Fühlt sich nach Heimkehr an
Die Legenden der Albae - Dunkles ErbeEine Rezension über das neuste Albaebuch zu schreiben ist nicht leicht. Denn immer, wenn ich gefragt werde welches mein Lieblingsbuch ist werde ich mit „Die Albae“ antworten. Denn ein Abtauchen in die ...
Eine Rezension über das neuste Albaebuch zu schreiben ist nicht leicht. Denn immer, wenn ich gefragt werde welches mein Lieblingsbuch ist werde ich mit „Die Albae“ antworten. Denn ein Abtauchen in die Geschichte fühlt sich nach Heimat an, vertraut und geborgen (toller Wortwitz).
Das Buch selbst kann unabhängig der anderen Reihen gelesen werden. Ich empfehle trotzdem die Lektüre der alten sowie der neuen Bände. Einige Namen tauchen erneut auf, sowie Erinnerungen an alte Abenteuer. Auch versteht man so das Verhältnis der einzelnen Völker untereinander besser. Und dies ist gespickt durch Verrat und Intrigen, Freundschaft und tiefer Verbundenheit, auch über die Völkergrenzen hinweg. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, stets sind wir mitten im Geschehen und der Spannungsbogen blieb stets hoch. So gab es trotzdem kurze Szenen, in denen man genüsslich eine Pfeife rauchen und an würzigem Zwergenkäse knappern konnte.
Auf Seiten der Albae treffen wir auf bisher unbekannte Figuren und erkunden mit diesen das untergegangene Dson, Brandenwall, Eneiko und viele weitere der Orte im geborgenen Land. Aber auch auf alte Bekannte treffen wir. Und hier zeigt sich wieder einmal, wie großartig die Figurenzeichnung ist. Denn habe ich in den Zwergebüchern die Albae verflucht (zugegeben nur wenig und auch nur ganz heimlich), haben mich hier die Zwerge wiederum genervt. Wie man die Völker in unterschiedlichen Büchern aus anderen Sichten wahrnimmt. Denn das macht den Reiz aus, ich kann nie genau bestimmen, wer denn nun wirklich die wahren Bösen sind, und wer besiegt werden muss. Und wenn ich doch gefragt werden würde, dann ganz klar die Albae (ich möchte immerhin nicht das aus meinen Fußknöcheln Figuren geschnitzt werden).