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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2025

Tropenflair trifft dunkle Geheimnisse

The Island - Auf der Flucht
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Ein vermeintliches Paradies mit tödlichen Geheimnissen – The Island entführt die Leser:innen auf eine luxuriöse Insel, hinter deren glänzender Fassade dunkle Wahrheiten lauern. Nach ihrer Flucht aus Hongkong ...

Ein vermeintliches Paradies mit tödlichen Geheimnissen – The Island entführt die Leser:innen auf eine luxuriöse Insel, hinter deren glänzender Fassade dunkle Wahrheiten lauern. Nach ihrer Flucht aus Hongkong sucht Lola auf Keeper Island Unterschlupf. Doch kurz nach ihrer Ankunft wird jemand tot aufgefunden. Für Lola steht schnell fest: Das war kein Unfall.

Das Buch ist recht gut. Er hat unterschwellige Spannung, ein atmosphärisches Setting und zahlreiche Rückblenden und Wendungen. Phasenweise verliert der Mittelteil etwas an Tempo, aber das ist es wert.

Lola ist eine Figur, die uns nicht immer ganz klarmacht, was sie eigentlich will. Sie ist mutig, aber manchmal auch ein bisschen seltsam. Manche Nebencharaktere sind auch etwas blass - für mich gab es außerdem zu viele von ihnen. Auch mit dem Schreibstil hatte ich zeitweise meine Probleme, dennoch schafft es die Autorin, auch etwas Humor mit einfließen zu lassen. Trotzdem schafft es das Buch, eine misstrauische und geheimnisvolle Stimmung zu erzeugen.

"The Island" ist - für mich - kein klassischer Thriller, sondern ein psychologisch geprägter Spannungsroman mit tropischem Flair. Wer kleinere Logiklücken, schwankende Spannungskurven und etwas Verwirrtheit verzeihen kann, bekommt eine ungewöhnliche, aber unterhaltsame Geschichte voller Überraschungen.

Fazit:

Ein spannender Roman mit düsteren Untertönen – nicht perfekt, aber eignet sich als etwas andere Urlaubslektüre.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Solides Debüt

Die Lektorin - Ich schreibe dein Ende!
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"Die Lektorin" ist ein packender Thriller, der von der ersten Seite an eine beunruhigende Atmosphäre schafft. Die Vorstellung, dass jemand einem so nah sein könnte, ohne dass man es merkt, hat mich sofort ...

"Die Lektorin" ist ein packender Thriller, der von der ersten Seite an eine beunruhigende Atmosphäre schafft. Die Vorstellung, dass jemand einem so nah sein könnte, ohne dass man es merkt, hat mich sofort gepackt. Beim Lesen fühlt man sich selbst beobachtet.

Lilly, die Hauptfigur, trifft manchmal Entscheidungen, die sich mir nicht immer erschließen, aber das trägt zur Spannung bei und sorgt dafür, dass die Handlung ihren spannenden Verlauf nimmt. Besonders gefallen hat mir das ständige Rätselraten: Kaum glaubt man, dem Geheimnis auf der Spur zu sein, gibt es schon wieder eine neue Wendung. Das Spiel ist echt clever konstruiert und hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht.

Auch die Nebenfiguren bringen Tiefe in die Geschichte. Ich hätte mir manchmal mehr emotionale Reaktionen gewünscht. Manchmal hätte ich mir aber stärkere Emotionen gewünscht.
Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch, die Kapitel sind angenehm kurz, was dem Tempo des Thrillers zugutekommt.

Es ist ein starkes Erstlingswerk – sehr souverän geschrieben, und hat mich mehr als einmal überrascht. Vor allem der Schluss war total unerwartet. Das Ende hätte jedoch etwas ausführlicher sein dürfen.

T.J. Hammann ist mit "Die Lektorin" ein solides Debüt gelungen, welches zeigt, dass er definitiv das Zeug dazu hat, noch mehr zu liefern. Ich werde ihn auf jeden Fall weiterhin im Auge behalten.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Solider Thriller mit kleinen Abzügen

Die Villa
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In ihrem Thriller "Die Villa" nimmt Jess Ryder die Leser mit auf eine Reise voller Geheimnisse, Freundschaften und ungelöster Fragen aus der Vergangenheit. Schon beim ersten Blick auf das Buch wird klar, ...

In ihrem Thriller "Die Villa" nimmt Jess Ryder die Leser mit auf eine Reise voller Geheimnisse, Freundschaften und ungelöster Fragen aus der Vergangenheit. Schon beim ersten Blick auf das Buch wird klar, dass es sich um ein fesselndes Setting und eine packende Handlung handelt. Der Aufenthalt in der Villa wird zu einem düsteren Ausflug in Erinnerungen und unausgesprochene Wahrheiten, die darauf warten, ans Licht zu kommen.

Die Erzählstruktur wechselt geschickt zwischen der Gegenwart und den Ereignissen des Junggesellinnenabschieds, was die Spannung deutlich erhöht. Diese doppelte Zeitebene ermöglicht es dem Leser, sich intensiver mit den Charakteren und ihren Konflikten auseinanderzusetzen. Die kurzen Kapitel fördern den Lesefluss und sorgen für ein zügiges Vorankommen. Leider blieben mir die Charaktere insgesamt etwas fremd. Ihre Beziehungen sind von Eifersucht, Rivalität und Misstrauen geprägt, was zwar realistisch ist, jedoch die emotionale Bindung zu den Charakteren erschwert. Die Interaktionen zwischen den Protagonistinnen sind spannend, da jede von ihnen ein Geheimnis hat, das nach und nach enthüllt wird. Allerdings erschweren ihre moralisch fragwürdigen Entscheidungen den Aufbau einer tieferen Verbindung zur Geschichte. Auch die stereotype Darstellung der Figuren – insbesondere in Bezug auf traditionelle Schönheitsideale – trägt nicht zur Begeisterung bei. Trotz dieser Schwächen gelingt es Ryder, die Leser bis zur letzten Seite zu fesseln. Die Auflösung des Falls sorgt trotz meiner frühen Vermutungen für eine überraschende Wendung, die mich letztlich überzeugt hat.

Das Ende hätte vielleicht etwas mehr Zeit und Reflexion vertragen können, da es im Vergleich zu den zuvor tiefgründigen Abschnitten recht abrupt wirkt. Dennoch erleichtert Jess Ryders flüssiger Schreibstil das Lesen und lässt die Geschichte schnell vergehen.

Insgesamt präsentiert "Die Villa" spannende Elemente und unerwartete Wendungen, kämpft jedoch mit unsympathischen Charakteren und klischeehaften Darstellungen. Es handelt sich um einen soliden Psychothriller, der in manchen Aspekten an den Rand des Genres stößt. Nichtsdestotrotz ist das Buch für Liebhaberinnen und Liebhaber einer rasanten Geschichte mit psychologischen Facetten unbedingt lesenswert.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Interessantes Konzept

Deine dunkle Seite
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Obwohl mir die Idee von "Deine dunkle Seite" von Jaime Lynn Hendricks direkt zugesagt hat, musste ich anfangs doch etwas Zeit investieren, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch danach hat mir das Buch ...

Obwohl mir die Idee von "Deine dunkle Seite" von Jaime Lynn Hendricks direkt zugesagt hat, musste ich anfangs doch etwas Zeit investieren, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch danach hat mir das Buch eine gute Zeit beschert.
Besonders beeindruckt war ich von dem Schreibstil der Autorin. Im Gegensatz zu manch anderen Thrillern empfand ich ihn als nicht so steif, sondern flüssig und packend. Die Entscheidung, die Story aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen, hat mir ebenfalls gut gefallen, da dies zu einem tieferen Verständnis der Charaktere und ihrer Motivationen beigetragen hat.
Die Charaktere in der Geschichte sind vielschichtig und interessant gestaltet, auch wenn einige von ihnen sympathischer sind als andere. Es war spannend zu erfahren, was hinter ihren Geheimnissen steckt und warum der Täter gerade diese fünf Personen als Zielscheibe ausgewählt hat.
Die Spannung in der Handlung hat kontinuierlich zugenommen, auch wenn es für mich vereinzelt Momente gab, die sich etwas gezogen haben. Dennoch hat mich das Buch insgesamt gefesselt und mitgerissen.
Das Ende der Geschichte hat mich komplett überrascht. Die Auflösung war für mich absolut nicht vorhersehbar, was die Leseerfahrung umso spannender gemacht hat. Zudem war das Ende gut durchdacht und logisch aufgelöst, was ich als Leser sehr schätze. Insgesamt empfand ich das Ende als äußerst befriedigend.
Zudem war es durchaus cool, mal einen Thriller zu lesen, in dem Twitter miteinbezogen wird. Das hat dem Buch einen netten Touch verliehen.
"Deine dunkle Seite" würde ich besonders Lesern empfehlen, die neu im Thriller-Genre sind. Aber auch eingefleischte Thriller-Liebhaber werden sicherlich auf ihre Kosten kommen und die Geschichte genießen.
Alles in allem war es eine äußerst positive Leseerfahrung, und ich bin durchaus interessiert daran, weitere Werke von Jaime Lynn Hendricks zu entdecken.

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Veröffentlicht am 02.06.2024

Fesselnd!

Das Baumhaus
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Mit „Das Baumhaus“ hat Vera Buck einen packenden Thriller, mit toller Atmosphäre erschaffen.
Kurz möchte ich das Erscheinungsbild des Buches ansprechen, da mir sowohl das Cover als auch der Farbschnitt ...

Mit „Das Baumhaus“ hat Vera Buck einen packenden Thriller, mit toller Atmosphäre erschaffen.
Kurz möchte ich das Erscheinungsbild des Buches ansprechen, da mir sowohl das Cover als auch der Farbschnitt wirklich sehr gut gefallen haben.
Nun aber zu dem Geschriebenen.
Sofort ist mir der angenehme Schreibstil aufgefallen. Vera Buck hat es geschafft, mich mit ihrer Wortwahl, und ihren schön formulierten Sätzen sofort in die Geschichte hineinzuziehen. Durch die detaillierten Beschreibungen, die aber dennoch nicht zu lang sind, kann man sich die Szenerie sehr gut vorstellen. Zudem haben mir auch die verschiedenen Sichten zugesagt, da dies für Abwechslung sorgte.
Das Buch ist in drei Teile unterteilt, von denen mich der Erste am meisten überzeugen konnte. Die beiden weiteren Teile waren zwar ebenfalls durchaus spannend, dennoch gab es einige Momente, die sich für mich etwas gezogen haben. Zudem war ich doch etwas überrascht, dass die auf dem Klappentext beschriebene, Handlung rund um Fynn doch erst relativ spät beginnt. Aber der Weg dort hin hat mir gut gefallen.
Es war interessant zu lesen, wie sich die Geschichte entwickelt, wie mehr und mehr Geheimnisse ans Licht kommen.
Besonders gespannt war ich darauf, was Rosa eigentlich mit der ganzen Geschichte zu tun hatte. Und ich kann sagen, dass mich die Auflösung bzw. das Ende absolut nicht enttäuscht hat! Es klang alles logisch und sinnvoll, keine Fragen blieben unbeantwortet. Und ich kann auch sagen, dass ich das Ende nicht erahnen konnte. Was zeigt, dass es die Autorin schafft, einen in die Irre zu führen.
Jedoch muss ich ehrlich sagen, dass mir manche Ereignisse einfach zu schnell gingen. Man hätte manch andere Kapiteln etwas kürzen können, und dafür die paar wirklich wichtigen Geschehnisse etwas ausbauen können.
Zum Abschluss kann ich sagen, dass mich „Das Baumhaus“ durchaus gut unterhalten hat. Es hat Spaß gemacht, der Story und den Charakteren zu folgen, die übrigens toll ausgearbeitet und vielschichtig waren.
Besonders Leuten, die ihre Thriller eher mit weniger Blut mögen, könnte diese Geschichte eine gute Zeit bringen.
Ich hatte auf jeden Fall Interesse dran, noch ein weiteres Werk von Vera Buck zu lesen!

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