt sein muss.


Meine Meinung
Als typisches Pferdemädchen hat mich dieses Buch natürlich direkt angesprochen, wobei ich inhaltlich dann tatsächlich vom Tiefgang der Handlung überrascht wurde. Pferde und der Reitsport sind hier nämlich logischerweise auch ein Thema, im Mittelpunkt steht aber eher der Umgang mit Veränderungen, Neuanfängen und Entscheidungen, die man vielleicht noch einmal überdenkt.

Sehr gut gefallen hat mir dabei, dass die Gestaltung sehr klar war und man sowohl die einzelnen Figuren auseinanderhalten, als auch ihre Mimik und Gefühle gut zuordnen konnte. Das Prinzip erinnert ein wenig an die Comics aus Kinder- und Jugendzeitschriften, die ich früher allerdings wirklich gerne mochte und daher auch hier sehr positiv wahrgenommen habe.

Die Entwicklung der Protagonistin, ihre Sorgen, Ängste und Interessen fand ich ebenfalls sehr gelungen dargestellt, was mir vor allem bei so einer jungen Zielgruppe wichtig war. Sich mit Neuanfängen auseinanderzusetzen ist gerade in dem Alter keine besonders leichte Aufgabe, weshalb ich die Mischung aus einer sehr ansprechenden Gestaltung und der ermunternden Botschaft, offen für Neues zu sein definitiv empfehlens- und lesenswert finde.


Fazit
Um dieses Buch zu mögen, muss man definitiv kein Pferdefan sein – es schadet aber natürlich auch nicht. Dass hier allerdings eher Themen wie Freundschaft und die persönliche Entwicklung der Protagonistin und ihrer Interessen und Wünsche im Vordergrund stehen hat es meiner Meinung nach sehr leicht gemacht, mit der wirklich schön gestalteten Geschichte ein sehr breites Publikum anzusprechen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 06.05.2024

Auftragsmord als Familiengeschäft

Happy Meat – Der Geschmack der Liebe
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Worum geht’s?
Cavas Familie gehört das Very Happy Meat Imperium – Premium Fleisch-Lieferservice bei Tag, Organhändlerring bei Nacht. Das Sprichwort „Blut ist dicker als Wasser“ hat jeder von ihnen bis ...

Worum geht’s?
Cavas Familie gehört das Very Happy Meat Imperium – Premium Fleisch-Lieferservice bei Tag, Organhändlerring bei Nacht. Das Sprichwort „Blut ist dicker als Wasser“ hat jeder von ihnen bis aufs Mark verinnerlicht, weshalb Cava umso schockierter ist als sie erfährt, dass einer ihrer Brüder die Familie verraten haben soll. Kurzerhand versucht sie herauszufinden, wer oder was ihrer Familie gefährlich werden könnte – und stößt dabei auf die wohl schrecklichste Überraschung ihres Lebens.


Meine Meinung
Als großer Fan des Food-Universe habe ich mich schon unglaublich auf diesen Band der Reihe gefreut, da ich die Idee einer Selbstjustiz übenden Organ-Mafia bestehend aus den Erben Aphrodites super spannend fand.

Der Schreibstil hat mir – wie immer bei Marie Graßhoff – sehr gut gefallen, man kommt trotz der recht umfangreichen Handlung schnell durch die Geschichte und landet aufgrund der verhältnismäßig kurzen Kapitel unglaublich schnell in einem regelrechten Sog, der es schwierig macht, das Buch wieder aus der Hand zu legen.

Cava war eine durchaus interessante Protagonistin, die in ihrem jungen Leben schon eine ganze Menge durchmachen musste und daher sicherlich nicht einfach zu gestalten war. Trotzdem war es für mich etwas befremdlich, wie lange sie körperliche Gewalt ihr gegenüber als völlig normal hingenommen hat, vor allem da sie in Hinblick auf ihre Geschwister in diesem Punkt völlig anderer Meinung war. Ihren Zwiespalt zwischen Familienverbundenheit und Gerechtigkeitssinn fand ich dann allerdings sehr gut dargestellt, was diesen kleinen Kritikpunkt in meinen Augen wieder ausgeglichen hat.

Der Handlungsbogen war auf jeden Fall sehr temporeich, was mir grundsätzlich gefallen hat. Die Ereignisse folgen zwar Schlag auf Schlag, sodass definitiv keine Langeweile aufkommen konnte, gleichzeitig gab es aber auch immer wieder kurze Rückblenden in Cavas Kindheit, um den Handlungsbogen ein bisschen zu entzerren. Lediglich zum Ende hin hatte ich den Eindruck, dass die finale Schlacht ein wenig arg hektisch verlief, während die Ereignisse danach wieder vergleichsweise ruhig erzählt wurden. Ganz zusammengepasst hat das für mich, im Vergleich zum Rest der Geschichte war dieser Punkt für mich allerdings auch eher nebensächlich.


Fazit
Fans des Food-Universe bekommen in diesem Band der Reihe eine temporeiche, gleichzeitig aber auch recht brutale Geschichte mit einer interessanten Protagonistin und einer wirklich ungewöhnlichen Familie präsentiert. Sympathisch sind dabei sicherlich nicht alle Figuren, wem diese Konstellation allerdings gefällt, der kann bei einer groß angelegten Verschwörung mit rätseln und einige spannende Lesestunden mit diesem Buch verbringen.

Dafür gibt es voll fünf Bücherstapel von mir.

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