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Veröffentlicht am 27.11.2025

Alle wollen Halla

Der Weg des ewigen Winters
2

Ich durfte an einer Leserunde teilnehmen, was mich sehr gefreut hat, denn die Leseprobe war super spannend. Man wird hier direkt in die Geschichte reingeworfen. Es beginnt direkt mit einer Flucht. Im Fokus ...

Ich durfte an einer Leserunde teilnehmen, was mich sehr gefreut hat, denn die Leseprobe war super spannend. Man wird hier direkt in die Geschichte reingeworfen. Es beginnt direkt mit einer Flucht. Im Fokus steht das kleine Mädchen Halla, das von ihrer Adoptivmutter Xenia um jeden Preis beschützt wird. Da die Gefahr für das Kind aber zu groß wird, sucht Xenia Schutz und Unterstützung bei ihrem Bruder Orpheus - einem Trunkenbold, der als Musiker etwas Geld verdient und viele Liebschaften hat.
Orpheus wird praktisch gezwungen sich um Halla zu kümmern und er muss erkennen, dass er sich wirklich um sie kümmern möchte und ihr Wohl ihm sehr am Herzen liegt.
Viele Leute sind hinter Halla her. Södnern wird viel Geld bezahlt, wenn sie die Kleine ausliefern. Auch Tiere spielen hier eine wichtige Rolle. Halla sieht Tiere in ihren Träumen und kann mit ihnen kommunizieren, doch auch in ihrer realen Welt taucht ein Fuchs auf, der sich ihr und Orpheus anschließt. Bald schon wächst diese Truppe aus Leuten, von denen keiner weiß, ob er dem anderen trauen kann oder nicht.

So weit so gut... Ich muss sagen, das Buch ist nicht mein Fall gewesen. Die Leseprobe war vielversprechend und es gibt auch zwischendurch immer mal interessante Szenen, aber im Großen und Ganzen fehlte es der Geschichte an so vielem. Die Verbindung mit den Tieren mochte ich überhaupt nicht, weil es der Geschichte etwas Niedliches verlieh, was meiner Meinung nach da nicht hingehörte. In gefühlt jedem dritten Satz wurde ordinär geflucht: "Beim Arsch des Thors", "Bei den Hoden von Odin".. Das ging mir so auf den Wecker (niemand flucht immer auf verschiedene Weise und dann auch noch so ordinär). Im Hintergrund hat die Kaiserin Theophanu eine eigene Geschichte, die mit der von Halla verwoben ist, aber hier fehlt ein Crossover. Es wirkt wie eine eigenständige Geschichte, die kaum dazugehört. Es ist der Auftakt einer Reihe, aber mir passiert hier ehrlich gesagt zu wenig. Die Personen bewegen sich andauernd, aber treiben die Handlung trotzdem nicht voran.
Es gab hier viele gute Meinungen zu dem Buch. Es ist historische Fantasy. Ich mochte es nicht so sehr und werde nicht weiterlesen, aber viele andere sehen das ganz anders.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Eine Bibliothekarin, die in ihrer alten ihre neue Heimat fand

Spellshop
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Kiela ist Bibliothekarin in der Hauptstadt des Landes. Sie lebt und arbeitet dort mit ihrem Assistenten Caz (ein pflanzliches Spinnenkraut). In der Stadt tobt eine Revolution und als die Bibliothek angegriffen ...

Kiela ist Bibliothekarin in der Hauptstadt des Landes. Sie lebt und arbeitet dort mit ihrem Assistenten Caz (ein pflanzliches Spinnenkraut). In der Stadt tobt eine Revolution und als die Bibliothek angegriffen wird, fliehen die beide. Um die wichtigen Zauberbücher zu beschützen, nehmen sie sie mit. Mithilfe eines Bootes gelangen sie auf eine Insel, die früher Kielas Zuhause war. Mit ihren Eltern lebte sie einst dort und zieht zurück in das Cottage, in dem sie aufgewachsen ist.

Nach dem College war Kiela jahrelang immer allein. Sie fand Zufriedenheit in den Büchern und hatte bis auf Caz keinerlei soziale Kontakte. Ihr hat das immer gereicht, deshalb ist sie anfangs auf der Insel total überfordert als so viele Menschen so nett zu ihr sind und sich auch immer wieder nach ihr erkundigen und Freundschaft schließen wollen. Kiela ist anfangs sehr unbeholfen und vergrault auch fast einen jungen Mann, der ihr zu aufdringlich mit seiner Hilfsbereitschaft ist. Doch als sein Seepferd in Lebensgefahr schwebt, wirkt sie einen Zauber aus den gestohlenen Büchern um zu helfen.

Sie hat bald ein paar Freundinnen und eröffnet ein Marmeladengeschäft. Doch die königliche Garde der Hauptstadt Alyssium sucht immer mall wieder Entflohene auf der Insel und irgendwann auch eine Thronerbin, die sich aus dem Staub gemacht hat. Zauberei zu wirken, ist auf der Insel strikt verboten, also muss Kiela aufpassen und die Bücher beschützen.

In dem Buch geht es vorrangig darum, dass Kiela Gefallen an sozialen Kontakte und der Liebe findet. Sie lernt auf der Insel Freundschaften und einen Zusammenhalt kennen, den sie nie für möglich gehalten hätte.

Als jemand Neues auf die Insel kommt und Hilfe braucht, lernt diese Person dasselbe über die Inselbewohner und Kiela beteiligt sich an der Rettung.

Es soll eine cozy Fantasygeschichte sein und das ist es auch, aber ich hatte beim Hören immer das Gefühl, es handelt sich hierbei um ein Kinderbuch. Es ist eine niedliche Geschichte, aber ohne Tiefgang. Die Charaktere fand ich fragwürdig, irgendwie hat das für mich nicht richtig zur Story gepasst. Als ein Kaktus, der immer "Miep" sagt, Miep genannt wurde, fühlte ich mich für das Buch irgendwie zu alt. Kiela konnte ich mir optisch immer gar nicht richtig vorstellen. Die Person mit dem meisten Charakter, war für mich die Bäckerin. Das Buch umfasst beinah 500 Seiten, aber so wirklich ist nichts passiert. Die Bewertung bezieht sich auf meinen persönlichen Geschmack, genug Menschen gefällt das Buch ja. Für mich 2,5 Sterne, weil mir das Buch zu nichtssagend war. Fantasy ist schon enthalten und das wurde auch zum Ende hin etwas besser, als die Inselbewohner eine weitere Person schützten.

Es geht hier darum, wie ein Einzelgänger zu Freunden und einer Liebe kommen kann, das war schon ganz süß, aber wie gesagt, für mich eher ein Kinderbuch.

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Eine Mafia-Story mit einer Liebesgeschichte, die schon seit Kindheitstagen besteht

Nachtblütenkuss
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Die Geschichte wird in den meisten Kapiteln aus der Sicht von Azura gesprochen. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Verlobten und versucht sich in London gemeinsam mit ihren Freundinnen Raejana, Korona und ...

Die Geschichte wird in den meisten Kapiteln aus der Sicht von Azura gesprochen. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Verlobten und versucht sich in London gemeinsam mit ihren Freundinnen Raejana, Korona und Mareva ein neues Leben aufzubauen. Sie arbeitet als Escort und hat einen eigenen Nachtclub auf die Beine gestellt.

Anfangs klingt es so, als wäre sie skrupellos und fast FBI-mäßig gut darin Leute aufzuspüren und Geheimnisse aufzudecken. Später stellt sich heraus, dass sie nicht so mächtig ist wie anfangs gedacht.

Azura wird dank der Hilfe von zwei ihrer Kunden Darell und Levent an ihren Verlobten Joaquin ausgeliefert. Bis zu diesem Punkt war ich schon ziemlich verwirrt. Denn anfangs wird sie von Levent gestalkt und der Leser bekommt den Eindruck, dass er in sie verliebt ist und auch sie nicht von ihm abgeneigt ist. Letztlich hat er aber nur eine Nebenrolle.

Ich habe schon viele Erotik-Romane gelesen und auch genug Mafia-Stories, aber hier war mir zu viel Sex enthalten. Denn Azura hat mit jedem ihren Spaß, mit Kunden, ihrem Ex-Verlobten, obwohl er sie zum Sex zwingt, wieder mit ihren Kunden. Alles erregt sie und es sind immer dieselben flachen Wörter. Ich kann "Pussy", "Klit" und "auslaufen" nicht mehr hören bzw. lesen. Der Schreibstil rund um den Spice war wiederholend und sehr flach. Das hab ich schon wesentlich besser gelesen. Irritierend fand ich auch, dass die Mädels anfangs total tough wirkten und nachher waren ihre Freundinnen völlig im Hintergrund und auch nicht in der Lage sie zu finden. Währenddessen fühlt sich Azura zu jedem hingezogen, Levent,, Joaquin und letztlich Fin. Hin und wieder gibt es auch mal ein Kapitel aus Darells Sicht (warum auch immer) ebenso wie aus Joaquins.

Anfangs mochte ich ihre abgebrühte Art, doch die hatte nachher keinen Bestand mehr als sie wieder in New York war. Ich fand, dass ihr Vater viel zu nebensächlich erwähnt wurde. Er trat noch hintergründiger auf als alle anderen. An einer Stelle wurde auch erwähnt wer für den Tod ihrer Mutter verantwortlich ist und, dass Azura davon nichts wüsste. Sie erfährt es jedoch auch nie. Warum nicht?

Zugegeben später nimmt die Geschichte wieder an Sympathie auf als Finyian eine Hauptrolle bekommt und Azura hilft zu fliehen. Die Geschichte zwischen den beiden ist wirklich gut, aber auch da sind die Sexszenen völlig übertrieben.

Das Ende hat mich auch enttäuscht. Es war so vorhersehbar, nicht überraschend oder spannend und als die Geschichte quasi schon zu Ende war, wird sie unnötig in die Länge gezogen. Ein Klischee jagt das nächste.

Es sind gute Punkte und Handlungsstrenge in der Geschichte, aber vieles wirkte flach, vorhersehbar und unüberlegt, insbesondere die ganzen Personen, die letztlich nicht sehr entscheidend waren.

Ihr Abschied von Darell war im Übrigen auch übertrieben und ich habe mich immer gefragt, wann er denn nun endlich geht und wie sehr sie sich noch voneinander verabschieden müssen.

Wem zu viele Charaktere in einer Mafia-Welt mit viel oberflächlichen Spice-Szenen nichts ausmacht, kommt hier auf seine Kosten.

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Veröffentlicht am 07.05.2024

Noah und Lia

Breakaway
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Ich war versucht 3 Sterne zu geben, da das Ende mich überzeugt hat, aber rückwirkend betrachtet, macht es leider nicht die komplette Story wet.

In der Geschichte geht es um eine junge Frau, die in Hallingen ...

Ich war versucht 3 Sterne zu geben, da das Ende mich überzeugt hat, aber rückwirkend betrachtet, macht es leider nicht die komplette Story wet.

In der Geschichte geht es um eine junge Frau, die in Hallingen wohnt und studiert, aber aus einer Kurzschlussreaktion ihre Sachen packt und nach Berlin fährt. Ihrer Mitbewohnerin im Wohnheim hinterlässt sie einen Zettel mit der Info, dass sie nach Berlin geht. Sie hat keine Ahnung wie lange sie fortbleibt und man erfährt erst zum Ende des Buches warum sie überhaupt geflüchtet ist. Dieser Aspekt hat mich schon total gestört. Ich fand es strange, dass eine junge Frau einfach für unbestimmte Zeit in eine andere Stadt reist, offenbar auch ohne Job über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügt und kein Mensch aus ihrem Leben sich nach ihr erkundigt. 1 x schreibt ihre Mitbewohnerin sie an und 1 x telefoniert sie mit ihrer Mutter. Danach schaltet sie das Handy aus und niemand sucht nach ihr. Das fand ich schon sehr seltsam.

Gleich zu Beginn lernt sie neue Leute in Berlin kennen, darunter Fuong und Noah. Noah wächst in einer priviligierten Familie auf, die ihre eigene Firma besitzt. Er studiert und war zeitweise im Ausland, kam aber zurück, weil sein größerer Bruder Elias in eine Schlägerei verwickelt und aus der Firma geworfen wurde. Noah kennt das Verhalten seines Bruders nicht und versucht herauszufinden, was sich wirklich dahinter verbirgt. Als er Lia kennenlernt und sich ihr nach und nach anvertraut, verlieben sich die zwei in einander. Jedoch gibt sie von sich nichts preis, bis die zwei an einem Dateabend jemanden aus Lias Vergangenheit treffen, die sie mit dem Namen "Anna" anredet und sich nach ihrem Studium erkundigt, während sie Noah vorab gesagt hat, sie würde noch gar nciht studieren. Danach geht Noah zeitweilen auf Abstand und Lia festigt in der Zeit ihre neu gewonnene Freundschaft zu Fuong.

Später kommt auch Noahs Schwester Kira noch mit ins Spiel und man erfährt wie es um die Familie im Gesamten steht. Aber Liahs Vergangenheit wird erst enthüllt als sie wieder zurück nach Hallingen kehrt.

Das alles hat mich ziemlich genervt und wirkte so unrealistisch. Noch dazu fand ich die Chemie zwischen Noah und Lia einfach nicht deep genug. Die zwei sind mir null unter die Haut gegangen. Leider glaube ich, dass ich durch das Hören der Story negativ beeinflusst wurde, weil die Sprecher wirklich nicht angenehm waren. Viele Menschen, die das Buch gelesen haben, fanden es toll, aber die Sprecher beeinflussen natürlich die Geschichte und besonders Lia fand ich dabei höchst nervig. Anfangs fragt Fuong, ob sich eine Freundin namens Kat, die zudem mit Noahs bestem Freund in einer Band spielt, nach ihr erkundigt hat und ich dachte, die zwei waren vielleicht in der Vergangenheit ein Paar, aber das wird nie aufgeklärt. Keine Ahnung, warum sie nach ihr fragen sollte. Man erfährt auch nicht, was mit Lias Vater ist.

Die Story um Noahs Eltern fand ich etwas flach. Hier wurde wohl nicht viel Hintergrundrecherche zur Firmenpolitik betrieben. Man erfährt gar nicht so richtig, worum es in der Firma eigentlich geht.

Ungewohnt fand ich auch das deutsche Setting, aber das liegt natürlich an mir. Oftmals lese/höre ich Geschichten, die im Ausland spielen oder in einer erfundenen Welt. Hier tauchen so sehr deutsche Namen wie Jonathan auf (ich persönlich kenne zum Beispiel niemanden, der so heißt :D )

Das Ende war dann aber ganz gut. Als sich herausstellt warum Lia an der Uni fertig gemacht wurde, was das für Auswirkungen auf das Selbstvertrauen und die mentale Gesundheit einer jungen Frau hat. Das wurde gut rübergebracht und ist ein wichtiges Thema, das meiner Meinung nach viel mehr Beachtung bekommen sollte. Abschließend geht Lia auch gut mit ihrer Geschichte um und kann auf kreative Weise damit gut abschließen. Das Ende war gut gewählt - nicht zu schnulzig und hoffnungsvoll.

Ich empfehle die Story zu lesen, nicht zu hören. Vielleicht kommen die positiven Vibes dann besser zur Geltung.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Jakob & Dieter - Freunde oder Spione?

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Ich durfte an einer Leserunde teilnehmen und las zum ersten Mal ein Buch vom Autor Kristof Magnusson. Auch habe ich nie zuvor einen Spionageroman gelesen. Ich habe es mir leider ganz anders vorgestellt.

Es ...

Ich durfte an einer Leserunde teilnehmen und las zum ersten Mal ein Buch vom Autor Kristof Magnusson. Auch habe ich nie zuvor einen Spionageroman gelesen. Ich habe es mir leider ganz anders vorgestellt.

Es geht hier um Dieter Germeshausen, der als Bundesbeamter beim Geheimdienst arbeitet und Jakob Dreiser, der von Beruf Dichter ist.

Sie lernen sich auf einer Gartenparty kennen und Dieter heuert Jakob für einen Spionageauftrag an. Anfangs fing das Buch etwas holprig an, aber der erste Spionageauftrag war sehr unterhaltsam.

Doch danach zog sich das kurze Buch extrem. Den zweiten Auftrag vollzogen sie gemeinsam. Plötzlich gab es langatmige familiäre Hintergrundgeschichten, die nicht zur Handlung beitrugen. Auch waren die Charaktere in sich irgendwie nicht schlüssig. Anfangs wird Dieter vergiftet (gleich im Prolog), aber wer steckt dahinter?

Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Das Ende ist offen und wirkt abgeschnitten, als würde der Rest des Buches fehlen.

Es gab aber auch unterhaltsame Charaktere wie Dominique und die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Jakob und Dieter war auch manchmal zum Schmunzeln. Aber der gesamte Spionage-Part war mir ehrlich gesagt zu salopp. Da hätte ich mir viel mehr von erhofft. Mehr Spannung, mehr Witz, mehr Risiko.

Das Buch hat mir nicht gefallen und ich würde auch keine Fortsetzung davon lesen.

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