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Veröffentlicht am 11.06.2024

Im Schatten der Vergangenheit

Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt
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Die Autorin Julie Heiland, erzählt in ihrem neuen historischen Roman „Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt“ die Geschichte über eine junge Frau in den Wirren der Nachkriegszeit mitten im völlig zerstörten ...

Die Autorin Julie Heiland, erzählt in ihrem neuen historischen Roman „Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt“ die Geschichte über eine junge Frau in den Wirren der Nachkriegszeit mitten im völlig zerstörten Dresden, um eine Liebe die Hoffnung schenkt und von Geheimnissen die alles überschattet.

Inhalt:
Dresden ist vollkommen zerstört. Die junge Lotte gehört zu den Frauen, die die Stadt mit bloßen Händen wieder aufbauen. So sehr sich Lotte nach einem Neuanfang sehnt, so verzweifelt ist sie auf der Suche nach ihrem Geliebten. Als sie eines Abends einen jungen Mann vor dem Tod bewahrt, kehrt ihre Zuversicht zurück: Jakob weckt in ihr Gefühle, die sie verloren geglaubt hatte. Doch das Schicksal greift auch nach dieser Liebe, und erst Jahrzehnte später wird Lottes Enkelin Hannah die Wahrheit über ihre tragische Familiengeschichte erfahren...

Meine Meinung:
Auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin Abwechselnd und chronologisch, über spannende Fakten Anfang 1945 rund um die Bombardierung der Stadt Dresden und über den grausamen Umgang mit Juden sowohl während als auch nach dem zweiten Weltkrieg. In späteren Jahren folgen die Unterschiede zwischen Ost und West, die ganz natürlich in die Geschichte integriert wurde.

Deutschland 1945: Endlich Frieden. Die Zeit ist geprägt von Armut, Verlust von Familienmitgliedern und Wiederaufbau. Lotte lebt zusammen mit ihrer Tante in einer notdürftigen Wohnung aber diese kann sich mit den neuen Lebensumständen schlecht abfinden und Lotte wird mit dem harten Leben der Nachkriegszeit konfrontiert. Um für sie beide, dass Leben einigermaßen bestreiten zu können, arbeitet Lotte bei den Trümmerfrauen. Mutig und tapfer stellt sie sich den Herausforderungen des Lebens und dieser Zeit. Ihre ständige Sorge gilt ihrer großen Liebe Leon, der Jude ist und von heute auf morgen verschwunden ist. Ihre Hoffnung ihn wieder zu finden, gibt sie nicht auf.

Lotte entdeckt auf der Elbbrücke einen verwahrlosten Mann, der sich anscheinend in die Elbe stürzen will. Mit viel Feingefühl und Geduld schafft sie es, ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Gegen den Widerstand ihrer Tante gibt sie ihm sogar ein Zuhause. Lotte gelingt es nach anfänglichen Schwierigkeiten, Jakob in seiner Trauer zu trösten und schafft es, dass er sich ihr gegenüber öffnet. Sie nimmt ihn sogar mit zur Arbeit, hofft dass die Enttrümmerung Dresdens, bei der sie täglich hilft, seinem Leben wieder einen Sinn gibt. Das Leben nimmt seinen Lauf und Lotte wird auf äußerst bittere Art und Weise, um ihre Liebe betrogen …

Dresden 1993: Die Denkmalpflegerin Hannah findet in den Trümmern der Dresdner Frauenkirche das Foto einer jungen Frau, die ihr auf den ersten Blick bekannt vorkommt und ihre Neugier ist geweckt, sie beginnt zu recherchieren. Schnell wird Hannah klar, dass Lotte ihre Großmutter ist, nur warum besteht keine Verbindung? Hannahs Mutter Marlene, weigert sich über ihre Mutter Lotte, zu reden. Erst als Hannah auf die dramatische Liebesgeschichte ihrer Großmutter Lotte stößt, erfährt sie mehr über die Vergangenheit ihrer Familie, die ein dunkles Geheimnis umgibt …

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen mit ihrem flüssigen Schreibstil, ihre historische Geschichte mit fiktiven Details, packend und nachvollziehbar zu erzählen. Besonders von dem Schicksal der jungen Lotte, war ich zuerst tief berührt doch zum Ende hin, wirkte ihre Geschichte plötzlich sehr konstruiert erzählt.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Ich bin James

James
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Der Autor Percival Everett, erzählt in seinem neuen Roman „James“ eine eindringliche Neuinterpretation des Klassikers der amerikanischen Literatur "Huckleberry Finn" und zwar aus der Perspektive des Sklaven ...

Der Autor Percival Everett, erzählt in seinem neuen Roman „James“ eine eindringliche Neuinterpretation des Klassikers der amerikanischen Literatur "Huckleberry Finn" und zwar aus der Perspektive des Sklaven Jim, der im Missouri der 1840er Jahre lebt..

Inhalt:
"Huckleberry Finn" wird zum Roman der Freiheit – in "James" erfindet Percival Everett den Klassiker der amerikanischen Literatur neu. Fesselnd, komisch, subversiv Jim spielt den Dummen. Es wäre zu gefährlich, wenn die Weißen wüssten, wie intelligent und gebildet er ist. Als man ihn nach New Orleans verkaufen will, flieht er mit Huck gen Norden in die Freiheit. Auf dem Mississippi jagt ein Abenteuer das nächste: Stürme, Überschwemmungen, Begegnungen mit Betrügern und Blackface-Sängern. Immer wieder muss Jim mit seiner schwarzen Identität jonglieren, um sich und seinen jugendlichen Freund zu retten. Percival Everetts „James“ ist einer der maßgeblichen Romane unserer Zeit, eine unerhörte Provokation, die an die Grundfesten des amerikanischen Mythos rührt. Ein auf den Kopf gestellter Klassiker, der uns aufrüttelt und fragt: Wie lesen wir heute? Fesselnd, komisch, subversiv.

Meine Meinung:
Im Mittelpunkt des Romans gibt der Autor einen tiefen Einblick in die Sklaverei der Südstaaten Amerikas im 19. Jahrhundert sowie die spezielle Ausprägung des Südstaatenenglisch, die von Schwarzen gesprochen wurde.

Der Ich-Erzähler James, der Jim genannt wird, ist mit Frau und Kind einer von Mrs. Watsons Sklaven. Jim weiß aber, wie er die Vorurteile der weißen Bevölkerung für sich nutzt und obwohl er ihre Sprache perfekt beherrscht, bedient er sich des ausgeprägten Südstaatenenglischs, denn als Sklave muss er sich dumm stellen, obwohl er klüger als so mancher Weißer ist. Außerdem darf niemand wissen, dass er sich heimlich Lesen und Schreiben selbst beigebracht hat.

Als man Jim verkaufen will, flieht er von der Farm auf eine kleine Insel. Am Mississippi trifft er auf Huck, der ebenfalls von zu Hause vor seinem gewalttätigen Vater weggelaufen ist. Gemeinsam schlagen sie sich entlang des Mississippi durch. Jim wird gesucht, nicht nur als entlaufener Sklave, sondern auch als mutmaßlicher Mörder von Huck, denn keiner weiß, dass der Junge noch lebt.

Eine Abenteuerreise, mit vielen Gefahren und Wendungen lauern an jeder Ecke auf Jim und Huck, die sie aber waghalsig, meistern. Manche Situationen wirken skurril, andere nur traurig und menschenverachtend. James hat nur ein Ziel vor Augen. Er möchte Frau und Tochter freikaufen und mit ihnen ein gemeinsames Leben führen …

Fazit:
Dem Autor ist es gelungen, ein sensibles und ernsthaftes Thema, auf feinsinnige und doch stellenweise humorvolle Art mit einer Leichtigkeit zu erzählen. Mit seiner Neuinterpretation und der Balance zwischen Fakten und Fiktion, ist dem Autor ein hoffnungsvolles Ende gelungen.
Von mir 4 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten

Der König und der Uhrmacher
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Der erfolgreichste zeitgenössische Krimiautor Islands Arnaldur Indriðason, veröffentlicht mit seinem ersten historischen Roman „Der König und der Uhrmacher“, eine Geschichte die sich zwischen Dänemark ...

Der erfolgreichste zeitgenössische Krimiautor Islands Arnaldur Indriðason, veröffentlicht mit seinem ersten historischen Roman „Der König und der Uhrmacher“, eine Geschichte die sich zwischen Dänemark und Island abspielt, über zwei Männer die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch in gewisser Weise, verbunden durch die Vergangenheit.

Inhalt:
Der isländischer Uhrmacher Jón Sívertsen entdeckt durch Zufall die Uhr eines berühmten Uhrmachers im Kopenhagener Königspalast. Diese Uhr, einst ein wahres Wunderwerk der Uhrmacherkunst, verstaubt in einem Lager. Jón sieht es als seine gottgegebene Aufgabe, die Uhr zu reparieren. Eines Tages erscheint der König in seiner Werkstätte. Sie kommen ins Gespräch, und Jón erzählt vom harten Leben auf Island. Insbesondere die Geschichte von Jóns Vaters weckt das Interesse des Königs. Er war auf Befehl des damaligen Königs unschuldig zum Tode verurteilt worden. Die Gespräche bringen den König dazu, die Intrigen am Hof zu erkennen. Bis der Kronprinz eingreift - und das Erzählen verbieten will ...

Meine Meinung:
Dem Autor gelingt es, seine fiktive Geschichte mit wahren historischen Begebenheiten auf zwei Zeitebenen, hervorragend zu erzählen und geschickt miteinander zu verknüpfen. Erst nach und nach werden Gemeinsamkeiten offen gelegt und es zeigen sich ganz neue Perspektiven, die die beiden Männer am Ende, trotz all ihrer Unterschiede einander annähern lässt.

Der Uhrmacher Jón Sívertsen arbeitet hochkonzentriert in einem Lager von Schloss Christiansborg an der Restaurierung der Uhr, die einst ein wahres Wunderwerk der Uhrmacherkunst des Schweizer Meister-Uhrmachers Isaak Habrecht war, als unerwartet König Christian VII. (1749-1808) den Raum betritt.

König Christian der VII scheint sehr interessiert an der Arbeit des Uhrmachers zu sein, beobachtet ihn und stellt ihm schließlich Fragen über seine Heimat Island und seiner Familie. Der Uhrmacher Jón Sívertsen, will ja nur ehrlich sein auch wenn er so einiges auszuschmücken scheint. Er erzählt die traurige Geschichte seiner Eltern, die durch einen Justiz-Skandal, der während der Herrschaft von Christians Vater Friedrich V, seinem Vater und seiner Mutter das Leben kostete.

Der König wirkt nachdenklich aber er kommt immer wieder am Abend zu Jón Sívertsen um mehr über dessen Familiengeschichte und der Gesetze auf Island, zu erfahren. Schon bald merkt Jón die Stimmungsschwankungen des Königs und stellt seine Erzählungen in Frage, besonders als das Umfeld des Königs sich hartnäckig nach den Unterhaltungen der beiden, erkundigt. König Christian der VII, lässt sich aber nicht vertreiben und besteht darauf mehr von dem Uhrmacher zu erfahren, denn immer deutlicher erkennt er in Jóns Erzählungen, seine eigene Familiengeschichte.

Dieser Roman lebt fast allein von der dichten Atmosphäre, die der Autor Arnaldur Indriðason, geschickt aufgebaut hat.

Fazit:
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen in einem flüssigen Schreibstil erzählt, während die Kapitel leider ohne Überschrift bzw. Zeitangabe sind, bleibt der Spannungsbogen zum Glück von Anfang bis zum Ende erhalten. Gut gefallen hat mir der historische Hintergrund über das damalige Leben auf Island.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.05.2024

Vom Schicksal der vergessenen Kinder des Vietnamkrieges

Wo die Asche blüht
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Die Autorin Nguyễn Phan Quế Mai, erzählt in ihrem neuen Roman “Wo die Asche blüht“ eine bewegende Geschichte von Schuld und Vergebung und über das Schicksal der Kinder vietnamesischer Frauen mit amerikanischen ...

Die Autorin Nguyễn Phan Quế Mai, erzählt in ihrem neuen Roman “Wo die Asche blüht“ eine bewegende Geschichte von Schuld und Vergebung und über das Schicksal der Kinder vietnamesischer Frauen mit amerikanischen Soldaten während des Vietnamkriegs.

Meine Meinung:
Im Vietnamkrieg kämpfte die USA auf der Seite Südvietnams gegen das kommunistische Nordvietnam. Der Krieg dauerte von 1964 bis 1975. Doch neben all dem Leid, der immer durch einen Krieg entsteht, wurden gewollt oder ungewollt, tausende Kinder aus Beziehungen oder Prostitution zwischen vietnamesischen Frauen und amerikanischen Soldaten, gezeugt.
Die Autorin widmet sich in ihrem Roman besonders und eindringlich den unglaublichen Schwierigkeiten der Amerasier (Kinder) und inwieweit ihre Familien dadurch konfrontiert waren.

Auf zwei Zeitebenen zwischen 1969 – 2016 aber in drei Handlungsstränge verflochtene Schicksale, erzählt die Autorin die Geschichte von den beiden Schwestern Trang und Quỳnh, einem amerikanischen Veteran und Phong, dem Sohn einer Vietnamesin und eines ehemaligen Gis.

Vietnam, 1969: Die beiden Schwestern Trang und Quỳnh wachsen ärmlich in einem kleinen Dorf im Mekongdelta auf. Ihr täglicher Kampf ums Überleben ist hart. Als ihre Eltern an einen Betrüger geraten und all ihre Ersparnisse, verlieren, überredet eine Freundin die beiden Schwestern mit nach Saigon zu kommen. Trang findet sich als Barmädchen nicht so leicht zu recht wie Quỳnh, doch diese erinnert ihre Schwester immer wieder an die Schulden der Eltern, die abgezahlt werden müssen! Als Trang mitten in den Wirren des Krieges dem amerikanischen Soldaten Dan begegnet, stürzt sie sich mit ihm in eine Affäre, die nicht ohne Folgen bleibt.

Ho-Chi-Minh-Stadt 2016: Das Schicksal von Phong, Sohn einer Vietnamesin und eines ehemaligen GIs, der in einem Waisenhaus aufwuchs und jetzt versucht verzweifelt ein Visum für sich und seine kleine Familie, in die USA zu bekommen. Alle Anstrengungen auf ein Visum scheitern und Phong, ist verzweifelt, denn wie soll er seine Eltern finden? Eine unglaubliche und schwierige Suche begleitet ihn bis er seine Antworten findet …

Ho-Chi-Minh-Stadt 2016: Nach Jahrzehnten kehrt der amerikanische Veteran Dan zurück ins Land der Angst und versucht Vergebung seiner alten Schuld zu finden. Dan’s Ehefrau Linda, ist ihm dabei eine große Stütze obwohl sich für sie erst im Jetzt und Hier, die ganze Wahrheit über die Vergangenheit ihres Mannes, offenbart. Auf der Suche nach seiner damaligen Geliebten Kim und ihr gemeinsames Kind, erfahren Dan und Linda, schreckliche Details …

Der Autorin gelingt es hervorragend, diese drei Schicksale so geschickt zu verweben, dass der Eindruck entsteht, so hätte es sich im echten Leben abspielen können.

Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mit ihrem flüssigen Schreibstil, ihren Charaktere und Zeitsprüngen, eine Geschichte über die Zeit während des Vietnamkrieges, deren Auswirkungen auf das Land und der Menschen aber auch die der Veteranen, die auf der Suche nach Vergebung ihrer Schuld sind, zu erzählen.
Ein Glossar im Anhang, der die vietnamesischen Wörter übersetzt, hat mir ein bisschen gefehlt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.05.2024

Traum und Hoffnung von einer besseren Welt

Eine grenzenlose Welt – Aufbruch
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Mit dem Auftakt „Eine grenzenlose Welt – Aufbruch“ beginnt die Auswanderer-Saga Trilogie der Autorin Sonja Roos, die eine Geschichte über vier junge Auswanderer, die ihr Glück in der Neuen Welt suchen, ...

Mit dem Auftakt „Eine grenzenlose Welt – Aufbruch“ beginnt die Auswanderer-Saga Trilogie der Autorin Sonja Roos, die eine Geschichte über vier junge Auswanderer, die ihr Glück in der Neuen Welt suchen, erzählt.

Inhalt:
Hamburg 1892: Während eine Choleraepidemie in der Stadt wütet, verlassen die junge Marga und ihre Cousine Rosie ihre Heimat für immer. Auf einem Auswandererschiff wagen sie die Fahrt nach Amerika in der Hoffnung auf ein Leben fern von Not und Armut. Während der langen Reise schließen die beiden Freundschaft mit zwei jungen Männern, Simon und Nando, die wie sie auf ein besseres Los in der Neuen Welt hoffen. Die vier beschließen, gemeinsam in New York das Glück zu suchen. Doch dann kommen Rosie und Simon einander näher. Ihre aufkeimende Liebe, aber auch dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit treiben einen Keil zwischen die Freunde, und die Gruppe droht schon bald nach der Ankunft zu zerbrechen ...

Meine Meinung:
In Hamburg wütet die Cholera und hat bereits ihre Spuren in der Stadt hinterlassen. Marga‘s Mutter ist tief besorgt um das junge Leben ihrer Tochter. Als sich der Stiefonkel meldet und für sich und Marga‘s Cousine Rosie um Übernachtung bis zum Auslaufen eines Auswandererschiffes bittet, steht für Marga’s Mutter fest, dass ihre Tochter mit nach Amerika reisen wird. Die Trennung von Mutter und Tochter ist schmerzhaft aber es führt kein Weg daran vorbei.

Zwei junge Männer Simon und Nando, sind auf dem Weg zum Einschiffen und haben so ihre liebe Not, an Bord zu gelangen. Simon schafft es mit List und Nando erhält unerwartete Hilfe von Marga.

Rosie’s Stiefvater macht ihr selbst auf dem Schiff das Leben zur Hölle und es kommt an Deck zu einem unschönen Streit, bei dem er der Verlierer ist und über Bord geht. Rosie müsste von ihrem Alptraum erlöst sein, doch dem ist leider nicht so, sie leidet unter den seelischen Qualen, die ihr Stiefvater ihr immer wieder zugefügt hat. Simon ist voll entflammt von Rosie, doch diese kann seine Gefühle nicht erwidern.

Der sorglose Neustart in Amerika scheint getrübt, doch die vier jungen Auswanderer werden zu Freunden und versuchen sich gegenseitig zu unterstützen. Ihre Wege und Gefühle sind jedoch nicht immer klar gezeichnet und sorgen immer wieder für Spannungen in der Freundschaft.

Werden die vier Freunde ihre Träume verwirklichen und ihr Glück in der Neuen Welt finden …

Fazit:
Mit ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil, ist es der Autorin hervorragend gelungen, mit dem Auftakt ihrer Auswanderer-Saga, eine interessante und spannende Geschichte, zu erzählen. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, ihre Charaktere facettenreich zwischen Freundschaft und unerwiderten Gefühlen, darzustellen. Mit der Geschichte hatte ich viele schöne Lesestunden und freue mich schon auf die Fortsetzung.
Von mir 4 von 5 Sternen.

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