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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Leichtes Sein

Hustle
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Dieses wunderschöne Cover allein ist schon wert das Buch zu kaufen. Zumindest hat es mich auf eine herzerwärmende Art berührt, genau wie die charakterliche Darstellung von Leonie, die in einer neuen Stadt, ...

Dieses wunderschöne Cover allein ist schon wert das Buch zu kaufen. Zumindest hat es mich auf eine herzerwärmende Art berührt, genau wie die charakterliche Darstellung von Leonie, die in einer neuen Stadt, mit einer bedenkenswerten Wohnsituation und einer doch langweilig anmutenden Arbeitsstelle versucht Fuß zu fassen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie sich für ihre Freizeitgestaltung eher ungewöhnliche Methoden ausdenkt, um ihre finanzielle Lage zu verbessern. Der Roman wurde locker und leicht geschrieben, mit einer sanften Art, unlautere Machenschaften zu beschreiben. Man bekommt den Eindruck, dass die Rachepläne doch eher kindlich vollzogen werden und die Entlohnung mit horrenden Summen nicht im Einklang sind. Vielleicht sollte man sich beim lesen nicht so viele Gedanken über die logischen Ungereimtheiten machen und eher die süße Art von Leonie und ihren Freunden genießen.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Jugendliche Leiden

Beste Zeiten
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Mein erster positiver Impuls zum Kauf dieses Buches war tatsächlich die Gestaltung des Covers. Ein Magnet für mich, da mich der Inhalt dieser Bücher meist fasziniert. Als mir bewusst wurde, dass ich „Okaye ...

Mein erster positiver Impuls zum Kauf dieses Buches war tatsächlich die Gestaltung des Covers. Ein Magnet für mich, da mich der Inhalt dieser Bücher meist fasziniert. Als mir bewusst wurde, dass ich „Okaye Tage“ von Jenny Mustard bereits gelesen hatte, war die Freude umso größer, „Beste Zeiten“ in den Händen zu halten. Es ist ein leichtes, die charakterliche Darstellung von Sickan zu mögen. Ihre Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten aufgrund ihrer Hintergrunderlebnisse zu verstehen. Als gefühlt ungeliebtes Kind ist es ihr nicht möglich, ihre Persönlichkeit gesund weiterzuentwickeln und die ganze Welt wirkt angsteinflößend. Die bildlichen sprachlichen Mittel, welche die Autorin einsetzt, machen das Buch zu einem Lesegenuss. Hanna wächst einem ans Herz und die Freundschaft der beiden Mädchen könnte chaotischer nicht sein. Sickan ist ein in sich geschlossener, unsicherer und hilfesuchender Teenager mit schlechten ersten sexuellen Erfahrungen. Umso irritierender waren die Aufzählungen ihrer danach provozierten und fast aggressiv herbeigeführten Sexabenteuer, die den bis dahin schlüssigen Abläufen entgegenstehen. Man kauft es ihr beim lesen nicht ab und es entbehrt jeder Erotik aber auch jeder Anteilnahme am Geschehen, da es gegensätzlich zu ihrem eher unsicheren Selbstbild selbst herbeigeführt wird und man könnte doch annehmen, mit ersten sexuell schlechten Erfahrungen, geht man das Ganze eher vorsichtig an. Insgesamt gefällt mir das Buch trotzdem sehr gut und die Phase der Selbstentdeckung von Sickan führt zu einer positiven Weiterentwicklung.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Hauptsache berühmt !

Inside
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Boris Becker ist ein Phänomen der medialen Öffentlichkeit. Gehasst, geliebt, immer präsent und so verwundert es einen nicht, dass nach diesem erlebten, nach dem sich ein Großteil der Bevölkerung zurückziehen ...

Boris Becker ist ein Phänomen der medialen Öffentlichkeit. Gehasst, geliebt, immer präsent und so verwundert es einen nicht, dass nach diesem erlebten, nach dem sich ein Großteil der Bevölkerung zurückziehen würde, für Boris die Flucht nach vorn in Form dieses Buches als Mittel zum Zweck gewählt wurde. Immer wieder kommt man in Versuchung, seine unschöne Situation zu bewerten und für selbstverschuldet zu befinden. Die Rückblicke in sein Leben sind durchaus interessant, aber auch hier wird deutlich, wie wichtig ihm die Anerkennung der breiten Masse ist und auf keinen Fall ein Vergessen seiner Person eintreten darf. Erstaunlicherweise findet er auch in dieser Situation eine Partnerin, die die Last bedingungslos mitträgt und er sich dessen durchaus bewusst ist und dies mit seinem Publikum teilt. So ambivalent man Boris als Mensch sehen mag, so ambivalent wird man dieses Buch lesen.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Berührend

Someday I'll heal
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Someday I'll heal ist ein Roman für junge Erwachsene, der die Themengebiete Trauer, Einsamkeit, Fürsorge und Liebe in Einklang bringt. Die Wortwahl ist äußerst gefühlvoll und lässt die Protagonisten des ...

Someday I'll heal ist ein Roman für junge Erwachsene, der die Themengebiete Trauer, Einsamkeit, Fürsorge und Liebe in Einklang bringt. Die Wortwahl ist äußerst gefühlvoll und lässt die Protagonisten des Buches zum Leben erwecken. Für Ari beginnt mit dem Tod des Zwillingsbruders eine schwere Zeit der Verarbeitung, die in ihrer neuen Familie des Vaters zunächst nicht so richtig gelingen mag. Liest man das Buch wie in meinem Fall als Erwachsener, versucht man sich in die Gefühlswelt junger Menschen hineinzuversetzen und das was man später zu relativieren beginnt ist in jungen Jahren kaum zu bewältigen. Umso wichtiger und schöner ist es, wenn es Menschen gibt, die einen zur Seite stehen und einen auffangen, wie Ari es nach anfänglichen Schwierigkeiten erleben darf und auch die Unterstützung ihres Vaters, zu dem sie bisher kein Verhältnis hatte ist ein wichtiger Faktor zu Trauerbewältigung. Ein sehr schönes Jugendbuch.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Große Verluste !

Seinetwegen
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Man sagt, der Verlust eines Menschen betrifft 100 weitere Menschenleben auf verschiedenste Art und Weise. Für manchen ist es am Rande seines Lebens spürbar, für manche eine Erschütterung, die tiefe Risse ...

Man sagt, der Verlust eines Menschen betrifft 100 weitere Menschenleben auf verschiedenste Art und Weise. Für manchen ist es am Rande seines Lebens spürbar, für manche eine Erschütterung, die tiefe Risse hinterlässt und ein Leben lang Fragen aufwirft. Für Zora del Buono ist der Unfalltot ihres Vaters unbegreiflich und für ihr ganzes Leben eine ungeklärte Lücke, die sie für mein empfinden viel zu spät zu schließen versucht. Vielleicht ist die Tatsache, das sie zum Unfallzeitpunkt erst acht Monate alt war und der Vater keine zentrale Rolle in ihrem bisherigen Leben gespielt hat, ein Anhaltspunkt für ihr zögern. Auch die Auseinandersetzung mit dem Unfallverursacher wäre zu einem früheren Zeitpunkt wesentlich zielführender für beide Seiten gewesen. Alles hat seine Zeit und jeder Mensch seinen eigenen Weg, mit seinem Schicksal umzugehen. Diesen Weg beim lesen zu begleiten, war sehr aufwühlend und spannend und das Ende mehr oder weniger versöhnlich.

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