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Veröffentlicht am 05.11.2024

Auch wer klein ist, kann Großes erleben!

Rhododendron
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Nach "Herr Elch", "Der Glücksverkäufer" und "Boris und der Ruf des Wassers" habe ich mich nun in die Welt kleiner Menschen begeben und in "Rhododendron" Davide Calì & Marco Paschetta eine entzückende Geschichte ...

Nach "Herr Elch", "Der Glücksverkäufer" und "Boris und der Ruf des Wassers" habe ich mich nun in die Welt kleiner Menschen begeben und in "Rhododendron" Davide Calì & Marco Paschetta eine entzückende Geschichte erleben dürfen. Die Botschaft dieses Buches ist wirklich wunderbar: Wenn dich dein Schicksal auf einen neuen Pfad schickt, dann mache daraus das Beste, anstatt immer nur zurück zu sehen. Erschaffe etwas Neues!

Der Autor und der Illustrator:

Davide Calì (geboren 1972 in der Schweiz) ist ein italienischer Autor und Illustrator von verschiedenen Bilderbüchern, Comics und Graphic Novels. Er schreibt vorwiegend für Kinder und Jugendliche. Seine Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt sowie in vielen Ländern veröffentlicht und feiern weltweit große Erfolge.

Marco Paschetta ist Illustrator sowie Cartoonist. Er arbeitet mit italienischen und ausländischen Verlagen und Zeitschriften zusammen. Außerdem unterrichtet er Illustration an der International School of Comics in Turin und bietet Workshops für Kinder und Jugendliche an.

Inhalt:

„Eines Morgens wacht Jakob auf und stellt fest, dass er geschrumpft ist. Anfangs versucht er, mit seinem Leben weiterzumachen, als wäre nichts gewesen. Aber schon bald wird die Lage so ernst, dass er sich zwischen den Grashalmen am Straßenrand verirrt. Erfolglos sucht er den Weg nach Hause, in der Hoffnung, eine Lösung für sein kleines Problem zu finden und sein altes Leben zurückzugewinnen. Doch das Schicksal gibt ihm die Möglichkeit, die Dinge aus einer neuen Perspektive zu sehen …
Diese abenteuerliche Geschichte zeigt, dass Veränderung, selbst wenn sie beängstigend ist, oft positive Wendungen bereithält und dass auch die kleinen Dinge von großer Bedeutung sein können.“ (Produktbeschreibung)

Gedanken zum Bilderbuch:

Das Cover zeigt einen kleinen Mann, der mit Leitern und Trittbrettern in einem Rhododendron ganz nach oben geklettert ist, um in die Blüte hineinzusehen. Die Größenverhältnisse, die im Buch dann auch noch eine besondere Rolle spielen, werden hier schon ganz deutlich. Was es damit genau auf sich hat, erfahren wir in der Geschichte.

Der Autor beschreibt mit wenigen Worten den Lebensweg von Jakob, der auf wundersame Weise immer kleiner wird und dadurch zunächst seine Arbeitsstelle verliert und dann auch noch sein zu Hause nicht mehr finden kann. Er rackert sich ab, versucht zurück zu gehen, doch verirrt sich immer mehr im Grün der Natur, bis er auf Flora trifft und sich ihrer beider Leben verändern.

Die Illustrationen beginnen dabei erst einmal recht natürlich, doch als Jakob in der Wildnis landet machen die Pflanzen dort fast den Eindruck, als seien sie aus Papier gefaltet. Die sich verändernden Größenverhältnisse hat der Illustrator dabei ganz wunderbar eingefangen und der Leser wird in eine spannende Überlebensgeschichte gezogen.

Fazit:

"Rhododendron" ist eine außergewöhnlich bebilderte Geschichte um das Streben nach dem Altbekannten. Aber auch der Suche nach einer Lösung und einem lebenswerten Leben. Es schließt mit dem Gedanken, dass Größe keine Rolle spielt, solange man sich der Liebe zuwendet und das Beste aus den Gegebenheiten macht. Denn manchmal führt das zu einer noch viel schöneren und vor allem friedvolleren Existenz.

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Veröffentlicht am 30.10.2024

Vieles und noch mehr über Moore

Moore sind wie Menschen, nur nasser
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Aus dem KATAPULT Verlag habe ich schon einige Bücher gelesen. Nicht nur diverse Karten-Bücher, sondern auch über die "Miese Krise" und "Wie man illegal einen Wald pflanzt". Oder die Bilderbücher "Die Tiefseetaucherin" ...

Aus dem KATAPULT Verlag habe ich schon einige Bücher gelesen. Nicht nur diverse Karten-Bücher, sondern auch über die "Miese Krise" und "Wie man illegal einen Wald pflanzt". Oder die Bilderbücher "Die Tiefseetaucherin" sowie "Juli und Ulf fliegen ins Weltall". In diesem Jahr erschien das Buch "Moore sind wie Menschen, nur nasser" von Swantje Furtak und Hans Joosten. Da ich bereits wusste, dass auch Moore für unser Klima sehr wichtig sowie ein großer CO2 Speicher sind, wollte ich gerne mehr darüber erfahren und war neugierig auf dieses Buch. Der KATAPULT Verlag nimmt bekanntlich kein Blatt vor den Mund und sagt schonungslos, was Sache ist. So auch in diesem Buch. Allerdings fiel es mir eher schwer dran zu bleiben und die wichtigsten Informationen für mich aus dem Text zu filtern.

Die Autoren:

Swantje Furtak ist freie Journalistin und Masterstudentin. Der Dreh eines Dokumentarfilms zum Thema Moor weckte ihr Interesse an eben jenem. Seitdem hat sie viele Menschen mit der gleichen Passion kennengelernt, in tropischen Sumpfwäldern geforscht sowie ihre Bachelorarbeit über Moor-Mikroorganismen geschrieben.

Hans Joosten war Generalsekretär der International Mire Conservation Group und als Berater tätig. Er klärte lokale Protagonisten, nationale Regierungen und weltweite UN-Organisationen zum Thema Moor auf und gewann 2021 den Deutschen Umweltpreis. 2022 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In Greifswald hat er die größte Moorbibliothek der Welt zusammengetragen.

Inhalt:

„Dass man keine Torferde für die Blumenkübel verwenden sollte und trockene Moore schlecht für das Klima sind, wissen mittlerweile die Meisten. Doch warum ist das eigentlich so? Swantje Furtak und Hans Joosten räumen in ihrem Buch mit zahlreichen Mythen auf und geben uns an die Hand, was wir wirklich wissen wollen: Wie kommen all die Leichen ins Moor? Wie komme ich da wieder raus? Gibt es Moore im Weltall? Und müssen wir Menschen wirklich verschwinden, wenn wir Moore schützen wollen? Aber vor allem zeigen sie eins: wie ein gutes Miteinander von Mensch und Moor funktionieren kann.“ (Produktbeschreibung)

Gedanken zum Sachbuch:

Das Cover gefällt mir richtig gut, denn es zeigt, wie schön das Moor ist und wie viel Spaß man auch hier haben kann – was es alles zu entdecken gibt. Es ist hauptsächlich in Grün- und Brauntönen gehalten gepaart mit ein paar weiteren Farbtupfern an passender Stelle. Das Format ist handlich und passt so auch unterwegs in die Tasche. Außerdem fühlt es sich natürlich an, da es keine Folienkaschierung oder dergleichen hat.

Zitat: „Während wir dachten, dass wir gewinnen – haben wir verloren.“ (Swantje Furtak & Hans Joosten: Moore sind wie Menschen, nur nasser. Seite 137)

Wie bereits beim Verlag bekannt, findet sich auch bei diesem Buch hin und wieder eine provokantere Sprache. Hier muss wohl jeder für sich entscheiden, was gefällt. Ich hatte bisher keine Probleme damit, allerdings wirkte es in diesem Werk ein wenig aufgesetzt. Aber auch hier störte es mich nicht sonderlich. Die kurzen Kapitel ermöglichen es dem Leser, das Buch immer mal wieder für kurze Zeit in die Hand zu nehmen und ein wenig darin zu lesen. Manchmal war der Text für mich aber etwas schwer verständlich und bei der ein oder anderen Grafik fehlte mir eine Erklärung, wozu sie dient oder es dauerte eine Weile, bis ich sie mir wirklich erschließen konnte. Das ist ungewöhnlich und kenne ich auch so von den oben erwähnten Büchern nicht.

Das Buch bietet viele kleine Informationen über Moore und geht auch darüber hinaus in die Weltgeschichte über oder politische Entwicklungen und Vorgehensweisen, vor allem wenn es in den Bereich des Klimaschutzes geht, welcher natürlich mit der Thematik der Moore einhergeht. Wie bereits zu Beginn erwähnt, konnte ich für mich verhältnismäßig wenig Wissen abspeichern. Woran das genau liegt kann ich nicht so recht greifen. Vielleicht an der Vielzahl an Themen und den doch eher knappen 200 Seiten dafür.

Fazit:

"Moore sind wie Menschen, nur nasser" bietet einen groben Überblick über die Moore, ihre Entstehung, wie sie im Verlauf der letzten Jahrhunderte von uns Menschen behandelt wurden und wie wichtig sie für unser Klima sind. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass mehr Informationen bei mir als Leser hängen bleiben würden. Hierfür muss man sich dann vielleicht doch noch mal ein weiteres Sachbuch heranholen.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Eine wichtige Berufsgruppe den Kindern näher gebracht!

Vicky möchte Hebamme werden
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Wer in den letztens Jahren Kinder zur Welt gebracht hat, der weiß wie wichtig der Beruf der Hebamme und wie schwer, eine Hebamme für die eigenen Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett zu finden ist. ...

Wer in den letztens Jahren Kinder zur Welt gebracht hat, der weiß wie wichtig der Beruf der Hebamme und wie schwer, eine Hebamme für die eigenen Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett zu finden ist. Immer weniger entscheiden sich dazu, den Beruf der Hebamme auszuführen, da es als selbstständige Tätigkeit beispielsweise nahezu unbezahlbar ist, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Ich hoffe da ändert sich in naher Zukunft etwas dran. Bis dahin ist es auf jeden Fall so wichtig, auch bereits den kleinsten Kindern den Beruf der Hebamme schmackhaft zu machen. "Vicky möchte Hebamme werden" von Anna Möllers ist ein Bilderbuch über einen der schönsten Berufe der Welt.

Die Autorin und Illustratorin:

Anna Möllers (geboren 1986) ist als Ergotherapeutin tätig. Seit 2022 ist sie außerdem Kinderbuchautorin sowie Illustratorin und kann so ihre Liebe zur Kreativität ausleben. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Münster.

Inhalt:

"„Papa, was machen Hebammen eigentlich ganz genau?“ Vicky träumt davon, später einmal Hebamme zu werden. Deshalb löchert sie ihren Papa mit Fragen. Zum Glück hat er viele Antworten parat und erklärt ihr, welche wichtige Rolle die Hebamme damals bei ihrer Geburt hatte, wofür Hörrohr und Mutterpass da sind und was für spannende Aufgaben sonst noch anfallen.
Ein farbenfrohes und informatives Bilderbuch über eine der schönsten Professionen der Welt. Für Kinder ab 3 Jahren."
(Produktbeschreibung)

Gedanken zum Bilderbuch:

Um ehrlich zu sein, hat mich das Cover nicht angesprochen. Die Farben wirken auf mich größtenteils trist und dunkel, die Zeichnungen eher altmodisch als modern. Sicherlich ist das Geschmacksache. Allerdings glaube ich, dass dieses Cover unter den vielen Büchern, die im Verlauf des Jahres so erscheinen, untergehen wird und damit auch die wichtige Thematik, die dieses Buch behandelt, nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

Die Autorin beschreibt in recht umfangreichem Text, was eine Hebamme so alles macht in ihrem Beruf. Als Rahmenhandlung dient dazu das Mädchen Vicky, welches mit ihrem Vater über den Beruf spricht, nachdem sie davon im Kindergarten von ihrer Erzieherin gehört hat. Die Farben der Illustrationen im Buch sind dabei heller gehalten als noch auf dem Cover und Vicky bekommt eine offene Haltung und einen Interessierten Blick auf die Welt auf den Leib geschneidert.

Auf knapp 40 Seiten bekommt der Leser alle wichtigen Punkte zum Beruf der Hebamme vermittelt. Wo kann sie Arbeiten? Was macht sie genau? Wie hilft sie den werdenden Müttern? Wie hilft und unterstützt sie frisch gebackene Eltern mit ihren Neugeborenen?

Besonders gut hat mit gefallen, dass hier mal nicht eine Frau die Fragen des Mädchens beantwortet, sondern der Vater. Vielleicht wäre es dann auch gar kein so großer Schritt gewesen, alle Geschlechterklischees zu sprengen und einem Jungen den Beruf der Hebamme schmackhaft zu machen. Oder auch zu zeigen, dass ein Mann ebenfalls als Hebamme arbeiten kann, auch wenn die Berufsbezeichnung das nicht vermuten lässt.

Fazit:

"Vicky möchte Hebamme werden" ist ein informatives Bilderbuch über den Beruf der Hebamme. Aus der Geschichte geht ganz deutlich hervor, wie wundervoll der Beruf ist und wie wichtig. Ich hoffe es erreicht trotz der etwas altmodischen Zeichnungen viele kindliche Leser. Diversität ist übrigens auch viel im Buch zu finden.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Humorvolle und leichte Lektüre für zwischendurch

Valentina Amor. All you need is love (oder so)
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Von der Autorin Sarah M. Kempen hatten wir bereits das Glück, ihre magische Reihe "Akademie Fortuna" kennenzulernen, die vor Humor und gleichzeitig Tiefe nur so strotzt. Nun hatte ich die Gelegenheit auch ...

Von der Autorin Sarah M. Kempen hatten wir bereits das Glück, ihre magische Reihe "Akademie Fortuna" kennenzulernen, die vor Humor und gleichzeitig Tiefe nur so strotzt. Nun hatte ich die Gelegenheit auch ihr neues Jugendbuch "Valentina Amor – All you need is love (oder so)" lesen zu können. Hier erwartet uns eine witzige Geschichte über die verschiedenen Varianten von Liebe, mit Protagonisten aus der Götterwelt und den liebevollen aber oft etwas missglückten Versuchen einer Liebesgöttin in Ausbildung, die allen beweisen will, was sie drauf hat.

Die Autorin:

Sarah M. Kempen (geboren 1992) wollte schon immer Kinderbuchautorin werden, so musste sie niemals erwachsen werden. Sie studierte an der Akademie für Kindermedien. Heute schreibt sie Filme und Bücher für Kinder. Hierbei liebt sie es, sich außergewöhnliche Namen auszudenken.

Inhalt:

„Liebe ist das Beste, was es gibt! Zumindest für Valentina. Schließlich ist sie die Tochter von Liebesgott Amor höchstpersönlich. Und sie kann es kaum erwarten, ihre Ausbildung zur vollwertigen Liebesgöttin zu beginnen. Als Amor plötzlich ausfällt, bekommt Valentina ihre Chance: Sie soll an einer Schule zwei Teenager zusammenbringen. Nichts leichter als das, glaubt Valentina. Sie weiß nämlich alles über die Liebe! Nur leider nichts über Sterbliche. Und sie ahnt auch nicht, wie kompliziert, peinlich und voller göttlicher Fettnäpfchen die erste Liebe sein kann. Doch sie kriegt das hin … oder?“ (Produktbeschreibung)

Gedanken zum Jugendbuch:

Ehrlich gesagt hat mich das Cover nicht allzu sehr angesprochen. Zu sehen ist ein blondes Mädchen, welches oberhalb eines Kamins abgebildet ist. Die Proportionen erscheinen mir hierbei etwas unpassend. Darum herum wimmelt es vor Blumen die in Pink-, Lila- und Gelbtönen gehalten sind. Einzelne Elemente wie eine Violine, eine Taube, Herzen, Pfeil und Bogen sind außerdem wild verteilt und geben Hinweise auf die Handlung. Die erste Auflage besitzt einen wunderschön blumigen Farbschnitt.

Ich brauchte ein bisschen, um in die Geschichte rein zu finden, da die Erzählweise doch sehr distanziert ist. Valentina wächst nicht unter Menschen aus, kennt sich also nicht ganz so gut mit den Gepflogenheiten auf der Erde aus. Das ist jetzt kein neues Thema, aber eines, was immer zu witzigen Situationen innerhalb einer Story führen kann und mich ein wenig an die Reihe Luzifer Junior erinnerte. Immer an Valentinas Seite ist ihre Möwe, die nicht ganz so treu zu ihr steht, wie man es erwarten würde.

Die Autorin erschafft hier eine Götterwelt voller Neid und Missgunst. Das stachelt Valentina dazu an, endlich mit ihrer Ausbildung zur Liebesgöttin beginnen zu wollen, um dazu zu gehören. Dadurch wird sie in ihrem Handeln unvorsichtig. Es geschehen ihr Missgeschicke, nicht nur, weil sie von Natur etwas tollpatschig ist. Die Gesellschaft der Götter macht sie dazu. Sie befeuert ihre Impulsivität und ihren Tatendrang.

Zitat: „Damit man sich verliebt, muss man von einem Liebespfeil getroffen werden. Der weckt die richtigen Gefühle, und man merkt, dass das jetzt richtig echt Liebe ist. Schwärmen kann man theoretisch jeden Tag für wen anders, sich verlieben aber nicht.“ (Sarah M. Kempen: Valentina Amor – All you need is love (oder so). Schneiderbuch Verlag, Hamburg 2024, Seite 83-84)

Besonders gut an dem Buch hat mir gefallen, dass die verschiedensten Arten zu lieben beschrieben werden. Wen man liebt, wie man liebt und was man selbst braucht, kann dabei für jeden Menschen anders sein. Dabei wird ganz deutlich, dass in der Götterwelt das alles ganz normal ist, während in der Welt der Menschen viel zu viel Aufhebens – und zu oft negativ – darüber gemacht wird.
Ein weiteres Thema des Buches ist das des Mobbing an der Schule und hier sind auch nicht die Götter gefeit. Während in der Menschenwelt die Angst, seine Gefühle zu offenbaren und damit einen guten Freund zu verlieren, thematisiert wird, geht es in der Welt der Götter um den unfreundlichen und missgünstigen Umgang unter Gleichgesinnten.

Fazit:

"Valentina Amor – All you need is love (oder so)" ist eine nette, dabei vielleicht ein wenig vorhersehbare Geschichte für zwischendurch. Bei der Thematik hätte ich mir ein wenig mehr Emotionalität in der Erzählung und vor allem von Valentina gewünscht. Sie geht doch sehr verkopft an die Sache heran, wo sie doch ein zutiefst romantisches Mädchen ist. Auch die Charaktere blieben etwas blass und oberflächlich, was natürlich an der eher geringen Anzahl der Seiten liegt, ich hätte durchaus mehr von allen gelesen. Dennoch wurde ich spätestens ab der zweiten Hälfte des Buches mitgerissen und hatte Spaß am Lesen. Ich glaube, das Buch eignet sich sogar besser für Kinder unter 14 Jahren. Oder richtet sich vielleicht an all jene, die kurze Geschichten lieber lesen.

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Nichts wie ab an die See!

Ostsee for kids
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Der World for kids Verlag hat bereits eine Reihe an Kinderreiseführern herausgebracht. Zuletzt hatte ich mir "Schottland for kids" näher angeschaut und nun habe ich "Ostsee for kids" ein wenig unter die ...

Der World for kids Verlag hat bereits eine Reihe an Kinderreiseführern herausgebracht. Zuletzt hatte ich mir "Schottland for kids" näher angeschaut und nun habe ich "Ostsee for kids" ein wenig unter die Lupe genommen. Da wir im Sommer nach Rügen verreisen, bot sich das super an und ich hoffe, dass auch meine Kinder bis dahin einen Blick in dieses Büchlein geworfen haben werden, um ein wenig über Land und Leute zu erfahren. Vom Leben am manchmal unberechenbaren Meer, über die Fischerei und das Essen, sowie Tiere und Pflanzen die sich dort am Liebsten tummeln, bis hin zu den Wikingern, die hier einst ihren Handel betrieben haben, gibt es einiges zu erfahren. Es handelt sich übrigens hierbei um eine überarbeitete Neuauflage.

Die Autorin und die Illustratorin:

Britta Schmidt von Groeling ist Autorin sowie Verlagsgründerin von World for kids. Sie liebt es, die Welt zu bereisen und so lagen die Kinderreiseführer nicht fern. Da sie selbst vergeblich nach passenden Reiseführern für ihre eigenen Kinder gesucht hatte, war schnell die Idee einer eigenen Reihe geboren. Die Verlegerin und Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Berlin.

Britta Bolle hat die Hauptfigur Kim, welcher in der Buchreihe immer ein lokales Kind an die Seite gestellt wird, zum Leben erweckt. Sie studierte Illustration und spezialisierte sich auf Kinderbücher. Mit ihrer Familie wohnt sie in Nordrhein-Westfalen.

Inhalt:

„In Ostsee for kids werden alle Kinderfragen rund um die Ostsee und die hiesigen Tiere, Pflanzen und Leckereien beantwortet. Dazu spannende Geschichten über Schlittenfahrten über die zugefrorene Ostsee und die Wikingerzeit. Kurzum das, was Kinder wirklich interessiert. Wie funktioniert eine Flaschenpost? Welche Quallen sind gefährlich? Was machen die Schafe auf den Deichen? Und was war die Hanse?
Lern‘ die Ostsee aus Kinderaugen kennen! Der liebevoll illustrierte Reiseführer Ostsee for kids ist der perfekte Reisebegleiter und bringt vor, während und nach der Reise eine Menge Spaß und Beschäftigung. Auch die zweite, stark erweiterte und überarbeitete Auflage des beliebten Reiseführers für Kinder ist genau das Richtige, um Kindern die Geheimnisse der Ostsee näher zu bringen.“ (Produktbeschreibung)

Gedanken zum Kinderreiseführer:

Auf dem Cover sehen wir die Hauptprotagonistin Kim, deren Reise diesmal an die Ostsee führt. Ihre gelbe Kapuze und die ebenfalls gelbe Latzhose erinnern an den Friesennerz, der ganz typisch für Nord- und Ostsee ist. In der einen Hand hält sie stolz einen Fisch, in der anderen ein Netz, in welchem Seesterne und Muschel zu finden sind. Im Hintergrund sehen wir die See mit Schiff und einigen Heißluftballons am Himmel (die ich persönlich an der Ostsee noch nicht wirklich wahrgenommen habe). Tierfreunde könnten gegebenenfalls Anstoß am toten Fisch und den gefangenen Seesternen sowie Muscheln finden.

Der Schreibstil der Autorin ist gut verständlich und man hat das Buch in Windeseile durchgelesen. Es ist in acht Abschnitte untergliedert: Leben, Tiere, Fischer und ihre Fischkutter, Geschichte der Ostsee, Essen und Trinken, Typisch Ostsee, Nützliche Bäume und Pflanzen sowie Orn der Wikinger. Neben den vielen Schilderungen der Autorin über Land und Leute finden sich einige aussagekräftige Illustrationen, die das Erzählte nochmals bildlich darstellen. Außerdem hat der Text kleinere Hervorhebungen, als hätte jemand mit dem Textmarker schon mal seine wichtigsten Stichpunkte markiert. So lassen sich die vielen Informationen auch schnell nochmals wiederfinden.

Was mir ein wenig gefehlt hat, waren ein paar konkrete Sehenswürdigkeiten, die man besuchen könnte. Sicherlich ist das bei der großen, weiten Ostsee nicht ganz einfach. Aber dennoch hätte ich mir hier und da ein paar Tipps gewünscht. Ich hätte meinen Kinder nämlich auch gerne einen Reiseführer in die Hand gedrückt, in welchem sie sich das ein oder andere Ausflugsziel aussuchen könnten, um sie bestmöglich in die Reiseplanung einbeziehen zu können.

Fazit:

"Ostsee for kids" bringt den Kindern einige Informationen zu der Lebensweise an der See sowie der Geschichte zur Ostsee näher. Mit diesem Buch können sicherlich einige Fragen beantwortet werden, die sich den Kindern im Laufe eines Urlaubs an der Ostsee stellen. Wer aber konkrete Ausflugsziele sucht, der muss sich dann doch umfangreichere Reiseführer für Ostsee zulegen, oder auch direkt zum eigenen Zielort (was bei uns beispielsweise Rügen wäre).

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