Cover-Bild Issa
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rowohlt
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Familienleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 12.03.2024
  • ISBN: 9783498003906
Mirrianne Mahn

Issa

Roman | "Eine eindrucksvolle Familiensaga. Ein lebensbejahendes Buch, das die Stärke von Frauen feiert." Freundin

Auf der Shortlist für den BücherFrauen-Literaturpreis 2025.

Eigentlich will Issa diese Reise gar nicht antreten. Schwanger sitzt sie im Flugzeug nach Douala, angetrieben von ihrer Mutter, die bei der bevorstehenden Geburt um das Leben ihrer Tochter fürchtet. In Kamerun, dem Land ihrer Kindheit, soll sie den heilsamen Weg der Rituale gehen, unter den Adleraugen ihrer Omas. Doch so einfach ist das alles gar nicht, wenn man in Frankfurt zu schwarz und in Buea zu deutsch ist. Der Besuch wird für Issa eine Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte und der Gewissheit, dass sowohl Traumata als auch der unbedingte Liebes- und Lebenswille vererbbar sind. 

Kunstvoll verwebt Mirrianne Mahn die Schicksale von fünf Frauen miteinander, deren Leben mehr als ein Jahrhundert auseinanderliegen und doch über die Linien kolonialer Ausbeutung und Streben nach Selbstbestimmung verbunden sind. Ein empowerndes, ein kraftvolles, ein eindringliches Debüt.

«Ein bewegendes und zutiefst berührendes Porträt einer Familie voller starker Frauen.» Daniela Dröscher

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Beeindruckend

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Was für ein Schatz ist dieses Buch! Es geht um mehrere Generationen starker Frauen, um das Frausein im Patriarchat, polygame Ehen, um Kamerun, Kolonialismus und Schwesternschaft.

Im Zentrum der Geschichte ...

Was für ein Schatz ist dieses Buch! Es geht um mehrere Generationen starker Frauen, um das Frausein im Patriarchat, polygame Ehen, um Kamerun, Kolonialismus und Schwesternschaft.

Im Zentrum der Geschichte steht Issa, eine junge Frau, die mit ihrer Mutter als junges Mädchen nach Deutschland ausgewandert ist. Ihre Mutter hatte einen Deutschen geheiratet, und so kam auch Issa ins kalte Deutschland, wo sie alles andere als eine einfache Jugend erlebte. Sie wurde in der Schule gemobbt und schaffte es dennoch allen Hindernissen zum Trotz eine sehr gute Schülerin zu werden.

Dann wurde Issa ungewollt schwanger, was sie zutiefst verunsicherte. Ihr Freund schien als Vater nichts zu taugen, auch wenn sie sich das selbst noch nicht eingestehen wollte, die Zukunft ungewiss und beängstigend!

Plötzlich bestand ihre Mutter darauf, dass sie nach Kamerun reisen solle, in das Land in dem sie geboren wurde , um sich dort Ritualen zu unterziehen, denen man sich vor der Geburt des ersten Kindes unterziehen musste, damit kein Unglück geschähe und das Kind womöglich sterben würde.

Issa glaubte eigentlich nicht an diesen Hokus Pokus, ließ sich aber auf die Reise ein. Es war ja auch eine gute Gelegenheit etwas Abstand zwischen sich und ihren Freund zu bringen, Zeit zum Nachdenken.

Und Issa kam in Kamerun an und wurde sogleich umringt von ihren Verwandten und ihren beiden Großmüttern. Sie konnte sich tatsächlich fallen lassen in die uralten Bräuche, die sich schräg anhörten, aber dann doch etwas mit der jungen Frau machten. Die Autorin beschreibt das alles so toll und lebendig mit einer Menge Humor, dass es großen Spaß gemacht hat in diese fremde Welt einzutauchen.

Außerdem gibt es Rückblicke in das Leben der vorherigen Generationen, Frauen die verheiratet wurden, die rechtlos in einem Haushalt unter Nebenfrauen lebten, die im Kolonialismus unter den Deutschen, den Franzosen und den Engländern ausgebeutet wurden. Zum Glück hat die Autorin neben den umfangreichen Erläuterungen zu afrikanischen Begriffen auch einen Stammbaum aufgeführt, sonst wäre ich mit den vielen Namen schnell überfordert gewesen. Mit dieser Hilfe am Buchende kann man der Geschichte aber wunderbar folgen.

Die im Buch beschriebenen 5 Frauen haben mich zutiefst beeindruckt mit ihrer Wärme, Tatkraft und Stärke. Ich habe Issa’s Identitätssuche unheimlich gerne begleitet und konnte ihre Ambivalenzen wirklich gut nachempfinden.

Die Geschichte entwickelte einen starken Sog, dem ich mich nicht einziehen konnte. Sowohl die Gegenwarts- als auch die Vergangenheitsperspektive haben mich gleichermaßen gefesselt und begeistert.

Von mir gibt es an dieser Stelle also eine große Empfehlung für dieses tolle Buch.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Highlight

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Ein Geschichte über Generationen von Frauen in Kamerun. Ich habe mitgefiebert, gelacht, Tränen verdrückt und war wütend. Und nicht zuletzt habe ich sehr viel gelernt.

Das Hörbuch ist besonders zu empfehlen, ...

Ein Geschichte über Generationen von Frauen in Kamerun. Ich habe mitgefiebert, gelacht, Tränen verdrückt und war wütend. Und nicht zuletzt habe ich sehr viel gelernt.

Das Hörbuch ist besonders zu empfehlen, die Autorin hat es richtig gut eingesprochen, was es noch näher macht.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

intersektionaler Feminismus at its best!

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Mirrianne Mahns Debütroman "Issa", erschienen im März 2024, ist ein beeindruckendes Werk, das die Geschichten von fünf Generationen starker schwarzer Frauen erzählt. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin ...

Mirrianne Mahns Debütroman "Issa", erschienen im März 2024, ist ein beeindruckendes Werk, das die Geschichten von fünf Generationen starker schwarzer Frauen erzählt. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin Issa, die schwanger von Deutschland nach Kamerun reist, um dort traditionelle Rituale zu durchlaufen und den Segen ihrer Ahnen für die bevorstehende Geburt zu erhalten. Diese Reise wird für sie zu einer intensiven Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte und ihrer eigenen Identität.
Mahn gelingt es in einer sehr berührenden Weise, die Lebenswege der Frauen der Familie zu schildern, die trotz zahlreicher Schicksalsschläge stets nach Selbstbestimmung und Heilung streben. Dabei werden Themen wie Kolonialismus, Rassismus und patriarchale Strukturen aufgegriffen, die das Leben dieser Frauen maßgeblich beeinflussen. Die Autorin legt dabei besonderen Wert auf eine afrozentrische Perspektive, indem sie die traditionellen Kulturen und Spiritualitäten Kameruns vor und nach der Kolonialzeit beleuchtet. Dem Buch gelingt es, die Stärke und den Zusammenhalt von Frauen in einer von patriarchalen Strukturen geprägten Welt hervorzuheben. Die Protagonistinnen kämpfen gegen Unterdrückung und für ihre Selbstbestimmung, wobei ihre Geschichten ein kraftvolles Zeugnis weiblicher Resilienz darstellen. Mahn selbst betont, dass sie mit "Issa" einen intersektional-feministischen Roman schaffen wollte, der unterhält und berührt, ohne dabei auf die Themen Rassismus und Kolonialismus reduziert zu werden.
Die Erzählweise des Romans zeichnet sich durch eine kunstvolle Verwebung der verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven aus, wodurch die LeserInnen tief in die Familiengeschichte eintauchen können. Die empathische und unaufgeregte Sprache ermöglicht es, die Ambivalenzen und Herausforderungen der Protagonistinnen authentisch darzustellen, ohne in Klischees oder Kitsch zu verfallen. Insgesamt ist "Issa" ein bewegendes und kraftvolles Debüt, das die Geschichten starker Frauen in den Mittelpunkt stellt und dabei eine afrozentrische Sichtweise einnimmt. Es regt zum Nachdenken über Identität, Zugehörigkeit und die Auswirkungen patriarchaler Strukturen an und bereichert die deutschsprachige Literaturlandschaft um eine wichtige Perspektive.

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Eine besondere Familiengeschichte

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Issa sitzt im Flugzeug nach Douala, denn ihre Mutter fürchtet um das Leben ihrer schwangeren Tochter. Deshalb soll sie in Kamerun, dem Land ihrer Kindheit, den heilsamen Weg der Rituale gehen. Doch während ...

Issa sitzt im Flugzeug nach Douala, denn ihre Mutter fürchtet um das Leben ihrer schwangeren Tochter. Deshalb soll sie in Kamerun, dem Land ihrer Kindheit, den heilsamen Weg der Rituale gehen. Doch während Issa in Frankfurt zu schwarz ist, ist sie in Buea zu deutsch. Issas Besuch bei ihrer Herkunftsfamilie gerät zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte.

Gekonnt verwebt die Autorin Mirriane Mahn das Leben der Frauen in fünf Generationen miteinander – und mit der Geschichte des Landes Kamerun seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit Issa erlebt der Leser das Eintauchen in die Rituale der Bevölkerung von Kamerun, so befremdlich für den deutschen Anteil in Issas Leben, so vertraut durch die Geschichte ihrer Vorfahrinnen in diesem Land. Der Autorin, selbst in Kamerun geboren und in Deutschland aufgewachsen, gelingt es, einfühlsam Issas Geschichte zu erzählen und dabei authentisch in jeder erzählten Szene zu bleiben. Issa reift dabei zu einer Frau, die zu sich selbst findet und so ihr Schicksal in die eigene Hand nimmt.

Dieses bemerkenswerte Debüt der Autorin möchte ich unbedingt weiter empfehlen. Sehr gerne vergebe ich alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 05.06.2024

hallt nach

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„Issa „ist der Debütroman der Schriftstellerin Mirrianne Mahn und er trifft mitten ins Herz.

Issa stammt aus Kamerun, lebt aber schon seit dem Kleinkindalter in einem kleinen Ort im Hunsrück. Ihre Mutter ...

„Issa „ist der Debütroman der Schriftstellerin Mirrianne Mahn und er trifft mitten ins Herz.

Issa stammt aus Kamerun, lebt aber schon seit dem Kleinkindalter in einem kleinen Ort im Hunsrück. Ihre Mutter heiratete einen Deutschen, der in Kamerun gearbeitet hat und sich in sie verliebte.
Schon als Grundschülerin bekommt Issa mit, dass sie „ anders „ ist. Sie erlebt Rassismus in all seinen Facetten. Auch die Erziehungsmethoden ihrer Mutter, die als Ärztin arbeitet, sind brutal. Sie schlägt sie, macht sie klein, Issas Selbstbewusstsein ist nicht groß. Als sie von ihrem Freund schwanger wird, der es ihr gegenüber auch an Respekt fehlen lässt, verlässt sie nach einem Streit mit ihrer Mutter Deutschland und geht in ihr Ursprungsland Kamerun, um sich Ritualen zu unterwerfen , die ihr eine gute Schwangerschaft und ein gesundes Kind bringen sollen. Issa weiß nicht, dass diese Reise für sie zu einem neuen Selbstbild führen wird.

Aus der Sicht verschiedener Frauen wird die Geschichte von den Frauen aus Issa‘s Familie erzählt, die bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zurückreicht. Die Autorin erzählt eine berührende Geschichte über Unterdrückung, Rassismus, Polygamie,Kolonialismus, seine Auswirkungen und immer wieder über die Schicksale der Frauen, die dieKonsequenzen dieser Themen erleben mussten.
Sie erzählt aber auch über Zusammenhalt, Frauenpower, Aufbegehren gegen das Patriarchat. Eine Welt aus Mythen und Ritualen, die mir fremd war,die ich aber auch sehr interessant fand.

Das Buch zeigt, dass man seinen Ursprung nicht leugnen kann und muss, sondern sich damit auseinander setzen sollte, um Frieden zu finden.

„Du Must in die Vergangenheit schauen, um die Gegenwart zu verstehen, damit du deine Zukunft gestalten kannst.“

Dieser Satz sagt soviel aus und trifft auf jeden von uns zu.

Mich hat dieses Buch sehr berührt, alle Gefühle der Gefühlsskala angesprochen, sowohl im negativen , wie im positiven Sinne und ich bin froh zu diesem Buch gegriffen zu haben, denn mir wäre ein tolles Leseerlebnis entgangen, hätte ich es nicht gemacht.

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