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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2025

Packend von Anfang bis Ende

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Kai Meyers Roman „Das Antiquariat am alten Friedhof“ hat mich genauso begeistert wie die bisherigen Bücher, die ich von ihm gelesen habe. Es ist das perfekte Buch zum Abschalten, mit einer Mischung aus ...

Kai Meyers Roman „Das Antiquariat am alten Friedhof“ hat mich genauso begeistert wie die bisherigen Bücher, die ich von ihm gelesen habe. Es ist das perfekte Buch zum Abschalten, mit einer Mischung aus leichter Spannung, historischem Kontext, vielseitigen Charakteren und etwas Wissen rund um Leipzig und die damalige Zeit.

Die Geschichte wechselt zwischen dem Geschehen in 1930 und dem in 1945, wobei 1930 als Hintergrund dient, die Erlebnisse 1945 besser zu verstehen. Es wird hauptsächlich aus der Sicht von Felix geschrieben, der inoffizieller Anführer seiner Gruppe an Freunden, dem Club Casaubon, ist. Hinzu kommt Eva, die die Männertruppe auf Trap hält und eine neue Dynamik in die Handlung einbringt. Man muss den Verzweigungen der Geschichte gut folgen, was es aber noch viel spannender für mich gemacht habe. Ich bin mir sicher, dass beim zweiten Lesen noch viel mehr Zusammenhänge für mich sichtbar werden. Trotz der Komplexität war der Lesefluss leicht und angenehm.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Fesselnd von Anfang bis Ende

Holmes & Moriarty
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Mir hat Rubin‘s Version von Sherlock Holmes sehr gut gefallen. Der Roman hat die Atmosphäre der Sherlock Bücher super getroffen und Holmes Art passend dargestellt. Auch die Sprache der deutschen Übersetzung ...

Mir hat Rubin‘s Version von Sherlock Holmes sehr gut gefallen. Der Roman hat die Atmosphäre der Sherlock Bücher super getroffen und Holmes Art passend dargestellt. Auch die Sprache der deutschen Übersetzung ist gut gelungen, so wie ich mir Sherlock Holmes im 19. Jahrhundert vorstelle.

Besonders an dieser Romanumsetzung ist, dass Moriarty stärker in Szene gesetzt wird. Die Kapitel wechseln zwischen der Sicht von Dr Watson (mit Sherlock Holmes) und ihren Gegenspielern Moran (mit Moriarty). Die Kapitel sind kurz gehalten, sodass es schnelle Wechsel gibt und ich immer wissen wollte, was im anderen Handlungsstrang weiter passierte.

Die Fälle an sich haben mir ebenfalls zugesagt. Die Situation des Schauspielers hat mich direkt miträtseln lassen und wurde immer spannender, als auch die Fälle von Moriarty und weitere Verstrickungen dazu kamen.

Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, das ich Sherlock Holmes Fans empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 07.11.2024

Auf eigene Art mitreißend

Das kleine Café der zweiten Chancen
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Der Roman „Das Kleine Café der zweiten Chancen“ hat mir sehr gut gefallen. Ich bin offen in die Geschichte eingestiegen und wusste nicht, was mich erwarten würde, da die ersten Seiten anders erschienen, ...

Der Roman „Das Kleine Café der zweiten Chancen“ hat mir sehr gut gefallen. Ich bin offen in die Geschichte eingestiegen und wusste nicht, was mich erwarten würde, da die ersten Seiten anders erschienen, als ich Bücher dieser Art normalerweise gewöhnt bin. Auch wenn die Geschichte aus der Sicht eines Kindes geschrieben ist, konnte ich mich zum einen sehr gut mit ihr identifizieren, zum anderen fand ich es positiv, dass dennoch Tiefe in der Erzählung liegt und mich das Buch auch zum Nachdenken und Mitfühlen bewegt hat.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Himari beschrieben. Himari ist Japanerin. Auf ihr lagen alle Hoffnungen ihrer Mutter, die aus Himari eine Starpianistin machen wollte. Nach einem Unfall kann Himari jedoch kein Klavier mehr spielen und kommt zurück nach Sapporo, wo sie neu auf eine Schule geht und versucht Anschluss zu finden. Dabei hilft ihr ein Café und die Bekanntschaften, die sie dort macht.

Die Umsetzung der Idee, Menschen eine zweite Chance zu geben, hat mich begeistert. Sie ist nicht überzogen, sondern auf eigene Art realistisch dargestellt. Durch das Buch hinweg gibt es viele überraschende Wendungen, wodurch das Buch interessant bleibt. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, der Schreibstil flüssig, sodass ich die Geschichte innerhalb von ein paar Stunden gelesen hatte. Es hätte gerne mehr Seiten sein können.

Nach dem Ende des Romans bin ich definitiv gespannt auf eine Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 15.06.2024

Seicht aber unterhaltsam

Der Club der Bücherfreundinnen
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„Der Club der Bücherfreundinnen“ ist ein historischer Roman über 4 Frauen, die sich 1942 in einem Buchclub zusammenschließen. Mit der Zeit kommen auch weitere Personen dazu, in Mittelpunkt stehen jedoch ...

„Der Club der Bücherfreundinnen“ ist ein historischer Roman über 4 Frauen, die sich 1942 in einem Buchclub zusammenschließen. Mit der Zeit kommen auch weitere Personen dazu, in Mittelpunkt stehen jedoch Louise, Ginny, Martina und Avis. Vor allem Avis hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie hat den Buchclub als spontane Rettungsidee für die Bibliothek ins Leben gerufen, ist zwar klug, aber manchmal auch etwas tollpatschig. Zu sehen wie sich ihr Buchclub weiterentwickelt, hat Spaß gemacht. Auch auf die anderen 3 Personen wird näher eingegangen. Die Perspektive springt regelmäßig zwischen ihnen und gibt so Einblicke in die ganz unterschiedlichen Lebensumständen in denen sie sich befinden. Zusätzlich gibt es Rückblicke in Louises Vergangenheit, die erklären, warum
sie in der Gegenwart des Buches etwas miesepetrig wirkt.

Interessant finde ich wie der Weltkrieg mit in die Handlung eingebunden wurde. Das ist mal eine andere Art wie ich es sonst in historischen Roman gelesen habe.

Der Schreibstil ist locker leicht. Ich musste mehrfach schmunzeln und das Buch hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Mitten aus dem Leben

Man sieht sich
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Das Buch startet im Jahr 2022. Frie macht sich fertig, um zu ihrem Abitreffen zu fahren. Dabei denkt sie vor allem an Robert. Wer genau Robert ist und was die beiden verbindet, erfährt man in den darauffolgenden ...

Das Buch startet im Jahr 2022. Frie macht sich fertig, um zu ihrem Abitreffen zu fahren. Dabei denkt sie vor allem an Robert. Wer genau Robert ist und was die beiden verbindet, erfährt man in den darauffolgenden Kapiteln. Die weiteren Erzählungen starten 1988 und fliegen durch die Jahre. Immer wieder liest man Ausschnitte aus Roberts oder Fries Sicht und lernt die beiden kennen.

„Man sieht sich“ ist kein rosaroter Liebesroman. Diesen Eindruck habe ich vor allem durch den Schreibstil und den nach meinem Empfinden öfters düsteren und melancholischen Abschnitten. Dennoch hat der Roman auf mich eingewirkt. Das Leben wird realistisch dargestellt, mit allen Höhen und Tiefen. Frie und Robert haben beide ihre Schwierigkeiten im Leben zu meistern. Da sich das Buch über so viele Jahre erstreckt, stellt man sich immer wieder die Frage: Haben sie sich richtig entschieden? Hätten sie doch anders abbiegen sollen? Ihre Begegnungen kommen so oft zu falschen Momenten oder einer der beiden macht doch einen Rückzieher.

Bis zum Ende war ich neugierig, ob die beiden ihr Happy End finden würden, oder nicht. Dieser Spannungsbogen ist sehr gut gelungen.

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