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Veröffentlicht am 13.04.2020

Entwicklung einer Freundschaft

Drei Frauen am See
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Friederike, Alex, Marie und Jule sind seit ihrer Kindheit befreundet gewesen, aber vor 10 Jahren haben sich ihre Wege nach einem erbitterten Streit getrennt.
Nun ist Marie gestorben und vererbt ihren ehemaligen ...

Friederike, Alex, Marie und Jule sind seit ihrer Kindheit befreundet gewesen, aber vor 10 Jahren haben sich ihre Wege nach einem erbitterten Streit getrennt.
Nun ist Marie gestorben und vererbt ihren ehemaligen Freundinnen das Haus am See, in dem sie zusammen viele Sommer verbracht haben. Die restlichen Freundinnen müssen aber als Bedingung die nächsten 3 Jahre Pfingsten zusammen dort verbringen.
Als Leser erfährt man aus allen 4 Perspektiven die Entwicklung der Freundschaft.
Ich fand die Geschichte spannend und interessant bis man den Grund für das Zerwürfnis erfährt. Danach fand ich sie einfach nur noch voraussehbar und langweilig. Alles passiert so wie Marie und ihre Frau es geplant hatten. Marie kannte alle ganz genau, und selbst das Essen war komplett vorausgeplant. Ein paar Rituale sind ja ganz schön, aber das war mir am Ende echt zu viel.

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Veröffentlicht am 10.03.2020

lebendige Geschichte

Die brennenden Kammern
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Der Roman von Kate Moss spielt im 16. Jahrhundert kurz vor dem Ausbruch der Hugenottenkriege in Frankreich.

Minou Joubert ist mit ihren 2 kleineren Geschwistern in Carcassonne aufgewachsen. Nach dem Tod ...

Der Roman von Kate Moss spielt im 16. Jahrhundert kurz vor dem Ausbruch der Hugenottenkriege in Frankreich.

Minou Joubert ist mit ihren 2 kleineren Geschwistern in Carcassonne aufgewachsen. Nach dem Tod ihrer Mutter unterstützt sie den Vater in seinem kleinen Buchladen.

Eines Tages erhält sie einen sonderbaren Brief mit den Worten „Sie weiß, dass ihr lebt“. Noch bevor sie sich Gedanken über die Bedeutung dieser Zeilen machen kann, trifft sie auf den Hugenotten Piet Raydon und hilft ihm bei der Flucht vor seinem ehemaligen Freund Vidal, der als aufstrebender katholischer Priester das Bischofsamt von Toulouse anstrebt und seinen früheren Freund nun als Feind ansieht. Minou und Piet verlieben sich auf den ersten Blick, müssen sich aber schnell trennen, da Piet aus Carcassonne nach Toulouse flüchtet, wo er ein Hospital für Hugenotten aufbaut.

Minou wird mit ihrem Bruder zu Verwandten nach Toulouse geschickt und freut sich darauf, dort Piet wiederzufinden. Tatsächlich treffen sie sich bei einem Kampf zwischen Katholiken und Hugenotten und die Liebesgeschichte zwischen Ihnen nimmt ihren Lauf.
Inzwischen bricht ein erbitterter Krieg zwischen den Glaubensgemeinschaften aus, man lernt auf beiden Seiten Personen kennen, die teilweise auch die Seiten wechseln bzw. sich als Spione erweisen.

Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und einer gestohlenen Reliquie begleiten wir Minou und Piet auf der Flucht von Toulouse bis zur Aufklärung der Geheimnisse.

Mir hat das Buch ganz gut gefallen, da ich gerne historische Romane lese und so die Geschichte greifbar wird. Allerdings sind mir die Protagonisten nicht so sehr ans Herz gewachsen, und auch die Handlung hat mich nicht so in den Bann gezogen wie ich das von anderen Romanen kenne. Das mag daran liegen, dass mir alles etwas zu glatt war – die beiden Hauptfiguren haben sich z.B. beide auf den ersten Blick verliebt und es fand keine richtige Entwicklung dieser Charaktere statt. Sie waren beide einfach nur gut. Andere Charaktere verschwanden ziemlich schnell, ohne dass jemand wirklich getrauert hätte.

Ein gutes Buch lege ich am Ende traurig weg, weil es zu Ende ist, hier hab ich am Ende die restlichen Seiten gezählt… Das war mir definitiv zu lang.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Ein Tagebuch hätte gereicht

Barfuß auf dem Rhein
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Timm Kruse erzählt hier im Tagebuchstil von seiner Reise über den kompletten Rhein auf einem Stand-Up-Paddleboard.
Was wirklich unglaublich klingt, versteht er in langweiligen Monologen auf ein Minimum ...

Timm Kruse erzählt hier im Tagebuchstil von seiner Reise über den kompletten Rhein auf einem Stand-Up-Paddleboard.
Was wirklich unglaublich klingt, versteht er in langweiligen Monologen auf ein Minimum an Spannung zu bringen.
Wahrscheinlich muss das so sein, denn so lange Zeit alleine auf dem Brett bringt sicherlich viele Gedanken hervor, die für einen selbst wichtig sind und die man anderen nahebringen möchte. Aber ich persönlich finde sie nicht immer so wichtig und erhebend. Mir kommt er oft sehr überheblich vor.
Ich hatte mehr Landschaftsbeschreibungen erwartet und ja, auch Erlebnisse. Klar, er berichtet auch von vielen Erlebnissen, aber die werden sehr kurz gehalten. Dabei bleibt leider auch oft die Genauigkeit und die Wahrheit auf der Strecke. (Ruderer paddeln z.B. nicht in einem offenen Kanu, und das Kunstmuseum in Bonn kann man ganz sicher nicht vom Rhein aus sehen)
Ich habe seine Suche nach dem Deutschsein nicht bis zum Schluss verfolgt, weil ich echt genervt war. Ich glaube, dieses Tagebuch hätte nicht unbedingt veröffentlicht werden müssen.
Für die Reise an sich bekommt er ein paar Punkte, aber er sollte vielleicht bei dem bleiben, was er kann, und das ist nicht unbedingt das Schreiben.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Enttäuscht

Glückstöchter - Einfach leben
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Nach den Wunderfrauen habe ich mich sehr auf den Auftakt dieser Reihe von der Autorin gefreut.
Leider plätschert die Handlung nur so vor sich hin. Ich konnte mit den beiden Protagonistinnen nicht sehr ...

Nach den Wunderfrauen habe ich mich sehr auf den Auftakt dieser Reihe von der Autorin gefreut.
Leider plätschert die Handlung nur so vor sich hin. Ich konnte mit den beiden Protagonistinnen nicht sehr viel anfangen und musste mich teilweise durchquälen.
Erst zum Ende hin wurde es für mich interessanter, so dass ich vermutlich auch irgendwann den zweiten Band lesen werde, den ich schon gekauft hatte.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Nicht mein Geschmack

Gestrandet - Mamma Carlottas zweiter Fall
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Ich kannte Gisa Pauly bisher nicht, daher war ich gespannt auf dieses Hörbuch, das auf der Insel Sylt spielt. Dort mischt sich Mamma Carlotta in die Kriminalfälle ihres Schwiegersohns ein und trägt zur ...

Ich kannte Gisa Pauly bisher nicht, daher war ich gespannt auf dieses Hörbuch, das auf der Insel Sylt spielt. Dort mischt sich Mamma Carlotta in die Kriminalfälle ihres Schwiegersohns ein und trägt zur Auflösung eines Mordfalls bei.

Eigentlich mag ich Hörspiele, aber ich fand die Stimmen nicht sehr gelungen. Die Sprache klang oft sehr künstlich und die Pausen waren zu lang. Für Mamma Carlotta wäre ein italienischer Akzent passend gewesen, aber die Stimme passte meines Erachtens nicht zu einer temperamentvollen Italienerin wie sie beschrieben war.

Ich persönlich konnte der Geschichte sehr schlecht folgen, auch weil viele Personen vorkamen und die Geschichte anscheinend stark gekürzt war. Vielleicht lag es aber auch einfach an mir, obwohl ich den Anfang sogar zweimal gehört habe und ich mich wirklich auf die Geschichte konzentriert habe. Trotzdem sind meine Gedanken an den selben Stellen abgeschweift.

Am Ende wusste ich überhaupt nicht mehr, wer wessen Sohn war und wer wodurch gestorben ist. Aber es hat mich auch nicht mehr wirklich interessiert. Ich habe irgendwie überhaupt keinen Zugang zu der Handlung und den Protagonisten gefunden.

Es ist wirklich komisch mit diesen Insel-/Urlaubsgeschichten: Manche lese ich einfach so weg und finde sie ganz toll, aber anderen kann ich so gar nichts abgewinnen. Leider gehört Mamma Carlotta zur zweiten Sorte.

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