Wenig Tiefe, viel Langeweile und eine unglaubwürdige Liebesgeschichte
The Truth Between UsZusammenfassung/Klappentext:
Trotz ihrer Flugangst fliegt Honey nach Helsinki, um dort zu arbeiten. Im Flugzeug lernt sie Juna kennen, der sie sofort in seinen Bann zieht. Doch dann stürzt das Flugzeug ...
Zusammenfassung/Klappentext:
Trotz ihrer Flugangst fliegt Honey nach Helsinki, um dort zu arbeiten. Im Flugzeug lernt sie Juna kennen, der sie sofort in seinen Bann zieht. Doch dann stürzt das Flugzeug ab, und für Honey beginnt ein Kampf ums Überleben. Gemeinsam mit anderen Passagieren versucht sie, die Überlebenden zu retten – und findet dabei auch Juna wieder. Nach der Rettung durch die Einsatzkräfte wird Juna jedoch beschuldigt, einen Terroranschlag auf das Flugzeug verübt zu haben und landet in Haft. Honey kann das nicht glauben und setzt alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch ihre Nachforschungen enthüllen Details, die sie kaum für möglich gehalten hätte.
Meinung:
Ich würde den Debütroman wirklich gerne loben, aber leider kann ich es nicht. Auf den ersten Blick klang die Geschichte vielversprechend – eine Survival-Handlung, eine Prise Liebe und eine Verschwörung rund um einen Flugzeugabsturz. Doch leider konnte das Buch meine Erwartungen in keiner Hinsicht erfüllen und hat mich stattdessen enttäuscht und kopfschüttelnd zurückgelassen.
Die Geschichte hat grundsätzlich spannend Themen: Ein Flugzeugabsturz, ein Überlebenskampf und eine Suche nach der Wahrheit. Doch anstatt einer fesselnden und vielschichtigen Handlung bleibt die Geschichte erschreckend oberflächlich und verliert sich schnell in Unglaubwürdigkeit.
Mein größtes Problem war die Beziehung zwischen Honey und Juna. Innerhalb kürzester Zeit – gefühlt nach zwei Sekunden – entwickelt sich zwischen ihnen eine intensive Verbindung. Honey tut so, als könnte sie ohne ihn nicht mehr leben. Ich muss es nochmal betonen: Sie haben sich gerade erst kennengelernt! Wenige Sekunden Kontakt – und plötzlich ist es die große Liebe? Das wirkte auf mich extrem konstruiert und absolut nicht überzeugend. Die Dialoge zwischen den beiden sind zudem kitschig und unnatürlich, sodass ich mit Junas Schicksal kaum mitfiebern konnte.
Auch der Schreibstil ist leider nicht überzeugend. Die Sprache ist plump, emotionslos und schafft es nicht, Atmosphäre aufzubauen. Weder die Spannung noch die Charaktere wirken lebendig – alles bleibt blass und oberflächlich.
Der einzige Pluspunkt ist die Moral, die die Geschichte vermitteln möchte: Man sollte sich nicht von Vorurteilen leiten lassen und Menschen nicht vorschnell aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe verurteilen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Macht der Medien, die in unserer digitalen Welt großen Einfluss auf Meinungsbildung und Vorverurteilungen hat. Diese Botschaften sind wichtig, aber die Umsetzung im Buch war leider zu platt, um wirklich nachzuwirken.
Fazit:
Die Geschichte hätte viel Potenzial gehabt, bleibt aber oberflächlich und unausgereift. Die Liebesgeschichte entwickelt sich viel zu schnell und wirkt dadurch unglaubwürdig. Leider trägt auch der plumpe Schreibstil nicht dazu bei, dass die Handlung fesselt. Für mich war das Buch eine Enttäuschung.