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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2024

Ein etwas anderer Blick hinter die Kulissen der Nürnberger Prozesse

Das Schloss der Schriftsteller
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"Das Schloss der Schriftsteller" von Uwe Neumahr hat mich gereizt, weil es eine mir eher unbekannte Seite der Nürnberger Prozesse beschreibt. So bekam ich einen Einblick in das Leben der Berichterstatter ...

"Das Schloss der Schriftsteller" von Uwe Neumahr hat mich gereizt, weil es eine mir eher unbekannte Seite der Nürnberger Prozesse beschreibt. So bekam ich einen Einblick in das Leben der Berichterstatter von den Prozessen. Größtenteils handelte es sich dabei um Schriftstellerinnen und Schriftsteller, nicht wenige darunter, die vor dem Nationalsozialismus ins Ausland fliehen mussten.

Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden in eigenen Kapiteln jeweils porträtiert und ihr Leben während der Prozesse im Schloss Faber-Castell in Stein bei Nürnberg geschildert. Ein für mich interessanter Einblick in eine besondere Zeit.

Wer mehr zu den Nürnberger Prozessen außerhalb der eigentlichen Prozesse erfahren möchte, sollte zu "Das Schloss der Schriftsteller" greifen.

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Veröffentlicht am 01.06.2024

Von Katzen und Menschen

Die schönsten Katzengeschichten
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Auf "Die schönsten Katzengeschichten", einer Sammlung von Geschichten rund um eines der beliebtesten Haustiere, bin ich über ein Lesezeichen des Verlags gestoßen. Das Buch ist eine nette Zusammenstellung ...

Auf "Die schönsten Katzengeschichten", einer Sammlung von Geschichten rund um eines der beliebtesten Haustiere, bin ich über ein Lesezeichen des Verlags gestoßen. Das Buch ist eine nette Zusammenstellung von einzelnen Katzengeschichten, die verschiedene Genres abdecken. Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen, auch wenn nicht alle Geschichten meinen Geschmack trafen. Allen Zweibeinern zu empfehlen, die die Vierbeiner so gerne haben wie ich.

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Veröffentlicht am 30.05.2024

Fernweh auf zwei Rädern

Nur noch kurz die Welt sehen
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"Nur noch kurz die Welt sehen" von Carina Wolfram erzählt die Geschichte von Heinz Stücke, der 51 Jahre lang die Welt mit dem Fahrrad bereiste.

Das Buch ist in einzelne Essays unterteilt, die sich jeweils ...

"Nur noch kurz die Welt sehen" von Carina Wolfram erzählt die Geschichte von Heinz Stücke, der 51 Jahre lang die Welt mit dem Fahrrad bereiste.

Das Buch ist in einzelne Essays unterteilt, die sich jeweils mit Aspekten befassen, die es bei einer solch langen Fahrradreise zu beachten bzw. zu planen gibt. Wobei Heinz Stücke, das wird bei der Lektüre deutlich, ein pragmatischer Mensch ist, der sich stets auf neue Gegebenheiten einlassen kann und sich nur wenig aus der Ruhe bringen lässt, wenn es mal nicht nach Plan läuft. Und nicht nach Plan lief es dann doch einige Male.

Interessant war für mich, wie Heinz Stücke es schon früh (vor Influencern u. Ä.) verstand, sich Sponsoren zu suchen und Geld mit seinen Reiseberichten zu verdienen. Mir gefiel auch, dass die Gefahren, denen er im Laufe seiner langen Reise ausgesetzt war, nicht ausgespart wurden. Abgerundet wurde die Lektüre durch das Kapitel "Dummheiten", welches mich wiederum ein wenig zum Schmunzeln brachte.

Das Sachbuch ist leicht verständlich geschrieben, gut unterteilt und mit reichlich von Heinz Stücke geschossenen Fotos bebildert. Das macht die Lektüre zu einem kurzweiligen Vergnügen. Ganz zum Schluss erhält man mittels einer Weltkarte nochmals einen Überblick, wohin Heinz Stücke überall gereist ist. Mir persönlich hätte noch ein Zeitstrahl gut gefallen, der mir zeigt, wann er wo genau unterwegs war. Ansonsten ist "Nur noch kurz die Welt sehen" ein empfehlenswertes Sachbuch über eine interessante Art der Reise- und Lebensgestaltung, das meinen Horizont erweitert hat.

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Veröffentlicht am 01.05.2024

Starker Frauenroman mit zwei Zeitebenen

Das Echo der Gezeiten
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"Das Echo der Gezeiten" von Rebekka Frank ist ein spezieller Roman, der die Situation der Frau im 17. Jahrhundert und zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingehend beleuchtet und miteinander ...

"Das Echo der Gezeiten" von Rebekka Frank ist ein spezieller Roman, der die Situation der Frau im 17. Jahrhundert und zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingehend beleuchtet und miteinander verknüpft.

Die beiden Hauptfiguren Nes (17. Jahrhundert) und Tilla (20. Jahrhundert) sind dabei gut gewählt und, wie ich finde, mit ihren Beweggründen und Emotionen sehr authentisch. Ich jedenfalls konnte mich beim Lesen sehr gut in die beiden Frauen hineinversetzen. Rebekka Frank schafft es, zwei spannende Geschichten in unterschiedlichen Zeiten zu erzählen, die sich nicht nur flüssig lesen lassen, sondern mich auch zum Nachdenken brachten. Gerade Tillas Situation liegt zeitlich noch nicht so weit zurück und dennoch wirkt sie teilweise wie aus der Zeit gefallen. Wobei manche Aspekte leider bis heute überdauert haben. Manche Begebenheiten, in denen sich Tilla wiederfand, bewirkten bei mir durchaus leichte Wutanfälle über so viel Ungerechtigkeit. Nes wiederum lebt in einer Zeit, die mir fremd erscheint, die ich aber dank Rebekka Franks Schreibkunst gut nachvollziehen konnte.

Insgesamt ein gelungenes Buch für all jene, die gerne Romane über starke Frauen und/oder historische Romane lesen.

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Veröffentlicht am 26.04.2024

Ein phlisophisch-astrologisches und tiefgründiges Buch

Das Mondscheincafé
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"Das Mondscheincafé" von Mai Mochizuki hat mich schon allein wegen seines Covers äußerst begeistert. Die Geschichte bzw. Teilgeschichten, die eine große Geschichte ergeben, haben mich sehr zum Nachdenken ...

"Das Mondscheincafé" von Mai Mochizuki hat mich schon allein wegen seines Covers äußerst begeistert. Die Geschichte bzw. Teilgeschichten, die eine große Geschichte ergeben, haben mich sehr zum Nachdenken gebracht. Auch wenn mir die Astrologie eher fremd ist, so bin ich doch vom Inhalt der einzelnen Erzählstränge in den Bann gezogen worden. Die Geschichten sind kurzweilig geschrieben, haben aber zugleich viel Tiefgang.

Ein insgesamt zu empfehlendes Werk, das ich vor allem Menschen ans Herz lege, die Selbstreflexion betreiben bzw. betreiben möchten.

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