Sehr toll
Bridgerton – Der Duke und ichDaphne Bridgerton, die älteste Tochter einer angesehenen Familie soll heiraten. Einen Ehemann für die freundliche und familiennahe junge Dame zu finden sollte eigentlich kein Problem sein. Doch alle sehen ...
Daphne Bridgerton, die älteste Tochter einer angesehenen Familie soll heiraten. Einen Ehemann für die freundliche und familiennahe junge Dame zu finden sollte eigentlich kein Problem sein. Doch alle sehen in ihr nur den Kumpel und die zu ehrlich und eigenwillig zum Heiraten ist. Auch Simon Basset, der Duke of Hastings hat ein ähnliches Problem: ständig stellen Mütter ihm ihre Töchter vor, damit er sie heiratet. Doch Simon hat kein Interesse an einer Heirat. So schließen die beiden einen Pakt, sie spielen vor Simon sei an Daphne interessiert, so hätten sie beide etwas davon. Doch bald merken sie, es ist nicht alles gespielt.
Historische Bücher und Serien haben mich nie interessiert, doch aus Neugierde habe ich die Serie Bridgerton angefangen und war nach der ersten Folge begeistert und wollte dann auch das Buch dazu lesen. Samstags gekauft und als Zweitbuch begonnen, Donnerstags beendet. Das sagt ja wohl alles.
Da es mein erster Roman war, der in den 1800 Jahren spielt war vieles für mich Neuland. Ob es Sitten, Benimmregeln waren oder auch das Verhalten der Personen war, ich musste mich dran gewöhnen.
Daphne lebt in den 1800, so fand ich Dinge die sie tut in Ordnung, bei jedem Buch in unserer Zeit hätte ich es sehr fragwürdig gefunden. Ihre Gespräche und Geplänkel mit Simon oder ihren Geschwistern fand ich toll und sie war eine tolle Protagonistin.
Da ich die ersten Folgen der Serie bereits gesehen hatte, als ich das Buch angefangen habe, war noch alles frisch. Ich fand manche Gespräche besser ausgeprägt, als in der Serie, manches war auch länger als nötig, aber es wurde nie langweilig. Handlungen, wie dass Simon keine Kinder haben will habe ich durch das Buch nochmal besser verstanden. Auch Simons Kindheit hat mich bewegt und war wirklich gut geschrieben. Da die Serie schon sehr viel Nacktheit zeigt hatte ich es auch im Buch erwartet. Die Szenen waren jedoch gut verteilt so, dass es für mich nicht zu viel war.
Die Dialoge waren gelungen und haben mich dank der älteren Brüder öfters mal zum schmunzeln gebracht.
Von der Familie Bridgerton bekommt man einen guten ersten Eindruck. Mir hat nur gefehlt, dass sie andere Geschwister auch mal zu Wort kommen oder dass ihr Alter genannt wird. Dass Hyacinth 10 ist wurde öfters mal gesagt, bei anderen jedoch gar nicht.
Etwas gestört hat mich der Epilog. Dadurch dass der etwas später spielt wurde sehr gespoilert was noch passiert, so dass ich mir fast wünsche den nicht gelesen zu haben.
Ich bin selbst etwas erstaunt wie gut mir die Thematik und Setting gefällt so dass Daphne und Simons Buch nicht das letzte für mich ist.