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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2018

Bis du stirbst

Bis du stirbst
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Ein unglücklicher Zufall brachte Sami Macbeth für drei Jahre ins Gefängnis. Er plant, nach seiner Entlassung zusammen mit seiner Schwester neu anzufangen. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, ist seine ...

Ein unglücklicher Zufall brachte Sami Macbeth für drei Jahre ins Gefängnis. Er plant, nach seiner Entlassung zusammen mit seiner Schwester neu anzufangen. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, ist seine Schwester verschwunden. Wieder einmal scheint sich das Schicksal gegen Sami zu wenden.

Der Klappentext verspricht einen guten Thriller, dieses Versprechen hält das Buch jedoch nicht ein. Die Geschichte zieht sich dahin, auch wenn durch einige Wendungen versucht wird, Spannung aufzubauen. Angekommen ist diese bei mir jedoch nicht. Auch die Figuren blieben oberflächlich, und teilweise wirkten sie oder ihr Verhalten einfach nur lächerlich.

Im Roman begleitet der Leser den Unglücksraben Sami, wie er von einem Problem ins nächst größere stolpert. Dabei möchte er doch eigentlich nur seine Schwester retten. Diese wurde als Geisel genommen, damit Sami für einen Verbrecher einen Auftrag durchführt.

Diesmal gibt es in der Geschichte nicht nur eine böse Person oder Organisation. Auch in deren Konflikte gerät Sami hinein. Immer mit der Gewissheit im Hinterkopf, dass er und seine Schwester sterben werden, egal wer von den Parteien gewinnen wird.

Es gibt mit Sicherheit Leser, die diesen Roman mögen, mein Geschmack ist er nicht.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Der Ghostwriter

Der Ghostwriter
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Der Millionär Herman Banks möchte sich einen Wunsch erfüllen: er möchte endlich einen Roman schreiben. Zusammen mit seiner Frau Amber zieht er in ein abgelegenes Haus in Südengland. Dieses gehörte einem ...

Der Millionär Herman Banks möchte sich einen Wunsch erfüllen: er möchte endlich einen Roman schreiben. Zusammen mit seiner Frau Amber zieht er in ein abgelegenes Haus in Südengland. Dieses gehörte einem Autor, den Herman sehr bewundert. Doch eine Schreibblockade macht ihm zu schaffen. Aber dann scheint eine fremde Macht es gut mit ihm zu meinen, und sein Buch nimmt Formen an.

„Der Ghostwriter“ hat mich enttäuscht. Dem Rückentext und Kommentaren nach sollte es ein gutes Buch sein. Ist es für mich persönlich aber nicht, und ich bin froh, dass die Novelle bereits nach kurzer Zeit ausgelesen war. Bis zur Hälfte des Buches dreht sich alles erst mal um Herman Banks und seine Frau, bis endlich dieser Ghostwriter ins Spiel kommt. Vorher ist das Buch einfach nur langweilig, und auch echte Spannung kommt später nicht auf.

Das Ende der Geschichte wird dem Leser quasi einfach nur dahin geklatscht und hätte ruhig etwas ausführlicher sein können, wenn man an die langen Beschreibungen von Hermans Geschichte vor dem Ghostwriter damit vergleicht. Ich bin im Grunde auch gar nicht ins Buch hineingekommen. Die Figuren haben mich nicht erreicht, obwohl sie für eine Novelle ausreichend beschrieben sind. Die Geschichte zieht sich einfach in die Länge.

Da ich schon in meiner „Prä-Bloggerzeit“ einiges von Cecelia Ahern gelesen habe, war ich gespannt, was mich mit einem so ganz anderen Buch von ihr erwartet. Vielleicht waren diese Erwartungen einfach zu hoch. Allerdings habe ich mich beim Lesen mehrmals gefragt, ob das Buch tatsächlich von ihr selbst geschrieben wurde. Vielleicht gibt es ja tatsächlich einen Ghostwriter, dem Cecelia Ahern einfach ihren Namen zur Verfügung stellte?

Mit Sicherheit wird auch dieses Buch seine Fans haben – ich gehöre nicht dazu, auch wenn ich die Autorin mag. Dieses Buch ist daher reine Geschmackssache.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 22.03.2018

Karten des Todes

Karten des Todes
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Monika Oswald ist eine beliebte Kartenlegerin mit Auftritten in der Fernsehsendung „Die Karten lügen nicht“. Als sie in ihrer Wohnung erschlagen aufgefunden wird, liegen neben ihr Wahrsagekarten mit einer ...

Monika Oswald ist eine beliebte Kartenlegerin mit Auftritten in der Fernsehsendung „Die Karten lügen nicht“. Als sie in ihrer Wohnung erschlagen aufgefunden wird, liegen neben ihr Wahrsagekarten mit einer Botschaft. Das Team um die Wiener Oberinspektorin Katharina Gugerell ermittelt. Da Gugerell zuhause am besten entspannen kann, wenn sie backt, genießt das Team während der Ermittlungen auch kulinarische Köstlichkeiten.

Leider sind diese Kuchenrezepte am Ende des Buches das Spannendste, was die Geschichte zu bieten hat. Während des Lesens kommt keine Spannung auf. Der Roman zieht sich von Seite zu Seite dahin. Die Figuren bleiben blass, was aber auch an den wenigen Seiten des Romans liegen könnte.

Das Buch liest sich nicht besonders flüssig, und an den Schreibstil der Autorin muss man sich gewöhnen, dann geht es besser. Das Grundgerüst der Geschichte ist gut, und daraus hätte mehr gemacht werden können. Aufgrund seiner Größe ist der Roman schnell gelesen, obwohl die Geschichte dahin plätschert.

Wer ein leichtes Buch zum Abschalten sucht und Krimis mag, bei denen es ruhig zugeht, dem könnte dieser Roman gefallen. Für mich fehlte hier etwas.

Veröffentlicht am 19.11.2017

Messias Maschine

Messias-Maschine
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Irgendwann in einer nicht so fernen Zukunft lebt George in Illyria, einer modernen Stadt mit neuesten Technologien und Robotern aller Art. Die Stadt ist der letzte Zufluchtsort von Wissenschaftlern, Atheisten ...

Irgendwann in einer nicht so fernen Zukunft lebt George in Illyria, einer modernen Stadt mit neuesten Technologien und Robotern aller Art. Die Stadt ist der letzte Zufluchtsort von Wissenschaftlern, Atheisten und sonstigen Freidenkern. Um sie herum ist die Welt nach Religionskriegen, welche als „die Reaktion“ in die Geschichte eingegangen sind, wieder zurück im Mittelalter.

Jede Religion behauptet von sich, die einzig wahre zu sein, und es gibt weiterhin Konflikte. Nur eines eint sie, der Hass auf die Bewohner von Illyria und deren teuflische Technologie. George verliebt sich in Lucy. Sie ist ein Sex-Roboter und körperlich kaum von einem Menschen zu unterscheiden. Doch Lucy beginnt, sich zu verändern.

Was sich nach einer guten Geschichte anhört, erweist sich während des Lesens als ein sich langsam dahinziehender Roman. Sehr schade, denn die Grundidee ist nicht schlecht. Eine veränderte Welt, die durch religiöse Fanatiker bestimmt wird, und eine Stadt mit allen technischen Raffinessen klingt nach Konfliktpotential. Auch die Liebe zwischen einem Menschen und einem Roboter mit den daraus resultierenden Problematiken ist ein guter Ansatz.

Jedoch schafft Autor Chris Beckett es nicht, daraus eine spannende Geschichte zu entwickeln. Sie bleibt oberflächlich, und die Figuren haben mich nicht erreicht. Der Kampf der Religionen untereinander und gegen Illyria wird eher nur am Rande erwähnt. Die Geschehnisse um George sind jeweils nur kurz umschrieben bzw. angerissen.

Die Liebesgeschichte zwischen George und Lucy zeigt, dass es irgendwann nicht mehr einfach ist, zwischen einem Menschen und einer Maschine zu unterscheiden. Leider hatte ich durch den Klappentext erwartet, dass sich die Geschichte hauptsächlich mit der Liebe zwischen ihnen beschäftigt. Doch auch dieser Teil der Geschichte bleibt blass und oberflächlich.

Interessanter ist dagegen das Leben von Ruth, Georges Mutter. Auch sie lebt in Illyria und genießt dort die künstliche Realität von SenSpace. Darin hat sie sich als Figur „Kleine Rose“ ein zweites Ich erschaffen. Durch Ruth erfährt der Leser, was alles mit und in einer künstlichen Welt möglich ist.

Dem Klappentext nach hätte es ein guter Roman sein können. Doch leider wurde das Potential, welches eine solche Geschichte liefert, nicht genutzt.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 29.10.2017

Abwarten und Bier trinken

Abwarten und Bier trinken
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Der Buchautor Felix Dachsel ist nach eigener Aussage ein engagierter Leistungsverweigerer. Schule war noch nie sein Ding, und jetzt auf der Universität ist es nicht viel anders. Er schildert, wie es ist, ...

Der Buchautor Felix Dachsel ist nach eigener Aussage ein engagierter Leistungsverweigerer. Schule war noch nie sein Ding, und jetzt auf der Universität ist es nicht viel anders. Er schildert, wie es ist, ein Leistungsverweigerer zu sein. Dass er einfach nur faul ist, kann man ihm nicht unterstellen. Wer nichts arbeiten oder leisten möchte, muss sehr kreativ im Erfinden von Ausflüchten sein – eines der leichtesten Übungen des Herrn Dachsel.

Ich habe erwartet, mit „Abwarten und Bier trinken“ ein witziges Buch gekauft zu haben. Leider habe ich äußerst selten schmunzeln können, von Lachern ganz zu schweigen. Witzig ist das Buch aus meiner persönlichen Sicht leider ganz und gar nicht. Der Autor erzählt von seiner Zeit an der Uni als (Nicht-)Student. Ständig fragte ich mich beim Lesen, wann er endlich von der Uni geht und eine Ausbildung anfängt.

Die Geschichte zieht sich, je länger man sie liest. Dafür sind die einzelnen Kapitel angenehm kurz gehalten. Eine Beziehung zur Geschichte und zum Autor konnte ich nicht aufbauen. Als so toll und doch so anstrengend er sein Studentenleben auch beschreibt, es stellt sich immer mehr die Frage, wie er dieses Leben finanziert. Will er den Rest seines Lebens den Geldhahn seiner Eltern aufdrehen, und warum sprechen diese nicht mal ein Wort mit ihm? Was sie über ihren Sohn denken und von seinem Lebensstil halten, erfährt der Leser nicht.

Das Buch ist eine Abfolge von Erlebnissen des Autors. Der Schreibstil ist gut, auch die Interaktion mit dem Leser. Er spricht diesen oft direkt an, was den Leser wohl näher an ihn heranbringen soll. Am Ende des Buches erwartet diesen ein kleiner Selbsttest, ob man selbst zum Leistungsverweigerer geeignet ist. Dieser Test ist natürlich auch mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Das Buch konnte mich nicht überzeugen und gehört für mich daher in die Rubrik „Geschmackssache“. Ich könnte mir vorstellen, dass jemand, der studiert hat oder noch studiert, den einen oder anderen Kommilitonen in Felix Dachsel wiedererkennt und das Buch daher zum Schmunzeln findet.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de