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Veröffentlicht am 16.06.2024

Ein Frisör hats schwör! Außer Seniorin Leah Page hat ein Wörtchen mitzureden

Zu Tode frisiert
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Meine Inhaltsangabe:
Ohne dass jemand etwas mitbekommen hat, wird mitten in Millies Friseurladen ein Mann ermordet, erdrosselt mit dem Kabel der Haarschneidemaschine. Inspector Dowling verdächtigt mangels ...

Meine Inhaltsangabe:
Ohne dass jemand etwas mitbekommen hat, wird mitten in Millies Friseurladen ein Mann ermordet, erdrosselt mit dem Kabel der Haarschneidemaschine. Inspector Dowling verdächtigt mangels anderer (und wohl auch mangels Verstand) direkt mal die Friseurin selbst. Die fragt Leah Page um Hilfe, wozu die Hobbyermittlerin sich nicht zwei Mal bitten lässt und natürlich sind auch Betty und Ruth, Leahs Freundinnen, mit von der Partie. Nachdem sie erst einmal herausgefunden haben, wer der nicht in Old Alley Town ansässige Tote überhaupt ist, tut sich eine Spur nach der anderen auf und es stellt sich heraus, dass das Opfer ein echter stinkstiefeliger Geizkragen war, der mehr als nur ein paar Feinde hatte. Der Inspector lässt Leah notgedrungen (sie hat ihn in der Hand) mitermitteln. Die hat nebenbei noch Familienprobleme mit ihrer Tochter am Hals und steht zudem kurz vor der Aufklärung, wer denn nun ihr heimlicher Verehrter Booklover72 ist. Ganz schön viel Trubel für eine Frau in den Siebzigern. Zum Glück bringen ihre beiden Wellensittiche Mr. Welli und Peachy Leah zwischendurch immer wieder auf andere Gedanken.

Mein Eindruck:
Nachdem ich Band 2 super schnell weggelesen habe war klar, dass ich mir sofort und nahtlos Band 3 einverleiben werde. Schon allein, weil ich endlich wissen wollte, wer dieser mysteriöse Booklover72 ist (und so viel kann ich verraten: jetzt weiß ich es!). Mir gefällt, dass es immer dieselben Personen sind, die hier eine Rolle spielen, dass aber auch immer jemand neues dazu kommt. So wird es nicht langweilig und man lernt so nach und nach gefühlt ganz Old Alley Town kennen. Ich muss sagen, dass sich mittlerweile Betty, eine von Leahs Freundinnen, für mich als klarer Favorit herausgespielt hat. Ich mag ihre umwerfend direkte und staubtrockene Art sehr. Nicht warm werde ich hingegen mit Inspector Dowling, der für meinen Geschmack auch deutlich zu überspitzt dargestellt ist. Das ist mir deutlich to much und ich würde mir wünschen, dass er ein bisschen runterkommt. Er darf gerne eine Arschgeige bleiben, das bringt Pfeffer in das Ganze. Für mich kommt er aber immer mehr wie zwei Personen in einer rüber, weil er seine Art ständig ändert. Das finde ich ein Stück weit anstrengend und unglaubwürdig. Natürlich sind auch Peachy und Mr. Welli, Leahs entzückende Wellensittiche, mit von der Partie und sorgen für so manchen Lacher. Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr ansprechend, ich rausche durch das Buch, fühle mich durchweg kurzweilig unterhalten und hatte am Ende direkt Lust auf Band 4 (der erscheint aber wohl erst nächstes Jahr). Fazit: Rundum gelungen und wirklich cosymäßig unterhaltsam. 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.06.2024

Drei Seniorinnen, zwei Wellensittiche und ein Mord

Tödlicher Smoothie
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Meine Inhaltsangabe:
The Beauty E, ein Internetsternchen mit vielen Fans, gibt sich in Old Alley Town die Ehre mit einem öffentlichen Auftritt. Der Ort ist ganz aus dem Häuschen. Jedoch nur, bis die junge ...

Meine Inhaltsangabe:
The Beauty E, ein Internetsternchen mit vielen Fans, gibt sich in Old Alley Town die Ehre mit einem öffentlichen Auftritt. Der Ort ist ganz aus dem Häuschen. Jedoch nur, bis die junge Frau am nächsten Morgen tot aufgefunden wird, vergiftet durch einen mit Tollkirschen versetzten Smoothie. Während Inspector Dowling mal wieder die falsche Person verdächtigt, ist für Leah und ihre beiden Freundinnen Betty und Ruth klar: sie müssen die Ermittlungen übernehmen und den Fall lösen. Sie haben mehrere Verdächtige im Fadenkreuz, einer davon wird dann auch noch ermordet. Sie haben es also offensichtlich mit einem kaltblütigen Mörder zu tun. Doch wer ist es? Während Dowling völlig im Dunklen tappt, befinden sich die drei Seniorinnen schon längst auf der Zielgeraden und Leah gerät bald selbst in große Gefahr.

Mein Eindruck:
Nahtlos geht es weiter mit dem kurzweiligen CosyCrime aus Old Alley Town in den Cotswolds. Voller Elan, mit Klugheit und einer gehörigen Portion Unverfrorenheit stellen die drei Freundinnen ihre Nachforschungen an. Dabei kann jede von Ihnen mit ihrer jeweiligen unverwechselbaren Art sich perfekt einbringen und sorgt für so manchen Schmunzler. Genauso wie Leahs beide Wellensittiche, Mr. Welli und Peachy. Die ermitteln zum Glück nicht mit (das wäre dann doch zu hanebüchen), sorgen aber für lustige Szenen und sind vor allem für die Witwe Leah ein Lichtblick in ihrem Leben. Die hat übrigens immer noch nicht herausgefunden, wer der charmante Booklover72 ist, mit dem sie sich seit längerem schreibt und ermittelt daher nicht nur im Mordfall, sondern auch in der Aufdeckung dieses Rätsels. Mir gefällt der Schreibstil sehr, da er richtig gut zu lesen ist. Kurzweilig, unterhaltsam, leicht, fröhlich, mitunter auch spannend und einfach gut zum selbst Miträtseln. Die Auflösung war dann wieder sehr passend und schlüssig. Die Figuren sind bildhaft beschrieben, jede mit ihren eigenen Macken und Eigenschaften, so dass man sich alle sehr gut vorstellen kann. Inspector Dowling ist weiterhin ein unglaublich ekliger Depp, bei dem aber zwischendurch auch kleine, nettere Momente aufblitzen. Vom Grundsatz her ist natürlich alles weit weg von der Realität, was mich aber gar nicht stört, weil es hier einfach passt. Ein CosyCrime, wie er sein sollte: leicht, lustig, unterhaltend, kurzweilig. Wer seriöse, ernste Kriminalfälle mit Hand und Fuß bevorzugt, soll einfach um CosyCrime einen Bogen machen. Mir gefällt´s, daher 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Frankenstein oder der Moderne Prometheus. Coolgruseliger Reihenauftakt

Prometheus Highschool 1: Wie man ein Monster zum Leben erweckt
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𝙈𝙚𝙞𝙣𝙚 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩𝙨𝙖𝙣𝙜𝙖𝙗𝙚:
Athena stiftet ständig Unruhe, lässt Dinge explodieren, fackelt fast Häuser nieder und ist permanent am Forschen und Experimentieren. Eines Tages erweckt sie nicht nur den verstorbenen ...

𝙈𝙚𝙞𝙣𝙚 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩𝙨𝙖𝙣𝙜𝙖𝙗𝙚:
Athena stiftet ständig Unruhe, lässt Dinge explodieren, fackelt fast Häuser nieder und ist permanent am Forschen und Experimentieren. Eines Tages erweckt sie nicht nur den verstorbenen Nachbarskater Erwin durch ein Experiment zum Leben, sondern auch die Aufmerksamkeit der sog. Schöpfer. Das sind Lehrkräfte an der Prometheus Highschool, an der Kindern der Umgang mit dem Tod bzw. die Bezwingung dessen beigebracht wird. Athena ist begeistert, als sie auf dem alten, maroden Schiff (dort ist die Schule nämlich untergebracht) ankommt. Doch bald langweilt sie sich im Anfängerunterricht, eckt wie auch in ihrem bisherigen Leben bei ihren Mitschülern an und macht daher heimlich wieder einmal ihr eigenes Ding. Als dann aber Leichenteile an Bord verschwinden, ein Bluthund auf der Jagd ist und das aus magischen und technischen Wesen bestehende Schulpersonal zu Schaden kommt, muss Athena einsehen, dass man gemeinsam immer stärker ist, als allein.

𝙈𝙚𝙞𝙣 𝙀𝙞𝙣𝙙𝙧𝙪𝙘𝙠:
Die Sinnhaftigkeit einer Schule, die Kindern beibringt, den Tod dergestalt zu besiegen, dass sie aus Leichenteilen Geschöpfe zum Leben erweckt, muss man bei diesem Buch einfach mal außenvor lassen. Gelingt das, erlebt man ein durchaus spannendes, fantasievolles und teilweise ziemlich gruseliges Abenteuer mit einer Menge bunter, vielfältiger Charaktere. Athena selbst sticht da in meinen Augen gar nicht so sehr heraus, ich empfinde sie als eher unsozial und wenig sympathisch. Das ändert sich, als sie Freundschaft mit dem an den Rollstuhl gefesselten, sehr pfiffigen Godfrey schließt. Er hat einfach einen guten Einfluss aus Athena und er ist einer meiner Lieblingsfiguren. Genauso wie Marceline, die erst zum Ende hin so richtig zum Einsatz kommt. Teilweise dachte ich mir: wow, das ist aber schon heftig, da doch sehr viele Leichtenteile und der Umgang mit diesen vorkommen. Und auch, weil das Gefühlsleben der Schöpfungen sehr bildlich beschrieben wurde und in mir eine große Welle Mitleid ausgelöst hat. Für eher ängstlichere Kinder also mit Vorsicht zu genießen bzw. bin ich mir nicht sicher, ob das für Kinder ab 10 Jahren tatsächlich schon das Richtige ist. Es kommt aber wirklich viel Spannung auf, ich habe mitgefiebert und mir gefiel, wie sich die Dynamik im Buch im Lauf der Geschichtet änderte. Wo anfangs noch Abneigung und Misstrauen und damit ein ziemliches Chaos herrschte, entstand ein schönes Miteinander und Freundschaften, was dann dazu führte, dass alles gut wurde. Damit ist die Botschaft dieses Buches schon mal sehr schön. Wenn auch gruselig verpackt, gespickt mit vielen Leichenteilen und nicht immer was für zarte Seelen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie diese Reihe weitergeht und vergebe sehr gute 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Wer hat Hamster Leopold geklaut? Karla ermittelt in ihrem 1. Fall

Klarer Fall für Karla
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Meine Inhaltsangabe:
Karla ist diese Woche dran, sich um den Klassenhamster Leopold zu kümmern. Und sie ist sich auch ziemlich sicher, nach der Reinigung des Käfigs die Käfigtüre geschlossen zu haben. ...

Meine Inhaltsangabe:
Karla ist diese Woche dran, sich um den Klassenhamster Leopold zu kümmern. Und sie ist sich auch ziemlich sicher, nach der Reinigung des Käfigs die Käfigtüre geschlossen zu haben. Doch Leopold ist weg und alle in der Klasse machen Karla dafür verantwortlich. Die will ihre Unschuld beweisen und hat auch schon einen Anhaltspunkt entdeckt, dass Leopold nicht einfach ausgebüxt, sondern gestohlen wurde. Doch von wem? Sie hat auch schon zwei Klassenkameraden in Verdacht, ihr fehlen nur noch die Beweise. Zusammen mit Schulfreund Louis macht sich Karla daran, im Hamster-Fall zu ermitteln und deckt irgendwann Ungeheuerliches auf.

Mein Eindruck:
Ein kurzweiliger, spannender Kinderkrimi rund um die Schülerin Karla, ihre Klassenkameraden und natürlich Hamster Leopold ist das. Die 15 Kapitel verteilen sich auf 147 Seiten, sind also jeweils schön kurz und damit auch für noch nicht ganz so geübte Lesende geeignet. Es gibt sich immer wiederholende s/w-Illustrationen (kleine Fingerabdrücke und Fußspuren sowie bei jedem neuen Kapitel ein größeres Bild, auf dem Karla zusammen mit ihrem Kater Nepomuk sitzend vor ihrer Ermittlungspinnwand zu sehen ist) und die Seitenzahlen sind jeweils mit einer Detektivlupe abgebildet. Das gefällt mir gut, auch wenn ich verschiedene Illustrationen immer schöner finde, weil sie einen noch tiefer in die Story eintauchen lassen. Doch auch so ist das Buch wirklich hübsch aufgemacht. Die Story selbst ist abwechslungsreich, spannend und erst zum Ende hin kommt man vielleicht selbst auf die Lösung. Karla geht viele Wagnisse ein, um ihren Fall zu lösen und die sind manchmal nicht ganz ohne. Vor allem bei der Szene mit dem ausgelösten Feueralarm und dem unbefugten Sichten von Videoaufnahmen hätte ich mir im Nachhinein Konsequenzen für Karla gewünscht, damit die jungen Lesenden sich das nicht als Vorbild nehmen. Gerade bei Kinderbüchern finde ich diesen Aspekt schon auch wichtig. Es gibt ein Happy End, was ich schön finde und mir gefielen der sehr gut zu lesende Schreibstil, die Illustrationen, sowie Idee und Umsetzung. Da der Kater Nepomuk auf Cover und den großen Innenillustrationen zu sehen ist, hätte ich mir mehr von ihm gewünscht. Aber es ist ja erst der Anfang einer Reihe und vielleicht kommt da ja noch was diesbezüglich. Für detektivliebende junge Lesende von ca. 8 bis ca. 11 oder 12 Jahren ein schöner Einstieg in eine neue Reihe und allemal kurzweilig und spannend. 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.05.2024

Eine verschwundene Leiche, eine Schatzsuche und viele Antiquitäten

Mord im Antiquitätenladen
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Meine Inhaltsangabe:
Siggi betreibt einen Antiquitätenladen in der Eifel. Der mehrfach Geschiedene führt ein eher beschauliches Leben mit Hund und ab und zu Angeln am See mit Kumpel Kurt. Das ändert sich ...

Meine Inhaltsangabe:
Siggi betreibt einen Antiquitätenladen in der Eifel. Der mehrfach Geschiedene führt ein eher beschauliches Leben mit Hund und ab und zu Angeln am See mit Kumpel Kurt. Das ändert sich schlagartig, als er eines Tages in seinem Laden einen Toten vorfindet. Siggi ist geschockt, rennt raus und ruft die Polizei. Als die eintrifft, stellen sie fest: kein Toter weit und breit! Weder sie glaubt dem armen Siggi und auch sein Kumpel Kurt macht sich eher lustig über die Situation. Gut, dass es da noch Kunstexperte und Freund Anton gibt, der Siggi beisteht. Gemeinsam mit ihm und seiner neuen, unverhofften Putzkraft Doro ermittelt er nun also in Sachen Mord ohne Leiche. Wobei er noch nicht weiß, ob er Doro überhaupt trauen kann, kam er doch in den Genuss ihrer Putzdienste, wie die Jungfrau zum Kinde. Was ein Teil einer alten Tapisserie, ein verborgener Schatz und der Garten eines Anwesens für eine Rolle spielen, finden die drei nach und nach heraus.

Mein Eindruck:
Wer kennt ihn nicht, den gemütlichen, jeden duzenden 80-Euro-Waldi, der Frauen jeden Alters mit „Engelsche“ betitelt? Er hat in seinem Antiquitätenladen-Leben sicherlich einiges erlebt, also warum nicht ein Buch darüber schreiben? Oder genauer: einen Krimi. Der kommt genauso humorvoll und locker daher, wie sein Ideengeber und gefällt mir tatsächlich sehr gut. Nun ist es aber beileibe nicht so, dass Waldi den alleine geschrieben hat, er hatte tatkräftige Unterstützung von der Autorin Miriam Rademacher, was wahrscheinlich auch gut so ist, da sie diejenige mit Schreiberfahrung ist, was man am sehr gut zu lesenden, bildhaften Schreibstil deutlich erkennt. Das Setting ist natürlich vor allem rund um den Antiquitätenladen, so bleibt ein bisschen Fachgeplänkel nicht aus, aber immer in Maßen, so dass es nicht zu trocken wird. Das geht auch kaum, da es sich um einen sehr humorvollen Krimi handelt mit zwar teilweise klischeebehafteten Charakteren (Polizeibeamter, der eher tumb gezeichnet ist, ein fauler, aber liebenswerter Hund, eine undurchsichtige, attraktive Frau, die aus dem Nichts auftaucht, Figuren aus dem Rotlicht- und kriminellen-Milieu,…), aber dennoch äußerst lesenswert und kurzweilig. Das Ende war dann für mich tatsächlich überraschend, aber auch nachvollziehbar. Ist es ein seriöser, fesselnder Krimi mit Hand und Fuß? Nein. Dafür ist es gute Unterhaltung mit Rätselraten, etwas Antiquitätenwissen und durchaus einer Story, die sich sehen lassen kann. Mir hats gut gefallen, ich bin schnell durch das Buch gerauscht, mochte Schreibstil, Setting und Idee sehr. Daher 4/5 Sterne.

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