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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2024

✎ Michael Ende - Tranquilla Trampeltreu die beharrliche Schildkröte

Tranquilla Trampeltreu
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Als ich dieses Buch in unserer Aussortierkiste in der Schulbibliothek entdeckte, nahm ich es mit, ohne dessen Inhalt zu kennen.
Mir ist der Namen ‘Michael Ende‘ ein Begriff, „Momo“ habe ich vor 6 Jahren ...

Als ich dieses Buch in unserer Aussortierkiste in der Schulbibliothek entdeckte, nahm ich es mit, ohne dessen Inhalt zu kennen.
Mir ist der Namen ‘Michael Ende‘ ein Begriff, „Momo“ habe ich vor 6 Jahren das erste Mal gehört und auch „Die unendliche Geschichte“ habe ich bereits gesehen, doch sonst sind mir seine Werke teilweise nur namentlich bekannt.

„Tranquilla Trampeltreu“ klang für uns auch deshalb interessant, weil meine Tochter zweisprachig (deutsch - italienisch) aufwächst. Daher haben wir uns bereits vor dem Lesen Gedanken über die Geschichte gemacht und lagen im Endeffekt gar nicht so falsch mit unserer Annahme.

Die Erzählung ist lehrreich. Die Kleinsten lernen, dass man nicht immer direkt aufgeben sollte - auch wenn es viele Gegenstimmen gibt. Man sollte an sich selbst glauben und der Mut, über sich selbst hinauszuwachsen, wird oft belohnt - wenn auch anders, als erwartet.

Der Weg Tranquillas ist lang. Und das schlägt sich leider auch in den Seiten nieder. Zuhörende benötigen einiges an Ausdauer. Daher sehe ich die Altersempfehlung ab 4 eher kritisch. Zumindest meine 6-Jährige hätte in diesem Alter niemals so lange zuhören können. Ich denke, für Vorschul- und Grundschulkinder ist es besser geeignet.

Wir haben die Ausgabe von 1982 mit Noten. Diese haben uns (erstmal) nichts genutzt, weil wir Das Buch als Abendlektüre ausgesucht hatten und ich mich zu dieser Zeit nicht mehr ans Keyboard setze. Hinterher hat es mein Kind nicht mehr interessiert.
Dessen Einsatz sehe ich in der Grundschule als sinnvoll. Die Aufmerksamkeitsspanne ist zu diesem Zeitpunkt einfach viel größer und man könnte daraus eine richtige Inszenierung machen.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 14.05.2024

✎ Vera Buck - Das Baumhaus

Das Baumhaus
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Gute (Psycho)Thriller sind heutzutage irgendwie schwer zu finden. Zumindest solche, die mich wirklich packen und dann vielleicht nicht mehr loslassen.

„Das Baumhaus“ hat mir ein paar interessante Hörstunden ...

Gute (Psycho)Thriller sind heutzutage irgendwie schwer zu finden. Zumindest solche, die mich wirklich packen und dann vielleicht nicht mehr loslassen.

„Das Baumhaus“ hat mir ein paar interessante Hörstunden verpasst.

Vera Buck hat sich dafür entschieden, nicht nur einen Hauptstrang zu konstruieren, sondern direkt 4. Das erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit. Doch da es 5 unterschiedliche Sprecher*innen gibt, kann man ihnen super folgen. Ich mag es ja total, wenn verschiedene Personen von verschiedenen Leuten gesprochen werden (es sei denn, jemand hat das Talent, die Stimme immer wieder richtig gut zu verstellen), daher war dies für mich persönlich bereits ein Pluspunkt bei der Hörbuchversion.

Als Hörerin versuchte ich stets, Zusammenhänge herzustellen. Dabei führte mich die Autorin so manches Mal aufs Glatteis. Der Schluss hielt für mich zudem eine Überraschung bereit,

Schade fand ich, dass manche Stränge, die angefangen, leider nicht zu Ende erzählt wurden, sodass ich weiterhin ein paar Fragezeichen über dem Kopf schweben habe.

Für diesen Psychothriller benötigte ich als Mama starke Nerven, denn es geht sehr viel um Kinder. Und die Auflösung hat mir dann auch erneut das Herz gebrochen. Dadurch habe ich jedoch noch weniger die Taten einer bestimmten Person verstanden …

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 14.05.2024

✎ Matthew Maxwell - Der Junge und die Kakerlake

Der Junge und die Kakerlake
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Als ich das vorliegende Werk sah, wusste ich nicht, worauf ich mich einlassen würde. Philosophische Bücher genieße ich meist mit Vorsicht, da ich zum einen Autor*innen nichts absprechen möchte, zum anderen ...

Als ich das vorliegende Werk sah, wusste ich nicht, worauf ich mich einlassen würde. Philosophische Bücher genieße ich meist mit Vorsicht, da ich zum einen Autor*innen nichts absprechen möchte, zum anderen jedoch meine eigenen Vorstellungen habe.
Zudem hatte mich der Titel direkt an Kafkas „Die Verwandlung“ erinnert und ich war gespannt, ob es Parallelen dazu gibt.

Für „Der Junge und die Kakerlake“ habe ich dann auch ein paar Tage mehr benötigt als gedacht.

Zuerst wollte ich drauf los lesen, denn der Schreibstil ist beschreibend und doch einfach gehalten.
Bald merkte ich aber, dass dies nicht funktioniert, da man auf der einen Seite über jedes Kapitel tiefergehend nachdenken kann. Auf der anderen Seite wiederholt sich der Stil des Autors in jedem Kapitel. Dadurch ist man geneigt, manche Passagen einfach zu überspringen - was wirklich schade ist.
Nach dem Beenden der Lektüre bin ich überzeugt davon, dass die Intension des Verfassers war: Innehalten und (sich selbst) beobachten und nicht einfach alles hintereinander weg lesen …

Allie Daigle gibt den Geschichten mit ihren Illustrationen einen besonderen Touch. Hier wurden sich sehr viele Gedanken gemacht und die Wirkung ist - gerade im zweiten Teil - grandios.

Ja, es ist ein Buch für Erwachsene. Aber ich habe auch viel für meine 6-Jährige mitgenommen. Ich werde versuchen, ihr zu vermitteln, manche Dinge mit anderen Augen zu sehen und vor allem ihre Ängste (vor manchen Insekten) zu hinterfragen.

Manchmal braucht es einen kleinen Anstupser von außen, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen und die Dinge anders wahrzunehmen. Matthew Maxwell hat es bei mir zumindest geschafft.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 02.05.2024

✎ Cornelia Funke - Drachenreiter 1 Drachenreiter

Drachenreiter 1
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Schon lange sehe ich dieses Buch bei uns in der Schulbibliothek stehen. Keine*r leiht es aus und doch wird es unter den Erwachsenen als „Must have“ betitelt. Als sich mir die Gelegenheit einer kleinen ...

Schon lange sehe ich dieses Buch bei uns in der Schulbibliothek stehen. Keine*r leiht es aus und doch wird es unter den Erwachsenen als „Must have“ betitelt. Als sich mir die Gelegenheit einer kleinen Leserunde bot, ergriff ich sie - und bin froh drum.

Für mich ist es fast das erste Buch der Autorin, denn mein Kindergartenkind hatte vor ein paar Wochen zufällig die Bilderbuchversion des Kinderromans mit nach Hause gebracht. Damals jedoch zog ich keine Parallelen zum vorliegenden, denn mir war es gänzlich unbekannt. (auch jetzt noch sind es zwei unterschiedliche Geschichten für mich)

Nun jedoch kann ich mitreden und denke, dass ich es Fantasybegeisterten sogar empfehlen würde.

Ich bin positiv überrascht, dass es selbst mich als Erwachsene noch gefangen nehmen konnte.
Cornelia Funkes Schreibstil ist zwar einfach gehalten - der Zielgruppe entsprechend -, doch er ist nicht primitiv. Durch ihre Beschreibungen konnte ich mich super in der Fantasywelt zurechtfinden.
Mir persönlich hat es sehr geholfen, dass die Geschichte in unserer Welt verortet ist und ich somit die Umgebung bereits „kannte“. Lediglich eine Karte hätte ich hilfreich gefunden, um die Flugroute mitverfolgen zu können.

Die Autorin verbleibt auf meiner Liste und ich werde mir weitere Bücher von ihr ausleihen und hoffe, dass diese ebenso überzeugen können.

Die Folgebände „ Die Feder eines Greifs“ und „Der Fluch der Aurelia“ werde ich eher nicht lesen. Ich finde „Drachenreiter“ wunderbar in sich abgeschlossen.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 30.04.2024

✎ Karolin Küntzel - Dein Lesestart 1. Klasse 3 Weißt du schon alles über Schule?

Dein Lesestart: Weißt du schon alles über Schule? Ab 1. Klasse
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Als Mama einer Erstleserin bin ich auf die Reihe „Dein Lesestart 1. Klasse“ aufmerksam geworden und war gespannt, welches Wissen über ‘Schule auf der ganzen Welt‘ meinem Kind vermittelt werden soll.

Auf ...

Als Mama einer Erstleserin bin ich auf die Reihe „Dein Lesestart 1. Klasse“ aufmerksam geworden und war gespannt, welches Wissen über ‘Schule auf der ganzen Welt‘ meinem Kind vermittelt werden soll.

Auf ca. 60 Seiten wird allerlei Theorie vermittelt. Dabei ist mir leider aufgefallen, dass nicht alle Fakten den Tatsachen entsprechen. Manches hat man sehr allgemein gehalten, doch ich finde, man kann 6- oder 7-Jährigen schon ein bisschen mehr zutrauen.

Das Buch ist so aufgebaut, dass Erstlesende meist 3 Seiten zum Selbsterlesen haben, dann kommt oft eine Seite „Profiwissen zum Vorlesen“ und am Ende eines Kapitels gibt es dann nochmal eine kurze Wissensüberprüfung.

Als Erleichterung für manche Kinder sind die Silben farbig markiert.

Meiner 6-Jährigen und mir hat es Spaß gemacht, einmal um die Welt zu reisen und Neues über verschiedene Lernarten zu erfahren.
Wir hätten gerne noch mehr erfahren bzw. die Informationen, die es gab, noch weiter ausgeführt gehabt. Zum Beispiel gibt es auch in Deutschland verschiedene Schularten. (Montessori, Förderschulen, Privatschulen, internationale Schulen (nicht nur für Kinder, „die mit ihren Eltern nur ein paar Jahre in Deutschland leben.“, …) Hier hätte man auch den Bogen zur Inklusion spannen können, indem man Sonderpädagoginnen und/oder Schulbegleiterinnen erwähnt.
Ich als Erwachsene hätte es gerne gesehen, dass manche Fakten besser überprüft worden wären.

©2024 Mademoiselle Cake