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Veröffentlicht am 29.09.2025

Gefühls- und andere Stürme

Garden Girls
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Schon das Cover erregt Aufmerksamkeit. Die dunkelvioletten Blüten wirken leicht düster und geheimnisvoll, das dahinter durchblickende Gesicht erweckt den Eindruck von Gefangensein.

Der Prolog ...

Schon das Cover erregt Aufmerksamkeit. Die dunkelvioletten Blüten wirken leicht düster und geheimnisvoll, das dahinter durchblickende Gesicht erweckt den Eindruck von Gefangensein.

Der Prolog wirft den Leser gleich ins Geschehen und den Fluchversuch einer Frau, die im Laufe des Buches immer wieder von ihrem Gefängnis und dem Entführer mit ungebrochenem Widerstandsgeist erzählt.
Man fiebert und leidet mit ihr. Ihre Identität bietet lange Raum für Spekulationen.

Agent Tiberius Granger bietet die fast typische Ermittlerfigur des harten Kerls mit weichem Kern und einer Vergangenheit, die ihn nicht los lässt.

Die beiden Protagonisten ,Tiberius und Bexley, haben mich nicht ganz erreichen können. einige Nebenfiguren wie Violet und Owen waren mir sympatischer und erschienen mir "echter".

Nichtsdestotrotz ist die Story spannend erzählt.
Die Idee des menschlichen Blumengartens ist etwas schräg und sagt einiges über den Enführer aus.
Die Spannung wird noch verstärkt durch unererwartete Wendungen und nicht zuletzt durch den drohenden Hurrikan, der das Zeitfenster für die Rettung der gefangenen Frauen zusehends schrunpfen lässt.

"Garden Girls" hat mir viele spannende Lesestunden beschert.


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Veröffentlicht am 03.04.2025

Traum gegen Albtraum

Nachtlügen
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Isra sieht aus wie ein Mensch, ist jedoch ein Nachtalb.
Sie braucht Träume zum Überleben, kann aber selbst nicht träumen.
Sie muss die Träume von Menschen stehlen. Im Gegenzug verwandelt sie ...

Isra sieht aus wie ein Mensch, ist jedoch ein Nachtalb.
Sie braucht Träume zum Überleben, kann aber selbst nicht träumen.
Sie muss die Träume von Menschen stehlen. Im Gegenzug verwandelt sie deren Ängste in Albträume.
Sie hilft ihnen damit ihre Ängste im Traum zu verarbeiten
Das passiert meist nicht freiwillig, ist aber eine Art Win-Win.

Während eines Traumstehlversuchs gelangt sie in den Traum ihrs Kollegen Marek.
Seine Träume kann sie seltsamerweise nicht beeinfluusen, er hingegen ihre Wandlungsversuche.
Mit seiner Fähigkeiot Träume zu beeinflussen versucht sie, den Todesfällen unter ihren Träumern auf den Grund zu gehen.

Isra ist zunächst keine besonders sympathische Zeigenossin.
Im Laufe des Buches erfährt man mehr über ihre Geschichte und versteht ihre Verhaltensweisen besser.
Wie wir alle, versucht sie das Beste aus ihrem Leben zu machen, dazu ist ein gewisser Selbstschutz halt nötig, der sie so unzugänglich macht.

Die Idee des Träume umgestalten ist spannend, die Vorstellung, dass jemand meine "normalen" Träume in Albträume verwandelt eetwas gruselig.
Dei Figur des Nachtalben, der unter den Menschen lebt und als solcher erscheint ist mal eine andere als die üblichen Vampire und Hexen.
Da finde ich Mareks Fähigkeit, seine Träume selbst zu kreieren deutlich angenehmer.

Der Schreibstil ist rutschig zu lesen zum Ende hin fand ich es machmal etwas schwierig zu unterscheiden was Realität ist und was Isras Halluzinationen.
andererseits spiegelt es ihre Gefühlswelt wider.
Somit ging es mir wohl nicht besser als der Protagonistin.





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Veröffentlicht am 16.03.2025

Hasenliebe

Hase und ich
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Mit Hase und ich hat Chloe Dalton einen anrührenden und bezaubernden Roman über das Miteinander leben von Tier und Mensch geschaffen, das ohne Zwänge auf der Basis von Vertrauen und Respekt basiert. ...

Mit Hase und ich hat Chloe Dalton einen anrührenden und bezaubernden Roman über das Miteinander leben von Tier und Mensch geschaffen, das ohne Zwänge auf der Basis von Vertrauen und Respekt basiert. Einfühlsam und teils poetisch erzählt sie vom Auffinden und Großziehen eines verlassenen Feldhasenjungen ohne jegliche Vorkenntnisse.
 
Der Plan Hase auszuwildern, scheitert an dessen eigener Entscheidung, sein neues sicheres Heim von Haus und Garten zu behalten, immer mit der Option in die umliegenden Felder umsiedeln zu können.
 
Die Autorin beschreibt einfühlsam das langsame Aufkeimen von Vertrauen von Hase zu ihr, aber auch in sich selbst und ihre Fähigkeiten.
Sie passt ihr Leben Hases Bedürfnisssen immer darauf bedacht, ihn nicht zu sehr einzuschränken  und nicht in  ein Haustier zu verwandeln.
 
Im Rahmen ihrer Recherchen zur Aufzucht und Lebensweise von Feldhasen, beginnt Chloe zunehmend sich mit der sie umgebenden Natur zu beschäftigen und den Auswirkungen der zB intenve Landwirtschaft nicht nur auf das Leben der Hasen sondern der gesamten Tier- und Pflanzenwelt. 

Sie bekommt ein völlig neues Gefühl für ihre Umgebung und auch die eigenen Prioritäten.
 
Durch Hase erlebt die Autorin wunderbare Momente, um die man sie fast etwas beneidet. Und sie lernt, die kleinen Dinge und das Jetzt zu schätzen und nicht stets getriben sein von der Suche nach fernen Abenteuern und Sensationen.
 
Durch die Schilderungen von Daltons Rechercheergebnisen zu Fakten und Historie über Hasen, entstehen zeitweise einige Längen, auch wenn die Informationen durchaus interessat sind.
 
Einen besonderen Charme erhält das Buch noch durch die darin enthaltenen wunderschönen zarten Zeichnungen.
 
Insgesamt war "Hase und ich" ein bezauberndes Lesevergnügen, was mir viele anrührende und zauberhafte Momente geschenkt hat
 

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Veröffentlicht am 27.02.2025

aus dem Leben gegriffen

Bis die Sonne scheint
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Christian Schünemann führt uns mit seinem Roman "bis die Sonne scheint" in die 80 er jahre.

Daniel beschreibt aus der Ich-Perspektive das Leben seiner Familie.
-von den Eltern, die zwar immer ...

Christian Schünemann führt uns mit seinem Roman "bis die Sonne scheint" in die 80 er jahre.

Daniel beschreibt aus der Ich-Perspektive das Leben seiner Familie.
-von den Eltern, die zwar immer bestrebt sind mit tollen Ideen Geld zu verdienen, damit aber nur mäßigen Erfolg haben.
Ist einmal Geld da wird es sorglos für schöne aber unnötige Dinge ausgegeben, oder für Ausgaben, die helfen den schönen Schein zu wahren.
-von den Geschwistern und seiner Freundin Zoe

Abwechselnd gibt es Rückblicke in das Leben der Großeltern und der Eltern in der Nachkriegszeit und den Jahren des Aufschwungs.
Dadurch wird ein interessantes Zeitzeugnis abgebildet.
Teils erklären sich daraus auch Verhaltensweisen der Großmütter und von Daniels Eltern.

Die Geschichte an sich ist unaufgeregt erzählt, halt "aus dem Leben gegriffen"
sicher erkennt der/ die eine oder andere aber auch Parallelen zur eigenen Jugend, auf jeden Fall werden Erinnerungen an Songs der 80 er , Kassettenrekorder und Ähnliches geweckt.

Eine besondere Bedeutung ergibt sich aus dem Nachwort, in dem der Leser erfährt, dass es sich bei Daniel um den Autor selbst und seine Familiengeschichte handelt, dadurch wird sie noch authentischer..

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Veröffentlicht am 17.05.2024

Blutiger Tee

A Tempest of Tea
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Das Umschlag-cover ist schon mal sehr schön und bildet Teile des Inhalts ab.
Ncch besser gefiel mir allerdings das siber-schwarz gestaltete Cover des Buchs.
Es kommt etwas edler daher und enthält ...


Das Umschlag-cover ist schon mal sehr schön und bildet Teile des Inhalts ab.
Ncch besser gefiel mir allerdings das siber-schwarz gestaltete Cover des Buchs.
Es kommt etwas edler daher und enthält ebenfalls Elemente der Geschichte.

Die Charaktere sind sehr lebhaft gezeichnet und ihre Gefühle und Gedanken werden überzeugend geschildert.
Sei es Arthies fast schon gefühlskalte von Rachedurst angetriebene Art und ihr Wagemut oder Jins Humor und seine unterschwellige Verletzlichkeit.
Auch die anderen Mitglieder des bunt gemischten Teams bekommen Raum sich zu entfalten und ihre völlig unterschiedlichen Beweggründe an diesem riskanten Unternehmen teilzunehmen werden dem Leser nach und nach offenbart.

Das Ende bietet so manche Überraschung, lässt aber noch so manchen Faden unverknüpft und einige Fragen offen. Aber dafür handelt es sich ja um eine Dilogie.

Mir hat die Sprache der Aurorin besonders gut gefallen. auch diese kleinen Parallen - Arthie ein Waisenmädchen, das eine sagenhafte Pisole, Calibore ,aus einem Stein befreit - Arthur ein Waisenkind, das ein Schwert, Excalibor, aus dem Stein zieht, empfand ich als kleines Sahnehäubchen.
Ob Arthie es schaftt Ettenia von der Regentschaft des geheimnissvollen "Widders" zu befreien bleibt abzuwarten.

"A Tempest of Tea" war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte.



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