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Veröffentlicht am 21.02.2025

Fantasyabenteuer mit kleinen Schwächen

Tyger
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Worum geht’s?
Adam lebt mit seiner Familie in einem alternativen London, dessen Trennung zwischen Ober- und Unterschicht einen deutlichen Schnitt durch die Gesellschaft zieht. Nur mühsam kann sich die ...

Worum geht’s?
Adam lebt mit seiner Familie in einem alternativen London, dessen Trennung zwischen Ober- und Unterschicht einen deutlichen Schnitt durch die Gesellschaft zieht. Nur mühsam kann sich die Familie über Wasser halten, auch wenn Adam als Botenjunge Tag für Tag sein Leben aufs Spiel setzt. Als er dabei in Gefahr gerät, kommt ihm im letzten Moment ein mysteriöses Wesen zur Hilfe – und bringt Adam dazu, die Welt retten zu wollen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch war ich zunächst wirklich überzeugt davon, dass mir die Geschichte bis zum Schluss gefallen würde, da ich zu Beginn sehr leicht in die Handlung hineingekommen bin, den Schreibstil sehr angenehm zu lesen fand und definitiv mehr über das Leben im alternativen London dieser Geschichte wissen wollte.

Meine Begeisterung hat dann aber leider nicht ganz so lange angehalten, da mein Lesefluss nach dem ersten Drittel der Geschichte langsam aber sicher immer mehr ins Stocken kam. Darüber hinaus hatte ich das Gefühl, dass das eigentlich sehr spannende Worldbuilding ab einem gewissen Punkt nicht weiter ausgearbeitet wurde, was ich ebenfalls schade fand. Besonders deutlich wurde das für mich in der starken schwarz-weiß Charakterisierung (in Hinblick auf die Illustrationen ist das wortwörtlich zu verstehen) der Figuren und der Gesellschaft in diesem Buch allgemein, was man meiner Meinung nach insgesamt wesentlich nuancierter hätte darstellen können.

Der Spannungsbogen hat mir beim Lesen trotzdem ziemlich gut gefallen, da die vielen Ereignisse und die schnelle Abfolge neuer Gefahren durchaus keine Langeweile haben aufkommen lassen. Das hohe Erzähltempo hat zeitweise aber trotzdem ein wenig hektisch auf mich gewirkt, was der Tiefe der Geschichte definitiv nicht zuträglich war und Themen, die eigentlich zum Nachdenken anregen sollen zwar in den Raum geworfen, dabei allerdings keine tiefergehende Auseinandersetzung erlaubt hat.

Auch die Entwicklung des Protagonisten fand ich etwas zu hektisch abgehandelt, was ich angesichts seiner Rolle als Erzähler gleich doppelt so schade fand. Obwohl es sowohl innere Monologe, als auch Dialoge zwischen den Protagonisten gab, hatte ich am Ende noch immer nicht das Gefühl, Adam besonders gut zu kennen oder mich mit ihm identifizieren zu können. In meiner Jugend hätte das meine Lesemotivation sicherlich deutlich geschwächt, was ich bei den wichtigen Botschaften, die dieses Buch trotzdem transportieren kann wirklich ausgesprochen schade finde.


Fazit
Die Idee dieser Geschichte und die mystischen Elemente der Handlung fand ich grundsätzlich spannend, die Umsetzung war für meinen Geschmack dann aber doch ein wenig zu oberflächlich gehalten. Nichtsdestotrotz sind die Botschaften dieser Geschichte aber in jedem Fall wertvoll, weshalb ich den Grundgedanken des Buches definitiv wertschätzen möchte.

Dafür vergebe ich dreieinhalb Bücherstapel.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2025

Niedliche Idee mit eher schwacher Umsetzung

Moody
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Worum geht’s?
Eigentlich ist Wren in ihrem Job als Masseurin ziemlich glücklich. Als sie dann jedoch gleich bei ihrem ersten Auftrag bei Dax Moody die Blamage ihres Lebens hinlegt, ist sie sich sicher, ...

Worum geht’s?
Eigentlich ist Wren in ihrem Job als Masseurin ziemlich glücklich. Als sie dann jedoch gleich bei ihrem ersten Auftrag bei Dax Moody die Blamage ihres Lebens hinlegt, ist sie sich sicher, dass sie ihn auf keinen Fall noch einmal wiedersehen wird. Umso größer ist ihre Überraschung, als auf einmal der nächste Auftrag aus seinem Haus bei ihre landet – denn Dax hat seine ganz eigenen Motive, aus denen er Wren unbedingt wiedersehen muss.


Meine Meinung
Auch wenn ich die Idee einer found family ja ganz niedlich fand, die Umsetzung war, wie für das Genre meistens üblich, leider eher ein wenig flach und zu hektisch entwickelt.

Beide Protagonisten fand ich nur sehr wenig tiefgreifend entwickelt, auch wenn es wirklich genügend Traumata gab, mit denen man deutlich vielschichtigere Figuren hätte entwickeln können. Natürlich geht es zwischendurch immer wieder extrem heiß her zwischen den beiden, aber weder ihre Beziehung, noch ihre Konflikte fand ich logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Dazu kam dann noch der extreme Cut im Handlungsbogen, dessen Potenzial vor allem in Hinblick auf die Emotionen der Figuren kaum ausgenutzt wurde und daher zumindest bei mir eher Fragezeichen hinterlassen hat.

Darüber hinaus fand ich sehr schade, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, die Emotionen und Wünsche der Charaktere nur erzählt zu bekommen. Da ich Penelope Ward eigentlich immer gerne gelesen habe ist mir hier besonders aufgefallen, dass ich eben vor allem die Beziehungen der Figuren nicht greifen konnte und zwar gelesen habe, wer was für wen empfindet, das aber teilweise einfach nicht nachvollziehen konnte und mir eher wie ein Zuschauer auf dem Abstellgleis vorkam. Ein netter Zeitvertreib war das irgendwie zwar trotzdem, von dieser Autorin bin ich aber eigentlich wesentlich bessere Geschichten gewöhnt.


Fazit
Als nettes Buch für zwischendurch kann diese Geschichte auf jeden Fall fungieren, wer allerdings auf der Suche nach authentisch entwickelten Beziehungen, nachvollziehbaren Gefühlen oder viel Tiefgang ist, sollte sich eher nach einer anderen Lektüre umsehen.

Dafür vergebe ich knappe dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 05.02.2025

Eisiges Setting mit wenig Ermittlungsarbeit

Die Schanze
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Worum geht’s?
Für Ellen sollte die Rückkehr in ihren Heimatort eigentlich ein dringend benötigter Neuanfang werden. Kaum dort angekommen, wird aber schon ein grausam erhängter Toter gefunden – der erste ...

Worum geht’s?
Für Ellen sollte die Rückkehr in ihren Heimatort eigentlich ein dringend benötigter Neuanfang werden. Kaum dort angekommen, wird aber schon ein grausam erhängter Toter gefunden – der erste einer Reihe, an dessen Tod ausgerechnet auch Ellen ein Interesse gehabt hätte.


Meine Meinung
Obwohl mein neues Lesejahr eigentlich mit einer ziemlichen Flaute gestartet ist und ich einige Bücher bloß angefangen und dann wieder zur Seite gelegt habe, musste diese Geschichte trotzdem bei mir einziehen. Besonders hohe Erwartungen hatte ich dabei allerdings zunächst nicht, denn der Klappentext hat leider nur wenig aussagekräftig auf mich gewirkt.

Was mich dann allerdings überraschend schnell in einen sehr ordentlichen Lesefluss gebracht hat, waren tatsächlich die kurzen Kapitel und das hohe Erzähltempo, was definitiv das richtige Mittel gegen meine Leseflaute war. Obwohl es durchaus Kapitel gab, in denen eigentlich nichts wirklich handlungsrelevantes passiert ist, habe ich mich beim Lesen nicht gelangweilt. Viel interessanter war für mich in solchen Momenten nämlich die Frage, was eigentlich das große Geheimnis um Ellens Vergangenheit ist und wann es eventuell eine neue Leiche gibt.

Mit Ellen als Protagonistin habe ich mich dann ehrlich gesagt ein bisschen schwer getan, was vor allem daran lag, dass man über die fragmentarischen Erinnerungen an die Ereignisse in ihrer Jugend und ihre Angst angesichts der aktuellen Situation hinaus eigentlich kaum etwas über sie erfährt. Erst nach und nach kann man sich denken, was in der Nacht ihres Abiballs geschehen ist und hat durchaus Mitleid mit ihre, wirklich nahbar kam sie mir aber bis zum Ende des Buches leider nicht vor.

Ein wenig seltsam fand ich darüber hinaus auch, dass in den Mordfällen scheinbar so gar nicht richtig ermittelt wurde. Bei so viel Vertuschung, Korruption und Vetternwirtschaft wie in diesem Dorf herrscht war es an sich zwar nicht besonders überraschend, dass die Polizei als Ansprechperson nicht in Frage kam, aber dass die Protagonistin so vollkommen unbehelligt im Alleingang agieren konnte, fand ich trotz aller Spannung ein wenig unglaubwürdig.


Fazit
Auch wenn mich am Aufbau der Geschichte und der Gestaltung der Figuren definitiv nicht alles überzeugt hat, habe ich das Buch an sich gerne gelesen. Die kurzen Kapitel waren dabei definitiv ein großer Pluspunkt für mich, da ich trotz meiner Leseflaute problemlos bis zum Ende gekommen bin und nicht darüber nachgedacht habe, die Geschichte abzubrechen.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 15.06.2024

Ein erster Ansatz zur bedürfnisorientierten Erziehung

Good Inside - Das Gute sehen
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Meine Meinung
Am Stichwort bedürfnisorientierte Erziehung scheiden sich ja bekannterweise so ein wenig die Geister, das Prinzip find ich aber trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen) spannend genug, ...

Meine Meinung
Am Stichwort bedürfnisorientierte Erziehung scheiden sich ja bekannterweise so ein wenig die Geister, das Prinzip find ich aber trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen) spannend genug, um mehr darüber erfahren zu wollen.

Die Struktur des Buches fand ich zunächst einmal sehr übersichtlich gestaltet, man findet sich leicht zurecht und die Grundprinzipien des Konzepts werden ebenfalls recht schnell deutlich. Besonders gut hat mir dabei der Ansatz gefallen, dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt – diese Botschaft ist definitiv auch abseits des Elternseins oder Elternwerdes sehr wertvoll.

Schwierig fand ich dann allerdings die Art und Weise, in der die Autorin nicht nur über Kindern und ihre Verhaltensweisen, sondern auch zu den Lesern bzw. Eltern spricht. Ihren Status als Expertin möchte ich ihr dabei auf keinen Fall absprechen, aber der sehr belehrende Tonfall, der teilweise wenig empathisch und vor allem sehr distanziert gewirkt hat, konnte mich nicht immer abholen.


Fazit
Für (werdende) Eltern mit wenig Erfahrung in Punkto bedürfnisorientierte Erziehung sind die Ansätze in diesem Buch auf jeden Fall hilfreich, auch wenn der wissenschaftliche Unterton nicht gerade besonders viel Empathie transportiert. Mit der Umsetzung bin ich daher mehr oder weniger zufrieden, auch wenn es sicherlich etwas verständlichere Bücher zu diesem Thema gibt.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 06.05.2024

Ein etwas unbefriedigendes Ende

Virus Omega 3: Kollision der Welten
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Worum geht’s?
Obwohl Andrew mittlerweile das Vertrauen der Widerstandsgruppe gewonnen zu haben scheint, muss er die Rettung seiner Familie im Geheimen vorbereiten. Als Neal ihn und Kim auf eine Kamikazemission ...

Worum geht’s?
Obwohl Andrew mittlerweile das Vertrauen der Widerstandsgruppe gewonnen zu haben scheint, muss er die Rettung seiner Familie im Geheimen vorbereiten. Als Neal ihn und Kim auf eine Kamikazemission schicken will, stößt Andrew auf dessen dunkelstes Geheimnis – und muss sich nicht nur für seine Familie, sondern auch für die Rettung der gesamten Bevölkerung einsetzen.


Meine Meinung
Bei dieser Reihe bin ich schon aufgrund des Spannungsbogens unglaublich froh darüber, dass ich alle drei Bände hintereinander weg lesen konnte und keine Wartezeit nach den fiesen Cliffhangern überbrücken musste. Ganz zufriedengestellt hat mich die Auflösung dann aber leider nicht, was mich durchaus ein wenig enttäuscht hat.

Was ich zunächst unglaublich schade fand, war der Spoiler im Klappentext. Die Wendung an sich kam zwar überraschend, dass einer der größten Spannungsmomente in dieser Geschichte aber so platt vorweg genommen wurde, war definitiv keine Glanzleistung.

Im Vergleich war Band drei definitiv der actionreichste der gesamten Reihe, was mein Interesse an der Geschichte trotz der ein oder anderen Enttäuschung immerhin bis zum Schluss hoch gehalten hat. Dass die Autorin der immer wieder auftauchenden Zeitungsartikel in diesem Teil der Reihe endlich einen persönlichen Auftritt hinlegen durfte, stand zwar ein wenig im Kontrast zu der ganzen Action, in die ruhigere Version der kleinen Gemeinschaft um Protagonist Andrew hat sie aber eigentlich ziemlich gut gepasst.

Nicht ganz so klasse fand ich dann allerdings, dass das hohe Erzähltempo das Ende recht hektisch und überstürzt auf mich hat wirken lassen, was meiner Meinung nach einfach nicht so wirklich zusammengepasst hat. In meinen Augen ist dadurch leider auch eine Menge Potenzial bei den Figuren und ihren durch das Genre ohnehin schon begrenzten Möglichkeiten zur Charakterentwicklung verschenkt worden, was ich sehr schade fand.


Fazit
Auch wenn diese Reihe definitiv mitreißend gestaltet wurde und ich bis zum Schluss wissen wollte, was wohl noch so alles passiert, haben mich die Hektik im letzten Teil dieser Geschichte und das eher offene Ende nicht wirklich begeistern können. Ich persönlich bleibe einfach nicht gerne mit so vielen Fragen zurück, auch wenn ich mich beim Lesen definitiv in keinem Moment gelangweilt habe.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

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