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Veröffentlicht am 24.10.2017

Toll für zwischendurch

Bet Me - Unverschämt verführerisch
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Mein zweites Buch von Lila Monroe und es war wieder toll. Ein fantastisches Buch für zwischendurch!

Lizzie hat die Schnauze voll von ihren Tinder-Dates und vor allem von den ungehobelten Männern. Eines ...

Mein zweites Buch von Lila Monroe und es war wieder toll. Ein fantastisches Buch für zwischendurch!

Lizzie hat die Schnauze voll von ihren Tinder-Dates und vor allem von den ungehobelten Männern. Eines Abends, im betrunkenen Zustand, schickt sie ein Video an ihre Schwester. In diesem beklagt sie sich über die faulen Kerle, die Romantik vollkommen vergessen haben und ein romantisches Date mit einer Sportsendung, Bier und Pizza assoziieren. Kein Wunder also wenn Lizzie nun streikt, hat sie doch genügend katastrophale Dates erlebt! Am nächsten Tag lernt sie dann, dass solche Videos aber lieber nicht im betrunkenen Zustand verschickt werden sollten, weil man schnell den falschen Button klickt und zack schon ist das persönliche Video im Internet. Jedoch gibt es zahlreiche Frauen, die daraufhin auch in Streik treten – sehr zum Leidwesen der Männerwelt. Und dann ist da noch der absolut heiße Arbeitskollege, der Zynismus aus jeder Poren aussondert und Lizzie das Leben schwer macht.

So weit so gut. Der Klappentext verrät schon einiges über das Buch und wirklich überraschende Wendungen gibt es im Buch nicht. Diese haben mir aber nicht gefehlt, weil das Buch nur so vor Witz und Charme sprüht.

Lizzie’s inneren Gedankengänge waren voller Sarkasmus und ich habe jede Minute geliebt! Die misslungenen Dates waren wirklich zum Haare raufen und man kann sich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen. Sie sehnt sich nach echter Romantik und einem Mann, der mehr will als nur ein paar Stunden im Bett.

Jake war der passende Gegenpart zu Lizzie. Er verachtet Romantik und glaubt nicht an die große Liebe. Aber wie heißt es so schön? Gegensätze ziehen sich an (oder aus in diesem Falle ;-D)

Der Schreibstil ist flüssig und locker. Man kommt zügig durch das Buch und es gibt so viele Stellen, die mich zum schmunzeln gebracht haben. Die expliziten Szenen halten sich in Grenzen und als es dann endlich passierte, waren sie sehr heiß.

Die Liebesbeziehung wurde sehr schön aufgebaut und entwickelt. Hier wird nicht gleich alles überstürzt, sondern die beiden lernen sich besser kennen und verlieben sich Stück für Stück. Was wohl letztlich auch ein wenig an Lizzie’s Streik lag ?

Fazit: Ein schönes Buch für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa. Das Buch ist witzig, locker und romantisch. Auch wenn Jake sehr zynisch ist, so war sein Verhalten umso süßer. Manchmal braucht es keine riesigen romantischen Gesten, sondern einfach einen Kerl, der sich um seine Herzensdame in schlechten Zeiten kümmert.

Veröffentlicht am 13.10.2017

Gelungener Auftakt

Ich fürchte mich nicht
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Von so vielen wurde mir die „Shatter Me“ Reihe empfohlen und ich kann den Hype nun eigentlich gut verstehen.

„Ich fürchte mich nicht“ ist das erste Buch der Reihe und gleich zu Beginn wird man in das ...

Von so vielen wurde mir die „Shatter Me“ Reihe empfohlen und ich kann den Hype nun eigentlich gut verstehen.

„Ich fürchte mich nicht“ ist das erste Buch der Reihe und gleich zu Beginn wird man in das Geschehen geworfen.

Ab der ersten Seite fällt der ungewöhnliche Schreibstil auf, der mich regelrecht in seinen Bann gezogen hat. Die Gedankengänge werden wunderbar dargestellt und man fühlt sich wie Juliette.
Ein weiterer Pluspunkt des Schreibstils ist das verwirrende Spiel zwischen Adam und Warner. Ich selbst war ab einem gewissen Punkt einfach nur noch misstrauisch jedem gegenüber. Das Buch kann einen schon etwas paranoid werden lassen ? Mir hat es aber außerordentlich gut gefallen, dass die Autorin den Leser so an der Nase herumführt.

Die Charaktere sind sehr interessant gestaltet und man möchte sofort mehr über sie erfahren. Gerade Warner konnte mein Interesse durch sein widersprüchliches Verhalten wecken.
Auch Adam scheint mehr zu sein, als nur der typische Love-Interest der Protagonistin und ich freue mich sehr mehr über ihn zu erfahren (vor allem warum er immun gegen Juliette ist).

Das Setting ist ebenfalls sehr gelungen. Die dystopische Welt wurde wunderbar erklärt und spiegelt die heutigen Umweltdiskussionen wieder. In der Welt von Juliette möchte wohl niemand aufwachen.

Das ganze Buch fokussiert sich auf Juliette’s Fähigkeit/Gabe/Superkraft (oder wie auch immer man es nennen möchte). Hier hab ich sofort ein X-Men/Inhumans Gefühl bekommen und da ich Geschichten von Personen mit besonderen Fähigkeiten sehr mag, konnte mich das Buch noch mehr begeistern.

Des Weiteren finde ich die Lovestory auch sehr gelungen und nicht zu kitschig.

Und sehr schön ist auch, dass die Autorin ein relativ bündiges Buch geschrieben hat. 336 Seiten war wirklich nicht zu lang aber auch nicht zu kurz. Langatmige Passagen gab es überhaupt nicht und jedes Kapitel war extrem spannend.
Auch die Kapitel wurden sehr kurz gehalten, wodurch man auch mal eine kleine Pause einlegen kann.
Allgemein hat der Schreibstil mich vollkommen überzeugt, weil er außergewöhnlich ist und den Leser fesselt.

Ein tolles Setting, interessante Charaktere und eine spannende Handlung…eigentlich würde das Buch 5 Sterne verdienen. Ich ziehe einen ab, weil ich finde, dass durchaus noch Luft nach oben ist.

Ein Kritikpunkt: Teilweise konnte ich Juliettes Verhalten nicht ganz verstehen. Ok sie möchte niemanden verletzten, aber warum sie Warner nicht angegriffen hat ist mir vollkommen schleierhaft. Einerseits behauptet sie lieber sterben zu wollen, als als Waffe missbraucht zu werden, aber andererseits greift sie Warner nicht an und spielt in seinem Spiel mit…nicht so logisch für mich. Das Ende war aber richtig badass und hat mir sehr gut gefallen!

Fazit: Ein toller Einstieg in die „Shatter Me“ Reihe von Tahereh Mafi. Das Buch konnte mich fesseln und ich freue mich auf den nächsten Teil. Trotzdem glaube ich es geht noch besser.

Veröffentlicht am 02.10.2025

Endlose Fragen

Shield of Sparrows
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Manchmal sind die wahren Monster nicht die mit Klauen, Zähnen oder Schuppen – sondern die Hauptfiguren, die pausenlos rhetorische Fragen stellen.

Shield of Sparrows ist so ein Fall. Eigentlich wollte ...

Manchmal sind die wahren Monster nicht die mit Klauen, Zähnen oder Schuppen – sondern die Hauptfiguren, die pausenlos rhetorische Fragen stellen.

Shield of Sparrows ist so ein Fall. Eigentlich wollte ich dem Buch fünf Sterne geben. Denn unter all dem Gedankenrauschen von Protagonistin Odessa steckt eine wirklich gute Geschichte – mit Sehnsucht, Action und cleveren Wendungen. Aber am Ende blieb ich gleichzeitig gefesselt und genervt zurück.

Odessas unaufhörliches Fragen dient hier eindeutig als erzählerische Krücke. Anfangs war das noch interessant, doch irgendwann hat es mich nur noch ausgebremst. Statt die Handlung voranzutreiben, drehte sich die Geschichte gefühlt im Kreis und blieb in ihrem Kopf stecken. Das ist schade, denn sobald der Fokus stärker auf die Handlung und weniger auf Odessas innere Monologe gelegt wurde, funktionierte das Buch richtig gut.

Positiv hervorheben möchte ich, dass die Mischung aus Fantasy und Romance für mich perfekt ausbalanciert war. Die Nebenfiguren (sogar die Antagonisten) haben Tiefe bekommen, es gibt sympathische tierische Begleiter und das Ende hat mich mehrfach überrascht – deutlich stärker, als ich es nach dem eher vorhersehbaren Start erwartet hätte.

Unterm Strich vergebe ich 3,5 Sterne. Denn trotz der Schwächen hat mir die Geschichte gefallen. Hätte Odessa nur halb so viele Fragen gestellt, wäre das locker eine Vier- oder sogar Fünf-Sterne-Lektüre geworden.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Durchwachsen

Rose in Chains
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Rose in Chains war eins meiner heiß ersehnten Bücher in 2025. Umso mehr schmerzt es mich, dass ich über eine Woche gebraucht habe um das Buch überhaupt zu beenden. Ich habe die Rezension lange hinausgeschoben, ...

Rose in Chains war eins meiner heiß ersehnten Bücher in 2025. Umso mehr schmerzt es mich, dass ich über eine Woche gebraucht habe um das Buch überhaupt zu beenden. Ich habe die Rezension lange hinausgeschoben, weil ich ehrlich gesagt keine Ahnung habe was ich über das Buch denken soll. Anfangs hat es mich in seinen Bann gezogen. Ich fand die Welt interessant sowie die Charaktere. Die Tropes sind köstlich, ich liebe morally grey characters und habe mich auf eine düstere Geschichte gefreut, die mir den Atem rauben sollte.

Aber dann … kam der Stillstand. Das Tempo brach stark ein, und ich wartete nur darauf, dass irgendetwas das Ganze wieder in Schwung bringen würde. Die Slow-Burn-Romanze? Eher ein schmerzvolles dahin kriechen. Und nicht die gute Art, die langsam brodelt und sich aufbaut, es wirkte mehr verwirrend als spannungsgeladen. Ich war mir irgendwann nicht mal mehr sicher, wohin die Romanze überhaupt steuerte oder ob sie überhaupt irgendwohin führte. Die Verbindung, von der ich gehofft hatte, dass sie sich vertieft, schwebte einfach im Raum ohne Ziel.

Als ich am Ende ankam, hatte ich mehr Fragen als Antworten – und nicht auf die spannende Art, die einen das nächste Buch herbei sehnen lässt - sondern so, dass es sich ein bisschen halbfertig anfühlte. Als hätte die Geschichte nicht ganz das geliefert, was sie am Anfang versprochen hat. Ich hatte keine Ahnung, dass es sich um eine mehrteilige Reihe handeln würde, sondern dachte es ist ein Standalone Roman. Die ursprüngliche Fanfiction habe ich nie gelesen, dachte jedoch es soll dementsprechend nur ein Buch werden. Mich stört es auch nicht mehrere Bände in dieser Welt zu erhalten, denn das Fundament ist gut.

Die Welt ist düster und atmosphärisch, das Setup strotzt vor dunklem, faszinierendem Potenzial, und ich will schon wissen, wie es weitergeht. Aber die zweite Hälfte hätte wirklich mehr Spannung, mehr Tiefe und eine Romanze gebraucht, die irgendwohin führt, statt im Kreis zu drehen.

Würde ich es empfehlen? Ja – wenn man auf Dark Romance mit Slow Burn, emotionalen Schatten und einem morally-grey Touch steht. Man sollte nur wissen, dass die Spannung bis zum Ende nicht durchhält, es stellenweise einfach nur chaotisch ist und die Romanze viel Luft nach oben lässt. ⭐️3,5/5⭐️

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Leider ein Fillerbuch

A Monsoon Rising
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A Monsoon Rising fällt dem typischen Band 2 Syndrom zum Opfer – besonders im Vergleich zum Auftakt The Hurricane Wars, der mich mit seinem Worldbuilding und den Charakteren begeistern konnte.

Der zweite ...

A Monsoon Rising fällt dem typischen Band 2 Syndrom zum Opfer – besonders im Vergleich zum Auftakt The Hurricane Wars, der mich mit seinem Worldbuilding und den Charakteren begeistern konnte.

Der zweite Teil wirkt über Strecken zäh und spannungsarm. Die Handlung kommt kaum in Gang, und die Dringlichkeit, die man sich bei einem Mittelband einer Trilogie wünschen würde, fehlt komplett. Erst auf den letzten Seiten überschlagen sich plötzlich die Ereignisse, was allerdings eher gehetzt als spannend wirkt. Der Plot twist am Ende war zwar überraschend und hat dann einiges wieder wett gemacht, dennoch frage ich mich wie das alles im letzten Band sinnvoll aufgelöst werden soll.

Besonders enttäuschend fand ich die Entwicklung der Figuren. Während Talasyn im ersten Buch noch eine starke Protagonistin war, wirkt sie hier oft nur noch wütend und unreif – was schnell anstrengend wird. Ihre Dynamik mit Alaric bleibt blass und spannungslos. Alaric selbst bekommt zwar mehr Tiefe, doch das reicht nicht aus, um die emotionale Leere wettzumachen, die ich beim Lesen empfunden habe. Ich hatte bei diesem Buch wirklich erneut auf “Enemies-to-Lovers”-Vibes gehofft, aber stattdessen fühlte es sich eher an wie “Lovers mit riesigen Kommunikationsproblemen”. Und ich hasse diese Art der Fehlkommunikation.

Der Schreibstil ist nach wie vor schön und atmosphärisch, aber das allein konnte nicht über die inhaltliche Leere und die mangelnde Charakterentwicklung hinwegtäuschen. Viele Szenen wirkten wie Füllmaterial, das die Geschichte nicht wirklich vorangebracht hat.

Insgesamt hinterlässt A Monsoon Rising bei mir den Eindruck eines reinen Übergangsbuchs ohne klaren Fokus, mit zu wenig Handlung und zu viel Filler. Schade – ich hatte mir deutlich mehr erhofft. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt wie die Autorin alle Handlungsstränge im letzten Teil auflösen wird. ⭐️3/5⭐️

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